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Thema: Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

  1. #1
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    Standard Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

    Hallo Community,

    seit letzter Woche ist etwas mit mir passiert, ich kann es selbst nicht beschreiben. Ich möchte unbedingt mit einem Psychiater/Psychotherapeut darüber reden.

    Allerdings habe ich so viele Fragen im Kopf und weiß gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll :
    1. Welche Art Arzt muss ich aufsuchen (Psychiater/Psychotherapeut/etwas anderes) ?
    2. Soll ich zu einem Kinder (Psychiater/Psychotherapeut) gehen oder zu einem Erwachsenen (Psychiater/Psychotherapeut) ? Bin gerade erst 18 Jahre alt geworden.
    3. Wie gehe ich mit Suizidgedanken bis dahin um?

    Ich bin gerade wirklich am verzweifeln und möchte meinen Alltag am liebsten aufgeben. Was habe ich denn, außer mein Leben zu verlieren?

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  3. #2
    Moderator Avatar von Sisandra
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    Standard AW: Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

    Hi Reamon,

    erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

    Zitat Zitat von Reamon Beitrag anzeigen
    Hallo Community,

    seit letzter Woche ist etwas mit mir passiert, ich kann es selbst nicht beschreiben. Ich möchte unbedingt mit einem Psychiater/Psychotherapeut darüber reden.
    Verstehe ich das richtig, dir ist nichts passiert (von außen), sondern es ist etwas passiert in deinem Inneren?

    Zitat Zitat von Reamon Beitrag anzeigen
    Allerdings habe ich so viele Fragen im Kopf und weiß gar nicht wo ich überhaupt anfangen soll :
    Am besten ist, du nimmst ein Blatt Papier und schreibst dir mal all deine Fragen auf. Vielleicht schreibst du auch auf was war bevor "etwas mit dir passiert ist" und diesen Zettel nimmst du dann mit zum Arzt. Das könnte einiges erleichtern beim Erstgespräch.

    Zitat Zitat von Reamon Beitrag anzeigen
    1. Welche Art Arzt muss ich aufsuchen (Psychiater/Psychotherapeut/etwas anderes) ?
    2. Soll ich zu einem Kinder (Psychiater/Psychotherapeut) gehen oder zu einem Erwachsenen (Psychiater/Psychotherapeut) ? Bin gerade erst 18 Jahre alt geworden.
    Geh zu deinem Hausarzt und bitte ihn für dich möglichst schnell einen Termin bei einem Psychiater zu besorgen. Wenn ein Arzt einen anderen wegen einem Termin kontaktiert geht das oft schneller als wenn man als Patient sich alleine darum kümmert, so jedenfalls meine Erfahrung.

    Zitat Zitat von Reamon Beitrag anzeigen
    3. Wie gehe ich mit Suizidgedanken bis dahin um?
    Wenn deine Suizidgedanken sehr konkret sind und du befüchten musst sie in die Tat umzusetzen solltest du dich notfallmäßig in die Psychiatrie vor Ort begeben.

    Falls sie noch nicht so konkret sind könntest du auch bei der Telefonseelsorg anrufen. So ein Gespräch kann erst einmal Druck rausnehmen und auch die haben Adressen an die du dich wenden könntest.

    https://www.telefonseelsorge.de/

    Zitat Zitat von Reamon Beitrag anzeigen
    Ich bin gerade wirklich am verzweifeln und möchte meinen Alltag am liebsten aufgeben. Was habe ich denn, außer mein Leben zu verlieren?
    Gib nicht auf. Du bist noch so jung und ich bin mir recht sicher, dass dir geholfen werden kann.
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    Urteile nicht über jemanden, bevor du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.

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    "Die reinste Form des Wahnsinns ist es,alles beim Alten zu belassen und zu hoffen,
    dass sich etwas ändert!" (Albert Einstein)

  4. #3
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    Standard AW: Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Verstehe ich das richtig, dir ist nichts passiert (von außen), sondern es ist etwas passiert in deinem Inneren?
    Ich habe dieses Thread eher schnell, als genau verfasst. Am besten starte ich von ganz vorn:

    Mir fällt es schon seit meinem Kindesalter sehr schwer mit Menschen in Kontakt zu treten. Das hat sich zwar durch den Berufseintritt deutlich verbessert, aber eher weil ich das gezwungenermaßen machen musste. Schwer fällt es mir nach wie vor. Außerdem hasse ich es im Mittelpunkt zu stehen, Vorträge in der Schule sind eine echte Qual für mich.
    Ich war bis letzer Woche davon überzeugt, dass diese Probleme mit zunehmenden Alter von selbst verschwinden, da man sich persönlich ja weiterentwickelt. Allerdings habe ich mich letzten Freitag mit dem Krankheitsbild: Sozialer Phobie beschäftigt. Ich bin davon überzeugt, das ich an einer Sozialen Phobie leide.

    Freunde hatte ich noch nie viele, daher war ich schon immer sehr traurig, dass es mir auch nicht leicht fällt neue zu finden. Mit der Erkenntnis das ich an dieser Phobie leide ist für mich die Welt zusammen gebrochen. Ich habe wieder angefangen Drogen zu nehmen und bin in einem Trauerloch wie zum Anfang des Jahres versunken. Mir ging immer wieder der Gedankengang durch den Kopf: "Ich möchte ja neue Freunde finden, aber ich bin nicht in der Lage dazu. Und solange ich mir von keinem Psychologen helfen lasse wird sich daran auch nichts ändern."

    Zusätzlich habe ich Angst vor unbekannten Situationen, dass bedeutet zu einem Psychologen zu gehen versetzt mich jetzt schon in Angstzustände.

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Am besten ist, du nimmst ein Blatt Papier und schreibst dir mal all deine Fragen auf. Vielleicht schreibst du auch auf was war bevor "etwas mit dir passiert ist" und diesen Zettel nimmst du dann mit zum Arzt. Das könnte einiges erleichtern beim Erstgespräch.
    Das werde ich in einer ruhigen Minute tun.

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Geh zu deinem Hausarzt und bitte ihn für dich möglichst schnell einen Termin bei einem Psychiater zu besorgen. Wenn ein Arzt einen anderen wegen einem Termin kontaktiert geht das oft schneller als wenn man als Patient sich alleine darum kümmert, so jedenfalls meine Erfahrung.
    Seit ich 18 geworden bin war ich nicht wieder bei einem Arzt. Davor bin ich zu einer Kinderärztin gegangen. Was ist denn genau mein Hausarzt, nachdem ich 18 bin?

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Wenn deine Suizidgedanken sehr konkret sind und du befüchten musst sie in die Tat umzusetzen solltest du dich notfallmäßig in die Psychiatrie vor Ort begeben.

    Falls sie noch nicht so konkret sind könntest du auch bei der Telefonseelsorg anrufen. So ein Gespräch kann erst einmal Druck rausnehmen und auch die haben Adressen an die du dich wenden könntest.

    https://www.telefonseelsorge.de/



    Gib nicht auf. Du bist noch so jung und ich bin mir recht sicher, dass dir geholfen werden kann.
    An dem letzten Freitag hätte ich mich wirklich fast vor den Zug geworfen. Inzwischen lenke ich mich durch meine Arbeit und den Drogenkonsum davon ab.

    Danke für die Rückmeldung. Das hat mich zu tränen gerührt

  5. #4
    Moderator Avatar von Sisandra
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    Standard AW: Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

    Falls es noch nicht so sehr lange her ist, dass du das letzte Mal bei deiner Kinderärztin warst könntest du dich noch ein letztes Mal an sie wenden und dir entweder einen Hausarzt (Allgemeinmedizinger) von ihr empfehlen lassen oder sie bitten, dass sie dir direkt einen Termin bei einem Psychiater vermittelt.

    Eigendiagnosen mit Kenntnissen aus dem Internet sind immer so eine Sache ... Damit wäre ich an deiner Stelle eher vorsichtig. So wie du dich schilderst denke ich eher, du bist einfach nur sehr schüchtern.

    Das mit den Drogen solltest du möglichst schnell wieder sein lassen. Sie lösen deine Probleme nicht sondern schaffen nur neue und die kannst du wirklich nicht gebrauchen.

    Wie schon geschrieben kannst du als erste Maßnahme dich an die Telefonseelsorge wenden. Die sind rund um die Uhr erreichbar und vielleicht habe die auch Adressen an die du dich wenden könntest.
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  6. #5
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    Standard AW: Wie finde ich Hilfe bei psychischen Problemen?

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Wie schon geschrieben kannst du als erste Maßnahme dich an die Telefonseelsorge wenden. Die sind rund um die Uhr erreichbar und vielleicht habe die auch Adressen an die du dich wenden könntest.
    Vor Telefonaten habe ich große Angst. Ich verlinke mal einen Beitrag, der exakt meine Perönlichkeit wiederspiegelt. https://www.hilferuf.de/forum/therap...-therapie.html

    Alles macht mir Angst, vom Stopp Kopf drücken im Bus, auf öffentliche Toiletten gehen, nicht zu wissen was auf mich zukommt und und und. Das sind alles Dinge mit denen alle Bekanten von mir keine Probleme haben. Ich fühle mich in meinem Leben gefangen, aber selbst wenn ich sterbe habe ich nichts davon. Mir fehlt einfach der Grund weiterzuleben.

    Durch den Thread bin ich noch einmal zum nachdenken gekommen und schlussfolgere: Wenn ich mit niemanden darüber spreche begehe ich bei meinem nächsten größeren Problem ... du weißt schon. Daher muss ich mich wohl überwinden und mich bei der Telefonseelsorge melden .

    Zitat Zitat von Sisandra Beitrag anzeigen
    Das mit den Drogen solltest du möglichst schnell wieder sein lassen. Sie lösen deine Probleme nicht sondern schaffen nur neue und die kannst du wirklich nicht gebrauchen.
    Dessen bin ich mir bewusst. Aber ohne sie wäre ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr am leben.

    Danke

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