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Thema: Papa verloren

  1. #11
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    Standard AW: Papa verloren

    Hallo liebe Tamaja,

    ich kann deine Situation und deine Gefühlswelt unheimlich gut nochvollziehen. Ich habe meinen Papa im Mai verloren- ganz plötzlich durch einen Herzinfarkt. Ich bin Anfang 20, er war Mitte 50. Auch er war ein ganz toller Mensch und ich vermisse ihn sehr. Und auch ich bin Hypersensibel. Etwas, was ich mit meinem Vater gemeinsam hatte.

    Und ich merke schon beim schreiben wie schwer es mir fällt tröstende Worte zu finden, obwohl ich selber in einer ganz ähnlichen Situation bin. Ich denke, dass wohl jeder seinen eigenen Weg finden muss, um mit der Trauer umzugehen. Ich klammere mich an den Gedanken, dass die Welt nicht ewig stehen bleiben kann. Und dass auch die Trauer nicht ewig bleiben kann. Nichts wärt ewig. Ich spreche sehr viel mit meinem Vater. Erzähle ihm von meinem Tag und frage ihn um Rat. Ich bin mir unheimlich sicher, dass er noch da ist und mich hört. Niemand weiß was nach dem Tod kommt. Aber es gibt keine Anhaltspunkte, dass danach einfach nichts ist. Im Gegenteil- es gibt soooo viele Berichte über Nahtoderfahrung, dem Licht, das Gefühl der Geborgenheit... wieso also sollte ich das nicht glauben? Und wenn er noch da ist, dann will er mit Sicherheit nicht sehen wie ich meinen Lebensmut oder meine Lebensfreude verliere. Meinem Papa kann jetzt nichts Schlimmes mehr passieren. Er hat keine Schmerzen mehr, niemand kann ihm mehr etwas anhaben. Besonders für deinen Vater, mit Krebs im Endstadium, dürfte der Tod auch eine Art Erlösung gewesen sein.
    Sicher machen solche Gedanken die Situation nicht besser. Aber sie helfen einem über den Tag und durch die schlimmen Momente. Mir hat es übrigens sehr geholfen darüber zu reden. Aber da ist jeder unterschiedlich- manche möchten auch lieber schweigen. Was besser ist weiß ich nicht. Das muss wohl jeder für sich entscheiden.

    In diesem Sinne möchte ich dir ganz ganz viel Kraft und Geduld für die nächste Zeit wünschen! Und lass dir gesagt sein- es wird besser!!
    Ganz liebe Grüße von der Zahnfee!

  2. Für den Beitrag dankt: Nickname05

  3. #12
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    Standard AW: Papa verloren

    Hallo Tamaja,

    leider kann ich Dir die Befürchtung wegen Freitag nicht nehmen. Dieser Tag wird leider alles andere als angenehm.

    Aber ich hatte mir vorgenommen stark zu sein. Stark für meine Kinder. Als dann DER Moment da war, hielt ich sie in

    meinen Armen und so konnten wir es überstehen. Anschließend waren wir (meine Ex und die Kids) dann noch in der

    Eisdiele und hatten dann so unser Kaffeetrinken (hier im Anschluß so üblich). Man muß nicht den ganzen Tag heulen,

    man darf danach auch gerne lachen und sich gerne an Vergangenes erinnern. Ich bin mir sicher, dass sich Dein Papa

    freuen würde, wenn Du auch wieder lächelst/lachst. Es ist völlig in Ordnung. Auch wenn Du gefühlsmäßig eine

    Achterbahn erlebst oder eine Zeit keinen Appetit hast, das geht vorbei, bestimmt. Man weiß im Moment

    nicht wie´s weitergehen soll, aber lass ein wenig oder auch mehr Zeit verstreichen.

    Ich wolte es auch erst nicht wahr haben, aber es gibt das Licht am Ende des Tunnels.

    Versuch, deinen Kopf oben zu halten, auch wenn´s schwer fällt.

    Wenn Du magst, melde Dich.

    Liebe Grüße

    Jogi

  4. #13
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    Standard AW: Papa verloren

    Ich habe es gestern endlich geschafft, ihm einen Abschiedsbrief zu schreiben, habe mir meine Gedanken und Gefühle einfach von der Seele geschrieben und ich muss sagen, es tat mir gut und es hat mir geholfen das ganze etwas besser zu akzeptieren. Heute ist Feiertag und ich Versuche mich schon den ganzen Tag irgendwie zu beschäftigen um nicht an morgen zu denken...

    Wie schafft man es seinen geliebten Papa für immer gehen zu lassen, ich weiß es noch nicht, aber ich weiß das er bei mir ist, in jedem Atemzug, in jedem Lächeln, in jeder Geste und in meinem Herzen...

    Ich danke euch allen für eure Erfahrungen und für den Austausch.

  5. #14
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    Standard AW: Papa verloren



    Ich finde es toll, dass du geschafft hast einen Abschiedsbrief zu schreiben.

    Man lässt einen geliebten Menschen nie wirklich für immer gehen, er ist ja immer im Herzen, und in den Gedanken. Da bleibt er auch, für immer. So lange du da bist ist dein Papa auch ein Teil von dir.
    Der Schmerz wird nur irgendwann weniger, dann kann man die Gedanken daran besser aushalten, aber das dauert.


    Mir hilft es immer Kerzen anzuzünden. (Passt ja ohnehin grad Jahreszeitlich).
    Also hier mal eine Kerze für dich.

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