Seite 2 von 3 ErsteErste 123 LetzteLetzte
Ergebnis 6 bis 10 von 12

Thema: Ich, 23, komme mit dem Tod nicht klar.

  1. #6
    saminabi
    Gast

    Standard AW: Ich, 23, komme mit dem Tod nicht klar.

    Naja, ich bezog mich auf die Situation der TE.

    Es ist schrecklich, dass in anderen Ländern so viele Kinder sterben müssen.

  2. #7
    Registriert
    Autor/in dieses Threads
    Avatar von Nadine3221
    Registriert seit
    13.09.2010
    Ort
    NRW
    Beiträge
    32
    Danke gesagt
    2
    Dank erhalten:   2

    Standard AW: Ich, 23, komme mit dem Tod nicht klar.

    Ihr habt mit allem Recht. In meinem Kopf ist noch alles sehr durcheinander irgendwie. Ich verliere mich oft in meinen Gedanken und dann bricht alles über mir ein. Wenn ich drüber rede, rede ich drüber wie über das Wetter, emotionslos. Ich kann das nicht recht zulassen. Aber vor Anderen weinen konnte ich noch nie gut. Wie kann ich diese Wand mal aufbrechen ? Vielleicht hilft es mir, nicht nur drüber zu reden, sondern auch mal mit jemandem zu weinen. Es erscheint mir aber als würde ich mich "beschützen" wollen.

    Ich habe bald Urlaub und kann mich mal anders mit dem Thema auseinander setzen. Vielleicht habt ihr Ideen wie. Vielleicht gefällt mir ja eine Idee.

    Fühlt euch gedrückt.

  3. Für den Beitrag dankt: GrayBear

  4. #8
    Registriert
    Registriert seit
    18.09.2019
    Beiträge
    8
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten: 1

    Standard AW: Ich, 23, komme mit dem Tod nicht klar.

    Hallo Nadine, mir geht's ähnlich wie dir, ich habe vor einem Jahr meinen besten Freund verloren, den ich seit dem Kindergarten kenne. Er starb mit 50,ich bin jetzt 51 und denke oft drüber nach. Und es zerreißt mich auch jetzt immer noch.

    Ja es tut sehr sehr weh, wenn jemand stirbt den man liebt, egal ob Mensch oder Tier. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit wieder jemanden verloren, den ich sehr geliebt habe, und das tut wie gesagt unsagbar weh. Dann fühlt man sich richtig leer ,und die Trauer frisst einen auf, und irgendwann hat man keine Tränen mehr. Aber ich muss den Vorrednern recht geben, und das hilft mir, dass man es aushalten kann, auch wenn man es jetzt noch nicht wahrhaben möchte.

    Mein Trost ist, dass die beiden Toten jetzt nicht mehr leiden müssen, und jetzt an einem besseren Ort sind. Aber ich habe trotzdem noch jeden Tag heftig damit zu kämpfen. Ich weiß oft nicht was ich sagen soll, und suche dann nach den richtigen Worten. Aber ich wünsche dir und deiner Familie in dieser schweren Zeit viel Kraft. Es tut unglaublich weh, wenn ein Kind vor seiner Zeit gehen muss, sein langes Leiden bald zuende ist. Man kann und möchte das nicht akzeptieren, und dann fragt man sich: warum .

    Mein Onkel hat Krebs, und meine Tante RA . Und wir haben erst vor kurzem über den Tod gesprochen, und das hat mir so unendlich weh getan, dass er mich getröstet hat. Er hat gesagt, dass der Tod zum Leben nun mal dazu gehört, und man müsse das akzeptieren. Ich kann und will das aber nicht akzeptieren, beide leben gott sei dank noch. Doch ich muss damit rechnen, dass er jederzeit sterben könnte, oder meine Tante, beide haben schon ein gutes Alter erreicht, und ich hänge unglaublich doll an ihnen. Ich habe mich inzwischen innerlich mit dem Thema Tod auseinandergesetzt, aber klar komme ich damit überhaupt nicht.

