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Thema: Professor beendet Betreuung der Arbeit - Probleme mit meiner Eigenständigkeit

  1. #6
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    Standard AW: Professor beendet Betreuung der Arbeit - Probleme mit meiner Eigenständigkeit

    Zitat Zitat von glimmer_of_hope Beitrag anzeigen
    Okay, jetzt wohl etwas off-topic: Sowieso ist es heutzutage ein Problem, dass man Kinder schon in der Schule sich selbst überlässt. Kinder müssen geführt und betreut werden. Aber niemand will noch Verantwortung übernehmen. Das ist ein Riesenproblem für unsere Zukunft.
    Dem muss ich widersprechen. Es ist vielmehr ein großes Problem, dass man Kinder nicht sich selbst überlässt. Dass man ihnen vorkaut, was sie wann wie zu machen haben. Das erstickt Kreativität, eigene Gedanken, Selbstvertrauen und Selbstständigkeit. Dadurch lernen Kinder, dass sie nichts alleine hinbekommen, sondern immer von anderen Leuten und deren Ratschlägen abhängig sind. Ein Kindergartenkind muss regelmäßig stundenlang alleine spielen können. Es muss lernen, sich selbst zu motivieren und sich selbst zu beschäftigen. Dann wird daraus ein Schulkind mit intrinsischer Motivation, das selbstständig Hausaufgaben machen kann und es wird später zu einem Studenten, der den ganzen Tag, über Jahre hinweg selbstständig arbeiten kann. Die Promotion ist dann in dieser Hinsicht kein Problem mehr.


    Lieber TE,
    gerade Selbstständigkeit und eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten mit eigenen Ideen zeichnen einen Doktoranden aus. Darauf vertrauen auch zukünftige Arbeitgeber, denn diese Eigenschaften werden einem Dr. zugeordnet. Ich schließe mich den anderen an: Wahrscheinlich ist eine Promotion nicht das Richtige für Dich. Bringe sie zu einem baldigen Ende (5 Jahre sind lange genug) oder stürze Dich in das Berufsleben.

    Alles Gute!

  2. Für den Beitrag danken: *Moni*, Alopecia, Kerstin1976

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  4. #7
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    Standard AW: Professor beendet Betreuung der Arbeit - Probleme mit meiner Eigenständigkeit

    Eigenständigkeit ist schwer, wenn am Ende trotzdem ein anderer (in deinem Falle dein Doktorvater) die Arbeit bewertet, und wenn man von dieser Bewertung abhängig ist; sowohl für das berufliche Weiterkommen als auch emotional.

    Okay, jetzt wohl etwas off-topic: Sowieso ist es heutzutage ein Problem, dass man Kinder schon in der Schule sich selbst überlässt. Kinder müssen geführt und betreut werden. Aber niemand will noch Verantwortung übernehmen. Das ist ein Riesenproblem für unsere Zukunft.
    Eigenständigkeit muss man lernen - oftmals aus der Not heraus. Die Verantwortung kann man an Kinder locker auch mal -altersgerecht-abgeben. Sie müssen diese Grenze erreichen, auch, wenn sie sie mal überschreiten und scheitern. Im besten Fall lernen sie daraus.

    Wir sprechen hier von einer erwachsenen Person, die angeleitet werden will - dem Bildungsabschluss nach aber in der Lage sein sollte, eigenverantwortlich zu handeln.
    Von jedem 17 jährigen Lehrling wird erwartet, dass er selbständig handeln und denken kann, aber ein angehender Doktorand kann das nicht?

  5. #8
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    Standard AW: Professor beendet Betreuung der Arbeit - Probleme mit meiner Eigenständigkeit

    ganz ehrlich, dass ist geschmacksache.
    ich würde trotzdem schon alleine wegen der Zeit fragen, ob du die wenigstens zuende schreiben darfst.
    5 jahre gehen schneller um als man denkt, besonders in der forschung.
    ist das eine promotion mit bestimmter anzahl an veröffentlichung?
    wie viel material hast du um was zusammenzuschreiben?

  6. #9
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    Standard AW: Professor beendet Betreuung der Arbeit - Probleme mit meiner Eigenständigkeit

    Vorab:
    ich bin promoviert.
    Und bevor ich das Ding abgegeben gebe, hat es KEINER, weder Betreuer noch KollegInnen noch Familie angesehen. Das ist wohl das andere Ende der beschriebenen Skala der Selbstständigkeit...insofern ist mein Blick auf den Entstehungsprozess wohl anders.
    Was ich aber sagen kann:
    eine Diss zeichnet sich eigentlich vor allem durch eines aus:
    der Doktorand hat recht. Einfach weil es seine Arbeit, seine Forschung ist. Klar stützt man sich methodisch oder inhaltlich auf das, was VORHER war, aber die Diss ist die Weiterentwicklung, der ganz persönliche style.
    Wieso muss man da ständig nachfragen, ob es "richtig" ist? Man führt gerne Fachgespräche um Lücken zu füllen, ich habe mich deswegen z.B. auch oft in Veranstaltungen von Kollegen rein gesetzt.

    Du darfst die Diss doch zu Ende schreiben.
    Und sie ihm dann geben, er hat das Betreuungsverhältnis nicht gekündigt (was er hätte machen können). Aber er will nikht mehr mit Dir zusammen arbeiten. Vielleicht ist das Dein Weckruf.
    Normal promoviert man auch, um Wissenschaftler zu werden. Die Diss ist ja sozusagen das Meisterstück in einer Disziplin, alles darunter sind "nur" Akademiker, keine Wissenschaftler. Aber der Beruf des Wissenschaftlers zeichnet sich durch Kreativität und vor allem SELBSTSTÄNDIGKEIT aus.

    Überlege, ob das der richtige Job langfristig für Dich ist oder ob Du nicht einfach im Studienjob an sich arbeiten möchtest.

    Und letzter Aspekt:
    Du bist aufgrund des Wissenschaftszeitgesetzes wohl sowieso raus.
    Schafft man es nicht, innerhalb von sechs Jahren zu promovieren, darf man von der Uni nicht mehr auf eine Planstelle eingestellt werden, sondern nur noch über Drittmittelprojekte.
    Vielleicht ist auch das bei Dir der Hintergrund. Eine Weiterbeschäftigung geht verwaltungstechnisch einfach nicht mehr.


    frage:

    Vor einigen Wochen kam es dann zu einem Knall.
    Ich habe auf meinem Laptop ein paar Ergebnisse gezeigt.
    Ich hatte schon angefangen zu schreiben.
    Ich hatte auch schon die Struktur der Arbeit mit ihm abgesprochen.

    Findest Du das denn passend für 5 Jahre? Was für ein Doktor ist das,
    so in 2 - 4 Jahren kann man doch eigentlich durch sein.... weißt Du, jede Dissertation wird abgebrochen, man muss halt den Zeitpunkt erwischen, dass es rund ist. Oder hast Du noch gar nicht angefangen zu schreiben, sondern nur "Struktur"?
    Das ist dann vielleicht wirklich etwas wenig (?)
    Geändert von dr.superman (08.09.2019 um 21:20 Uhr)

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