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Thema: Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

  1. #1
    der Traumfänger
    Gast

    Standard Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

    Einen schönen guten Abend zusammen,

    es ist normal nicht meine Art, dennoch möchte ich in diesem Fall um Hilfe bitten.

    Der Hintergrund (so kurz wie möglich gehalten, ich möchte euch Details/Zeit ersparen) :

    Vor mehr als 3 Jahren (ich war 16) starb mein Vater an einem Gehirntumor, ein halbes Jahr zuvor hatte der Lebensgefährte meiner Mutter zuviel getrunken und uns beide in einem Streit, aufgestachelt durch einen "Freund" fast getötet.

    Als sie dann ausseinander gingen und kurz darauf mein Vater starb, vergrub ich mich im Internet, genauer in World of Warcraft. Meine schulischen Leistungen ließen dementsprechend nach, da mich nichts mehr kümmerte.

    (Zuvor war ich, von den Noten, der typische Streber, musste aber kaum lernen, weil ich irrsinnig schnell lernte und, ohne arrogant wirken zu wollen, nicht gerade dumm bin)

    Die Zeit in der AHS (Gymnasium) verflog und ich mogelte mich durch die 6,7 sowie die Maturaklasse (Abitur) irgendwie durch... unter Druck funktionierte ich irgendwie noch.

    Jetzt habe ich offiziell 1 Jahr Studium hinter mir... ich fing sehr motiviert an, da ich nicht zum Heer (Bund) musste (Asthma) war ich allerdings alleine in Wien, rund 100KM weit weg von meiner Heimat. Schnell drehte sich das ganze Leben nur noch ums Internet... ich schaffte die ersten Prüfungen auf 2 und 3 (wobei ich die 3 auf eine, angeblich so schwere Prüfung bekam) dann erkrankte meine Mutter an einem "frozen-shoulder"-Syndrom und ich war über Weihnachten zu Hause um ihr zur Hand zu gehen und meine Einsamkeit (keine Freundin und gute Freunde/Freundinnen alle zu Hause) zu umgehen.

    Ich lernte immer weniger, war immer leichter abgelenkt... verhaute eine wichtige Prüfung 2 mal und eine 2 andere ebenfalls.

    Dann wollte ich meinen langjährigen Traum (seit ich 12 war!) Genetiker zu werden aufgeben und auf Informatik umsatteln. Meine Wohnung in Wien gab ich auf um meiner Mutter zur Hand zu gehen, wohl aber auch um meine Sinnkrise zu bewältigen.

    Ich war mehr als nur instabil, kurz vorm Selbstmord, doch all das ist vorbei und ich meisterte alles. Dann legte ich weitere, langweilige Prüfungen ab um ECTS/SWS für die Behörden zu sammeln (Nachdem mein Vater tot ist muss ich mir die Beihilfen "verdienen") was ich für 2/3 Behörden schaffte. (Für die letzte hab ich noch Zeit)

    Das eigentliche Problem (wieso schwaffle ich mir das alles von der Seele?) ist, dass meine Konzentrationsfähigkeit gen 0 sinkt. Sobald ich etwas lernen "muss" wird es uninteressant, obwohl ich nahezu universell interessiert bin.

    Ich scheue mich davor professionelle Hilfe anzunehmen, doch meine Gedanken schweifen einfach ab sobald ich etwas lerne... sogar im Internet mittlerweile. Lese ich einen Eintrag in Wikipedia (oder einer x-beliebigen anderen Seite) werden X Tabs aufgemacht und tausende andere Dinge nebenher erledigt oder ich gebe mich nur Tagträumen (einer besseren Welt) hin.

    Kennt ihr eine Möglichkeit wie ich mein Potenzial, meinen Verstand wieder nutzen kann wie ich es möchte?

    Dankbar für jeden Tip, jedes Fünkchen Hoffnung verbleibe ich,

    der Traumfänger

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  3. #2
    Barnici
    Gast

    Standard AW: Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

    Lieber Traumfänger,

    eigentlich sollte man denken, daß Du - als sog. "Überflieger" - auch seelische Probleme mit diesem Talent meistern könntest. Aber leider quälst Du Dich, weißt nicht, wo der "Hemmschuh" sitzt, der Dich ständig hindert und "auf der Stelle" festhalten will, vor allem gedanklich, aber mittlerweile über Konsequenzen (Studiumserfolg) auch in der Realität. Du bist an einem Punkt, wo Du "ausbrechen" musst, nicht lange warten bzw. sinnieren solltest, sondern möglichst jetzt gleich fachliche Hilfe suchen solltest, um nicht den Anschluss bzw. Zeit zu verlieren.

    Ich würde mich an Deiner Stelle nicht scheuen, denn gerade Dir würde sich - neben der Hilfe im Dialog - ein neues (vielleicht auch berufliches) Feld eröffnen, das Du umreißen und vielleicht für Dich eröffnen könntest. Aber das geht hier schon zu weit, könnte Dir aber den Schritt erleichtern. Auf jeden Fall würde ich den Schritt tun!

