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4 Tage am Stück nachsitzen in der 1.?????

Help me

Mitglied
Der Sohn meiner Schwester (7 Jahre) geht in die 1. Klasse und soll zum wiederholten male wegen "nicht folgen" 4 Tage am Stück (Mo- Do) insgesamt 5 Stunden nachsitzen!Die Lehrkraft ist grundsätzlich nach der großen und in der kleinen Pause NICHT im Klassenzimmer anwesend.Sonderhausaufgaben sind, trotz nicht bewiesener Schuld , an der der Tagesordnung.Weiß jemand wie da die Rechtslage in Bayern aussieht?
:confused:
 

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Zitronengelb

Aktives Mitglied
Bevor ich mit irgendeiner Rechtslage käme, würde ich mich an die Schulleitung wenden und da mal nachfragen. Stellt sie sich unkooperativ, dann kannste dich immer noch an den Elternvertreter wenden.
 

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Hi Help me,

Nachsitzen ist in der Grundschule ein sehr ungewöhnliches Erziehungsmittel. Damit stellt sich die Lehrkraft ein absolutes Armutszeugnis aus.

An Stelle deiner Schwester würde ich mich zunächst mit der Lehrkraft in Verbindung setzen und versuchen, das zu klären. Wenn dies nicht möglich ist, sollte sie sich an die Schulleitung wenden. Führt auch dies nicht zum Erfolg, kann sie sich an die zuständige Schulpsychologin wenden.

Allerdings macht es sehr wahrscheinlich keinen Sinn, wenn deine Schwester im Sinne von Schuldzuweisung auf die Lehrkraft oder auch den Rektor der Schule zugeht. Lehrer sind halt auch nur Menschen. Soweit es deiner Schwester möglich ist, sollte sie versuchen, so ruhig und sachlich wie möglich in das Gespräch zu gehen. Vor allem aber sollte sie bedenken, dass es Kinder gibt, die sich im Schulalltag ganz anders geben, als zu Hause. Ob ihr Sohn da auch dazu gehört, vermag hier sicherlich niemand zu beurteilen. Aber völlig unabhängig vom tatsächlichen Sachverhalt ist es der Lehrkraft durchaus zuzumuten, anders auf Fehlverhalten eines Schülers zu reagieren, als mit Nachsitzen. Schließlich stellt die Grundschule die erste Stufe einer langen oder sogar sehr langen Schulzeit dar. Nimmt man da bereits den Kindern die Lust und den Spaß an der Schule und dem Lernen, dann stellt man völlig falsche Weichen.

Liebe Grüße und deiner Schwester ein glückliches Händchen bei der Wahl ihrer Worte.

Sisandra
 
T

Truth

Gast
Hallo sisandra,

deinen Beitrag finde ich sehr objektiv und nüchtern betrachtet und das sollte man in so einer Situation bestimmt auch können. Aber ganz ehrlich gesagt, wenn ich von solchen Methoden höre, wie sie von Help me beschrieben werden, werde ich zum Stier!!!!! Ich wäre vielleicht sachlich in so einer Situation aber 100 % auch sehr bestimmt. Diese Methode ist völlig inakzeptabel und darüber gibt es nichts zu diskuttieren, weil Diskussionen hierüber unwillkürlich auf Argumentationen treffen, die dann wieder viel zu langwierige Prozesse mit sich ziehen. Als Mutter würde ich nichts hinterfragen, weil es hier nichts zu hinterfragen gibt, sondern nur schlicht klar machen, dass diese Methode inakzeptabel ist und das mein Kind ab sofort NIE wieder Nachsitzen wird und dass ich mein Kind nach der regulären Schulzeit abhole - ich aber gerne bereit bin, mir anzuhören, was ich ZUHAUSE machen könnte, dass meinem Kind geholfen wird. Was soll sie dagegen machen? Manchmal haben wir ganz simple Mittel unseren Standpunkt sehr wirksam durchzusetzen. Was soll eine schlechte Pädagogin gegen eine entschlossene Mutter machen?