    Der Schmerz wird mit der Zeit zwar weniger das stimmt, aber wenn ich das Bild von Andreas sehe ,oder von Tom, dann schießen mir die Tränen in die Augen, und dann merke ich, dass ich noch lange lange nicht darüber weg bin. Wenn man das überhaupt so nennen kann, ich lasse meinen Gefühlen einfach freien Lauf, ich fresse es erst in mich rein, und dann wenn es Zuviel wird, weine ich, und dann kommt es richtig aus mir raus. Vor kurzem hat mein Bruder auch die Diagnose RA bekommen, und das jagt mir Angst ein. Jetzt soll ich auch auf diese Krankheit getestet werden, die auf lange Sicht gesehen zum Tod führen kann. Meine Freundin hat letztens um mich geweint, weil sie dachte, dass ich Tod sei. Ich habe Diabetes, und lag schon fast im Diabetischem Schock. Die Rettung war rechtzeitig da ,und so ging es gerade noch gut. Auch mit dem Herzen habe ich Probleme, aber ich danke Gott für jeden Tag den ich erlebe.

    Der Tod begleitet mich von Geburt an, ich war Tod krank. Die Hebamme sagte meiner Mutter, normalerweise müsste ich Tod sein, aber ich bin immer noch da. Auch darüber das es mich treffen könnte, habe ich mit ihr gesprochen, und sie hat sehr geweint. Ich hatte vor kurzem den Verdacht auf Herzinfarkt, und sollte mit dem Hubschrauber in die Klinik. Mir liefen die Tränen,und ich habe nur noch gedacht, wie bring ich den Leuten die ich liebe, und die mir nahestehen nur bei, das ich wohl nicht mehr nachhause komme. Aber auch da hatte ich nochmal glück gehabt, und ich lebe jetzt viel intensiver nach dem Erlebnis.

    Ich kann dir sagen, dass man den Schmerz ertragen kann, aber es ist schwer, sehr schwer, mir geht's jedenfalls so. Der Pastor sagte, dass die Zeit alle Wunden heilt, ich weiß, dass es im Moment bei mir nicht so ist. Ich vermisse die beiden Andreas und Tom so sehr, dass ich schreien könnte vor Schmerz ,dass ist wirklich so. Und jetzt noch mein Onkel, im Moment ist er gut beisammen, aber das kann sich jederzeit ändern, und davor habe ich große Angst. Ich würde damit nicht fertig werden. Deshalb kann ich am eigenen Leib nachvollziehen, wie es ist, wenn man geliebte Menschen verliert, das ist unsagbar schwer.

    Ich weiß nicht ob dir das hilft, aber ich helfe mir damit, indem ich mich an die schönen Zeiten erinnere, die wir erleben durften. Und dann tröstet mich der Gedanke, dass die beiden jetzt erlöst sind, und nicht mehr leiden müssen. Ja, sie haben schon recht, wenn sie sagen das man den schmerz aushalten kann. Aber das ist eben sehr schwer, und dauert seine Zeit. Aber dann ,wenn es irgendwann besser geht, erinnert man sich zurück an die schönen Zeiten, die man gemeinsam verbringen durfte. Ich bin Gott dankbar, dass ich die Ehre haben durfte, die beiden gekannt zu haben. Ich wünsche dir und deiner Familie wie gesagt viel viel Kraft in dieser schweren Zeit. Es tut gut sich den schmerz von der Seele schreiben zu können, und zu wissen, dass einer/eine da ist ,und einem Trost zuspricht.
    Geändert von Lalelu123 (25.09.2019 um 14:43 Uhr) Grund: Absätze eingefügt wegen besserer Lesbarkeit

  5. #9
    Registriert
    Registriert seit
    18.09.2019
    Beiträge
    8
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten: 1

    Standard AW: Ich, 23, komme mit dem Tod nicht klar.

    Doppelpost gelöscht.
    Geändert von Lalelu123 (25.09.2019 um 14:42 Uhr) Grund: Doppelt

Ähnliche Themen

  1. komme nicht klar
    Von Gast im Forum Ich
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.11.2013, 10:37
  2. ich komme nicht mit mir klar
    Von Selin4 im Forum Ich
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.11.2012, 01:09
  3. ich komme nicht klar
    Von Catalyn im Forum Ich
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 08.11.2009, 01:01
  4. ich komme mit mir nicht klar
    Von Gast im Forum Ich
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 18.01.2008, 23:42

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •