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9 Jahre Beziehung, 3-jähriges Kind, und nun Krise?

S

Seestern

Gast
Hallo, Ihr Lieben

Keine Ahnung, ob mein Befinden wegen der Coronakrise, des Vollmondes oder wirklich wegen meiner Sorgen so im Keller ist.

Eigentlich dachte ich immer, wir könnten zusammen alt werden..

Mein (erster) Freund ist 36, ich bin 33, er arbeitet 100% bei seinem Vater in der Gewürzbranche und ich arbeite einen Tag pro Woche in seiner Firma, ansonsten bin für unser 3-Jähriges Kind da. Zwei Tage in der Woche geht unser Sohn in die Kita. Wir teilen die Hobbies Musik, Philosophieren und Naturspaziergänge. Ich bin für den Haushalt zuständig, wobei man sagen muss, dass mein Partner leidenschaftlich gerne kocht.

Ansich klingt das nach Traumpartner. Das stimmt auch – oberflächlich gesehen. Nur blicke ich bei unserer Beziehung momentan nicht mehr durch, mir fehlt die Klarsicht.
Ihr werded Euch bestimmt fragen, ob ich einen an der Waffel hätte, mit einem Partner, der arbeitet und dann noch kocht. Aber vielleicht nutzt er damit auch sein Machtpotenzial aus über mich?

Was ich zu meinen Stärken sagen kann: ich nehme meinen Partner so, wie er ist, ich kann gut zuhören und bin loyal. Meine grösste Schwäche ist ganz klar meine Unordentlichkeit (schon immer), aber ich arbeite daran. Die Stärken meines Partners, aus meiner Sicht: Charmant, verlässlich, er kann ebenfalls gut zuhören. Seine grösste Schwäche, aus meiner Sicht: Er tendiert sehr zum Nörgeln. Es geht hin, bis zu Respektlosigkeit, Destruktivität und Arroganz. Er ist musisch und sensibel – das bin ich ebenfalls – nur bin ich es auf eine chaotisch-liebevolle Weise, was er überhaupt nicht mag.

Ihr könnt mir glauben, ich habe versucht, mich zu bessern in Sachen Ordnung! Dass unser Sohn mich von der Arbeit zuhause ablenken will, macht es nicht besser. Wenn er mir helfen möchte, dann geht es einfach sehr langsam. Ich bin selber nicht die Schnellste. Ich lasse mich auch sehr leicht ablenken und dann endet meine Aufräumaktion im Spiel mit meinem Sohn, anstatt die Hausarbeit zu Ende zu bringen. Unser Sohn fordert sehr viel Aufmerksamkeit von uns. Wenn ich kann, gehe ich mit ihm nach draussen. Haushalt war nie meine Stärke, das muss ich zugeben. Unser Sohn möchte noch immer gestillt werden, was ich geniesse. Mein Partner mag es nicht. Das verstehe ich, aber er verhält sich mir gegenüber einfach zu respektlos, alsdass ich unseren Sohn von heute auf morgen abstillen möchte. Vermutlich möchte er wegen des Stillens und der getrennten Betten (von ihm so gewählt) seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.

Während ich meine Schwächen kenne und mich auch reflektieren kann, zeigt mein Partner leider null Selbstreflexion. Wenn ich etwas an seinem Verhalten beanstande, guckt mich manchmal nur furchtbar wichtig aus seinen Dackelaugen an: "Ich bin kein einfacher Mensch..", Diese Aussage habe ich schon oft von ihm gehört, empfinde sie aber mehr und mehr als Ausrede dafür, sich selbst nicht reflektieren, bzw. ändern zu müssen. Er dagenen nörgelt, behandelt mich respektlos – und wenn ich etwas an ihm auszusetzen habe, spricht er von "das stimmt nicht.", "Du übertreibst", bis zu "Du hast ja eh ein mentales Problem.".. Ich meine, könntet Ihr noch lieben, wenn jemand Euch so behandelt? Ich versuche mein bestes! Dass er so gut kochen kann schätze ich sehr und dass er dies auch gerne tut, ist keine Selbstverständlichkeit. Natürlich findet er, dass ich viel weniger zu geben habe, als er. Aber immerhin nehme ich ihn so wie er ist..

