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3 Wochen Krankheitsbedingter Ausfall, nun droht mir Versetzung oder Kündigung

S

Sandra87

Gast
Hi zusammen,

ich arbeite jetzt seit Juni in einer Firma, seit dem 01. Dezember ist meine Probezeit vorbei. Im November wurde ich krank und fiel drei Wochen aus, weil ich mir den Arm gestaucht hatte während der Arbeit. Das stieß wohl einigen Kollegen sauer auf, ich bekam auch mit, dass über mich gelästert wurde, ich würde "schwänzen" und sei in Wirklichkeit gar nicht krank etc., dabei hatte ich für die 3 Wochen natürlich ein ärztliches Attest. Zwei der Wochen, in denen ich ausfiel, fallen noch in meine Probezeit, die dritte Woche nicht mehr.

Nun bin ich wieder bei der Arbeit und habe gleich gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Kollegen mieden mich, so schien es mir und keiner wollte mir sagen, warum. Ich ging davon aus, dass es wegen meiner Fehlzeit war. Heute kam nun mein Chef auf mich zu und bat mich in sein Büro, wo er mir eröffnete, dass ich es mir aussuchen kann, entweder Versetzung an einen anderen Standort, 25km weiter mit anderen Tätigkeiten, oder Kündigung.

Als ich meinen Chef nach den Gründen fragte, ob es wegen meiner 3 Wochen Ausfall wäre, druckste er erst herum und sagte mir dann, dass diverse Mitarbeiter (er nannte keine Namen) mich hier "raushaben" wollen, da sie der Meinung seien, ich wäre "faul" und hätte nur krank gefeiert, weil ich keinen Bock hätte zu arbeiten (woher sie diese Vorwürfe nehmen, keine Ahnung) und es wäre ja wohl in meinem eigenen Interesse, künftig an dem anderen Standort zu arbeiten.

Ich verstehe das alles ehrlichgesagt nicht und finde es auch ziemlich unfair, dass das alles so hinter meinem Rücken passiert ist. Ich hatte mit einigen Kollegen einen - wie ich meinte - guten Kontakt während meiner Krankheitszeit und hielt sie auf dem Laufenden, sie fragten auch immer wie es mir ginge und ich war wirklich der Meinung, sie könnten mich leiden.. Ich hatte während meiner Zeit dort eigentlich auch keinerlei Probleme mit den Leuten, deshalb verstehe ich die Sache auch nicht.

Das Problem ist auch, dass ich momentan einen Anfahrtsweg von 15 min zu meiner Arbeit habe und wenn ich die Stelle an dem anderen Standort annehmen würde, wäre ich dank Bus und Bahn für 25km ganze 1,5 h unterwegs und müsste morgens um 4 Uhr raus und wäre nicht vor 20 Uhr zuhause. Die Tätigkeiten dort sind auch was komplett anderes als hier und ich habe mich ja für das hier beworben damals.

Nun meine Frage, kann mein Chef mich einfach so versetzen oder andernfalls mit Kündigung drohen? Kann ich dagegen irgendwie angehen?
 

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Yannick

Moderator
Teammitglied
Hallo Sandra,

Dein Chef möchte, dass der Betrieb ohne Reibungsverluste funktioniert.
Wenn es einen Betriebsrat gibt, dann wende Dich dorhin. Andernfalls
solltest Du Dich mal zum Thema Kündigungsschutz informieren. Das
Beste wäre natürlich, Du könntest Deine Kollegen davon überzeugen,
dass sie falsch liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zebrafellchen

Aktives Mitglied
Dein Chef kann Dich nur dort einsetzen, wie es im Arbeitsvertrag steht. Da solltest Du mal genau nachschauen, ob da ein bestimmter Arbeitsort vereinbart wurde. Wenn ja, kann er Dich nicht einfach versetzen, dann geht das nur mit Deiner Zustimmung. Steht da kein fest vereinbarter Arbeitsort kann er Dich leider nach Belieben versetzen.

Es ist natürlich nicht schön, in so einem vergifteten Arbeitsklima zu arbeiten, vielleicht kannst Du Dir ja in Deiner Nähe was anderes suchen oder Du musst darauf hoffen, dass die Anderen sich wieder beruhigen.
 

Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sandra,

was ist das denn für eine blöde Firma ?

Du hast doch im "modernen Sinne" für die Firma gehandelt.
Hast sie auch während der Krankheit über deinen Zustand informiert.
Da der Unfall in der Firma passierte, wussten die doch was los ist.

Primär wäre mir egal was im Arbeitsvertrag steht, ich würde dem Chef die Stirn bieten.

Schaue doch was passiert, zum Anwalt oder zur anderen Arbeitsstelle kannst du immer noch.

Gruß Hajooo
 
G

Gast

Gast
Ich würde damit zu einem Anwalt für Arbeitsrecht gehen, der genau prüft, was in Deinem Vertrag steht und was es für Möglichkeiten gibt.
 

Darknessgirl

Aktives Mitglied
Wenn du dir auf der Arbeit dem Arm gestaucht hast, dann war es doch ein nachweislicher Arbeitsunfall, oder? Ist das ordentlich der Berufsgenossenschaft gemeldet und von einem Betriebsarzt untersucht worden?

Wenn ja, gibt es da doch gar keine Diskussionen, dass du simuliert haben könntest. Du solltest vom Chef verlangen, dass er die Sache vor versammelter Mannschaft genauso geraderückt.

Ansonsten hängt es von deinem Arbeitsvertrag ab, ob der Chef dich zwangsversetzen kann oder nicht. Wenn es eine komplett andere Tätigkeit ist, könnte er damit ein Problem haben. Das wäre aber wirklich albern, denn nur die Mehrheit schreit, hat sie nicht immer recht.

Vielleicht ist eine anwaltliche Beratung tatsächlich nicht das Schlechteste.
 

Möpp Mööp

Mitglied
Er kann dich nicht wegen so einer einmaligen Lappalie kündigen. Damit käme er bei keinem Arbeitsgericht durch. Er wird dich vermutlich nötigen, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben (Tu das bloß nicht!!!). Wenn die Tätigkeiten in der anderen Firma sehr von deinen jetzigen im Arbeitsvertrag verbeinbarten abweichen, kann er dich auch nicht einfach so versetzen.

Guter Gott, was ist bloß los in unserer Gesellschaft :confused: Menschen sind doch keine Maschinen, die immer und überall funktionieren müssen oder können! Wegen einem Mal krank sein so ein Geschiss zu machen, ist doch echt nur noch abartig! Deine Kollegen sollten sich was schämen, und dein Chef ist Weichling, weil er sich von ein paar mürrischen Kreaturen diktieren lässt, wie er zu führen hat!
 

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