Hallo.
Danke für die vielen Antworten und Gedanken.
Zur Frage ob ich sie noch liebe. So richtig kann ich das nicht beantworten. Ich respektiere sie als Mutter unserer Kinder und als Partnerin. Aber ich bin tief enttäuscht und traurig, weil ich mich betrogen und belogen fühle.
Ich laufe jetzt nicht den ganzen Tag mit Schmollgesicht rum oder suche Streit. Ich habe ja geschrieben, dass Umarmungen und Küsschen schon auch vorhanden sind. Mittlerweile ist mir ihre Nähe aber unangenehm.
Ich hatte ja immer wieder das Gespräch gesucht. Diese liefen jahrelang ins Leere. Erst seit einem halben Jahr, war sie zumindest bereit sich auf ein richtiges Gespräch einzulassen, nachdem ich nicht mehr locker ließ. Und da kamen dann viele Ungereimtheiten zu Tage, sie hat sich in Widersprüche verwickelt und ich habe sie mehrmals beim Lügen ertappt. Da ist dann in mir auch etwas kaputt gegangen.
Zum Thema Sex ohne Liebe.
Klar geht das, wenn beide wollen. Genauso geht Liebe ohne Sex, wenn beide das wollen. Nur wenn es einseitig wird, dann ist beides ein Problem.
Zum Thema Orgasmus
Ich hatte geschrieben, dass ich glaube, dass sie nie einen hatte. Klar habe ich darüber gesprochen, weil ich das in letzten Beziehungen immer getan habe. Aber offen über Sex sprechen ist eben nicht ihr Ding. Ihre Antwort darauf war: "Mach Dir darüber keine Gedanken, ich habe schon meinen Spass"
Der Spass war aber dann schneller Sex , der möglichst bald vorbei war.
Ich meine ich habe mittlerweile schon Erfahrung wie man eine Frau stimulieren kann. Ich hatte mal eine Freundin, die hatte damit auch Probleme. Und wir haben darüber gesprochen. Mal klappte es, mal nicht. Es gibt aber doch keine Orgasmuspflicht. Auch ich kam manchmal nicht. Deshalb war der Sex trotzdem schön. Irgendwann haben wir herausgefunden, dass sie meinte bei Sex einen Orgasmus bekommen zu müssen. Als es mal wieder soweit war und sie nicht kam, habe ich sie einfach in den Arm genommen und wir haben lange Zeit einfach nur gekuschelt. Dann plötzlich stieg sie auf und kam in kürzester Zeit. Seitdem war das kein Problem mehr.
Da ist eben auch viel Kopf und Vertrauen dabei.
Sie ist nicht bösartig. Aber was Gefühlsdinge angeht, ist sie schon ein wenig unterkühlt. Ja, ich fühle mich als Samenspender missbraucht. Und doch freue ich mich jeden Tag über meine gesunden Kinder.
Nur ich möchte wieder Sex haben, denn für mich gehört es zu einer Partnerschaft dazu. Genauso wie Wäsche waschen und das Bad putzen. Gleichberechtigte Partner im Bett, im Haushalt und in der Erziehung etc.. Nur wenn einer der Partner diesen "Vertrag" einseitig ohne Angabe von Gründen aufkündigt, dann ist das nicht in Ordnung.
Daher erwäge ich tatsächlich statt einer offenen Beziehung, die Trennung.
Ich brauche mit solchen Entscheidungen lange, weil ich es mir nicht zu leicht machen will. Die Antworten hier bestärken mich in meiner Entscheidung. Und das habe ich gebraucht.
Dafür bedanke ich mich. Jetzt muss ich erstmal klären welche beruflichen Alternativen es für mich gibt, falls die Trennung nicht nur privat sein wird.
Dann suche ich das Gespräch.
Nochmals vielen Dank