Anzeige
Seite 1 von 3 12 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 13

Thema: Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

  1. #1
    Registriert
    Registriert seit
    26.04.2016
    Beiträge
    62
    Danke gesagt
    30
    Dank erhalten:   8

    Standard Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

    Hallo,
    ich stecke in einer sehr kniffligen Situation, zerbreche mir endlos den Kopf und benötige Unterstützung bei einer kurzfristigen Entscheidung, die ich momentan nicht bewältigen kann.

    Da es sehr schnell gehen muss, geh ich nur ganz kurz auf meinen Hintergrund ein. Ich leide schon seit meiner Kindheit unter verschiedenen psychischen Problemen: selbstunsichere Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Sozialphobie, Zwanghaftigkeitssymptome, diverse psychosomatische Schmerzen, Denk- und Gedächtnisstörungen. Mein Studium musste ich aufgrund dieser Belastungen nach langjähriger Quälerei endgültig abbrechen. Inzwischen bin ich erwerbslos und auf Grundsicherung angewiesen – derzeit mit Krankenschein, doch ich befürchte, dass mir nach der Krankschreibung von den Behörden gleich wieder fragwürdige Maßnahmen oder unzumutbare Stellenangebote aufgedrückt würden. Das ist nur ein Grund, weswegen ich schnell da raus will. Aber an einen selbstständigen Broterwerb und gesellschaftliche Teilhabe ist derzeit nicht zu denken, ich bin wieder bzw. immer noch an einem existentiellen Tiefpunkt.

    Die eigentliche Frage ist, ob eine tagesklinische Behandlung in meiner Situation zu empfehlen ist. Um diesen Sommer noch einen Platz dort zu kriegen, müsste ich mich möglichst schnell melden. Gleichzeitig will ich spätestens bis zum Herbst endlich aus meinem Wohnort wegziehen und in die Nähe meines einzigen regelmäßigen Sozialkontakts, mehr als 100km weiter. Ich bin hier total vereinsamt, überfordert, frustriert und die Wohnsituation belastet mich zusätzlich, erinnert mich an viel Negatives, bedeutet Stillstand für mich. Außerdem war mein ursprünglicher Gedanke, der für mich immer noch Vorrang hat, dass ich nach dem Umzug eine RPK, also seelisch-berufliche Reha machen würde. Ohne einen regionalen Wohnsitz kann ich da nämlich vorher gar nicht aufgenommen werden, aber das ist sowieso alles riskant und steht auf ganz wackligen Beinen…

    Ich war schon mal stationär in einer Klinik und habe mehrere Jahre ambulante Verhaltenstherapie mitgemacht, beides hat mir praktisch so gut wie gar nicht weitergeholfen. Und die Tagesklinik soll bezüglich der therapeutischen Maßnahmen sehr ähnlich aufgebaut sein… allerdings meinte mein Arzt, dass es dort Sozialarbeiter gäbe, die einen beraten können, was die weitere Zukunftsplanung anginge (das wär mein Hauptanliegen).

    Angenommen ich gehe demnächst zur Tagesklinik, stelle aber nach kurzer Zeit fest, dass mir die Behandlung nichts bringt und breche es wieder ab – könnte es sein, dass die Krankenversicherung oder ein anderer Kostenträger mir dann die RPK später eher verweigern könnte? Ist es überhaupt sinnvoll vor der RPK (falls ich sie denn genehmigt bekommen sollte) in die Tagesklinik zu gehen oder sollte ich es ganz sein lassen?

    Wäre sehr dankbar für Einschätzungen und ehrlich gemeinte Hilfe,

    (ist leider etwas lang geworden)

    Danke und viele Grüße!

  2. Anzeige

  3. #2
    Registriert
    Registriert seit
    29.07.2016
    Beiträge
    4.740
    Danke gesagt
    1.951
    Dank erhalten:   1.267

    Standard AW: Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

    Für deine Situation gibt es eben nur eine mehr oder weniger sinnvolle Vorgehensweise und die wird dir in der Verhaltenstherapie bereits erläutert worden sein. Andere Maßnahmen werden immer in die gleiche Richtung gehen.

    Weitere stützende Maßnahmen wie beispielsweise durch Sozialarbeiter werden auch nur auf dieser essentiellen Vorgehensweise basieren.

    Fakt ist: Du musst trotz deiner Einschränkungen arbeiten gehen. Nur so kannst du diese Einschränkungen überwinden. Dabei ist es nebensächlich welcher Tätigkeit du nachgehst. Solange du körperlich und geistig (nicht seelisch!) dazu in der Lage bist, die Tätigkeit auszuführen, ist sie die richtige.

