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Thema: Das werde ich niemals vergessen...

  1. #1
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    Standard Das werde ich niemals vergessen...

    Ich weiß nicht warum ich dies schreibe, oder ob das, was ich schreibe überhaupt einen Sinn ergeben wird, aber vielleicht hilft es mir mit allem etwas besser klar zu kommen...

    Vor wenigen Tagen hat sich eine gute Freundin von mir umgebracht (über die genaueren Umstände möchte ich nicht reden).... Es war schrecklich, ist es immer noch, seit Monaten lies sie keinen mehr an sich ran, egal was man versuchte... Dass sie jedoch so weit gehen würde

    Naja darum soll es jetzt nicht gehen- auf jeden Fall sprach ich kurz danach mit ihrer Mutter- und ihr Gesicht werde ich ne vergessen, sie ist ein gebrochener Mensch, sie funktioniert nur noch für ihren Sohn ich bin mir nicht siher, ob sie damit fertig werden wird
    Mich plagen seit diesem Tag jede Nacht Alpträume über den Vorgang- unter Tags denke ich fast nicht daran , aber nachts ist es schlimm

    Ich meine wenn man so etwas tut, hat man gewiss seine Gründe und sieht keinen Ausweg mehr, aber sollte man nicht auch an die Familie denken? Dass man ihr Leben so zerstört? Keine Ahnung...

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  4. #2
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    Standard AW: Das werde ich niemals vergessen...

    Ja, man sollte an seine Familie, seine Freunde denken, bevor man diesen Schritt geht. Aber kann man das dann noch? Ich könnte mir vorstellen, dass ein Mensch, der diesen Schritt tatsächlich geht so verzweifelt ist und sowas von gar keiner Perspektive mehr in seinem Leben sieht, dass er/sie das ausblendet, Tunnelblick sozusagen.

    Deine Freundin hat sich warum auch immer komplett von ihrer Außenwelt abgeschottet und sie wird ihre subjektiven Gründe dafür gehabt haben. Ob diese Gründe einer objektiven Prüfung standhalten würden sei dahingestellt. Sie hat ihren Weg gewählt, weil sie ihn für den einzig richtigen gehalten hat, so schlimm das auch für alle ist, die zurückgeblieben sind und sie vermissen.

    All die Fragen, ob man noch etwas hätte tun können etc sie führen zu keinem Ergebnis. Man kann die Zeit nicht zurückdrehen.

    Ich wünsche allen, die so etwas erleben mussten, dass sie es schaffen wieder nach vorne zu blicken.

    P.S.: als ich sehr jung war hat sich ein Freund von mir das Leben genommen und ich habe damit lange zu kämpfen gehabt. Über das was ihn so sehr belastet hat, dass er nicht mehr leben wollte hat er leider nie gesprochen.
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  5. #3
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    Standard AW: Das werde ich niemals vergessen...



    Ja,man denkt im normalen, das man auch an andere Denken sollte.Die Familie,Vater und Mutter,Geschwister,Freunde..Menschen die nah standen. So eine Wunde und so einen Verlust zu verkraften ist wohl mit das schwerste was es gibt,gerade auch für Mütter und Väter,vor allem bei Selbstmord.Ohne Worte,was das hinterläßt.

    Leider ,kommt es doch immer mal wieder vor,und man fühlt sich so hilflos und bleibt ohne Antworten zurück.

    Ich glaube das es Wichtig ist zu Trauen.Für die Mama würde ich auf jeden Fall eine Trauer Therapie empfehlen..mindestens eine Trauer Gruppe. Auch für Dich ,wenn es dich länger scher Belasten sollte,wäre eine Trauer Gruppe gut.

    Es tut mir sehr Leid für die Hinterblieben und hoffe,das SIE nun die Ruhe hat die Sie wohl suchte.

    Manchmal denke ich, vllt sind auch tatsächlich bei manchen Menschen die sich Freiwillig das Leben nehmen,zu wenig positive oder Wichtige Botenstoffe im Gehirn,die es Ordnen,die eigentlich so etwas verhindern,trotz Verzweiflung.Aber man weiß es wohl nie so Richtig und viele Fragen bleiben offen.

    Möge ihre seele in Frieden Ruhen..und hoffe das auch du deinen Frieden/Kraft wieder findest.
    ,,Was ein nicht Umhaut,macht ein Stärker..

  6. #4
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    Standard AW: Das werde ich niemals vergessen...

    Es gibt Liebe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Menschen, denen man Nahe steht.
    Aber es reicht nicht, um einen derartigen Entschluß stark genug zu beeinflußen, wenn ein Bestandteil fehlt oder zerbrochen ist - Eigenliebe.
    Jeder der sich mit Suizidgedanken trägt, sendet im Vorfeld unzählige Signale - vorausgesetzt es ist keine Spontanreaktion, die zum Selbstmord führt, die meist beim Überleben zur Reue führt - weil man zu vorschnell gehandelt hat ohne die weiteren Ereignisse abzuwarten.
    Selbstmord ist nie rücksichtslos, denn jeder hat ein Eigenbestimmungsrecht, welches man respektieren muss, egal wie weh es tut. Man kann sich nur dahin gehend Vorwürfe machen, die Signale nicht gesehen und erkannt zu haben, denn das hätte ein Leben retten können.

    Trost wird es nicht geben, nur einen langen Weg des Verstehenlernens und sich Einfühlens, um zu begreifen, warum der Tod der einzigste Ausweg war.

    Als letzte Liebesbotschaft, an die Menschen die einem Nahe standen, hätte man einen Abschiedsbrief hinterlassen sollen, um diese Menschen nicht mit einer Schuld zu belasten, an denen sie so schwer zu tragen haben, das sie unter dieser Last zerbrechen.

    Aber ob man dies immer kann.........ich weiß es nicht.

    Die Schwester meine Ex-Mannes hat sich mit 18 Jahren das Leben genommen.
    Auf ihrem Grabstein stand nur ein Wort - Warum.
    Deutschland ist an dem Tag gestorben, als man den Kindern ihre Zukunft nahm
    *
    Denken ist Sex für die Intelligenz
    *
    Nicht Aufgeben ist eine Aufgabe ohne Aufgabe

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