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Thema: Papa plötzlich verstorben

  1. #6
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    Standard AW: Papa plötzlich verstorben

    Zitat Zitat von No Name 1 Beitrag anzeigen
    Hallo Lila


    Meine aufrichtige Anteilnahme zu deinem schweren Verlust.


    Auch ich habe vor 4 Jahren mein Vater im August verloren.
    Er war zwar lange krank, aber trotzdem kam sein Tod plötzlich, auch ich habe ihn tot gefunden.
    Gott sei Dank konnte aber meine Mutter die Formalitäten kümmern.


    Ich weiß wie du dich fühlst, die Bilder meines toten Vaters haben mich lange Zeit verfolgt, mit der Zeit vergeht es und es kommen die guten Erinnerungen, aber es wird auch hin und wider vorkommen das sie wiederkommen.


    Es ist gut das du weißt das du am Tod deines Vaters nicht kannst, ich habe mich lange damit beschäftigt es war der Grund für meinen Besuch im Forum.


    Was deine Wut betrifft die sind normal das gehört zur Trauerarbeit.
    Ich war auch zornig vor allem auf mich weil ich glaubte nicht genug getan zu haben bei seiner Pflege. Ich war wütend auf meine Familie weil ich das Gefühl hatte sie lassen mich mit meiner Trauer alleine.
    Ich habe mir die Frage gestellt warum ich wütend bin. Ich war wütend weil ich dem Tod meines Vaters so machtlos gegenüberstand.
    Es ist schwer einen Menschen gehen zu lassen mit dem ein viel verbindet.


    Es dauert bis man mit dem Verlust wirklich akzeptiert, immerhin gibt es 5 Phasen der Trauer und Wut ist die erste.
    Wie lange man trauert kann man nicht sagen, da ist jeder anders.


    Das wichtigste ist es wird besser, mit jedem Tag und mit jeder Phase der Trauerarbeit.


    Hoffentlich findest du die Kraft um den Verlust zu verarbeiten.


    No Name 1

    Hallo No Name 1 ,

    Auch wenn mir dein Verlust von Herzen leid tut, ist es ein ganz kleines bisschen tröstlich, dass es noch andere Menschen gibt die diesen Verlust genauso nachempfinden können.
    Ich weiß, Trauer lässt sich nicht messen und es gibt keine Zeitvorgabe, ab wann ein Mensch über einen solchen Verlust hinweg kommt. Aber doch möchte ich dich fragen, jetzt nach 4 Jahren, wie geht es dir jetzt?
    Wird der Schmerz leichter oder doch nur anders?
    Und kannst du noch sagen wie lange es gedauert hat, bis du wieder in den Alltag zurückgefunden hast?
    Klar ist jede Trauer bei jedem Menschen unterschiedlich, aber ich würde einfach gerne die Erfahrung einer anderen Person hören, es tut irgendwie gut wenn man merkt, das man nicht allein ist.

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar!

  2. #7
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    Standard AW: Papa plötzlich verstorben

    Zitat Zitat von PierredelaSaare Beitrag anzeigen
    Solange du an ihn denkst, ist er nicht Tod, nur nicht mehr da.

    Mein tiefstes Beileid.
    Hallo PierredelaSaare,

    Vielen Dank! Und doch bin ich der Meinung, er ist tot, aber solange ich an ihn denke, ist er trotzdem da.
    Aber das empfindet sicher jeder Mensch anders.

  3. #8
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    Standard AW: Papa plötzlich verstorben

    Hallo Lila !


    Zuerst mal danke für deine Anteilnahme.


    Was die Frage nach dem Alltag betrifft kann ich dir nicht so helfen, mein Alltag bestand in den letzten Monaten vor dem Tod meines Vaters, vor allem im Zeichen meines Vaters.
    Aufpassen ob er was brauchte oder anderes was so anfällt; daher musste ich mein Alltag ändern.
    Nachdem Tod meines Vaters war ich wie vor den Kopf gestoßen, im Prinzip habe ich nur
    funktioniert, daher kann ich dir darauf keine Antwort geben.


    Das erste Jahr war für mich sehr schwer, da mir an gewissen Tagen im Jahr immer wieder bewusst wurde wie sehr ich ihn vermisse.
    Ich habe etwas über ein Jahr gebraucht um seinen Tod wirklich zu akzeptieren, und nochmal 3 Jahre um die Schuldgefühle zu verarbeiten.
    Insgesamt geht es mir heute besser, ich vermisse ihn zwar noch, aber es schmerzt nicht mehr so sehr, ich habe wie alle Menschen gelernt mit dem Verlust zu leben. Ab und zu kann ich sogar lächeln wenn ich an ihn denke.


    Was den Schmerz angeht, er nimmt ab aber wirklich vergehen oder verändert hat er sich bei mir nicht.


    Irgendwann wirst auch du wieder in der Lage sein mit einem lächeln an deinen Vater zu denken.