Echt, ich dachte in letzter Zeit oft, ich kann nicht mehr mit dem ständigen Gezanke. Unser Sohn leidet unter unseren Auseinandersetzungen, die nicht gerade leise sind.. das tut mir am meisten weh. Mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer.
Während sich mein Partner zu mir wie ein Pflock benehmen kann, kann er gegensätzlich soo zuckersüss zu unserem Sohn sein! Er liebt ihn, wie ihn ein Vater seinen Sohn nur lieben kann, ganz bestimmt. Andererseits will er ihn nicht verlieren und er merkt eventuell auch, dass mir unsere Situation nicht gefällt. Ja, Ihr denkt jetzt vielleicht, ich sei eifersüchtig. Ja, das bin ich absolut.. wenn ich ihn sehe, wie er uns manchmal davon stolziert auf Spaziergängen, weil er sich nicht dem Tempo unseres Sohnes anpassen kann, vergeht mir manchmal aber echt die Lust. Vor allem bei den Blicken der Passanten. Ihr könnt mich ruhig als lächerlich bezeichnen. Aber ich beschreibe mich Euch mal als äusserst menschlich und lese auch keine Bücher, wie: "Emotionale Intelligenz" und wie sie alle heissen, um das Leben sagenhaft zu machen.

Ich bin manchmal voll der Liebe für meinen Partner, glaubt mir. Er war anfangs ein charmanter Prachtskerl und in manchen Momenten in meinen Augen noch immer. Dann kann er mein Herz für sich gewinnen. Er ist musikalisch (wir spielen zusammen in einer Band), er ist intelligent und loyal, verlässlich, fast mütterlich zu unserem Sohn. So positiv sah ich ihn und tat es bis anhin im Groben immer. Neuerdings schwindet das Gefühl der Liebe eher dahin. Ob das an der virusbedingten Situation liegen mag? Mit Freunden ausgehen, das soziale Leben, gemiensame Konzerte, das alles lag nicht drin im letzten Jahr.. daran lag uns beiden jedoch viel. Ich merke erst jetzt, dass unsere Beziehung auch von den nicht ganz so lebensnotwendigen Dingen des Lebens lebt.

Mein Musikerherz hängt an ihm. Mein Wanderherz hängt an ihm. Mein kommunikatives Herz hängt an ihm! Ich bin dankbar für das, was er für uns tut. Mein Mutterherz hängt an ihm, damit unser Sohn seine Mama und seinen Papa zusammen für sich zuhause weiss. Bin selbst ein Scheidungskind. Tue mich deshalb mit einer Trennung noch schwerer, ich stehe ja finanziell jetzt auch nicht auf eigenen Beinen (könnte wieder werden). Ich hoffe aus hoffnungsvollem Herzen, dass sich nach der Pandemie alles zum Guten wendet. Manchmal habe ich wirklich keine Liebe mehr in mir für ihn übrig, die mein Hirn reflektieren kann. Dann habe ich Angst, auch vor ihm. Weshalb kann er seine destruktive Seite nicht ablegen? Das ist sehr kindlich gesagt und unwahrscheinlich, ich weiss.. aber er will ja auch, dass ich mich ändere.. was ich, im Gegensatz zu ihm, versuche, auch ein es mir ebenfalls schwer fällt. Das weiss er auch.

Bin gespannt auf Eure Erfahrungen mit ähnlichen Situationen, oder, wie Ihr damit umgehen würdet.. oder was ihr denkt, wo wir stehen.. Ich danke Euch im Voraus.
 

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Schroti

Sehr aktives Mitglied
Unser Sohn möchte noch immer gestillt werden, was ich geniesse. Mein Partner mag es nicht. Das verstehe ich, aber er verhält sich mir gegenüber einfach zu respektlos, alsdass ich unseren Sohn von heute auf morgen abstillen möchte.
Du stillst deinen Sohn weit über die Zeit hinaus, um deinen Mann zu ärgern? Hammer!
Ansonsten: Ich wäre an Stelle deines Partners auch genervt. Du arbeitest einmal die Woche und kriegst den Haushalt dennoch nicht hin.
Klar, dass das nervt.
Es wird darauf hinauslaufen, dass ER dir die Entscheidung "Trennung oder nicht?" eventuell abnehmen wird. Denn er hat deutlich mehr Grund zum Meckern.
(Schämt dein Sohn sich nicht, wenn er mit 3 in der KiTa erzählt, dass er noch gestillt wird? Du setzt die Stillerei als Waffe im Ehekrieg ein. Gruselig...)
 

cucaracha

Sehr aktives Mitglied
Mein Partner kann sich auch mal reinsteigern, und ich lasse mich nicht klein kriegen. Wenn es mir zuviel wird, dann laufe ich weg in ein anderes Zimmer.
Zitat Ende

Versuche Streits nicht zu provozieren....es ist manchmal besser auszuweichen oder Konflikte ruhig, sachlich, auch schriftlich zu klären.

Mit dem Stillen würde ich auch aufhören.

Kannst du dir eine preisgünstige Haushaltskraft besorgen ?
 

Heinrich_

Mitglied
Du pendelts m.E. bei Deiner Ansicht über Deinen Partner zwischen zwei Extremen: Da ist einmal die absolute Idealisierung dazu gehört z.B. dass Du gewisse Dinge wie sein Kochen extrem positiv bewertest (ja es ist nett und schön dass er kocht, aber glaube mir, es gibt noch mehr Männer/Frauen auf diesem Planeten, welche Vollzeit arbeiten und "trotzdem" für ihre PartnerInnen kochen - so eine absolute Superleistung ist das jetzt auch nicht), andrerseits sagst Du, dass Du keine Liebe für ihn empfindest.
Generell habe ich den Eindruck, dass ihr irgendwie in einer sonderbaren Wolke lebt und mit dem ganz normalen, oftmals langweiligen "Alltag" irgendwie nicht zurecht kommt. Was bezweckst Du mit dem langen Stillen? Sorry, aber ich habe den Eindruck Du willst möglichst lange ein "Baby" d.h. auch jetzt mit dem Dreijährigen eine Art symbiotische Verbindung und Du hast Mühe, dass Kinder jeden Tag selbständiger werden.
 
S

Seestern

Gast
Du stillst deinen Sohn weit über die Zeit hinaus, um deinen Mann zu ärgern? Hammer!
Ansonsten: Ich wäre an Stelle deines Partners auch genervt. Du arbeitest einmal die Woche und kriegst den Haushalt dennoch nicht hin.
Klar, dass das nervt.
Es wird darauf hinauslaufen, dass ER dir die Entscheidung "Trennung oder nicht?" eventuell abnehmen wird. Denn er hat deutlich mehr Grund zum Meckern.
(Schämt dein Sohn sich nicht, wenn er mit 3 in der KiTa erzählt, dass er noch gestillt wird? Du setzt die Stillerei als Waffe im Ehekrieg ein. Gruselig...)
Ja, das was Du schreibst ist wirklich gruselig. Nein, das ist überhaupt nicht so. Mein Partner (wir führen keine Ehe) sieht ja, wie sehr es mein Sohn genießt. Deshalb habe ich noch nicht abgestillt. Nicht als Waffe. Also geht's noch.
 
S

Seestern

Gast
Viellicht solltet ihr eine Paartherapie machen, bei der ihr lernt, wie man einander zuhört. Ihm sollte klar werden, dass er dich mit seiner Art verliert. Er ist respektlos und deine Aussagen mit einem "du hast ja sowieso ein Problem" abzutun, ist wenig selbst reflektiert und schwach.

Natürlich fehlt wegen Corona jetzt sehr viel Ausgleich, aber diese Krise zeigt doch, ob ihr wirklich zusammen passt oder nicht.

Dein Partner ist dein Traummann, weil er kocht? Das ist ein Mini-Bereich. Du betreust doch zu 100% fast euren Sohn.
Wir haben es immerhin 9 Jahre zusammen ausgehalten. Ähnliche Interessen waren dafür sicher der beste Kit. Er ist ebenfalls eher introvertiert, tiefgründig und sensibel. Paartherapie habe ich schon vorgeschlagen. Er war dagegen. Ich würde das gerne machen. Er wäre es mir auf jeden Fall wert, aber es braucht uns beide dafür.
 