LG Truth
 
Zuletzt bearbeitet:

Sisandra

Moderator
Teammitglied
Liebe Truth,

grundsätzlich kann ich deinen Standpunkt sehr gut nachvollziehen, aber bedenke auch eines. Dieses Kind und diese Lehrkraft werden jeden Tag wieder aufeinandertreffen. Leider sind auch manche Lehrkräfte so gestrickt, wie eben andere Menschen auch, dass das Kind ausbaden darf, was man gegenüber der Mutter nicht durchsetzen kann. Menschen sind leider so. Und es gibt halt auch sehr subtile Mittel, so ein kleines Menschlein an den Pranger zu stellen.......................

LG Sisandra
 
T

Truth

Gast
Hallo Sisandra,

da stimme ich dir völlig zu. Und genau aus dieser Angst heraus, handeln wir manchmal als Eltern nicht, weil wir glauben, wir würden unserem Kind noch mehr damit schaden. Wir schaden dem Kind nur, wenn wir die Sache emotional und persönlich angehen und in einem vertraulichen Gespräch nicht sachlich bleiben, also ohne Anschuldigungen und Respektlosigkeit. Hier ist es einfach nur sehr wichtig, bei der Sache zu bleiben und nicht zu versuchen, etwas auf persönlicher Ebene zu klären. Emotionen müssen da rausgehalten werden, anders geht es nicht. Das ist im Geschäftsleben nicht anders. Menschen, die bei der Sache bleiben können und nicht auf der persönlichen und emotionalen Schiene ausrutschen, finden konstruktive Lösungen.

Liebe Grüße
Truth
 
G

Gast

Gast
Hallo ihr Lieben,

also ich bin die Schwester von help me und möchte mich erstmal bei euch bedanken das ihr euch Gedanken über meine Situation macht.
Also heute habe ich versucht mit der Lehrerin zu reden, aber sie ist gleich laut geworden!
Als ich ihr sagte das ich es einfach nicht gerecht finde das andere die das Gleiche machen (nach der großen Pause und in der kleinen Pause wenn keine Lehrkraft im Klassenzimmer ist nicht auf dem Platz sitzen bleiben) nicht bestraft werden schrie sie "woher wissen sie das denn?" Als ich ihr sagte das mein Sohn und auch der Sohn meiner Cousine der in die gleiche Klasse geht unabhängig von einander das gleiche gesagt haben meinte sie wenn ich meinem Kind mehr glauben würde als ihr könne sie mir auch nicht helfen...
Darauf sagte ich ich wende mich an die Schulleitung, was ich auch gleich gemacht habe.
Die Rektorin war zum Glück sehr verständnisvoll und hat für morgen ein Treffen zu dritt vorgeschlagen. Mal sehen ob das was bringt.
Haltet mir die Daumen!
 
T

Truth

Gast
Ein Gespräch mit der Lehrerin kann zum Erfolg führen, wenn du nicht versuchst Unrecht und Recht zu klären. Erwarte nicht, dass sie dir entgegenkommt, wenn du sie beschuldigst, nicht richtig zu handeln (egal ob es so ist oder nicht!) Wenn sie sich beschuldigt fühlt, hört sie dir nicht zu und versucht sich erstmal zu verteidigen. Was ist dir wichtig? Du möchtest, dass dein Kind nicht mehr Nachsitzt. Dann geh nur darauf ein: Wenn mein Kind Probleme bereitet, dann sagen sie mir bitte welche Probleme das sind und ich werde mich persönlich darum kümmern aber ich möchte nicht, dass mein Kind durch Nachsitzen bestraft wird. Alles was über diese Sätze hinausgeht wird nur in endlose Diskussionen enden, die keine Lösung herbeiführen. Versuche bei der Sache zu bleiben - suche nicht nach Gerechtigkeit.

Mein Tipp.

Viel Erfolg
Truth
 
F

Fuechsin

Gast
Ich an deiner Stelle, wuerde mein Kind nach Schulschluss abholen. Und die Aufforderung zum Nachsitzen einfach ignorieren. Sag, der Lehrerin, dass dein Sohn diese schwachsinnigen Strafen nicht ausfuehren wird und wenn sie ihn deswegen irgendwie benachteiligt, wirst du zum Schulamt gehen. Die meisten Lehrer werden dann ganz schnell leise.

Versuche dein Kind selbstbewusst zu erziehen, dass es den Unterschied zwischen fairen Strafen und Schikane verstehen lernt. Man muss sich nicht alles gefallen lassen, auch nicht von Erwachsenen. Respekt ist gut, sich Schickanieren lassen aber das genaue Gegenteil.
 

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