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Thema: Enjoy the Silence!

  1. #56
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    Standard AW: Enjoy the Silence!

    Ich bin dankbar für die Reha-Geld und dass ich in Österreich so viel Unterstützung bekomme: sozial, rechtlich, medizinisch.
    Jedoch wirft das Behördenchaos (also mir wird immer noch von AMS diesen Monat das Geld, was relativ wenig ist ausbezahlt) mich um einen Monat mit meinen Plänen zurück.
    Geld ist natürlich nicht alles , aber ich wollte so sehr mich schon in das Fitnessclub anschreiben, zudem haben sie jetzt eine Aktion, die nicht mehr lange dauern wird..Naja, man kann nicht alles haben. Warte ich eben noch einen Monat.
    Während dessen nutze ich meinen Kulturpass (weiß nicht ob mit Reha-Geld er noch relevant bleibt, oder als abgelaufen gilt, muss das abchecken), gehe zu Sprachsitzungen und lese Bücher. Hab mir vorgenommen wieder mehr zu lesen, früher habe ich die Bücher nur so verschlungen! Ich habe einen ganz großen Schrank voll Bücher, da gibts bei mir echt eine große Wahl.
    Habe mich bei wenigen vorhandenen geringfügigen Stellen beworben. Fühle, dass ich einen Tatendrang habe.
    Geh hin, allein, und heile alle Blinden,
    Damit du in der Zweifelsstunde siehst,
    Wie deine Schüler schadenfroh sich winden
    Und in der Menge keiner dich vermisst.

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  3. #57
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    Standard AW: Enjoy the Silence!

    Die letzte Zeit erfreue ich mich immer wieder an den kleinen Dingern, die mir wieder locker gelingen, wie z.B das Plaudern mit Unbekannten auf der Straße, unter Menge von Menschen zu sein und nicht sich verkriechen und weglaufen wollen. Ich stuffe es als Fortschritte ein in meinem Leben. Ich erfreue mich jedes mal, wenn ich beim Spaziergang mit dem Hund einfach mit einem anderen Hundebesitzer einige Sätze wechsele, ohne dass mein Hirn sich in "falscher" Richtung meldet. Ich habe angefangen wieder herzig und mehr zu lachen, traue mir mehr zu.

    Heute fahre ich zu meinem Sprachcafe, da wird wieder viel los sein. Wir sitzen an einem Tisch mit Nativ Speaker der/die das Gespräch leitet in der entsprechenden Sprache. Ich stelle mich bewusst solchen Herausforderungen um "mich wieder zu finden", um mir zu beweisen, dass ich das KANN, ohne dass die Wände auf mich zukommen und die Luft mich erdrückt, so wie viele Geräusche und Menschenmenge..

    Rückschläge, kleine habe ich noch , leider: neulich in einem Lokal fühlte ich mich wieder unwohl, warum auch immer. Das ich den "Auslöser" manchmal nicht orten kann, was mich nun getriggert hat, macht mich kirre. Aber ich setzte mir vor Augen einen "Stop" schield und wiederhole innerlich die positive Affirmationen. Meistens entspannt mich das auch.
    Leider, wenn das Hirn den falschen Weg schon eingeschlagen hat, steigert er sich meistens. Da scheinen mir die Worte von dem Tisch nebenan an mich gerichtet zu sein, obwohl ich innerlich weiß: es stimmt nicht!
    Versetzt mich in diesen halb-psychotischen Zustand, wo man alles wie durch den Nebel sieht, weglaufen will, sich unwohl fühlt und dies sich nicht erklären kann.

    Zum Glück, kommt das immer seltener vor und ich mache einfach weiter. Schmiede Pläne, geh so weit ich Lust habe raus. In den Öffis ist mir das schon lange nicht mehr passiert, wofür ich sehr dankbar bin. Das stärkt mich natürlich, wenn ich merke- ich kann das!
    Geh hin, allein, und heile alle Blinden,
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  4. #58
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    Standard AW: Enjoy the Silence!

    So viele Bilder prasseln gerade durch meinen Kopf, so viele Flashbacks, Erinnerungen, die ich am besten weit weg in irgendeine robuste Schublade meines Hirns verbannen würde.


    Ich habe auf Dich so lange gewartet. Seit meiner Jugend, immer wieder Dieses Bild vor Augen. Ich war Assol und wartete auf mein purpurrotes Segel. Doch an happy End in meinem persönlichen Lebensroman glaube ich nicht mehr. Deshalb überkommt mich heute die Nostalgie und etwas traurige, aber dennoch schöne Stimmung.


    Ich suchte nach meinem Seelenverwandten, glaubte einige Male ihn endlich getroffen zu haben, wie einen seltenen Diamant, aber dann war es nur Asche, die ich in meinen Händen hielt und die verfloss in den Sand und hinterließ nichts, nicht mal ein Bedauern.


    Du bist sicher irgendwo da draußen, aber wir sind wohl in diesem Leben aneinander vorbeigelaufen.
    Zu viel und zu oft habe ich mich in Fantasien verloren. Zu viel unrealistische Szenarien aufgebaut in meiner Vorstellung, wo ich alle Rollen gleichzeitig gespielt habe, auch Deine. Über Monate dauerte dieses „Doppelleben“, manchmal über Jahre sogar.


    Man könnte meinen, es ist sogar etwas makaber-künstlerisches daran, die Welten und Protagonisten zu erschaffen, wo man als Hauptheld fungiert. Lovestorys, fantastische Welten, die so in Realität erst gar nicht existieren können, weil hier nun mal andere Gesetzte herrschen, als in meinem Kopf, in meiner Vorstellungen und Wunschdenken.
    Es ist immer schmerzhaft nach einem schönen Tagtraum in die Realität zurückzukehren. Da gibt es nur mich, so wie ich in der Realität bin, und da gibt es Dich nicht, leider. Verrückt, aber ich könnte es gleichzeitig vermischen und trennen, es war mir ja bewusst, aber ich sprach es niemals aus.



