Anzeige
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 7

Thema: Hoffnungslos verirrt...

  1. #1
    Karlo
    Gast

    Standard Hoffnungslos verirrt...

    Hallo Leute,
    ich weiß garnicht, wo ich anfangen soll. Bin jetzt 24 und komme seit 2 Jahren nicht auf den richtigen Pfad. Ich studiere seit Sept 2002 an einer Fachakademie und die Erfolge waren weitgehend durchschnittlich. Dann kamen Mitte 2003 familiäre Ereignisse die mich bis zum heutigen Tage (un)bewusst beschäftigen. Mein Vater und sein Bruder (Patenonkel) erkrankten fast zeitgleich an Krebs, wobei mein Vater den schweren Kampf überlebte und mein Onkel letztendlich an seiner Krankheit verstarb. 2 Wochen darauf starb meine geliebte Großmutter. Nun ja, meine Familie zerbrach in 2 Teile als sich herausstellte das ein Cousin (Sohn der Exfrau meines Onkels) und dessen dahinter stehende Familie , zu dem ich in Freundschaft und Respekt aufschaute, sich als Heuchler entarnte und das Familien- u Geschäftsvermögen zum großen Teil an sich reißen wollte. Währenddessen ging meine Beziehung zu meiner großen Liebe in die Brüche, was mir nochmals einen tiefen Schlag versetzte.
    Dann kam mit der Zeit heraus, dass ich die Nachfolge in unserer Firma in Zukunft übernehmen sollte. Ich aber noch lange nicht die Voraussetzungen erfüllte und Jeder meiner Familie erwartet(e) das von mir. Seit gut 2 Jahren dümpel ich jetzt vor mir hin und vertrieb mir meine Sorgen mir kiffen. Zum Glück entschied ich mich vor kurzem unter meiner Sucht einen Schlussstrich zu ziehen. Das blöde dabei ist, dass ich nun mein 2.Studienjahr wiederhole, aber immer noch, wie im vorangegangenen Jahr, aus Angst dauernd blau machte.
    Mein Freundeskreis wurde immer kleiner, weil ich hinter jeder Person einen Heuchler sah, und die einzigen Freunde die mir blieben wissen auch nichts davon, ebenso meine Eltern. Und falls ich gefragt wurde, wie es mit meiner Karriere aussieht, bin ich immer ausgewichen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, und der Gedanke an Selbstmord schießt mir immer öfters durch den Kopf. Ich habe in meiner Fachhochschulreife relativ beschissen abgeschnitten (3,7) und die daraus resultierende Perspektivlosigkeit noch vergrößert.
    Jeden Morgen wenn ich aufwache könnte ich heulen, wie ich mein Leben nur so wegschmeißen konnte.
    In den nächsten Tagen werde ich mit meinem Schulleiter über meine Probleme reden, aber was ist, wenn ich keine 2.Chance mehr bekomme??
    Fast jeder in meiner Familie ist Akademiker oder zumindest auf dem Weg dorthin, und mir ist das so peinlich, dass das offenbart werden könnte, was ich mit meinem Dasein angestellt hab.
    Entschuldigt bitte, wenn meine Darstellung etwas zusammenhangslos aussieht. Mir fehlt halt der sprichwörtliche rote Faden.
    Bitte helft mir!

    Gruß Karlo

  2. Anzeige

  3. #2
    Registriert
    Registriert seit
    30.05.2005
    Beiträge
    29
    Danke gesagt
    7
    Dank erhalten:   5

    Standard AW: Hoffnungslos verirrt...

    Hallo Karlo,

    ich kann dir zwar jetzt keine konkreten Vorschläge machen, was du mit deinem Studium und deiner beruflichen Zukunft anfangen sollst.

    Aber aus deinen Zeilen ist deutlich ersichtlich, dass du mit deiner Situation nicht mehr alleine fertig wirst. Immerhin denkst du schon an Selbstmord.

    Wenn man psychisch so fertig ist, dann macht es keinen Sinn, nach Lösungsansätzen für ein Studium etc. zu suchen. Dann, finde ich, muss erstmal professionelle Hilfe her, um dich aus diesem Tief wieder rauszuholen. Und danach kann man dann schauen, wie es weitergehen soll.

    Mir ging es ähnlich: ich hatte wegen einer beruflichen Situation schlimme Depressionen, dachte auch an Selbstmord und fand einfach keinen Lösungsweg. Erst nachdem ich dann in psychiatrischer Behandlung wieder zur Ruhe gekommen war und Kraft schöpfen konnte, ging es mir besser und ich konnte dann entscheiden, wie es weitergehen sollte.

    Hast du vielleicht auch mal daran gedacht, zu einem Arzt (Psychiater, Psychologe) zu gehen, um dir aus deinem Tief helfen zu lassen?

  4. #3
    Karlo
    Gast

    Standard AW: Hoffnungslos verirrt...

