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Thema: Brauche ich eine Therapie?

  1. #6
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    Standard AW: Brauche ich eine Therapie?

    Zitat Zitat von Schroti Beitrag anzeigen
    Früher nannte man das Schüchternheit.
    Es gibt schon noch einen Unterschied zwischen Schüchternheit und pathologischer Angst, so wie es bei der TE ist. Ich war als Kind auch sehr schüchtern, aber so extrem wie bei der TE war es nie.

    https://www.selfapy.de/blog/angst-un...r-schuechtern/

    Und es wurde "geheilt", in dem man sich kleinschrittig hinaus in die Welt traute.
    Kleine Schritte, kleine Erfolge. Kurse besuchen, ein Hobby in Gesellschaft ausüben. Etwas Gemeinnütziges tun. Sich Leute suchen, die unaggressiv sind.
    Das mag bei Schüchternheit helfen, aber bei den Problemen, die die TE schon hat, wage ich das zu bezweifeln.


    @chloeeee
    Wenn du es nicht schaffst, deine Ängste selbst zu überwinden und wenn der Leidensdruck immer mehr zunimmt und du dich immer mehr sozial isolierst, wäre eine Therapie schon ratsam. Umso länger du deine Ängste mit dir herumträgst, umso schwieriger wird es auch, diese wieder los zu bekommen.

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  3. #7
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    Standard AW: Brauche ich eine Therapie?

    Hallo chloeeee... das was du beschreibst hört sich für mich bisschen wie eine emotionale Überlastung an. Und durch dein Zurückziehen schützt du dich selbst. Mit anderen Menschen Zeit zu verbringen kann manchmal sehr viel Kraft kosten... was viele jedoch nicht nachvollziehen können, und dann oft ihre guten Absichten in den Vordergrund stellen (und dabei ausblenden, wie sich die andere Person fühlt). Vielleicht beschäftigt dich tief in deinem Inneren etwas, was momentan (noch) deine volle Aufmerksamkeit benötigt und mit dem du nie richtig umgehen gelernt hast...

    Therapien können letztendlich nur eine Hilfestellung geben, die tatsächliche "Arbeit" muss man letztendlich allein machen... die kann einem niemand abnehmen. Leider können Therapien auch nach hinten losgehen, zB. wenn der Therapeut an einer falschen Stelle sucht oder ein Thema von sich selbst unbemerkt auf seinen Patienten projeziert und an ihm "behandelt". Neben einer Therapie, die ich bei dir übrigens nicht wirklich für notwendig halte, können übrigens auch andere Dinge hilfreich sein: Zum Beispiel Bücher, die einem dabei helfen zu verstehen, was in einem selbst vorgeht. Und Meditation in all ihren Variationen, Yoga kann hier auch sehr effektiv sein. Ein wichtiger Aspekt dabei ist es, ein gutes / besseres Verhältnis zu seinem Körper zu bekommen und wahrnehmen zu lernen, was er einem mitteilen möchte. Unser Gefühl kann uns sehr viel sagen, zum Beispiel ob uns ein Mensch gut tut oder nicht. Man muss nur lernen, seine Gefühle und Wahrnehmungen richtig zu interpretieren, das ist die große Herausforderung...

    Ein anderer wichtiger Aspekt ist, sich darüber bewusst zu werden, was eigentlich die Werte und Ideale sind, hinter denen man steht und an denen man sein Leben ausrichtet (und ausrichten will). Und ob man mit diesen Werten Selbstachtung empfinden kann... Selbstachtung kommt niemals durch Anerekennung von anderen Menschen, sondern immer nur aus dem eigenen Handeln heraus. Und in dem Moment, wo man sich bewusst darüber wird, was die eigenen Werte sind und welcheKonsequenzen das eigene Handeln hat, entwickelt man ganz automatisch Selbstbewusstsein (nicht zu verwechseln mit Selbstsicherheit!). Auf diese Weise kann man lernen, sich im Leben besser zurechtzufinden. Und das bedeutet auch, dass verschiedene Situationen nicht mehr so bedrohlich wirken und so viel kraft kosten... weil man leichter seinen eigenen Weg finden kann, auf dem man mit Selbstachtung gehen kann.

    Das heißt nicht, dass dann alles einfach ist und von alleine geht... manche Entscheidungen und Erkenntnisse kosten viel Überwindung. Und die Bereitschaft, loszulassen... auch Menschen, denen man sich nicht wirklich nah fühlen kann und die einem nicht gut tun.

    Aus dieser Perspektive ergibt auch deine Abneigung vor Beziehungen Sinn: Dahinter könnte ein Instinkt stehen, dich selbst zu schützen. Vor Menschen, mit denen du vielleicht noch nicht souverän umgehen kannst. Aber auch davor, dein Innerstes preoszugeben, nur um den Vorstellungen einer vermeintlichen Mehrheit zu entsprechen und in der breiten Masse unterzugehen...

    Mach dir mal Gedanken, was für eine Art von Partnerschaft du dir wirklich wünschst... ob es dir nur um eine oberflächliche Beziehung geht, und wenn nicht, wie du das wahre Wesen eines Menschen früh genug erkennen kannst, bevor du ihn zu nah an dich heran lässt und er dich sehr verletzen kann...

    In dem Zusammenhang würd ich dir auch von jeglicher Form von hormoneller Verhütung abraten, die Pille eingeschlossen. Zum einen, weil sie extrem gesundheitsschädlich ist. Insbesondere aber auch weil sie auf das Gehirn und auf die Psyche wirkt und deine aktuellen Symptome noch verstärken kann - oder verhindern, dass du dich aus deiner jetzigen seelischen Lage effektiv befreien kannst.

    Und ein Gedanke, den ich in diesem Zusammenhang auch noch sehr wichtig finde: Würde ein Junge, der ein Mädchen wirklich liebt, wollen, dass dieses Mädchen ein Medikament nimmt, das seiner Gesundheit schadet? Nur damit er bequem und sorglos Sex haben kann? Nicht alle Jungen sind so gefühlskalt, auch wenn es oftmals so dargestellt wird.

    Oh und das mit der "Pubertät" würd ich nicht zu wichtig nehmen... sie es lieber als eine Lebensphase in der Menschen beginnen, nach ihrem eigenen Weg zu suchen. Und sich eigenständig Gedanken zu machen... und im Idealfall aus belastenden Abhängigkeitsmustern zu befreien Es kommt immer darauf an, wie du das nutzt, was du im Leben mitbekommen hast... aus manchen belastenden Dingen kann dann auch etwas sehr Wertvolles werden, z.B. Lebenserfahrung und Charakterstärke

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