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Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: Mein Innenleben

  1. #1
    Rainbow_Lotus
    Gast

    Standard Mein Innenleben

    Heute geht es mir nicht gut...

    Am Wochenende, wenn die Arbeit mich nicht ablenkt, kommen die Gedanken, die Einsamkeit macht mir zu schaffen, ich fühle mich verloren...
    Den ganzen Tag sitze ich schon lustlos in meiner Wohnung, kann mich für nichts begeistern. Selbst meinen Spaziergang konnte ich heute nicht genießen.

    Unter der Woche bin ich den ganzen Tag außer Haus. Ich gehe morgens vor sechs, und komme abends nach sechs zurück. In dieser Zeit habe ich einen sinnvollen Beitrag geleistet, schöne Erfahrungen gemacht. Die vier Stunden Freizeit, bevor ich schlafen gehe, sind wertvoll für mich, und ich genieße sie sehr.

    Habe ich meine Arbeit nicht, wird mir bewusst, dass diese der Sinn meines Leben ist, der Einzige. Was mich gleichermaßen freut, wie deprimiert.
    Ich bin sehr dankbar für dieses Glück, dass wahrscheinlich in der Form nur wenige Menschen haben. Andererseits soll und darf das Leben nicht nur aus Arbeit bestehen. Es muss auch etwas zurückkommen, und jeder Mensch sollte das Recht haben, auch ein glückliches, erfülltes Privatleben führen zu können...

    Die nächsten drei Tage habe ich frei.
    Mir graut vor dem Gedanken...

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  3. #2
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    1

    Standard AW: Mein Innenleben

    Ich stimme dir zu. Nutze die 3 Tage zur Besinnung.


    LG, Nordrheiner

  4. #3
    Rainbow_Lotus
    Gast

    Standard AW: Mein Innenleben

    Heute war ein guter Tag.
    Heute war aber auch ein sehr anstrengender Tag.

    Ich habe den ganzen Tag im Forum verbracht, und mehr geschrieben, als in meiner gesamten bisherigen Zeit zusammen. Dabei habe ich mir viel Frust von der Seele geredet, und mein Innenleben ausgebreitet, wie wahrscheinlich noch niemals zuvor.
    Das war hart für mich, und ich bin dabei nicht nur auf wenig Akzeptanz, sondern teilweise auf offene Ablehnung gestoßen. Damit habe ich nicht gerechnet.

    Es war eine schwere, aber lehrreiche Erfahrung. Ich bin nicht, wie andere Menschen. Ich bin nicht einmal wie andere Menschen, die eine eigene Leidensgeschichte haben. Seit heute weiß ich auch das.

    Trotzdem ist mir heute wieder bewusst geworden, dass ich gerne ich selbst bin, und weder mit jemandem tauschen möchte, noch ein anderes Leben führen will. Ich fühle mich als der Mensch, der ich bin, und in dem Leben, das ich führe, zu Hause.
    Es ist kein großartiges Leben, und oft bin ich traurig oder verletzt. Aber es ist ein absolut authentisches Leben. Und es ist mein Leben. Mein Baby.

    Ich bringe alle Opfer, die damit einhergehen, völlig ehrlich zu mir selbst und zu anderen zu sein, und meinen eigenen Erwartungen bedingungslos zu entsprechen.
    Wie könnte ein solches Leben falsch oder schlecht sein...

    Ich glaube, dass ich am Beginn eines Weges stehe, der noch viele interessante und lehrreiche Erfahrungen beinhalten wird, der mich aber auch immer stärker isolieren wird.
    Sofern es überhaupt noch andere wie mich gibt, wird es immer schwieriger werden, euch zu finden...
    Ich wünsche mir von Herzen, dass es trotzdem eines Tages geschehen wird, und solange ich noch Wärme und Liebe in mir trage...

    Wer weiß, wo meine Entwicklung mich noch hinführen wird, zu wem ich mich in Zukunft entwickeln werde. Ich wünsche mir, noch einmal zu lieben und geliebt zu werden, solange ich dies noch kann...

    Auf keinen Fall jedoch werde ich von meinem Weg abweichen, sondern immer mehr zu dem Menschen werden, zu dem ich bestimmt bin, werde mich meiner eigenen Seele immer weiter annähern, und dieses Wesen nicht in Frage stellen.

    Vielleicht verfolge ich dabei einen Weg, der mich zu absoluter Liebe führen wird. Ich wünsche es mir.
    Liebe gibt meinem Leben Sinn und Struktur, ist mein Grund, auf der Welt zu sein.
    Vielleicht ist mir aber auch ein anderer Platz, ein anderer Weg vorherbestimmt, und ist das Licht in meinem Herzen nur eine Station... Denn... Ein Licht, dass man nicht teilen kann, verbrennt, verzehrt...
    Mit Sicherheit werde ich es erst am Ende sagen können...

    Mein Kopf ist, für mich sehr untypisch, bemerkenswert entspannt und klar.
    Ich bin erschöpft, und voller Energie zugleich.

    Ich möchte spazieren. Natur ist mein beständiger und geliebter Begleiter, mein Freund und meine Partnerin.
    Erst in der Natur bin ich wirklich zu Hause, geborgen.
    Erst in der Natur... kommt mein rastloser Geist zur Ruhe, dürfen meine Gedanken schweigen...

    Aus meinen Kopfhörern spricht mir Schiller aus der Seele: "Ruhe... das höchste Glück auf Erden... kommt sehr oft nur durch Einsamkeit in das Herz".


    Gute Nacht, Nimmerland...
    Geändert von Rainbow_Lotus (30.10.2017 um 21:54 Uhr)

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