    Hallo,
    erstmal danke für deine Antwort lilacampari.
    Ich hab schon des öfteren daran gedacht, mich an professionelle Hilfe zu wenden. Nur war ich mir nie sicher, was mit mir überhaupt los ist bzw. an welcher psychischen Krankheit ich leide.
    Nachdem sich mit deiner Hilfe mir langsam klar wird, dass ich an Depressionen und Ängsten leide, hab ich mich im Netz über einschlägige Seiten, wie therapie.de, informiert, welcher Arzt in meiner Umgebung der geeignetste wäre. Hast du/ihr vielleicht noch einen Tipp, wo ich noch suchen könnte oder ist das egal, an wen ich mich da wende? Außer den von den Ärzten angegebenen Schwerpunktgebieten die meinem Leiden entsprechen.
    Wäre dankbar für eine Antwort, weil irgendwie scheint das Angebot recht groß zu sein.

    Gruß Karlo

  5. #4
    GZS
    GZS ist offline
    Registriert
    Registriert seit
    29.12.2004
    Beiträge
    419
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten:   41

    Standard AW: Hoffnungslos verirrt...

    Hallo Karlo,

    kann es ein, daß Deine Familie etwas von Dir erwartet, was Du absolut nicht willst?
    Daß Du nur studierst, weil man es von Dir erwartet?
    Daß Du überhaupt kein Interesse daran hast die Firma zu übernehmen?

    Wenn das so ist muß Du unbedingt herausfinden was Du wirklich willst! Vielleicht hast Du Deine Wünsche unbewusst unterdrückt um den Erwartungen Deiner Familie zu entsprechen. Und das rächt sich jetzt.

    Und Du darfst auf keinen Fall weiterhin Dinge tun, die Du nicht tun willst. Und wenn Du der einzige nicht-Akademiker in der Familie bist, dann ist das halt so. Vielleicht hast Du einfach ganz andere Interessen.

    Gerhard
    Gerhard

  6. #5
    Tyra
    Gast

    Standard AW: Hoffnungslos verirrt...

    Hallo Karlo,

    nicht den Kopf in den Sand stecken, eine Durchhängephase, Schwierigkeiten Entscheidungen für's Leben zu treffen hat so ziemlich jeder. Und auch Mist baut mal jeder. Also das was du geschildert hast ist schon hart und belastend, aber im Vergleich zu anderen Schicksalen, die ich kennengelernt habe nicht das Allerschlimmste. Und wie bereits ein weiterer Beitrag dieses Threads (von lilacampari) anrät: Falls es sich um mehr als nur eine kurzfristige Depri-Phase handelt, schnellstmöglichst Fachleute (Psychologen und Psychiater) ranlassen. Eine echte Depression ist ein biochemisches Ungleichgewicht, dass am besten medikamentös wieder hingebogen wird. Zu hoher Drogenkonsum z.B. Kiffen muß nicht, kann aber auch zu ernsthafteren Erkrankungen, z.B. einer Psychose oder zumindest psychoseähnlichen Zuständen führen. Also: ein bißken aufpassen.
    Und ganz wichtig: den enormen Druck (Erwartungshaltung deiner Familie zur Firmenübernahme) unter dem du offensichtlich derzeit stehst so bald als möglich minimieren! Mit deiner Familie reden, gemeinsam Lösungen suchen, Entscheidungen finden, mit denen du klar kommst (nicht nur die anderen). Vielleich biste ja der geborenen Klempner oder Krankenpfleger: so why not? Wenn du dich allein dazu überfordert fühlst, such dir professionelle Mithilfe, z.B. Lebensberatung beim DW (Diakonisches Werk..keine Angst da sitzen keine Kirchendogmatiker, sd. psychologisch geschulte echt nette Leute) oder einen netten Psychologen/Psychologin etc.
    Dein Weg in dieses Forum war ja bereit ein guter Schritt. Und nun Schritt für Schritt weiter, etwas Geduld haben, nicht erwarten daß alles von heute auf morgen klappt, aber wenn du es schaffst erstmal die Hemmschwelle (die bei Männern leider viel höher liegt bei Frauen...kapier ich nicht. Ich bin für Emanzipation: auch Männer dürfen +sollen mal schwach sein, klar!) zu überwinden dir Hilfe zu holen und anzunehmen, dann geht's bald aufwärts!

    Gruß
    Tyra

    Nachtrag: bei dem Gepräch mit deiner Schulleitung sprich von deiner Situation und deinen Schwierigkeiten, klar kriegste noch ne neue Chance, bzw. Chancen. Meine Schwester ist während ihrer Durchhänge-Punkphase vor rd. 20 Jahren von 3 Schulen geflogen, hat in einem sauerländer Nest provokativ Cannabis-Gestrüpp vorm Panoramafenster ihrer Wohnung drappiert, und keine Fete von hier bis zum Nordpol ausgelassen. Dann hat sie sich gefangen, nen netten Kerl kennengelernt, mit dem sie mit gemeinsamen Kind bis heute zusammenlebt,ihr Abi per Abendschule mit 1,0 nachgemacht, dann Studium und arbeitet heute als Sozialpädagogin in einer Beratungsstelle für psychisch Kranke...

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 03.08.2015, 09:23
  2. Ziellos in diesem Leben verirrt.
    Von Gast im Forum Ich
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 01.06.2012, 10:07
  3. habe mich zu euch verirrt
    Von Kiraz im Forum Willkommen!
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.09.2010, 14:07
  4. Verirrt...
    Von Soul im Forum Leben
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 10.10.2007, 19:36
  5. Verirrt im Nebel (depri)
    Von traumfährte im Forum Ich
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 07.09.2007, 18:17

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige