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182 Mio €

Shorn

Sehr aktives Mitglied
Das ist die Summe in Euro die in 2014 von der Arge durch Sanktionen eingespart wurde.
Und weil es sich lohnt hat man beschlossen das sanktionieren ab jetzt noch einfacher zu machen, sprich die Regeln werden verschärft.

Das mag bei dem ein oder anderen Hartz IV Empfänger auch nötig sein, bei den meisten aber denke ich eher nicht.
Viele Sanktionen und da spreche ich aus eigener Erfahrung sind willkürlich und zudem nicht gerechtfertigt.
Verhängt aber werden sie dennoch da nur wenige dagegen klagen, sie werden eingeschüchtert.

Dies bedeutet das jeder Hartz IV Empfänger im Durchschnitt mit 107€/mtl sanktioniert wurde so die Aussage.

Wie seht ihr das ???
 
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chrismas

Gast
Den Titel solltest du eventuell einmal konkretisieren, würde ich meinen.

Was den Rest angeht, so wird zumeist immer verschwiegen, dass es sich um sehr wenige sogenannte Bedarfsgemeinschaften handelt (ich glaube, müsste ich erst wieder auf die Suche nach gehen, dass es nur 3% aller Bedarfsgemeinschaften sind) und ebenfalls wird verschwiegen, dass aufgrund des hohen Aufkommens von Klagen vor Sozialgerichten, eine Vielzahl von Sanktionen auch wieder Rückgängig gemacht werden, die in der jeweils aktuellen Statistik aber effektiv als "erfolgreiche" Sanktion dann auftauchen.

Interessant wäre aber in dem Zusammenhang auch dieser Beschluss des Sozialgerichts Gotha

Sozialgericht Gotha hält Kürzung von Arbeitslosengeld II für verfassungswidrig | MDR.DE
 
C

chrismas

Gast
So nun, nach dem ich wieder zu Hause bin, habe ich das mal zusammengesucht

Schaut man sich die reinen Sanktionsanzahlen an und dessen Steigerung, dann wurden sogar 1,5 Mrd in 7 Jahren gespart

Jobcenter: 1,5 Milliarden Euro Hartz IV Sanktionen

Dabei handelt es sich allerdings um die reinen Sanktionen, daraus ist weder ersichtlich gegen wieviele Menschen die Sanktionen verhängt worden sind, noch ob es sich um mehrere Sanktionen handelt oder ähnliches. Daher geschieht die Veröfffentlichungen dieser Zahlen immer nur deswegen, weil man damit dem arbeitenden Menschen suggerieren möchte, dass knapp die Hälfte aller Hartz IV Empfänger sanktioniert wurden, dieses geht allerdings an der Realität vorbei. Die anderen daraus resultierenden Effekte muss ich hier nicht weiter ausführen, denn die solltem jedem klar sein (wie zum Beispiel, dass alle Hartz IV Bezieher zu faul seien und ähnliches).

Aber zum eigentlichen Thema, nämlich diese von mir bereits angesprochenen 3%. So ist ganz klein, irgendwo ganz hinten oder zum Teil auch überhaupt nicht, im Text dann so etwas versteckt, wie aktuell bei der Zeitung Die Welt

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Sanktionierung von Hartz-IV-Empfängern kein Massenphänomen. Lediglich rund drei Prozent der Hartz-IV-Bezieher werden jedes Jahr sanktioniert. Dies zeige, "dass sich die Mehrheit der Kunden in der Grundsicherung verantwortungsvoll verhält und die Jobcenter ebenso verantwortungsbewusst mit dem Instrumentarium umgehen".
Hartz IV: Experten empfehlen Entschärfung der Sanktionen - DIE WELT
 
G

gesger

Gast
Fallt ruhig über mich her, aber mir sind in meiner Zeit im JC keine Sanktionen unter gekommen, die nicht gerechtfertigt waren. Bei jedem Schreiben das rausging war FETT reingeschrieben "Wenn Sie am vereinbarten Termin nicht können oder Probleme mit der Einhaltung der Frist haben, rufen Sie uns bitte an." Selbst wenn jemand am Termintag noch angerufen hat (sofern das nicht 5 Minuten vorher war und man einen wirklich guten Grund hatte) wurden von uns normalerweise keine Sanktionen rausgeschickt. Die minimale Bearbeitungsfrist um Papiere zu Organisieren und zu uns zu befördern betrug zwei Wochen. Wenn es um behördliche Dokumente geht, genügte auch ein Nachweis, dass die Sachen in Bearbeitung sind.