S

Seestern

Gast
Du pendelts m.E. bei Deiner Ansicht über Deinen Partner zwischen zwei Extremen: Da ist einmal die absolute Idealisierung dazu gehört z.B. dass Du gewisse Dinge wie sein Kochen extrem positiv bewertest (ja es ist nett und schön dass er kocht, aber glaube mir, es gibt noch mehr Männer/Frauen auf diesem Planeten, welche Vollzeit arbeiten und "trotzdem" für ihre PartnerInnen kochen - so eine absolute Superleistung ist das jetzt auch nicht), andrerseits sagst Du, dass Du keine Liebe für ihn empfindest.
Generell habe ich den Eindruck, dass ihr irgendwie in einer sonderbaren Wolke lebt und mit dem ganz normalen, oftmals langweiligen "Alltag" irgendwie nicht zurecht kommt. Was bezweckst Du mit dem langen Stillen? Sorry, aber ich habe den Eindruck Du willst möglichst lange ein "Baby" d.h. auch jetzt mit dem Dreijährigen eine Art symbiotische Verbindung und Du hast Mühe, dass Kinder jeden Tag selbständiger werden.
Ich finde es super, wenn er selbständig wird. Er kommt immer von sich aus und möchte gestillt werden. Weil er das so geniesst, habe ich es bislang nicht übers Herz gebracht, es ihm zu verwehren. Ich sehe das mit der Selbständigkeit genauso.
 
S

Seestern

Gast
Das ist doch dein Job, ihn abzustillen. Natürlich kommt er und möchte das.
Wie hast Du das gemacht? Mir fällt das extrem schwer. Er würde es immer wieder versuchen. Auch wenn ich meinem Sohn sage, Mama möchte nicht stillen, bedrängt er mich. Aber es geht nicht um meinen Sohn und mich, sondern um meine Partnerschaft. Ich habe etliche Male versucht, meinem Partner meine Liebe zu zeigen. Manchmal auch am Abend. Seine Reaktion, er lehnt mich ab und guckt in sein Handy (Turtirials, er spielt ein Musikinstrument) und sagt, lass mich in Ruhe.. toll, oder?
 

Schroti

Sehr aktives Mitglied
Unser Sohn möchte noch immer gestillt werden, was ich geniesse. Mein Partner mag es nicht. Das verstehe ich, aber er verhält sich mir gegenüber einfach zu respektlos, alsdass ich unseren Sohn von heute auf morgen abstillen möchte. Vermutlich möchte er wegen des Stillens und der getrennten Betten (von ihm so gewählt) seit Monaten keinen Sex haben. Ich stelle mich auf die Seite, auf der ich mich wohl fühle. Und mit meinem Partner fühle ich mich momentan nicht besonders wohl.
Natürlich instrumentalisierst du das Kind. Du machst sogar gegnerische Seiten auf und stellst dich auf eine. Familie geht anders.
Was außer "Freude an der Natur und Musizieren" verbindet euch? Du scheinst dich permanent von ihm angegriffen zu fühlen und siehst deine Defizite nicht im Entferntesten so klar, wie die seinen.
Ich stelle mir die Lebenssituation deines Partners sehr schwierig vor. Und würde an deiner Stelle klug handeln - denn da ihr nicht verheiratet seid, bleibt dir für den Fall, dass er das Theater irgendwann satt ist, nur der Kindesunterhalt. Jetzt hast du es doch eigentlich recht gemütlich -bisschen Haushalt, Kind bespaßen, einmal die Woche im Betrieb aushelfen und sonst nix. Nichtmal Sex, denn das geht ja nicht, da der Körper noch im Stillmodus ist und dies verständlicherweise ein Abturner ist.
 
S

Seestern

Gast
Natürlich instrumentalisierst du das Kind. Du machst sogar gegnerische Seiten auf und stellst dich auf eine. Familie geht anders.
Was außer "Freude an der Natur und Musizieren" verbindet euch? Du scheinst dich permanent von ihm angegriffen zu fühlen und siehst deine Defizite nicht im Entferntesten so klar, wie die seinen.
Ich stelle mir die Lebenssituation deines Partners sehr schwierig vor. Und würde an deiner Stelle klug handeln - denn da ihr nicht verheiratet seid, bleibt dir für den Fall, dass er das Theater irgendwann satt ist, nur der Kindesunterhalt. Jetzt hast du es doch eigentlich recht gemütlich -bisschen Haushalt, Kind bespaßen, einmal die Woche im Betrieb aushelfen und sonst nix. Nichtmal Sex, denn das geht ja nicht, da der Körper noch im Stillmodus ist und dies verständlicherweise ein Abturner ist.
Ich fühle mich nicht angegriffen, sondern werde ständig kontrolliert und kritisiert. Kind bespassen würde ich mit erziehen ersetzen. Ich schätze mal, dass Du ein Mann bist? Bist Du afür die Kinderbetreuung und für den Haushalt zuständig? Du würdest anders schreiben, wenn Du Zuhause für Dein Kind da wärst. Aber Hallo!
 

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