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20 Jahre Chaos

Clausi

Mitglied
Hallo,

Der Titel ist vielleicht etwas seltsam, aber irgendwie trifft er die gegenwärtige Situation ziemlich genau. Nur, das dieses "Gegenwärtig" eigentlich schon so lange dauert wie ich nur denken kann. Ich habe mich einfach mal kurzer Hand entschlossen die Gedanken die mich beschäftigen hier mit zu teilen.
Als ich ca 11 war zogen wir in ein Dorf und danach ging irgendwie alles nur noch bergab. In den Dorf bin ich dann auch zur Hauptschule gegangen und es war die Hölle. Ich wurde nicht nur von all meinen Mitschülern gemobbt sondern sogar von den Lehrern. Eines Tages als mir mein Leher damit drohte den Kopf abzuschlagen (was seiner Meinung nach ein lustiger "Scherz" war) erzählte ich meinen Eltern davon. Daraufhin kam es zum Gespräch und dieser Lehrer... wie soll ich sagen, er sprach davon das es meine Schuld sei das er so mit mir umging. Verstehen werde ich es wohl nie, jedoch war ich gezwungen viele weitere Jahre in diese Schule zu gehen. Und Freundestechnisch sah es wirklich übel aus, vor eins zwei Jahre hatte ich mal einen mehr oder weniger guten Freund und das war es dann auch schon. Am ende der Hauptschule mit einem Abschluss "kurz vor 4" ging ich allein schon aus Protest nicht zur Abschlussfeier, was man mir dann auch recht übel nahm. Nichts desto trotz ging es weiter im Leben, auf ins BEJ! Da hatte ich wenigstens endlich mal wieder ein paar Freunde, auch wenn ich mit ihnen nach der Schule nicht viel unternommen habe, und sowieso nach dem Jahr sah ich dann auch keinen wieder. Zwei gescheiterte Ausbildungen später machte ich meinen Realschulabschluss und gehe aufs Gymnasium.
So viel zur Vorgeschichte, ich glaube zumindest das konnte was mit der Lage zu tun haben.

Im Moment habe ich zwei Freunde auf ich mich verlassen kann wie ich glaube. Aber es fehlt etwas, trotz dem, das ich es irgendwie geschafft habe immer wieder aufzustehen. Und man muss noch dazu sagen ich hab einen Selbstmordversuch hinter mir vor vielen Jahren und es hätte fast geklappt, der Arzt hätte sich nur etwas länger Zeit lassen müssen (Und heute weiß ich natürlich das dass dumm war). Es fehlt etwas, da ist eine gewaltige Unzufriedenheit. Ich weiß gar nicht wie ich es definieren soll. Manche sagen ich sei manipulativ, einer der die Informationen in sich förmlich aufsaugt, andere beschreiben mich als verschlossenen Kerl der emotionslos da sitzt, andere finden mich cool und lustig und bitten mich bei persönlichen Problemen um Rat.... Was bin ich den jetzt??? Manchmal steigere ich mich so sehr darin hinein das ich an nichts anderes mehr denke als nur noch an mich und was zum Henker ich nur so falsch mache. Ich scheine teilweise einen großen Teil meiner Klasse mir zum Feind zu machen obwohl ich das Gegenteil will. Es heißt immer "Sei doch nicht immer so böse" dabei mache ich doch gar nichts. Ich helfe wo ich nur kann, ich habe noch nie nein gesagt wenn mich jemand um Hilfe bat. Ich war immer da wenn es "brannte" oder ich das Gefühl hatte jemandem aus meinem Umkreis geht es schlecht, auch wenn ich ihn oder sie eigentlich kaum kannte. Und meistens heißt es "dafür revanchier ich mich" oder "bekommst du wieder" oder "dafür gehen/machen wir was weiß ich was oder wo hin" aber selbst nach Jahren wartest du darauf vergeblich. Und dennoch helfe ich wo ich kann, müssten da nicht eher die "Anderen" die A********* sein oder siehe ich das falsch? Aber nein, ich wurde verraten, verlassen und verkauft und am Ende sagen jene ich sei das böse große A*******... und dann, ja dann kommt schon fast so eine art Hass. Hass auf einen selbst und auf die Anderen. Ich weiß gar nicht was ich machen soll, denn wenn ich etwas mache endet alles im totalem Chaos und die Leute scheinen gar nicht zu merken oder es scheint sie gar nicht zu interessieren das sich mich mehr oder weniger verbal verprügeln.
Tja, was soll ich sagen? Ich denke manchen Leuten ergeht es weit schlimmer, aber ich kann mir nichts schlimmeres vorstellen, so einsam und verlassen wie ich mich fühle in manchen Momenten. Und es ist ein wirklich bescheidenes Gefühl, was auch immer es ist, es fühlt sich an als würde sich der Brustkorb zusammen ziehen oder als würde etwas in einem umher wühlen wie ein schwarzes Loch das jegliche Emotion aufsaugt und du nach außen eine Mimik hast wie ein Felsbrocken. Dauernd wird man schief angeguckt nd fehlinterpretiert. Fragt mich bloß nicht nach ner Freundin, da bin ich schon mehr als einmal ausgebeutet worden. Es ist irgendwie der Hass der bleibt, du zeigst es nur niemanden, äußerlich schaut es aus als würdest du gar nichts fühlen aber innerlich explodieren ganze Schwärme von Zar-Bomben... niemand merkt es. Und solltest du doch mal jemanden erzählen das es dir schlecht geht und jene dann fragen was los ist und du anfängst zu erzählen und sie dich schon fast dabei ignorieren... gerade die für die du doch immer da warst, ich weiß nicht, ich fühle mich da verraten und ausgenutzt. Und wieder ist es Hass. Ich hab das Gefühl ich kämpfe allein gegen den Rest der Welt.... ich könnte hier noch ewig weiter schreiben das die Tastatur nur so glüht ... und danke wenn überhaupt einer oder eine bis hier hin liest. Ich hab noch nie über meine Gefühle richtig geredet oder geschrieben, sorry wenn alles ein wenig chaotisch ist. Was meint ihr... bin ich vielleicht das Monster das ich zu bekämpfen gedenke? Und wie gesagt, es gibt noch etliche Themen die mich beschäftigen, zum Beispiel ein Kinderschänder an den ich mit 9 Jahren mal geraten bin usw. wer weiß... irgendwie macht einen das alles nur noch kaputter.:(
 

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G

Gast

Gast
Hallo,

warum hast du nie über deine Gefühle mit jemanden geredet? Es kommt so vor, als wenn du eine Rolle spielst, die nicht zu dir paßt? Warum gibst du dich nicht so wie du wirklich bist? Was war das für eine Sache mit dem Kinderschänder und warum der Selbstmordversuch?
Eine Menge Fragen. Vielleicht hast du eine Antwort darauf?

LG Antonia
 

High Hopes

Aktives Mitglied
Hallo lieber Clausi,

als ich Deinen Text beim ersten Mal angeklickt habe, bin ich vor der Menge zurückgeschreckt.

Als ich Deinen Text zum zweiten Mal angeklickt habe, habe ich ihn gelesen, und bin vor der Masse von Gefühlen fast zurückgeschreckt.

Ich habe immer noch nicht so recht kapiert, (und du wohl auch) waran es Dir mangelt.

Ich habe verstanden, dass Du es mit dem Umzug in ein Dorf und der dortigen Hauptschule es schwer hattest. Und dass Deine Éltern das alles wohl nicht so verstanden haben.

Toll, dass Du nun auf´s Gymnasium gehst!!!

Aber nun zweifelst Du auch irgendwie an den Freundschaften... :-(

Ixh bin auch ein Mensch, der sich sehr gerne auch durch seine Mitmenschen definiert...Aber ich kann auch ohne sie. Und ich weiß, was ich auch ohne alle Anderen Wert bin. Ich habe Interessen, Hobbies, Aufgaben, die mich auch ohne meine Mitmenschen glücklich und wertvoll machen.....

Finde Dich!

Liebe Grüße,
High Hopes
 

T-Bone

Mitglied
Es ist schwer bei so vielen negativen Erfahrungen mit seinen Mitmenschen nicht zum Menschenfeind zu werden. Selbst mir gelngt das nicht immer auch wenn ich tief in mir immer noch Liebe für meine Mitmenschen empfinde. Schlichtweg weil ich mir denke, das die meisten Menschen mir nichts getan haben und ich die nicht für das verantwortlich machen kann, was vielleicht insgesamt 200 oder 300 Leute in meinem Leben an mir verbrochen haben. Sei es durch ein schlechtes Wort oder durch schlechtes Verhalten oder schlimmeres.

Du wirst ausgenutzt. Das lese ich heraus. Du hilfst und bekommst nichts zurück. Trotzdem versuchst Du es weiter. Das spricht dafür, das in Dir noch Hoffnung wohnt. Aber Du solltest daran arbeiten, dich nicht weiter manipulieren zu lassen. Wer deine Hilfe braucht, der ist dann auch für Dich da. Das scheinst Du bisher nicht gehabt zu haben. Du solltest Dir Gedanken darüber machen, was DICH lebenswert und liebenswert macht. Für Dich selbst.

Sich nur über das Ansehen von anderen zu definieren ist ein Fehler. Es ist einfacher als sich selbst zu ergründen und zu finden. Sicher. Aber dadurch wird man auch umso vieles mehr anfälliger für Manipulationen und Ausbeutung. Die meisten Menschen in der heutigen Zeit sind primär auf ihr eigenes Wohl fixiert und haben Begriffe wie Empathie oder Mitgefühl von sich geschoben. Daher sind auch richtige Freunde heutzutage schwerer zu finden.

Um so wichtiger grade für Menschen mit Gefühlen und Selbstzweifeln ist es darum eben, das man sich auf sich selbst konzentriert. Was tut DIR gut? Was macht DIR Spass? Was hilft DIR?

Fühl Dich gedrückt.

T-Bone
 

Clausi

Mitglied
Hallo,

warum hast du nie über deine Gefühle mit jemanden geredet? Es kommt so vor, als wenn du eine Rolle spielst, die nicht zu dir paßt? Warum gibst du dich nicht so wie du wirklich bist? Was war das für eine Sache mit dem Kinderschänder und warum der Selbstmordversuch?
Eine Menge Fragen. Vielleicht hast du eine Antwort darauf?

LG Antonia

Das kommt mir auch oft so vor, als wenn ich nicht immer der bin der ich denke zu sein.
Warum das so ist weiß ich selber nicht. Ich kann es einfach nicht, obwohl es manchmal dann doch zu funktionieren scheint. Dann ist alles lustig, es wird gelacht und geplaudert bis zum umfallen. Und an anderen Momenten... ich weiß nicht, es ist wie als wenn es klick macht und dann läuft alles nur noch schief. Der Kinderschänder hat mir früher mal im Hausaufgang aufgelauert, als ich noch in der alten Stadt wohnte.
Und das mit dem Selbstmordversuch, naja, ich hatte es damals irgendwie einfach nicht mehr ausgehalten, das mit der Schule usw. Und deshalb kam ich auf die bescheuerte Idee einen Cocktail aus so ziemlich allen Pillen und Medikamenten zu mixen die ich gefunden hatte...
Und am Ende lag ich dan gefühlte Stunden lang krampfend im Bett. Nachts bin ich dann sogar noch im krankenhaus aufgewacht und hab Anfälle bekommen... aber bis heute hat keiner gemerkt was damals wirklich war.

Hallo lieber Clausi,

als ich Deinen Text beim ersten Mal angeklickt habe, bin ich vor der Menge zurückgeschreckt.

Als ich Deinen Text zum zweiten Mal angeklickt habe, habe ich ihn gelesen, und bin vor der Masse von Gefühlen fast zurückgeschreckt.

Ich habe immer noch nicht so recht kapiert, (und du wohl auch) waran es Dir mangelt.

Ich habe verstanden, dass Du es mit dem Umzug in ein Dorf und der dortigen Hauptschule es schwer hattest. Und dass Deine Éltern das alles wohl nicht so verstanden haben.

Toll, dass Du nun auf´s Gymnasium gehst!!!

Aber nun zweifelst Du auch irgendwie an den Freundschaften... :-(

Ixh bin auch ein Mensch, der sich sehr gerne auch durch seine Mitmenschen definiert...Aber ich kann auch ohne sie. Und ich weiß, was ich auch ohne alle Anderen Wert bin. Ich habe Interessen, Hobbies, Aufgaben, die mich auch ohne meine Mitmenschen glücklich und wertvoll machen.....

Finde Dich!

Liebe Grüße,
High Hopes
Ich glaube das in der heutigen Gesellschaft der Wert der Freundschaft ziemlich nachgelassen hat... wenn nicht gar für die meisten in Bedeutungslosigkeit versunken ist. Naja, so ganz ohne sie? So ein Leben könnte ich mir nicht vorstellen.... viel zu einsam, das ist doof auf Dauer. Ich weiß meinen eigenen Wert durchaus, es sind nur manchmal diese Phasen, in denen alles ausweglos erscheint, ein schier unendlich tiefes schwarzes Loch in das man fällt. Und vielleicht war die Welt fünf Minuten zuvor noch völlig in Ordnung.


Es ist schwer bei so vielen negativen Erfahrungen mit seinen Mitmenschen nicht zum Menschenfeind zu werden. Selbst mir gelngt das nicht immer auch wenn ich tief in mir immer noch Liebe für meine Mitmenschen empfinde. Schlichtweg weil ich mir denke, das die meisten Menschen mir nichts getan haben und ich die nicht für das verantwortlich machen kann, was vielleicht insgesamt 200 oder 300 Leute in meinem Leben an mir verbrochen haben. Sei es durch ein schlechtes Wort oder durch schlechtes Verhalten oder schlimmeres.

Du wirst ausgenutzt. Das lese ich heraus. Du hilfst und bekommst nichts zurück. Trotzdem versuchst Du es weiter. Das spricht dafür, das in Dir noch Hoffnung wohnt. Aber Du solltest daran arbeiten, dich nicht weiter manipulieren zu lassen. Wer deine Hilfe braucht, der ist dann auch für Dich da. Das scheinst Du bisher nicht gehabt zu haben. Du solltest Dir Gedanken darüber machen, was DICH lebenswert und liebenswert macht. Für Dich selbst.

Sich nur über das Ansehen von anderen zu definieren ist ein Fehler. Es ist einfacher als sich selbst zu ergründen und zu finden. Sicher. Aber dadurch wird man auch umso vieles mehr anfälliger für Manipulationen und Ausbeutung. Die meisten Menschen in der heutigen Zeit sind primär auf ihr eigenes Wohl fixiert und haben Begriffe wie Empathie oder Mitgefühl von sich geschoben. Daher sind auch richtige Freunde heutzutage schwerer zu finden.

Um so wichtiger grade für Menschen mit Gefühlen und Selbstzweifeln ist es darum eben, das man sich auf sich selbst konzentriert. Was tut DIR gut? Was macht DIR Spass? Was hilft DIR?

Fühl Dich gedrückt.

T-Bone
Jap, die Hoffnung stirbt zuletzt... ich denke das selbst im dunkelsten Kämmerchen noch irgendwo ein lichtlein brennt. Aber ich finde es nur irgendwie nicht.
Was das ausnutzen angeht denke ich manchmal "Ach fahrt doch zu Hölle" dann gucke ich einige Leute böse an, weil sie vielleicht vor kurzer Zeit über mich gelästert haben und so dumm waren dies zu tun als ich weniger als fünf Meter entfernt war. Aber sie verstehen es nicht, nicht einmal wenn man es ihnen ist Gesicht sagt. Für manche scheint diese boshaftigkeit, herzlosigkeit und dieses ausbeuterische Verhalten (vor allem bei Mädels) völlig normal und selbstverständlich zu sein...

Ich hab schon oft überlegt ob ich nicht so eine art radikalen Neuanfang wagen sollte. Einfach alle Personen innerlich "zur Hölle fahren lassen" und vor der Tür einfach nur belächeln und wenn einer einen Muchs macht und mich ausnutzen will, einfach knallhart "zurückschießen" bis nichts mehr von ihm oder ihr übrig ist.
 

High Hopes

Aktives Mitglied
Hallo lieber Clausi,

sorry, dass Du mich vielleicht ein wenig missverstanden hast. Natürlich brauchst Du und ich Freundschaften. Und wenn ich sagte, ich könne auch ohne sie, dann meinte ich das natürlich nicht absolut. Ich sagte doch, dass ich ein Mensch bin, der auch sehr von seinen sozialen Kontakten abhängig ist. Ich bin 44 Jahre alt und meine zwei besten Freundinnen kenne ich seit der ersten Klasse. Auch aus dem Gymnasium sind noch drei Freundinnen in meinem Leben. Und darüber hinaus gibt es noch viele wichtige Menschen für mich. Doch keinen von ihnen sehe ich täglich. Meine besten Freunde sind weit in die Republik verstreut, doch wenn wir telefonieren oder uns mal sehen, ist es, als wenn wir nie getrennt gewesen wären.
Freundschaften brauchen Zeit zu wachsen. Lass einfach kommen, wie sich Deine Freundschaften entwickeln.
Als ich sagte, ich kann auch ohne meine Freunde, meinte ich nicht, dass ich sie missen möchte. Aber ich habe nicht täglich Zugang. Und ich kann auch Vieles ohne sie meistern, weil ich mein eigenes Ding habe, das ich ohne sie drehe. :)

Hoffe. das war nun verständlicher,
High Hopes
 

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