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Thema: Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

  1. #1
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    Standard Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

    Hallo,
    vor zwei Tagen ist meine 17 jährige Katze an Nierenversagen gestorben.
    Sie war mein Halt im Leben. Ich bin jetzt 22 Jahre alt, sie mich fast mein ganzes Leben begleitet. Ich habe nie eine wirkliche Familie gehabt und auch kaum Freunde, da ich unter sozialer Phobie leide. Deshalb war sie immer Ersatz für menschliche Kontakte.
    Sie hat mir immer Kraft und Liebe gegeben.

    Vor 2 Jahren wurden einige Erkrankungen festgestellt. Ich habe daraufhin sehr viel Zeit in ihre Pflege investiert und mich viel über die Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten informiert.

    Jetzt wo sie nicht mehr da ist, bin ich in einem tiefen Loch. Ich weiß nicht, wie ich ohne sie weiterleben soll.
    Ich habe auch große Schuldgefühle.

    Hat jemand von euch ähnliches durchgemacht beim Tod seines Haustieres?

  2. #2
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    Standard AW: Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

    Unsere Katze ist gestorben als ich 12 war und sie 14. Auch sie war unheilbar krank und es war das erste und letzte Mal dass ich über Tage und Wochen geheult habe. Für manche Leute sind Haustiere nicht weniger als Menschen, sich selbst eingeschlossen.
    Aber Tiere leben nicht ewig und man kann sie auch nicht ewig als emotionale Krücke missbrauchen. Du hast wie ich das zweifelhafte Glück, dass deine Katze eines natürlichen Todes im hohen Alter gestorben ist, daduch lässt es sich noch eher verarbeiten..
    Schuldgefühle sind eigentlich fehl am Platze, doch das kann ich dir auch gut nachfühlen. Als unsere Katze die Diagnose mit vorrausichtlicher Lebenspanne erhielt, tat die ganze Familie alles um ihre restlichen Wochen so glücklich wie möglich zu machen, aber im Nachhinein reicht kein Aufwand der Welt aus.
    Es ist wohl das Beste die Schuldgefühle als Mahnung zu nehmen sich in bei zukünftigen Ereignissen eben nochmehr ins Zeug zu legen.

    Alles verarbeitet man irgendwann, der schmerzhafte Weg dahin lässt sich aber nicht umgehen.

  3. #3
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    Standard AW: Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

    Dass der Tag kommen wird, war ja abzusehen. Und dass es nicht gerade gesund ist, sich völlig auf ein Haustier zu fixieren, ist dir sicher auch klar oder? Tust du irgendwas, um an deiner Phobie bzw. deinen Lebensumständen zu ändern? Sonst wäre das vielleicht mal ein guter Anstoß...

    Warum hast du Schuldgefühle? Deine Katze hatte ein langes Leben, du hast dich immer gut um sie gekümmert. Glaubst du, du hättest etwas besser machen können, ihre Krankheit verhindern können?

  4. Für den Beitrag dankt:

  5. #4
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    Standard AW: Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

    Hallo,

    es tut mir sehr, sehr leid. Ich kann verstehen, wie schwer das für dich ist. Mein Kater lebt zwar noch und hat hoffentlich auch noch mehr als zehn glückliche Jahre vor sich, aber ich denke heute schon manchmal daran, dass ich ihn irgendwann gehen lassen muss. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie es ohne ihn sein wird.

    Der Kater kam zu mir, als mein erster Kater mit 17 gestorben ist. Ich bin damals gleich zum Katzenschutz, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, die Leere füllen zu müssen. Und da saß mein Süßer im Schrank und versteckte sich. Ich glaube, weil er ganz sicher sein wollte, dass ihn niemand mitnimmt. Er hat auf mich gewartet .

    Als dann ein paar Monate später auch meine Katze starb, bin ich wieder zur gleichen Stelle gegangen und dort habe ich mir dann meinen kleinen Kater ausgesucht. Der arme kleine Kerl hatte schreckliche Angst und war völlig traumatisiert. Es dauerte lange, bis aus ihm der fröhliche, unbekümmerte Kater wurde, der er heute ist.

    Weißt du, vielleicht ist das auch ein Weg für dich. Irgendwo da draußen gibt es eine sehr arme kleine 'Katze, die dich wirklich braucht. Es gibt so viele Tiere, die so leiden müssen. Und bei dir wäre gerade ein schöner Platz. Aber gut, ich kann auch verstehen, dass man lieber ein wenig trauert.

    Ich finde es keinesfalls merkwürdig, über eine Katze zu weinen. Die Liebe, das Vertrauen und all die Freude, die man mit so einem kleinen Kerlchen erlebt, das ist etwas ganz Besonderes.

    Es ist sehr schön, dass du das erleben durftest und hoffentlich ist da bald wieder Platz in deinem Leben für eine weitere kleine Seele, auf die du aufpassen kannst.


    Tuesday


  6. #5
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    Standard AW: Tod meiner Katze - keine Perspektive mehr

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Man verliert ein Familienmitglied, die man all die Jahre gehegt und gepflegt hat.
    Besonders wenn man die einzige Bezugsperson der Katze war und diese stirbt ist schrecklich. Auch deine Schuldgefühle verstehe ich. Aber die sind unbegründet.

    17 Jahre hatte sie bestimmt ein wundervolles Leben mit dir gehabt, war immer bei dir. Du hast dein Bestes gegeben, ihre Krankheit zu ertragen. Sie wird dir auch im Katzenhimmel dankbar dafür sein


    Vielleicht hilft dir das, wenn Du auch einen Brief an die Katze schreibst. Als Abschluss. Auch eine richtige Beerdigung kannst Du arrangieren. Da könntest Du sie immer wieder besuchen.

    Eine neue Katze wäre meiner Meinung nach nicht von Vorteil. Weil Du dann wieder so auf deine Katze fixiert wärst und deine Sozialphobie garnicht mehr in Griff hättest. Und was ist, wenn sie auch noch stirbt? Könntest Du das verkraften?

    Versuche erstmal den Tod deiner Katze zu verdauen. Trauere, weine, sei dankbar für die schöne Zeit mit ihr.

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