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Thema: ich will, aber die Psyche nicht

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard ich will, aber die Psyche nicht

    Hallo!

    Momentan befinde ich mich in einer ziemlich schlimmen Phase meines Lebens und ich glaube, ich werd langsam echt gefuehlstaub eben deshalb. Ich hab ein Studium, das ich ueber alles liebe, dass aber nicht durch das beruehmte Bueffeln zu bewaeltigen ist. Es kommt auf den Moment an, die Performance, sozusagen. Jetzt habe ich eine Reihe von Pruefungen, die nebenbei absolviert werden muessen und mit dem eigentlichen Taetigkeitsfeld nichst zu tun haben, schon absolviert. Aus diesem Grund stehen mir jetzt die haarigen Pruefungen bevor, die mindestens einmal wiederholt werden muessen oder gar nicht erst von mir gemeistert werden koennen, da sie unberechenbar schwer sind und irgendwie die meisten der erfolgreichen Studenten diese nur knapp bestanden haben und mit mehreren Anlaeufen. Ich hab jetzt eine dieser schlimmen Pruefungen schon verpatzt und davor das Semester war eine andere Pruefung auch den Bach runtergegangen, was bei der letztgenannten Pruefung nicht ganz so schlimm war, weil es ein Freiversuch war. Nun kommt hinzu, dass ich gerade ein Elternteil verloren habe, so dass ich jetzt Vollwaise bin. Die Verwandten scheren sich nen Dreck um mich, ich bin also allein..bald istdann noch Ostern (ich hasse Feiertage, weil ich sie eh nicht begehen kann, da fehlt mir immer die Kraft und ich kann nur heulen, wenn alle anderen Menschen um mich rum in Stimmung kommen) Ich denk gerade, welcher Schicksalsschlag wohl als naechster kommt und frage mich die ganze Zeit, warum ich eigentlich ein Studium angefangen habe. Ich haette doch auch eine mehr oder weniger stupide Ausbildung waehlen koennen, bei der ich locker durchgekommen waere..dann haette ich zwar keinen Spaß bei derArbeit aber Sicherheit und vielleicht sogar ein wenig Geld...
    Ich fuehl mich total deplaziert im Studium, nicht wegen mangelnder Eignung, aber weil ich staendig das Gefuehl habe, zu viel zu denken und dadurch mir alles kaputt zu machen. Wenn ich ein wenig naiver und duemmer waere, wuerde bestimmt alles laufen...da wuerd ich nicht noch drei Mal ueber ner Loesung brueten, die richtige anfangs haben und dann zugunsten derfalschen Loesung alles verwefen und dazu noch so bloede Fehler machen...

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  3. #2
    Registriert Avatar von Werner
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    Standard AW: ich will, aber die Psyche nicht

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    aber weil ich staendig das Gefuehl habe, zu viel zu denken und dadurch mir alles kaputt zu machen.
    Hallo Gast,
    kenne ich auch von mir, habe es inzwischen als normal für "Denker"* akzeptiert. Falls du auch zur Denker-Familie gehörst, müsste dir das "machen" helfen (aufschreiben, reden, ausdrücken, was in dir steckt). Und vielleicht eine etwas zinkreichere Ernährung (Denken verbraucht viel Zink, Zink ist z.B. in Rindfleisch, Cashews, dunkle Schokolade enthalten).
    Übrigens gibt es auch Untersuchungen, dass Studenten mit einer höheren Zinkaufnahme bessere Prüfungen schreiben. Wenn du mal ein paar Minuten für einen kostenlosen Test übrig hast: www.zinktest.de
    Gruß, Werner

    * Infos über "Denker": www.psychographie.de/0002.htm

  4. #3
    Registriert Avatar von karma
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    Standard AW: ich will, aber die Psyche nicht

    Ich denke auch über vieles nach und was ich glaube was dir fehlt ist etwas Struktur. So wie ein Stunden/Wochen/Monatsplan. Da kannst du alles aufschreiben was du lernen mußt, wann und was für ein Fach. Finde heraus was besser ist dein Kurzzeitgedächtniss oder das Langzeitgedächtniss. Ich habe dadurch alles unter einem Hut bekommen. Durch den Strukturierten Plan hätte ich nicht mit 40 Jahre eine Vollzeit-Ausbildung, meine Großfamilie ( 5 Kinder), und einen Großhaushalt alleine schmeißen können. Der bringt dir einen innere Ruhe und Ausgeglichenheit und die Zufriedenheit die du jetzt brauchst, damit du das alles schaffst. Und wenn dein Gehirn schlapp macht. Da hilft dir nur das du anfängst gesunde nahrhafte Gerichte zu kochen die dir das geben was du brauchst. Vitamine,Mineralien,Eiweiß,Proteine,Kohlehydrate, Omega drei Fettsäuren, und als Getränk, Tee,Wasser,Mich,Direktsaft.

    Karma

  5. #4
    Registriert Avatar von pete
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    Standard AW: ich will, aber die Psyche nicht

    Hmm, gast,

    ich sehe dich eher nicht in ner Phase, gefühlstaub zu werden, sondern in der Phase, wo du dich fragst: was tue ich hier eigentlich, macht das überhaupt Sinn ? Und irgendwie fühle ich aus deinen Worten, dass du keine Beziehung zu haben scheinst, keine(n) Parter(in), die dir da Halt geben könnte.
    Eine Ausbildung statt Studium - glaubst du, es wäre für dich später vorteilhaft, wenn du Vorgesetzte haben solltest, die dummer als du sind, aber dafür machtbesessener ? Vielleicht studierst du aber etwas, was nicht so ganz passt - machst nicht dein Hobby zum Beruf ?

    Erzähl uns ruhig mal mehr.

    Liebe Grüsse

    Peter
    Leben, und Leben lassen...

  6. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: ich will, aber die Psyche nicht

    Zu karma: Ich weiß, dass ich einen Plan und eine Struktur brauche. Ich bin leider momentan nicht in meinem gewohnten Umfeld und fuehle mich hier relativ eingesperrt und geradezu handlungsunfaehig. Ich wuerde sehr gern mit so einm Plan beginnen, doch kann ich daserst in ein paar Wochen, weil ichdann endlich hier weg kann und wieder ein besseres Umfeld habe, das Zuhause eben. Ich wollte gerade mein Leben einmal auf die Reihe kriegen und da kam der Tod des verbliebenen Elternteils dazwischen. Fuer mich ist auf jeden Fall wichtig, wieder zuhause zu sein. Hier kann ich nicht so leben, wie ich mir das vorstelle. Schon allein das Zimmer, in dem ich wohne, finde ich scheußlich und beengend, aber ich bin dankbar fuer die Hilfe,die mir Menschen hier geben, die eigentlich dies nicht muessten, weil sie mich auch kaum kennen. Ich moechte sehr gern psychiatrische Hilfe mir besorgen, doch es gibt noch einige Sachen hier zu regeln, was ich ganz allein machen muss. Ich halte das fuer eine Frechheit, weil ich die Fehler ausbuegeln muss, die meine Verwandten mit verursacht haben.Es wurde Vieles gegen jegliche Vernunft gemacht, das nicht nur ich verurteile. Aber meine Verwandtschaft ist nicht vernuenftig...Leider kann man in meinem Studeingang nicht in einzelne Faecher unterteilen und gezielt lernen. Ein Beispiel fuer einen doch etwas verwandten Studiengang waere Schauspiel. Man kann seine Texte lernen, aber was auf der Buehne sich dann abspielt, ist ne andere Sache...
    Zu pete:Ja,es stimmt ich habe keinen Partner, der mich stuetzen koennte. Ich habe Freunde,die ich sehr in Anspruch nehme, so dass ich immer wieder probiere mein Netz, das mich auffaengt, dicht zu halten. Das voellige Gefuehl des Aufgehobenseins ist aber trotzdemnicht gegeben,weil ich natuerlich unerfreuliche Reaktionen manchmal bekomme, da meine Freunde ab und an ueberlastet sind und auch ihr eiges Leben haben, so dass meine Sorgen einen zu großen Rauminnerhalb der Freundschaft einnehmen. Ich habe zwar nette Freunde, die ich nicht missen moechte, aber ich habe Angst auf bestimmte Menschen zu zu gehen. Ich habe keine Unbeschwertheit mehr, da gibt es einfach nur sehr viel Trauer und dasspueren andere, so dass einige etwas oberflaechlichere Menschen Abstand nehmen.
    Ich bin sehr gleucklich mit der Wahl meines Studiengangs und es ist genau das, was meiner Begabung entspricht. Das, was ich waehrend des Studiums mache, haette ich sonst in meiner Freizeit machen muessen. Jetzt kann ich mich den ganzen Tag dem widmen, was mich ammeisten beschaeftigt. Das Ding sind nur die Standards und die Angst zu versagen. Gerade weil keine Familie da ist, ist mir das Studium so wichtig. Man koennte sagen, dass das Studium ein Familienersatz ist. Ich habe einen Ort, wo ich hingehen kann. Ich habe menschlichen Kontakt und ich mag meine Dozenten und auch eine gewisse Anzahl an Kommilitonen. Zumindest mag ich die Gemeinschaft da. Ich hab so viel Beschaeftigung am Tag, dass ich nicht staendig traurig sein muss. Sobald ich Ferien habe, kommt zwar Entspannung, aber es folgt auch ein tiefes schwarzes Loch, weil jeder zu seiner Verwandtschaft faehrt und ich meine Tage mit Lernen und Filmschauen rumkriegen muss. Ich moechte jetzt mehr fuer meine Freizeit tun, weil ich sonst nicht mehr kann..Ich werde mich einfach ein wenig dem kuenstlich aufgebauten Druck entziehen. Die Dozenten schaffen ihn und merken es noch nicht mal...Wenn dann mal einer sich absolut schlecht fuehlt wegen des Drucks, dann herrscht Unverstaendnis...Wir unterhalten uns staendig in den Pausen ueber den Druck..es gibt kein anderes Thema fast mehr und jeder hatAngst zu scheitern

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