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Thema: ich habe meine mutter durch suizid verloren...

  1. #1
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    Standard ich habe meine mutter durch suizid verloren...

    ...im oktober werden es zwar "schon" 3 jahre, aber richtig verarbeitet habe ich es nicht. werde ich wohl auch nicht!

    sie hat keinen abschiedsbrief oder irgendetwas hinterlassen, was uns (meiner schwester, meinem vater und mir) helfen könnte, ihren entschluss zu begreifen.

    es ist so hart - immer noch! - ohne sie leben zu müssen. es fehlt ihre stimme, ihre wärme, ihr lachen, ihre ratschläge... alles fehlt!!!!! ohne ende! am letzten dienstag wäre sie 59 jahre alt geworden...

    mir ist klar, dass ihr tod mein leben immer begleiten wird! aber mir ist nicht klar, warum sie sich keinem von uns anvertraut hat, sich "ausgekotzt" hat oder ihrem leben eine neue wende gegeben hat ohne sich komplett zu verabschieden. warum????????

    meine mama hat das haus verlassen, sich ganz normal von papa verabschiedet und war dann wie vom erdboden verschluckt. erst 3 tage später habe 2 reiterinnen sie in einem waldstück gefunden. sie hat sich in ihrem kleinen roten auto mit abgasen vergiftet...

    die tage, die wir mit der suche nach ihr verbracht haben und nicht gewußt haben, was eigentlich los ist, waren schrecklich... die todesnachricht, die dann ein zivilpolizist und ein notfallseelsorger überbracht haben, war dann fast eine erlösung. mein vater war relativ gefasst, ich bin zusammengebrochen und brauchte einen notarzt... mithilfe von valium habe ich in den folgenden tagen die beisetzung meiner mama organisiert und bin meinem vater, so gut ich konnte, zur seite gestanden...

    meine schwester war zu dem zeitpunkt in australien. es war aber innerhalb der familie abgesprochen, dass sie sofort nach hause kommt, wenn "etwas passiert". an DAS dachte niemand...

    warum ich das hier schreibe? ganz einfach! ich möchte JEDEN, der meint "es geht nicht mehr, ich will nicht mehr, ich kann nicht mehr" aufrütteln!!! hat einer von euch eine ahnung, was ihr eueren lieben antut, wenn ihr einfach so "verschwindet"????????? ihr habt dann vielleicht ruhe! ihr seid ja dann tot. habt keinen streß mehr mit z.b. geldproblemen, arbeitslosigkeit, depressionen etc.... toll! das ist doch feig, oder?

    stellt euch doch hin und sagt ganz offen und ehrlich "helft mir! ich schaffe dieses oder jenes nicht alleine!". egal, um was es geht. REDET MITEINANDER!

    suizid ist keine heldentat und verursacht sehr viel schmerz...

    spatz1970

  2. Für den Beitrag danken: lastdance, Shorn

  3. #2
    Gast
    Gast

    Standard AW: ich habe meine mutter durch suizid verloren...

    Das mit deiner Mutter tut mir leid…..ich habe meine Mutter verloren als ich 17 war und sie 58. Sie ist allerdings eines natürlichen Todes gestorben auch ohne Vorwahrnung. Hat deine Mutter nie was erzählt?

    Ich gehöre zu den Personen die du ansprichst – die sehr mit ihrem Leben hadern und sich oft von der Welt wünschen. Tut mir leid aber meine Meinung ist da anders…… Kurz nach dem Tod deiner Mutter hat es dir sicherlich das herz zerrissen und dir ging es schlecht. Stell dir vor du Empfindest ein solch unangenehmes Gefühl die ja meist durch quälende Gedanken begleitet werden und siehst kein Ende. Es dauert tage, Wochen, Monate und will kein Ende nehmen. Du schaust in die Zukunft und kannst nichts gutes sehen – andere mögen für dich was sehen aber du selbst siehst es nicht. Worte wie das wird schon und bis jetzt ging es doch auch oder uns geht es alle mal so ziehen dich nur mehr runter. „ Warum können die anderen das und du nicht, du bist so unfähig…“ Solche oder ähnliche Gedanken gehen dir durch den Kopf. Ich bin 24 und kämpfe gerade um mich – es ist so schwer diese Gefühle oder Gedanken los zu werden ich weiß momentan noch nicht ob es klappt. Es gibt nur einen den ich das herz brechen würde und das wäre mein Freund – und bei ihm denke ich nur das ich ihn mehr belaste als alles andere. Ich habe fünf Geschwister und einen Vater. Alle reden aber es tut niemand was und verstehen tut das schon gar keiner. Hast du eine Ahnung wie hilflos man sich fühlt? Außerdem habe ich z.B. nicht das Gefühl eine Familie zu haben. Ich bin die jüngste und völlig auf mich gestellt und das schon sehr lange.

    Ok Schluss an dieser Stelle. Ich hoffe du verstehst auch einmal die andere Seite. Es ist schade das deine Mutter nicht gesprochen hat, ihr scheint eine gute Familie zu sein die sie unterstützt hätte. Psychologisch kann man soviel probieren. Wichtig ist dabei Leute zu haben die es nicht abtun als etwas was sich leicht in den Griff bekommen lässt. Es ist ein Kampf der sehr lange dauern kann den es sich hoffentlich lohnt zu kämpfen.

    Für alles anderen die sich und die Welt nicht verstehen oder der Meinung sind Grunde zu haben die es Rechtfertigen sich das leben zu nehmen:

    Selbstmord ist oft die Lösung für ein kurzfristiges Problem.

    Was sind einige Jahre Kampf gegen ein ganzes Leben das man noch vor sich haben kann……

  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: ich habe meine mutter durch suizid verloren...

    Bin schon ziemlich müde deshalb Entschuldigung für die vielen Fehler….

    Was ich noch ergänzen wollte. Genau heißt es:

    Selbstmord ist eine langfristige Lösung für ein kurzfristiges Problem.

  5. #4
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    Standard AW: ich habe meine mutter durch suizid verloren...

    Liebe Spatz -
    bestimmt brauchst du noch länger, um den Tod deiner Mutter zu verarbeiten;durch die offenen Fragen wird es ja auch schwierig, das alles innerlich abzuschließen.
    Ich hoffe, dass der Zeitpunkt kommt, an dem du ihr "schicken" kannst, dass du ihren Entschluß respektierst und ihr verzeihst, dass sie keinen anderen Weg als diesen (und auch noch so wort-los) gesehen hat. Offenbar hatte deine Mutter Depressionen, die niemand bemerkt hat, es git da eine Sorte, die ist "versteckt".

    Aber was ich eigentlich sagen wollte: ich bin froh, dass du so vehement schreibst, man solle überlegen, bevor man so etwas macht.
    Denn wer Selbstmord begeht, wird leider zum Vorbild für andere!
    Du selbst schließt das für dich zum Glück aus, aber theoretisch - und so geht es vielen - könntest du daraus schneller als andere den Schluß ziehen, dass man sich bei Problemen ja einfach töten könnte, statt sie zu lösen.
    Selbstmorde ziehen oft weitere Selbstmorde nach sich, das ist das Schlimme.

    Ich wünsche dir weiter Tapferkeit und dass du bei der Lehre daraus bleibst: Reden, reden, reden und Hilfe suchen!

    Weiter gute Bewältigung wünscht dir CC
    Geändert von CupCoffie (08.07.2007 um 09:33 Uhr)
    Man weiß nicht, was genug ist, bevor man weiß, was MEHR als genug ist.

    Wenn Du mit dem Finger auf andere zeigst, zeigen immer drei Finger auf Dich selber. (Probier's aus!)

  6. Für den Beitrag dankt: 123

  7. #5
    Ruheloser
    Gast

    Standard AW: ich habe meine mutter durch suizid verloren...

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Selbstmord ist eine langfristige Lösung für ein kurzfristiges Problem.
    Das stimmt.

    Hallo lieber Gast,

    das wird schon wieder! Solche Worte sind wie Schläge wenn man sie hört und selbst nicht mehr kann. Und sie sind auch Ausdruck von Hilflosigkeit.

    Zwischen Deinen Zeilen lese ich sehr viel an Schuldgefühlen (ich kann mich auch irren). Mir hat mal jemand gesagt, dass man diese falschen Schuldgefühle mit in den Tot nehmen würde, was einem Schuldbekenntnis gleich käme. Heute muß ich sagen, er hatte Recht.

    Ich hatte damals das Glück Hilfe zu bekommen. Aber auch erst als ich ganz weit unten war. Nicht für eine Sekunde hätte ich das von diesem Menschen erwartet, geschweige geglaubt!
    Mir war es damals egal wessen Herz ich breche, ich hatte letztlich eh mit allem abgeschlossen. Du hingegen nicht!!!

    Was auch immer Dich inne halten läßt, Du solltest dem nachgehen! Sei es auch nur das fallend Blatt eine verwelkten Blume. Oder meine, unsere Worte...

    Lieben Gruß
    Knut

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