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Thema: Therapie ohne Wissen der Eltern und Hausarzt-Überweisung?

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Therapie ohne Wissen der Eltern und Hausarzt-Überweisung?

    Hallo.
    Mir geht es seit Jahren sehr schlecht, ich verletze mich selbst und bin sehr schwach.
    Früher war ich noch etwas offener als heute, da habe ich meiner Mutter erzählt, dass ich mich am liebsten umbringen würde und auch, dass ich mir die Arme aufschneide. Ebenfalls, dass ich manchmal einfach irgendwelche Menschen bewusstlos/tot prügeln will und dass ich mich nutzlos und ausgestoßen fühle. Sie hat aber nichts gemacht.
    In ernsteren Gesprächen sagt sie immer zu mir, dass sie weiß, dass ich unglücklich bin und dass ich lüge, wenn ich sage, dass mich meine Mitmenschen nicht mehr interessieren. Aber sie hat noch nie etwas dagegen unternommen und wenn ich zu ihr sagte, dass ich zum Psychologen möchte, meine sie nur: "Ach, Schwachsinn."
    Mein Vater interessiert sich für nichts, hat eh keine Ahnung und arbeitet den ganzen Tag, von daher weiß der von nichts. Und meinem kleinem Bruder ist zwar von meinen Problemen nie etwas direkt gesagt worden, aber auch der dürfte gemerkt haben, dass etwas mit mir nicht stimmt. Der hat aber selbst genug Probleme. Und meinen "Freunden" fällt eh nichts auf.

    Ich habe es aufgegeben zu hoffen, dass mir vielleicht mal einer von denen hilft, also will es jetzt selbst in die Hand nehmen und zu einem Psychologen gehen, weil es so nicht weitergehen kann.
    Das Problem ist, dass ich nicht zu meinem Hausarzt möchte. Wenn der erst einmal bescheid wüsste, würde ich nicht mehr einfach so hingehen können. Was würde der denn von mir denken? Und auch am Telefon sagen zu müssen, wieso ich einen Termin vereinbaren möchte, will ich nicht. Oder womöglich sogar direkt in der Praxis. Ich wohne in einem kleinen Dorf, da spricht sich sowas herum, wenn mal einer im Wartezimmer die Ohren spitzt.
    Außerdem sollen meine Eltern nichts davon wissen.
    Normalerweise übernimmt solche Dinge die Krankenkasse, aber ich habe gelesen, dass man ohne Überweisung selbst zahlen muss.
    Außerdem habe ich mal einen Bericht über eine Klinik für SVV-Betroffene gelesen, wo die Jugendlichen gewohnt haben. Sowas wäre unvorteilhaft, da ja niemand, außer dem Therapeuten, etwas von alledem wissen soll.
    Lässt sich eine Therapie eigentlich auch mit der Schule synchronisieren?

    Sorry für die vielen Fragen. Ich hoffe, ihr könnt mir sagen, wie ich diesen Schritt jetzt am besten mache.

    Lieber Gruß,
    Natascha

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  3. #2
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    Standard AW: Therapie ohne Wissen der Eltern und Hausarzt-Überweisung?

    Ich möchte dir noch etwas Mut machen noch ein paar Schritte weiter zu gehen und deinem Gefühl zu vertrauen. Wenn man in der Familie nicht die Unterstützung bekommt, die man benötigt, muss man sie sich außerhalb Hilfe besorgen. Deine Idee mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten zu sprechen solltest du weiterverfolgen. Und zwar deshalb, weil da ganz viele Fragen in der Brust sind, die gestellt werden müssen. ... weil es belastende Situationen in deinem Leben gab, über die gesprochen werden muss (wobei die Familie nicht sprechen will oder kann). ... weil du es Wert bist. ...weil es schön ist wieder Perspektiven zu haben. ...


    Nun komme ich zu deinen Bedenken. Natürlich ist es schwer über seine Gefühle zu erzählen und persönliches preiszugeben und sollst du auch nur dort tun, wo du vertrauen hast. Wie wäre es zum Beispiel wenn du dir einen Termin bei deinem Hausarzt geben lässt und du mit ihm über die ärztliche Schweigepflicht sprichst. Wenn du das Gefühl hast "es stimmt zwischen euch", kannst du immer noch mit deinem eigentlichen Problem kommen.

    Ich wünsche dir einen sensiblen Hausarzt und den Mut auf dein Gefühl zu hören.

    Alles Liebe

  4. #3
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    Standard AW: Therapie ohne Wissen der Eltern und Hausarzt-Überweisung?

    Hallo,

    ich befinde mich auch gerade in einer Therapie (Spielsucht). Hatte am Anfang auch angst wegen der Öffentlichkeit etc.! Nach zwei Sitzungen und zwei Gruppentreffen muss ich sagen, dass ich gar keine Bedenken mehr habe. Es wurde auch von anfang an klar gestellt, dass Schweigepflicht herrscht.

    Ich kenne mich jetzt nicht so gut in Deinem Bereich aus, aber Versuch es einmal über solche Sozialverbände (z.Bsp. Caritas), die arbeiten in der Regel kostenlos und können Dir bestimmt Tipps für eine psychologische Behandlung geben.

    Es ist echt schade, dass Du keinen Rückhalt in der Familie hast. Dadurch habe ich es eigentlich geschafft, wieder einen normalen Weg einzuschlagen....

    Deine Gedanken sind richtig und geh diesen Weg....

    Viel Glück und Erfolg

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