  4. #3
    Registriert
    Autor/in dieses Threads

    Registriert seit
    26.04.2016
    Beiträge
    62
    Danke gesagt
    30
    Dank erhalten:   8

    Standard AW: Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

    Danke für die schnelle Antwort.
    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Für deine Situation gibt es eben nur eine mehr oder weniger sinnvolle Vorgehensweise und die wird dir in der Verhaltenstherapie bereits erläutert worden sein. Andere Maßnahmen werden immer in die gleiche Richtung gehen.

    Weitere stützende Maßnahmen wie beispielsweise durch Sozialarbeiter werden auch nur auf dieser essentiellen Vorgehensweise basieren.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe; auf mich klingt das recht abstrakt. "Essentielle Vorgehensweise" bezieht sich genau auf welche Ebene? Wie kommst du zu der Gewissheit, dass mir diese "richtige" Vorgehensweise bereits erläutert worden sein soll?

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Fakt ist: Du musst trotz deiner Einschränkungen arbeiten gehen. Nur so kannst du diese Einschränkungen überwinden. Dabei ist es nebensächlich welcher Tätigkeit du nachgehst. Solange du körperlich und geistig (nicht seelisch!) dazu in der Lage bist, die Tätigkeit auszuführen, ist sie die richtige.
    Hm, es tut mir leid, auch hiermit weiß ich nicht viel anzufangen.

    Also ich versuche das erst einmal zu übersetzen. Deiner Antwort habe ich entnommen, dass du meinst, sowohl Tagesklinik als auch RPK würden aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen bei mir sowie nichts bringen, da sich die Methoden, der Aufbau usw. weitgehend gleichen würden. Und die von dir oben beschriebene "einzige" sinnvolle Maßnahme entspricht dem Inhalt deines zuletzt geäußerten Vorschlags?

    Wenn ich mit dieser Interpretation falsch liegen sollte, dann kläre mich bitte auf.

  5. #4
    Registriert
    Registriert seit
    29.07.2016
    Beiträge
    4.740
    Danke gesagt
    1.951
    Dank erhalten:   1.267

    Standard AW: Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?

    Zitat Zitat von LowL1fe Beitrag anzeigen
    Danke für die schnelle Antwort.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe; auf mich klingt das recht abstrakt. "Essentielle Vorgehensweise" bezieht sich genau auf welche Ebene? Wie kommst du zu der Gewissheit, dass mir diese "richtige" Vorgehensweise bereits erläutert worden sein soll?
    Diejenige Vorgehensweise, die dir höchstwahrscheinlich bereits in Therapien nahegelegt wurde, ist essentiell die weitgehend alternativlose Lösung deines Problems.

    Absolute Gewissheit habe ich nicht, aber eine starke Vermutung, weil ich weiß, wie Therapeuten in der Regel in einer solchen Situation verfahren. Die Basis hierfür ist eine Mischung aus persönlicher Erfahrung und Erfahrungsberichten anderer.

    Ich ändere an dieser Stelle mal die Reihenfolge:

    Zitat Zitat von LowL1fe Beitrag anzeigen
    Und die von dir oben beschriebene "einzige" sinnvolle Maßnahme entspricht dem Inhalt deines zuletzt geäußerten Vorschlags?
    Ja, die einzig sinnvolle Maßnahme entspricht der von mir hier erwähnten:

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Du musst trotz deiner Einschränkungen arbeiten gehen. Nur so kannst du diese Einschränkungen überwinden.
    ---

    Zitat Zitat von LowL1fe Beitrag anzeigen
    Also ich versuche das erst einmal zu übersetzen. Deiner Antwort habe ich entnommen, dass du meinst, sowohl Tagesklinik als auch RPK würden aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen bei mir sowie nichts bringen, da sich die Methoden, der Aufbau usw. weitgehend gleichen würden.
    Ja und nein: Sie werden dir nichts bringen, wenn du die oben erwähnte Vorgehensweise nicht annehmen solltest. Ich vermute, wie bereits erwähnt, dass du genau das in der Vergangenheit nicht getan hast und die Verhaltenstherapien daher unerfolgreich blieben.

    Die Tagesklinik kann dir aber womöglich dabei helfen diese Maßnahme, die du bereits in der Verhaltentherapie hättest lernen sollen, doch durchzuführen.

    Meine Beiträge sollen keine Demotivation hervorrufen, sondern lediglich darauf hinweisen, dass keine Behandlungsform ein Wundermittel darstellt und in deinem Szenario die Behandlungsmöglichkeiten alle sehr ähnlich sind. Diese Erkenntnis ist in meinen Augen wichtig, um einer möglichen Enttäuschung vorzubeugen.

  6. Für den Beitrag dankt: LowL1fe

  7. #5
    Registriert Avatar von Schokoschnute
    Registriert seit
    16.06.2017
    Ort
    Im hohen Norden direkt an der Ostsee
    Beiträge
    2.328
    Danke gesagt
    1.574
    Dank erhalten:   1.137
    Blog-Einträge
    1

    Standard AW: Eilige Entscheidung nötig: Tagesklinik und/oder RPK?




    Hallo LOWL1fe;

    Ich muss nochmal nach Fragen.

    Hast du eine Erwerbsminderung ?..weil du schon bei der Grundsicherung bist?
    Wurde ein Gutachten beim medizinischen Dienst,von der Rentenversicherung oder vom Jobcenter gestellt?
    So wie du das darstellst ,hast du auf Grund deiner Problem,eine seelische Be-hinderung.

    An Arbeiten ist nicht zu denken,weil es oft triggert und alles noch schlimmer macht und du Z.zt gänzlich andere Sorgen hast um eine geregelten Arbeitstag nach zu gehen.,

    allerdings meinte mein Arzt, dass es dort Sozialarbeiter gäbe, die einen beraten können, was die weitere Zukunftsplanung anginge (das wär mein Hauptanliegen)

    RICHTIG :

    -Tagesstätte.. (denke das Hilft dir nicht)
    -Tagesklinik (wenn du Alltag/Rhythmus/Struktur und Gespräche/Menschen brauchst)
    +ambulante Betreuung = Hilfe-Plan-Erstellung mit Sozial Pädagogen und Klinik/Ärzte suche.

    Dies bezüglich und auf Grund deiner unglücklichen Wohnsituation würde ich dir zur "ambulanten Betreuung" raten.
    Da sind Sozial-Pädagogen die alles dafür tun,das du deine Ressourcen ausschöpfen kannst und deinen Weg/Klinik/Wohnsituation/Arbeit/Finanzen usw Ordnen und Vorbereiten kannst,für die eigentliche Therapie/Klinik.

    Eine Tagesklinik gibt Dir Struktur und hat auch Therapeutische Gespräche,aber das nur nebenbei und wird dir nicht wohl genug Helfen.Du könntest aber auch beides beantragen.

    Eine ambulante Betreuung vom "Sozialmedizinischen Dienst"/deine Region - Träger: "Der Landesverein".
    Kommen zu dir und erstellen mit Dir zusammen entsprechend einen Hilfe-Plan.
    Punkt für Punkt.
    Das Wichtige/Gute ist,.. hinzu wird ein neues Gutachten erstellt um dann zu sehen,mit WELCHER Therapie/Klinik man dir wirklich weiter Helfen kann.
    Auch könntet ihr eine "Erwerbsminderung"beantragen über deinen Rententräger,bis du wieder auf den Beinen bist,damit du die Ruhe/Sicherheit hast.

    Ein Anruf und deine Probleme kurz Schildern,und sagen du dringend Hilfe brauchst,alles weiter hörst du dann.

    Die Kosten für die Hilfestellungen werden beim Träger beantragt,das machen Sie aber alles für Dich,..erstmal für ein halbes Jahr.
    Durch deinen Umzug passt das gut,und Sie werden eine weiterführende Hilfe suchen im neuen Wohnort,damit du dort in die Klinik/Therapie kannst.
    In ALLEM aber ist die Arbeit/Umdenken an Dir selbst,aufgrund deiner Kindheitlichen Erfahrungen, Wichtig. Sei offen und lass Dich führen und lerne neue Möglichkeiten um all das zu tragen was dich so seelisch Belastet.Dafür sind Therapien da.^^

    Also Hilfe Planung /Umsetzung und ein "Gutachten".
    Beim Gutachter: DORT kannst du dein seelisches Leid ausführlich und in Ruhe erzählen,du wirst auch gefragt werden.Antworte ehrlich,offen und mit deinen Gefühlen,dann machst du nix verkehrt..damit auch evtl Doppel Diagnosen erkannt werden können.
    Daraufhin wird nach einer gezielten Klinik/Therapie gesucht, an die du mit arbeitest und lernen kannst,es zu tragen,damit Vergangenes/Blockaden und Verletzungen sich positiv auflösen können.Das braucht natürlich auch viel Zeit und Geduld deinerseits.


    Also toi toi toi
    Geändert von Schokoschnute (17.05.2018 um 23:38 Uhr)
    *** "Die Welt ist keine Welt des Seins,sondern des ständigen Werdens " ***

  8. Für den Beitrag danken: LowL1fe, Miss-Verständnis

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Unwichtig und Unnötig oder doch nötig?
    Von lena.018 im Forum Ich
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 16.02.2016, 21:39
  2. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 19.08.2015, 22:14
  3. Tagesklinik oder Medikamente???
    Von Gast im Forum Ich
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 03.08.2011, 17:16
  4. Völlig normal oder Hilfe nötig?
    Von sheriam im Forum Liebe
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 28.04.2008, 19:34
  5. Kur oder Tagesklinik
    Von paulchen2005 im Forum Therapie
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 11.05.2007, 00:41

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige