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29, noch nie gearbeitet. Habe ich meine Chancen verwirkt?

Momo609

Neues Mitglied
Ohne Titel
15.06.2024

Hallo liebes Forum,

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, frage ich mich ob ich überhaupt noch eine
Chance habe in meinem Alter einen Weg ins Berufsleben zu finden. Ich werde
diesen Sommer 29 Jahre alt. Mit 16 habe ich meine Mittlere Reife gemacht,
leider allerdings mit ziemlich schlechten Noten. Seit dem habe ich nichts
getan. Ich litt schon in meiner Schulzeit unter einer Angststörung, die mich
bis heute fest in ihrem Griff hat/hatte. Aufgrund meiner ausgeprägten Ängste
habe ich mich irgendwann damit abgefunden nie etwas tun zu können. Nun habe ich
dieses Jahr ein neues Medikament von meinem Arzt bekommen und, was soll ich
sagen, ich fühle mich wie ausgewechselt. Die Ängste rücken seit dem ich es
nehme immer mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig nimmt die Motivation endlich
den A**** hoch zu bekommen und etwas zu tun täglich zu. Das nichts tun macht
mich mittlerweile regelrecht krank und ich fühle mich wie der größte Loser. Ich
möchte endlich auf eigenen Beinen stehen und Geld verdienen. Die ersten paar
Jahre nach der Schule hat meine Mutter mich noch mit durchgezogen. Danach bekam
ich Leistungen vom Jobcenter bis die mich irgendwann zum Sozialamt abgeschoben
haben, da sie meinten, dass ich ein hoffnungsloser Fall wäre. Bis heute ist das
so geblieben. Habe ich überhaupt eine Chance da wieder heraus zu kommen? Berufs
mäßig könnte ich mir mittlerweile vieles vorstellen. Es muss nicht mal sofort
ne Ausbildung sein. Selbst ein monotoner Job im Lager oder so wäre für den
Anfang immer noch besser als einfach so weiter zu machen wie bisher.
 
Hi Momo,
klar hast du noch Chancen auf einen Job. Vor allem wenn du so flexibel bist, wie du schreibst. Motivierte Arbeits- und Hilfskräfte werden viel gesucht.
Klingt doch nach einem Plan sich erst mal einen Lager-Aushilfsjob oder so zu suchen, bisschen eigenes Geld zu verdienen und sich darüber hoffentlich Erfolgserlebnisse und Wertschätzung zu holen. Das ist gut für das Selbstbewusstsein und dann bist du auch irgendwann vielleicht bereit eine Ausbildung zu wagen.
Pass nur auf, dass du nicht in irgendeinem Ausbeuter-Betrieb landest, sonst kann das mit dem Selbstbewusstsein eher rückwärts gehen. Wenn du merkst, du wirst irgendwo mies behandelt, kündige ruhig wieder und versuche es woanders nochmal.

Wenn es dir nur darum geht, einen Beitrag zu leisten, kannst du auch mal nach einem Ehrenamt Ausschau halten. Da wird auch oft Unterstützung gesucht.

Freut mich auf jeden Fall für dich, dass du deine Ängste im Griff hast.

Alle Ehrenämter in Ehren aber leben kann man davon nicht.
 
Melde Dich mal bei der Arge und auch beim Sozialamt kannst Du nachfragen.
Die sollten Dir aufzeigen können, welche Möglichkeiten Du hast.

Alles Gute Dir.
 
Mittlere Reife mit schlechtem Abschluss, noch gearbeitet? Sieht erstmal schlecht aus.

Das ist quatsch. Ich würde aber nicht mit Lagerarbeit oder ähnlichen unqualifizierten Sachen anfangen, da du dann noch mehr Zeit verlierst. Eher ein Abi nachholen und Studium machen oder Ausbildung machen. Gibt genug Leute, die das erst in dem Alter machen. Weil sie ihren vorherigen Job nicht mehr machen möchten, nach der Schule jahrelang auf Reisen waren etc. Durch den Fachkräftemangel hast du vor allem nach Ausbildung oder Studium beste Chancen auf einen Job nach deinen Vorstellungen, auch mit Anfang/ Mitte 30.
 
Ich würde in der Situation erst mal ein Praktikum anstreben, in einem Job den ich mir vorstellen kann. Danach ggf. die Ausbildung anschließen, wenn es passt.
Auf keinem Fall jetzt einen monotonen Job suchen, das gibt nur Frust, früher oder später.
 
Ich finde den Ansatz von Carrot am sinnvollsten. Praktikum zum Ausprobieren, ob dir das liegt und du arbeitsfähig bist und dann Ausbildung. Meine Tochter galt als nicht ausbildungsfähig (trotz Abitur) und war dann lange zur Wiedereingliederung bei INTEGRA und probierte verschiedene Praktika aus. Da hat dann extra ein Arbeitgeber eine Ausbildungsstelle für sie geschaffen, weil er so überzeugt von ihr war. Er bekommt jetzt 50%der Ausbildungskosten von der Arbeitsagentur bezuschusst, um eventuelle Schwächen von ihr auszugleichen. Das erste Ausbildungsjahr ist fast rum, es funktioniert hervorragend und alle sind hochzufrieden.
Ich glaube, dass es so Maßnahmen auch für dic
 
Erstenmal vielen lieben dank für eure Antworten, weiß garnicht wo ich zu erst antworte soll.

@Shorn Naja, Ehrenamt würde mir tatsächlich wenig bringen. Ich möchte endlich Geld verdienen und nicht mehr von den paar Kröten leben.

@AndreWW Abi und Studium mit schlechten Noten in der Mittleren Reife, geht sowas denn? Ich meine, viele der schlechten Noten kamen wegen der Angststörung zu stande, einfachb weil ich mündlich nichts geleistet habe, aber ich habe zudem eine Rechenschwäche und glaube, dass ich das nicht packen würde.
 
Wenn Du bisher von Bürgergeld lebst, hast Du alle Chancen auf eine hundertprozentige Förderung für beispielsweise eine Ausbildung.
Laut Eingangspost war erst das Jobcenter zuständig und nun das Sozialamt.
Das Sozialamt zahlt kein Bürgergeld, ist eine andere Leistung. Sozialhilfe oder Grundsicherung ?
Wäre vielleicht besser, wenn wieder das Jobcenter zuständig ist. Zumindest wenn Arbeitsfähigkeit und Arbeitswille besteht, wegen diverser Förderungen zum Berufs- bzw. Ausbildungseinstieg.
 

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