    Mir persönlich scheint es, daß Du das in Deinem Artikel eingangs beschriebene Ereignis und den Tod Deines Vaters noch mit Dir rumschleppst. Auch Deine Mutter spielt hier m.E. eine gewichtige Rolle, ich denke, Du bist in ständiger Angst um sie, siehst sie durch diesen Freund irgendwie bedroht, während Du aber nicht zu Hause sein kannst, wobei Deine Gedankenwelt und Intuition stark beeinträchtigt werden. Vielleicht machst Du Dir obendrein noch diffuse Vorwürfe deswegen. Ich bin sicher, daß Du derlei Zusammenhänge auch schon erwogen hast, aber keinen Weg "nach draußen" weißt. Gerade hier wäre es wichtig, einen Gesprächspartner zu haben, den Du als Fachmann auch ernst nehmen und akzeptieren kannst. Sicher vermisst Du auch Deinen Vater noch und quälst Dich nach wie vor mit unbewältigter Trauer.

    Hab keine Angst und tu den Schritt, um so eher wirst Du die notwendige Leichtigkeit Deines Alters zurückgewinnen, die Du brauchst, um Deine Pläne zu verwirklichen. Scheu Dich also nicht, Hilfe zu suchen und anzunehmen.

    Von meiner Seite und von hier aus die besten Wünsche,

    liebe Grüße

    Barnici

  4. #3
    der Traumfänger
    Gast

    Standard AW: Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

    Die Seele und das Unterbewusstsein sind leider so komplex, dass auch ich als "Überflieger" nicht weiß welche kausalen Zusammenhänge zwischen meiner Vergangenheit, meinen Träumen, meiner Blockade und all dieser Hiflosigkeit bestehen.

    Ich danke dir für deine Antwort, doch werde ich nun einen anderen Weg gehen und versuchen ob dieser das Problem löst. Ich hörte von einigen Leuten, dass sie ähnliche Probleme dadurch lösen konnten.

    Verzeih mir, doch ich kann/will mich keinem "Experten" anvertrauen... jede Schwäche die ich jemals preisgab wurde ausgenutzt um mir Steine in den Weg zu legen... ich vertraue so gut wie niemandem mehr... mich einem Fremden anzuvertrauen für den ich am Ende womöglich nur ein Studienobjekt bin... nein.

    Ein wichtiger Schritt war/ist sicherlich, dass ich das Problem einigermaßen erkenne und die Ursache/n einengen kann.

    Meine Zukunft ruft und ich werde ihr, so gut es geht, folgen... Hobby/ies Hobby/ies sein lassen und in dieser Welt leben.

    Hab dennoch Dank für deine Meinung, es ist nicht so, dass ich sie nicht in meine Überlegungen einbeziehen würde.

  5. #4
    Barnici
    Gast

    Standard AW: Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

    Hallo, Traumfänger,

    es soll nicht bedeuten, daß ich Deine Erfahrungen nicht respektiere, aber es ist doch erschreckend, wie Du für Dich jegliche Vertrauensfähigkeit negierst. Im Widerspruch dazu hast Du aber in Deinem Leidensdruck einen Schritt gewagt, der Dich zu einer noch wildfremderen Anlaufstelle geführt hat. Würdest Du das im Nachhinein als so unangehm empfinden? Für meine Begriffe hast Du genau das richtige getan!

    Weißt Du, alles was ich Dir schreibe, sind Anregungen und keine Vorgaben. Meine Meinung liegt Dir "zu Füßen" und Du kannst sie aufheben oder nicht. Du bist ja derjenige, der etwas für sich tun will und sollte. Ob Du jetzt zu einem Experten (Psychologe, Psychiater) gehen würdest, oder ob Du bei Domian nachts im TV anrufst, ob Du zum Psychologen an der Uni gehst oder Autogenes Training oder vergleichbares machst, ist eigentlich völlig egal. Wichtig ist, daß Du was tust! Man findet nicht immer auf Anhieb genau den, den man sich erwünscht hat und es bleibt immer noch die Frage, ob der, den man für ideal hält, bei einem wirklich etwas bewirken kann. Manchmal sind es genau diejenigen, die einen gesunden Reiz zustande bringen, d.h. Deine Gegenwehr herausfordern und Dich so aber innerlich wieder zum Schwingen bringen und damit auch Deine "Angstglocke" aufbrechen können. Na, ja, wie dem auch sei, sobald man merkt, nein, mit dem oder der kann ich nicht, sollte man dennoch keine Hemmungen haben, "seinen Hut zu nehmen".

    Ist Dir denn noch kein menschliches Wesen begegnet, das Du als Freund oder Freundin akzeptieren würdest? Einerseits könnte ich mir vorstellen, daß es für Dich nicht einfach ist, einen "adäquaten" Menschen zu finden, andererseits wäre dies doch die Möglichkeit, sich einmal fallen zu lassen, sich nicht immer nur auf die eigene Stärke zu verlassen und Gefühle zuzulassen. Sperr Dich nicht selbst ein in eine (etwas elitär anmutende Welt), sondern öffne Dich und bleib auch als "Überflieger" am Boden und besonders, lass andere an Dir teilhaben als paris inter pares.

    Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, daß Du im entsprechenden Moment die Flucht ergreifst, um wieder nur bei Dir zu sein. Das ist ein Schutzmechanismus, aber wo kommt das her? Hat sich Dein Elternhaus so dargestellt, wie Du es beschreibst mit "Steine in den Weg legen, etc."?

    Also, auf jeden Fall freue ich mich mit Dir, wenn Du meinst, einen Weg gefunden zu haben und wünsche Dir, daß Du ihn auch gehst und nicht eines Tages - statt der Zukunft - der "Berg" ruft, der vor Dir liegt. Es ist heute vom wissenschaftlichen Standpunkt her nachgewiesen, daß sich länger andauernde "psychische Extremphasen" im somatischen Bereich niederschlagen und auch zu biologischen Veränderungen im Gehirn führen können. Deshalb tu was, der 3-Zeiler zu Anfang Deines 1. Artikels klingt für mich wirklich nach echtem "Trauma", das Du irgendwie verarbeiten und loslassen können lernen musst (was eine Konstruktion)!

    Du musst nicht antworten, wenn Du keinen Sinn drin erkennen kannst; ich bin Dir nicht böse und im übrigen auch keine "Expertin".

    Alles Liebe

    Barnici

  6. #5
    der Traumfänger
    Gast

    Standard AW: Irrsinnige Konzentrationsprobleme behindern mein Studium - Tips?

    Doch, ich kenne Menschen denen ich vertraue, doch haben diese jenes Vertrauen über Jahre erworben und ich zähle sie zu den wichtigsten Menschen die, für mich, auf diesem Erdenrund wandeln.

    Diese kennen die Geschichte auch, reagierten schockiert, zutraulich und meinten ich könne mich immer melden, wenn ich Hilfe bedurfte. Dennoch bin ich es, der versucht die ihrigen Probleme zu lösen, ihnen beizustehen wo es nur möglich ist.

    Es ist auch etwas anderes... ich kenne diese Menschen sehr gut, zu gut um ihnen immer und immer wieder mit "the same old story" auf den Wecker fallen zu wollen, wenngleich sie so etwas nie erwähnten.

    Mein Elternhaus, eigentlich gilt meine Mutter hier als einzige Bezugsperson da sie, seit meinem 7. Lebensjahr die Einzige war mit der ich zusammenlebte. Die Familie väterlicherseits war stets kalt, lieblos und seit dem Tod meines Vaters ist sie für mich gestorben... spätestens als ich am Tag des Begräbnisses verlangte, dass meine Mutter mit zu dem Begräbnis gehen dürfte (immerhin konnte JEDER daran teilhaben). Ich kam an ~300. Stelle zum Grab meines Vaters, sogar ein guter Freund der in dem selben Chor wie mein Vater war war vor mir in der Reihe... .

    Ich habe soviel niemals aufgearbeitet, mich in virtuelle Welten geschützt um mich nicht damit beschäftigen zu müssen... .

    Mein Vater hatte mich vergessen, ich war wie ein dummes Anhängsel aus einer verganenen Zeit, von dem Moment an als er wieder geheiratet hatte... dennoch fehlt er mir, denn er war mein Vater und tief in seinem Herzen liebte er mich, er war nur nicht Mann's genug sich gegen seine (dominante) Frau durchzusetzen die ihre Familie über alles stellte.

    Wie auch immer... ich schob dies alles bei Seite, wollte den Starken markieren und doch nagte es an mir... soviele Fragen die ich ihm niemals stellen werde können.

    Doch damit muss ich nun abschließen... vergangen ist vergangen und jetzt nicht (mehr) änderbar.

    Ich werde alles was mich belastet in Briefform an mich selbst schreiben, einige Wochen aufheben und dann verbrennen. Dies klingt zwar idiotisch, irrational und dennoch glaube ich, dass es eine Möglichkeit ist die Probleme der Vergangenheit zu schublatieren... .

    Was mich dazu bewegte mich hier zu melden? Die scheinbare Anonymität des Internets war es wohl... wenngleich mir hier eine IP zugeordnet ist die das vBulletin auslesen kann bin ich dennoch anonym, muss mich keinem "Richter" stellen, der mein Verhalten be- und verurteilt.

    Meine "elitäre" Welt ist eine Blase die ich jetzt zum platzen bringen werde, denn niemand anderes kann dies für mich tun.

    Zurück auf den Boden der Realität, in die Hände gespuckt und die Welt verbesser so sehr es in meinen Händen liegt!

    Ich danke dir für deine Worte, deine Anschauungen, du weißt nicht wieviel Kraft ich auf meine, merkwürdig anmutende, Art daraus schöpf(t)e.

    ~der Traumfänger

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