    Ich hoffe ich konnte deine Fragen etwas beantworten.


    Mit freundlichen Grüßen No Name.

  4. #9
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    Standard AW: Papa plötzlich verstorben

    Mein Beileid zu deinem Verlust. So etwas zu erleben ist schrecklich und ja, es ist immer anders wenn man es selbst erlebt, man versteht es erst dann richtig.
    Es ist gut dass du nicht allein bist.

    Das man die Bilder nicht vergessen kann, das ist normal, es gibt Sachen, die vergisst man einfach nie. Es wird aber irgendwann leichter. Wie lange das dauert ist individuell sehr unterschiedlich.
    Bei mir ist es ein paar Jahre her, ich dachte anfangs ich kann nicht weiterleben, ich wusste garnicht wie.
    Erst so seit dem letzten Jahr ist es besser geworden.
    Ich habe eine Zeit lang Therapie gemacht, zur Trauerarbeit, mir fiel alles sehr schwer.
    Es gibt auch Trauergruppen, wenn dir das hilft.
    Ich habe meinem Vater damals einen Brief geschrieben, habe ihn zu seinem Grab gebracht, das hat etwas geholfen.

    Ich finde Anteilnahme hilft, insofern, gut das du hier bist

    Wenn ich heute eine Kerze anzünde (das mache ich fast jeden Abend) dann denke ich immernoch an meinen Vater.
    Er ist für immer ein Teil von mir. Und ja, es bringt mich auch heute noch zum weinen, aber es ist besser geworden, die Gedanken sind sanfter geworden.
    Auch dein Vater ist immer ein Teil von dir. Wie schön dass du zumindest einen Brief von ihm hattest, dein Vater scheint ein sehr gedankenvoller Mensch gewesen zu sein und hat dich offenbar sehr geliebt - das ist etwas wunderbares.
    Wenn der Schmerz und die Trauer nachlässt, dann wirst du das in Erinnerung behalten: Wie sehr dein Vater dich geliebt hat und was für ein Glück das war und dann wirst auch du dich wieder glücklich fühlen.

    Lass dir die Zeit die du brauchst. Trauere so wie es sich für dich grade richtig anfühlt, wenn du reden willst, dann rede, wenn du schweigen willst, dann schweige - alles hat seine Zeit, auch der Abschied.

    Nochmal mein Beileid zu deinem Verlust, ich kann es sehr nachempfinden.

  5. #10
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    Standard AW: Papa plötzlich verstorben

    Zitat Zitat von No Name 1 Beitrag anzeigen
    Hallo Lila !


    Zuerst mal danke für deine Anteilnahme.


    Was die Frage nach dem Alltag betrifft kann ich dir nicht so helfen, mein Alltag bestand in den letzten Monaten vor dem Tod meines Vaters, vor allem im Zeichen meines Vaters.
    Aufpassen ob er was brauchte oder anderes was so anfällt; daher musste ich mein Alltag ändern.
    Nachdem Tod meines Vaters war ich wie vor den Kopf gestoßen, im Prinzip habe ich nur
    funktioniert, daher kann ich dir darauf keine Antwort geben.


    Das erste Jahr war für mich sehr schwer, da mir an gewissen Tagen im Jahr immer wieder bewusst wurde wie sehr ich ihn vermisse.
    Ich habe etwas über ein Jahr gebraucht um seinen Tod wirklich zu akzeptieren, und nochmal 3 Jahre um die Schuldgefühle zu verarbeiten.
    Insgesamt geht es mir heute besser, ich vermisse ihn zwar noch, aber es schmerzt nicht mehr so sehr, ich habe wie alle Menschen gelernt mit dem Verlust zu leben. Ab und zu kann ich sogar lächeln wenn ich an ihn denke.


    Was den Schmerz angeht, er nimmt ab aber wirklich vergehen oder verändert hat er sich bei mir nicht.


    Irgendwann wirst auch du wieder in der Lage sein mit einem lächeln an deinen Vater zu denken.



    Ich hoffe ich konnte deine Fragen etwas beantworten.


    Mit freundlichen Grüßen No Name.
    Hallo No Name 1,

    Das zu lesen hat mich wirklich mitgenommen,
    Es ist Wahnsinn wie tief so ein Verlust gehen kann. Ich bin froh und dankbar, dass ich nicht mit Schuldgefühlen zu kämpfen habe.
    Ja, du hast meine Fragen beantwortet und es war schmerzhaft aber auch gut über deinen Kampf mit dem Verlust zu lesen.

    Ich bin im Moment so emotional dass ich ständig in Tränen ausbreche.
    Es gibt ein Lied, was mir am Anfang mein Herz zerrissen hat, inzwischen höre ich es fast jeden Tag und es hilft mir sehr habe ich das Gefühl.
    Luca Kuglmaier - obakemma

    Ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber vielleicht tut es dir auch gut.
    Ich wünsche dir alles Gute weiterhin!

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