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Thema: Verzweifelt im Studium - abbrechen oder nicht?

  1. #6
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    Standard AW: Verzweifelt im Studium - abbrechen oder nicht?

    Zitat Zitat von JeGeo Beitrag anzeigen
    Heute ist es kein Nachteil mehr länger zu brauchen oder abzubrechen. Wichtiger ist wieder aufzustehen und mit neuer Energie zu starten. Solange die Abweichungen vom Standart gut begründen kann, hat durchaus auch Vorteile. Erfahrender, man weiß mit Problemen umzugehen, man lernt aus eigenen Fehlern & ist auch bereit an diesen zu arbeiten. Viele Firmen sehen sowas heutzutage lieber als einen aalglatten Lebenslauf mit nur 1er ohne aber auch mal von der Norm abzuweichen.
    So sehe ich das auch. Gerade wenn man durch Nebentätigkeiten zusätzliche berufliche Erfahrungen wie der TE gewonnen hat, ist das ein Pluspunkt, den man sehr gut als Begründung für eine längere Studienzeit anführen kann.

    Übrigens war es auch vor 20, 30 Jahren schon kein soooo großes Drama, wenn man länger studiert hatte. Nur wollten einem Konkurrenten und neidische Mitmenschen das gern weismachen, die oder deren Kinder überhaupt nicht studiert hatten. Ich (Babyboomerin, Jahrgang 1963) kenne selbst Jurastudenten, die in den früheren 1990er Jahren mit 14-15 und in einem Fall sogar 22 Semestern erfolgreich abgeschlossen und nach dem Referendariat früher oder später auch einen ganz vernünftigen Job (sogar in typisch juristischen Berufen!) gefunden haben. Einen Studienabschluss vorweisen zu können - gerade in technischen, mathematisch-naturwissenschaftlichen oder auch juristischen Fächern - lohnt sich auf jeden Fall, selbst wenn man danach beruflich noch etwas völlig anderes macht.

    Man darf nur nie auf Leute hören, die einen im Grunde nur fertigmachen wollen, um ihnen missliebige Konkurrenz aus dem Weg zu räumen. Diesen Leuten und ihren Horrorgeschichten muss man aus dem Weg gehen, ihnen deutliche Grenzen setzen und sich mit wohlwollenden Mitmenschen umgeben, die einen beruhigen, aufbauen und konstruktive Empfehlungen geben können (solche Menschen muss man natürlich erst mal finden; sie sind nach meiner Erfahrung extrem rar gesät!). Was heißt es schon, 2, 3 oder meinetwegen sogar 5 Jahre länger studiert zu haben als der Durchschnitt, wenn man dann doch noch erfolgreich abschließt? Alle diese Zeiträume sind nichts gegen ein ganzes nachfolgendes Berufsleben mit abgeschlossenem Studium (das erkennt man mit 27 Jahren nur oft noch nicht, weil einem diese Lebenserfahrung in dem Alter noch fehlt). Aber sich wegen blöder Bemerkungen von fiesen Mitmenschen selber fertig zu machen, alles hinzuschmeißen, eine Tätigkeit in irgendeinem schlecht bezahlten, angelernten Beruf anzunehmen oder gar psychisch krank und erwerbsunfähig zu werden - ich habe so einen Fall in meiner engsten Verwandtschaft - das ist alles viel, viel schlimmer!

    Dem TE rate ich, sich notfalls für die Entscheidung kurzzeitige psychotherapeutische Unterstützung zu holen. Auch Unis haben einen psychologischen Beratungsdienst, allerdings von sehr unterschiedlicher Qualität. Wenn man das Pech hat, dort keine gescheite Beratung zu finden, können auch wenige Gespräche bei einer Ehe-, Familien, Erziehungs- und Lebensberatungsstelle schon hilfreich sein.
    Geändert von Sarnade (12.07.2019 um 08:36 Uhr)

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  3. #7
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    Standard AW: Verzweifelt im Studium - abbrechen oder nicht?

    Du hast jetzt schon so lange studiert, da kommt es auf die letzten paar Semester auch nicht mehr drauf an.
    Es mag eine kräftezehrende Zeit sein und um es salopp auszudrücken: Sammel nochmal all dein eKräfte und zieh das Ding dann durch.
    Just my two pence.

  4. Für den Beitrag dankt: Sarnade

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