    Lied des Tages, die ich mindestens 30 mal schon gehört habe , wieder und immer wieder..:

    https://www.youtube.com/watch?v=tLTz6gicjD4

    Nostalgia
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  5. #59
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    Standard AW: Enjoy the Silence!

    Die letzte Tagen merke ich, wie ich ein Tapettenwechsel jetzt gebrauchen könnte. Ich bin so wie festgefahren momentan und ich bin meine Ängste zwar los, worüber ich sehr dankbar bin, jedoch ohne Therapie, werde ich nicht voran kommen.
    Es ist mir klar, wie an einem sonnigen Tag, dass ich die Unterstützung brauche, gerade, wo ich jetzt gut beianeinder bin- wäre ich bereit für einen Klinikaufenthalt. Nächste Woche bekomme ich hoffentlich gleich einen Termin für das Ärztegespräch in Tulln. Muss dann hinfahren, was nicht schlimm ist.
    Das einzige, man müsste die Zeit dort von 8:30 bis 14 Uhr einplannen, da man einem nicht sagen kann, wann man nun dran kommt.
    Ich will aus Wien raus, ich will Menschen um mich, real! Mag sein, dass es Menschen sind, die selber Probleme haben und manches wird mich bis zu einem gewissen Grad triggern. Aber es wird mich auch aufbauen.
    Mich nervt es, dass es alles immer so lange dauern muss. Das mit Rehageld, Termin bei dem Case-Manager, Weg zu einem Klinikaufenthalt... Wenn man spürt, dass man es JETZT braucht, damit man sich nicht wieder irgendwo verliert, bzw. sich weiter entwickeln möchte, Fortschritte machen möchte - es geht aber nicht von heute auf Morgen, sondern es ziehen sich die Monate dahin, bis irgendwas konkrettes passiert- ist der Frust vorprogrammiert.
    Ich merke, wie die Einsamkeit, keine geregelte Arbeitszeiten, kein Freunde-Bekanntschaftskreis mir zusetzt. Es fehlt mir einfach! Ziele habe ich- ja! Aber ich muss immer warten und warten und kann es bei besten willen nicht beschleunigen, weil von den Ämten abhängig bin.
    Frust verursacht schlechte Stimmung und Antriebslosigkeit, gegen die ich ankämpfe, aber ohne, dass was ordentlich geschieht, werde ich nicht weiter kommen. Ich will die Klinikaufenthalt hinter mir haben, mich stabilisiert haben und spüren dass ich bereit für einen Job wäre, VZ job!
    Ich will zu normalen Bürgern gehören, so viel erwarte ich ja nicht, just, arbeiten in einem Unternehmen, wo ich nützlich sein kann, mich wohlfühlen, weil ich was sinnvolles machen, sich selber versorgen und nicht auf der Tasche des Staats zu liegen, Freunde haben- RL Freunde! Meinen Hobbies nachgehen , mich mit denen treffen, einfach glücklich sein, plaudern, lachen, das Leben genießen.
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  6. #60
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    Standard AW: Enjoy the Silence!

    Trotz eventuell besseren Einkommen durch Rehageld und wenn ich Glück habe- große Witwenrente Zuspruch, such ich weiter nach einer geringfügigen Beschäftigung.
    Denn erstens: will ich dazu was verdienen und nicht nur vom Staat leben, damit ich wenigstens bisserl das Gefühl habe, etwas zurückzugeben. Klar, ich kann für meine Erkrankung nichts dafür, dass ich es VZ derzeit nicht packe zu arbeiten ist nun mal eine Tatsache. Aber 8-12 Std. die Woche wäre schon möglich, da bin ich mir sicher!
    Zweitens: will ich unter die Leute! Geregelte Zeiten in meinem Alltag haben, denn momentan bin ich mit meinem Alltag nicht zufrieden. Ich gehe mit Hund, medietiere, ab und zu gehe raus zu Ämten oder mit meinem Kulturpass irgendwohin, aber alleine und es macht überhaupt keinen Spass! Wobei, ntl. ich darüber froh bin, diese Möglichkeit zu haben.
    Habe ich ein Museum besucht- so möchte ich mich darüber austauschen! Oder einen Film gesehen--ebenso! Nur mit wem, mit den Wänden

    Zurück zu geringfügigen Beschäftigung: leider verzweifle ich da gerade! Bei einer VZ Stelle als Exportsachbearbeiterin hatte ich wesentlich weniger Probleme einen Vorstellungsgespräch zu bekommen.
    Bei Geringfügigen Stellen wird kaum einer für Büroarbeiten gesucht! Und wenn- schicke ich meinen Lebenslauf und bekomme entweder Absagen oder gar keinen Feedback.
    Man möchte auf diese Stellen Studenten haben..
    Die meiste geringfügige Stellen sind: Kellner oder Putzhilfen. Kellner ist für mich zu stressig- da bin ich ehrlich mit mir. Außerdem habe ich Null Erfahrung in Gastronomie.
    Putzen? Da wüßte ich auch nichts davon. Ich will im Büro sein, damit keine große Lücke in meinem Lebenslauf entsteht. Auch an einer Rezeption- wäre es okay. Aber eben im Büro!
    Es gibt aber handvoll Inserate mit geringfügigenstellen beim Büroarbeiten..

    Und zu letzt, gerade gibt es 2 sehr gute Positionen für die VZ Stelle im Logistikbereich mit Russischer Sprache, in meinem Bezirk, da wo ich wohne. Ärgert mich, dass ich das gerade nicht dort versuchen kann..
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