Dieselbe Regelung galt auch für den ganzen Papierkram: Man kann Dinge nicht rechtzeitig einreichen? Kein Problem, anrufen und kurz sagen warum nicht, neue Frist vereinbaren. Man braucht Hilfe bei den Anträgen, weil man sie nicht versteht oder etwas unklar ist und man sie deswegen nicht rechtzeitig ausfüllen kann? Anrufen, Termin vereinbaren. Man sit ein paar Wochen nicht zu Hause? Vorher Bescheid sagen, damit wir in der Zeit auch keine Post schicken und Fristen setzen.

Es lief immer auf dasselbe hinaus: Wir wollen etwas und wenn von Seiten der Bürger angerufen wurde, konnte man das in 9/10 Fällen ohne Probleme lösen. Wer sich aber nicht meldet, auf Briefe nicht reagiert und zu Terminen nicht erscheint, hat eben Pech gehabt. Die Allgemeinheit sollte nicht für Faulheit, sondern für Bedürftgkeit zahlen.

Es wird mit Sicherheit JC geben in denen das anders läuft, aber meine Erfahrung zeigt, dass vielen Fällen die Schuld nicht beim JC liegt.
 
E

Edy

Gast
Wie seht ihr das ???
Illegales Handeln von Behörden und Justiz, kriminelles - rechtsstaatlich gedeckt bzw. justiziell.

War immer meine Meinung und mir war klar, dass man das weiterforciert: Existenzen zu vernichten, die rechts- und sozialstaatliche Ansprüche stellen.

Herzlichen Glückwunsch!

Und: Das darf ich durchaus. ;)
 
G

gesger

Gast
Illegales Handeln von Behörden und Justiz, kriminelles - rechtsstaatlich gedeckt bzw. justiziell.

War immer meine Meinung und mir war klar, dass man das weiterforciert: Existenzen zu vernichten, die rechts- und sozialstaatliche Ansprüche stellen.

Herzlichen Glückwunsch!

Und: Das darf ich durchaus. ;)
ICh stimme dir zu, diese bürgerkriegsähnlichen Zustände in Deutschland, bei denen jeden Tag die hungernden Massen bis aufs Blut um einen halben Laib trockenes Brot und einen Schluck Wasser mit der elitären Oberschicht kämpfen müssen, stören mich auch schon lange. Jeden Tag sind die Nachrichten ja voll mit entsprechenden Liveübertragungen von Guerillaüberfällen auf Lebensmitteltransporter. Das ganze ist natürlich vom Staat so gewollt um die Bevölkerung auszudünnen und die 16 Bezirke gegeneinander aufzustacheln, damit niemand gegen die Staatsmacht rebelliert. Jeden Tag komme ich an leeren Häusern vorbei die geldgierigen Immobilienmagnaten gehören, bei denen sich aber niemand die Miete leisten kann, weswegen drumherum endlose Zeltstädte sind in denen im Winter gestohlene Kohlen in Mülltonnne verbrannt werden, damit man wenigstens ein klein wenig Wärme abkriegt :rolleyes:

Sanktionen sind nicht schön, aber bei einigen notwendig und Existenzen werden dadurch auch nicht vernichtet. Die die davon betroffen sind sehen das natürlich immer anders, aber das ist immer und bei allem so. Auch jemand der mit 300 in einer 30er Zone geblitzt wird fühlt sich abgezockt. Auch wenn SGB II komplett gestrichen wird, muss niemand hungern, da man dann Lebensmittelgutscheine kriegt. Die sind halt eben nur zweckgebunden. Die Miete ist von den Sanktionen auch nicht betroffen.
 
E

Edy

Gast
ICh stimme dir zu, diese bürgerkriegsähnlichen Zustände in Deutschland, bei denen jeden Tag die hungernden Massen bis aufs Blut um einen halben Laib trockenes Brot und einen Schluck Wasser mit der elitären Oberschicht kämpfen müssen, stören mich auch schon lange. Jeden Tag sind die Nachrichten ja voll mit entsprechenden Liveübertragungen von Guerillaüberfällen auf Lebensmitteltransporter. Das ganze ist natürlich vom Staat so gewollt um die Bevölkerung auszudünnen und die 16 Bezirke gegeneinander aufzustacheln, damit niemand gegen die Staatsmacht rebelliert. Jeden Tag komme ich an leeren Häusern vorbei die geldgierigen Immobilienmagnaten gehören, bei denen sich aber niemand die Miete leisten kann, weswegen drumherum endlose Zeltstädte sind in denen im Winter gestohlene Kohlen in Mülltonnne verbrannt werden, damit man wenigstens ein klein wenig Wärme abkriegt :rolleyes:
Ich sehe was anderes: Menschen, die morgens in Mülltonnen nach Essbarem wühlen und Leistungsberechtigte, die aus Krankenversicherungen gedrängt werden, damit sie möglichst früh versterben, und diese karitative Almosenscheiße, womit man die halbe Bevölkerung am Ende entmündigt, und Vieles mehr in der Richtung.

Und dann diese bornierten Arschis, die es einen Scheißdreck interessiert, wenn andere verrecken - die im Gegenteil Schadenfreude hegen. ;)

Sind übrigens dieselben, die Tiere quälen bzw. Großmutter verkaufen. :p
 
E

Edy

Gast
Auch wenn SGB II komplett gestrichen wird, muss niemand hungern, da man dann Lebensmittelgutscheine kriegt. Die sind halt eben nur zweckgebunden. Die Miete ist von den Sanktionen auch nicht betroffen.
Das entspricht übrigens in keinster Weise der Wahrheit. Natürlich gibt es inflationäre Nullsanktionen, die auch Mietzahlungen betreffen und die KV, außerdem liegt die Zuweisung von Lebensmittelscheinen im Ermessen der SB.

Können sie also halten, wie lustig bzw. gemein sie sind...

Informiere dich lieber mal, bevor du hier solche Dinger raushaust. ;)
 
G

gesger

Gast
Ich sehe was anderes: Menschen, die morgens in Mülltonnen nach Essbarem wühlen und Leistungsberechtigte, die aus Krankenversicherungen gedrängt werden, damit sie möglichst früh versterben, und diese karitative Almosenscheiße, womit man die halbe Bevölkerung am Ende entmündigt, und Vieles mehr in der Richtung.

Und dann diese bornierten Arschis, die es einen Scheißdreck interessiert, wenn andere verrecken - die im Gegenteil Schadenfreude hegen. ;)

Sind übrigens dieselben, die Tiere quälen bzw. Großmutter verkaufen. :p
Es gibt immer Menschen die durchs Netz fallen, aber wer sich keine Hilfe sucht, kann auch keine erwarten. Jeder ist da für sich selbst verantwortlich und die Hilfen gibt es genug. Der Übergang von der PKV zur GKV ist wirklich ein gesetzlicher Schwachpunkt, der korrigiert werden muss.

Das Sozialleistungen streng verwaltet werden und es dafür knallharte Vorgaben gibt ist richtig so. Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden und wer meint, nicht nach den Regeln spielen zu müssen indem er sich ernsthaft um Arbeit bemüht, der spielt eben nicht mehr mit. Klar ist es ätzend, wenn man trotz Arbeit auf Leistungen angewiesen ist, aber dennoch sollte man die gesellschaftliche Veratnwortung verspüren, trozdem arbeiten zu gehen, damit das Geld das der Staat dadurch einspart an anderer Stelle (z.B. Schulen, Kindergärten, Altenpflege etc) zur Verfügung steht. Mal ganz davon abgesehen, dass die SGB II Sätze für Familien ohne Kinder mehr als ausreichend sind, meine Freundin und ich leben seit zwei Jahren freiwillig mit genau diesem Geldsatz und kommen wunderbar über die Runden ohne uns gesellschaftlich zu isolieren. Für Kinder sind die Sätze jedoch zu niedrig, aber in vielen Fällen scheitert es oftmals einfach an den Ansprüchen der Personen (SGB II und neues Smartphone und Markenklamotten, ist klar...) oder an mangelndemPlanungsvermögen. Mein Vorschlag, auf Wunsch ein Haushaltsbuch an alle Leistungsempfänger auszugeben, damit man bei Geldproblemen dann gemeinsam nach Lösungen suchen kann, wurde von der Amtsleitung leider angelehnt.
 

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