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Thema: Trauerbegleitung, Therapeutin oder nichts für meine Kinder?

  1. #26
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    Standard AW: Trauerbegleitung, Therapeutin oder nichts für meine Kinder?

    Zitat Zitat von Catley Beitrag anzeigen
    Sorry, aber das ist nicht MEIN thread, sondern der von trauerperle!!!! Da ist irgendwas schief gelaufen!
    Tut mir leid, da hab ich die Namen durcheinander gebracht. Ich hab es schon im Posting richtig gestellt.

  2. Für den Beitrag dankt:

  3. #27
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    Standard AW: Trauerbegleitung, Therapeutin oder nichts für meine Kinder?

    Liebe Trauerperle,

    habe deinen anderen Thread gelesen und mir kamen die Tränen. Ich finde es so schön und stark von dir, deine Schwester zu begleiten.

    Was eine Trauertherapie angeht, da sind alle Kinder anders Meist kommen sie sehr gut mit dem Tod zurecht, anders als wir Erwachsene.

    Mal ein Beispiel von mir (weil Deine Kinder in einem ähnlichen Alter sind). Meine Jüngsten sind jetzt 5 und 8 Jahre alt. Zwei Beispiele. Als mein Bruder Suizid beging, kam mein zweijähriger dazu. Er sah, wie mein Vater ihm rechts und links an die Wangen schlug, in der Hoffnung, eine Reaktion zu bekommen. Das war schlimm für ihn. Er hörte auf zu sprechen und hatte nur böse Wörter für meinen Vater übrig. Er sah die Schuld bei ihm, weil sen geliebter Onkel (verstorben mit 29 Jahren) nicht mehr kommt. Er war auch bei der Beerdigung dabei und hat alles ohne Trauerbegleitung verarbeitet. Nach der Beerdigung sprach er wieder und das Thema war für ihn durch. (Jedoch war er noch einige Wochen sauer auf meinen Vater).

    Jetzt im März lag mein Vater im Sterben. Hier passt das Alter meiner 5jährigen. Wir machten daraus kein Geheimnis. Mein Sohn nahm es so hin, aber er hat sowieso ein gespaltenes Verhältnis zu meinem Vater (nicht nur wegen der o.g. Geschichte). Meine Tochter meinte nur, wenn Opa tot ist, dann schaut er vom Himmel aus zu, was wir machen und beschützt uns. Damit war auch für sie das Thema durch. Nach zwei Monaten kam er jetzt wieder nach Hause zurück, trotz aller Vorbereitungen seines Todes von Ärzten uns gegenüber.

    Nur Du kannst Deine Kleinen einschätzen, wie sie damit umgehen können.

    Alles Liebe und Gute für Dich und Deine Familie.

  4. #28
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    Standard AW: Trauerbegleitung, Therapeutin oder nichts für meine Kinder?

    Zitat Zitat von Feenora Beitrag anzeigen
    Liebe Trauerperle,

    habe deinen anderen Thread gelesen und mir kamen die Tränen. Ich finde es so schön und stark von dir, deine Schwester zu begleiten.

    Was eine Trauertherapie angeht, da sind alle Kinder anders Meist kommen sie sehr gut mit dem Tod zurecht, anders als wir Erwachsene.

    Mal ein Beispiel von mir (weil Deine Kinder in einem ähnlichen Alter sind). Meine Jüngsten sind jetzt 5 und 8 Jahre alt. Zwei Beispiele. Als mein Bruder Suizid beging, kam mein zweijähriger dazu. Er sah, wie mein Vater ihm rechts und links an die Wangen schlug, in der Hoffnung, eine Reaktion zu bekommen. Das war schlimm für ihn. Er hörte auf zu sprechen und hatte nur böse Wörter für meinen Vater übrig. Er sah die Schuld bei ihm, weil sen geliebter Onkel (verstorben mit 29 Jahren) nicht mehr kommt. Er war auch bei der Beerdigung dabei und hat alles ohne Trauerbegleitung verarbeitet. Nach der Beerdigung sprach er wieder und das Thema war für ihn durch. (Jedoch war er noch einige Wochen sauer auf meinen Vater).

    Jetzt im März lag mein Vater im Sterben. Hier passt das Alter meiner 5jährigen. Wir machten daraus kein Geheimnis. Mein Sohn nahm es so hin, aber er hat sowieso ein gespaltenes Verhältnis zu meinem Vater (nicht nur wegen der o.g. Geschichte). Meine Tochter meinte nur, wenn Opa tot ist, dann schaut er vom Himmel aus zu, was wir machen und beschützt uns. Damit war auch für sie das Thema durch. Nach zwei Monaten kam er jetzt wieder nach Hause zurück, trotz aller Vorbereitungen seines Todes von Ärzten uns gegenüber.

    Nur Du kannst Deine Kleinen einschätzen, wie sie damit umgehen können.

    Alles Liebe und Gute für Dich und Deine Familie.
    Hey, habe deine Frage gar nicht mehr gesehen. Meine Schwester ist vor 2 Tagen verstorben und teilweise bin ich erstaunt, wie meine Kinder mit dem Tod umgehen und manchmal tut es mir extrem weh, sie verwirrt und Leiden zu sehen.

    Aber ich bin zubersichtlich, dass sie das nach und nach gut wegstecken. Hoffe ich zumindest.

    Danke für deine Antwort.

  5. #29
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    Standard AW: Trauerbegleitung, Therapeutin oder nichts für meine Kinder?

    Hallo Liebe Trauerperle,
    Vielleicht erinnerst du dich noch, ich hatte dir mal von meiner Oma erzählt.
    In meinem Egoismus (nicht negativ gemeint) sie zu lieben und mein kindlicher Anteil der so an ihr klammerte und sie nicht loslassen wollte, hab ich zwar mit meinem erwachsenen Bewußtsein wahrgenommen, das der Tod für meine Oma eine Erlösung, aber ich konnte und wollte nicht loslassen.
    Ich habe mich auch insgeheim deswegen geschimpft, aber ich konnte nicht drüber stehen. Das war so.

    Naja und wenn ich da so drüber nachdenke, meine Seele hat es einfach gebraucht an ihr festzuhalten.
    Deine Kinder werden bestimmt halbwegs gut drüber wegkommen, du bist es die seelische Unterstützung braucht.

    ZB. Meine Oma hatte schlimmste Schmerzen und für sie war der Tod eine Erlösung davon. Ich konnte das nicht so sehen, weil ich meine Oma bei mir haben wollte.
    Nun musste ich mich arrangieren, musste begreifen, das Leben aus Kommen und Gehen besteht. Das tat weh, gekoppelt mit dem Schmerz, sie lebend in meiner Nähe zu haben zu wollen, fühlte es sich so schmerzvoll an.

    Ich wünsche dir, das du einen guten Weg findest deine Trauer zu verarbeiten, und deinen Kindern zu zeigen wie man mit sowas umgeht.
    Es ist wichtig zu weinen, und auch zu sprechen und zu erinnern, halt von allem nicht zuviel. Jetzt so in der Anfangszeit, ist alles erlaubt finde ich. Weinen, schreien, toben, traurig da sitzen, Alles was den Gefühlen ein Ventil gibt.

    Denn ich bin mir sicher meine Oma ZB. hätte nicht gewollt das ich so unglücklich bin wie ich Jahre lang war.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es deiner Schwester ähnlich ging, sie hat sich sicher auch gewünscht das ihr nach ihrem Weggehen, wieder zu eurer Freude findet, nicht jetzt sofort aber eben bald, schätze ich das richtig ein.?

    Es gibt sicher therapeutische Angebote, "Trauern mit Kindern um einen geliebten Menschen". Für mich war es sehr schwer vor meinen Kindern mit meiner Trauer umzugehen. Ich wollte aber, das sie merken und wissen, warum Mama dauernd weint. Darum habe ich mit ihnen darüber gesprochen.

    Wie du es machen möchtest, ob du lieber viel oder weniger mit deinen Kindern darüber sprechen willst, solltest du nach Bedarf anpassen.

    Nach zwei Jahr zum Beispiel, fand ich es unpassend dauernd deswegen weinend gesehen zu werden. Bei mir passierte das immer noch, das weinen, aber ich wollte auch meine Kinder nicht mit hineinziehen und vermied es sie an meinem dauernden Weinen teilhaben zu lassen. Ich glaube das war auch gut und richtig. Nach 2 Jahren ist bei Kinder der akute Verarbeitungsprozess schon abgeschlossen, eigentlich schon nach ein paar Monaten. Ja Kinder gehen, wenn sie frei damit umgehen können, längst nicht so klammerig mit Trauer um, zumindest meine Kinder.

    Ich möchte dir Mut machen, weint und trauert was das Zeug hält gemeinsam miteinander die erste Zeit, das wird euch gut tun und stärkt euer Familiengefühl. Du als Erwachsene hast sozusagen die Aufsicht und kannst das beeinflussen damit die Trauer im Rahmen des Erträglichen bleibt.

    Aber an der Stelle seid ihr ja noch nicht, es ist alles noch so frisch.
    Ganz liebe Gedanken und viel Kraft für dich, Trauerperle
    Lebe jeden Tag als wäre es dein Letzter und fülle ihn mit Frohmut.
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    In guten wie in schlechten Zeiten habe ich mir Selbst versprochen.
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    Der Weg ist tatsächlich das Ziel, darum ist der Weg, den man geht, so wichtig.
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    Eine Kunst des Lebens ist es, die Perspektive einzunehmen, um das Glas als Halbvoll zu betrachten.

  6. Für den Beitrag dankt:

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