Anzeige
Anzeige
Seite 1 von 10 12 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 47
  1. #1
    Registriert
    Registriert seit
    23.10.2018
    Beiträge
    518
    Danke gesagt
    66
    Dank erhalten:   75

    Standard Unterschätzung der Funktion von Urlaub

    In diversen Foren und auch in meiner Arbeit begegnet mir immer wieder, dass junge Menschen schon früh nach ihrem Abschluss so ausgebrannt sind, wie Top Manager kurz vor der Rente.
    Oft wird im Turbotempo die Abschlussarbeit (Bachelor oder Master) geschrieben und man stürzt sich in die Bewerbungszeit.
    Auffallend war, dass gerade die, die ausgebrannt sind nie Urlaub gemacht haben, weil der zu teuer war oder weil man direkt in den Job einsteigen wollte.
    Ich kann jedem daher nur ans Herz legen, der eine Abschlussarbeit (Bachelor oder Master) geschrieben hat: Gönnt euch die Zeit und macht Urlaub! Es muss ja nicht nach Portugal oder bis auf die Malediven sein. Manchmal sind der Spreewald oder die Eifel auch schön. Aber man kommt eben mal raus.

    Mich würde interessieren, ob diejenigen, die hier schreiben, dass sie nach dem Studium völlig fertig im Job sind auch keinen Urlaub gemacht haben? Falls ja, würde das die These bekräftigen, dass sich eine Abschlussarbeit ohne anschließende Urlaubszeit negativ auf die psychische und körperliche Gesundheit auswirkt.

  2. Anzeige

  3. #2
    Registriert
    Registriert seit
    10.01.2018
    Beiträge
    634
    Danke gesagt
    306
    Dank erhalten:   527

    Standard AW: Unterschätzung der Funktion von Urlaub

    Ich denke, das ist der Druck der Gesellschaft. Man bekommt das Gefühl, dass jede Lücke von 2 Monaten sofort dafür sorgt, dass man Top-Jobs nicht mehr bekommt und jede noch so kleine Lücke einem den Lebenslauf versaut. Ich musste nach dem Bachelor ja eher unfreiwillig Urlaub machen, weil es (unter anderem wegen meinem bereits ungeraden Lebenslauf) etwas dauerte, ehe ich eine Stelle fand. Im Nachhinein weiß ich, dass es mir gut tat, für ein paar Monate einfach nur auf dem Sofa zu hocken.

    Mein Umfeld in der Zeit war aber der Horror. Ständig wurde ich angemahnt, (noch mehr) Bewerbungen zu schreiben. Es wurden Horrorstorys erzählt von Leuten, die zu lange arbeitslos waren und deshalb danach noch schwerer etwas fanden. Mir wurde gesagt "nachher denkt ein Arbeitgeber noch, dass du faul bist". Meine Eltern kündigten bald an, den Unterhalt einzustellen und auch mein Freund hatte (verständlicherweise) keine Lust, für diesen aufzukommen. Der Staat zahlt aber auch nicht, wenn er einem eine Bedarfsgemeinschaft aufs Auge drücken kann. Woher also das Geld nehmen, wenn sich zeitgleich mit der Exmatrikulation auch noch die Krankenkassenbeiträge verdoppeln?

    Vor allem, wenn Akademiker in der Familie rar sind, fehlt vorne und hinten das Verständnis, dass man nach der Anschlussarbeit einfach eine Pause braucht. In meiner Verwandtschaft hieß es jedenfalls "von dem bisschen am Schreibtisch hocken bist du schon ausgebrannt? Geh erst mal einer richtigen (gemeint ist: körperlichen) Arbeit nach!". Und wer soll den Urlaub zahlen, als Student hat man doch nicht viel und Urlaub auf Pump ist auch nicht sinnvoll. Als dann Arbeitsloser ist man ohnehin nur noch ein Mensch 2. Klasse.

    Für mich begann die Erholung jedenfalls erst, als ich die Schlüsselkarte für meine erste Stelle bekam. Erst da hatte ich endlich Ruhe vor allen, die kein anderes Thema als meine Stellensuche mehr kannten. Erst seit ich 40h pro Woche arbeiten "muss", kann ich abends endlich wieder entspannen, weil mir niemand einen Vorwurf macht, heute nur 3 Bewerbungen geschrieben zu haben.
    Geändert von Sofakissen (06.01.2019 um 12:39 Uhr)

  4. Für den Beitrag danken:


  5. #3
    Registriert
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    1.793
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten:   1.300

    Standard AW: Unterschätzung der Funktion von Urlaub

    Ich hatte direkt nach meinem Studienabschluss noch keinen Job, musste noch einen Umzug meistern und war dann vor allem mit Bewerbungen beschäftigt. Sicher wäre eine Auszeit/Urlaub nach dem Prüfungsstress nicht schlecht gewesen, ich wollte aber auch im Beruf möglichst bald durchstarten.

  6. #4
    Registriert Avatar von Schroti
    Registriert seit
    26.08.2018
    Beiträge
    507
    Danke gesagt
    547
    Dank erhalten:   565

    Standard AW: Unterschätzung der Funktion von Urlaub

    Ich fand das Studium eher chillig und kenne auch keinen, der da "ausgebrannt" rausgekommen wäre.
    Und über mangelnde Semesterferien kann man schwerlich klagen.

  7. Für den Beitrag danken:


  8. #5
    Registriert
    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    17.106
    Danke gesagt
    6.617
    Dank erhalten:   9.293
    Blog-Einträge
    16

    Standard AW: Unterschätzung der Funktion von Urlaub

    In München braucht man nur mal bei schönem Wetter zu schauen. Da liegen sie dann täglich, die überarbeiteten Studenten, auf allen schönen Grünflächen rund um die Uni,

    bestimmt alle vor Erschöpfung umgefallen.

  9. Für den Beitrag danken:


Anzeige

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17.07.2008, 22:09
  2. Funktion Speichern
    Von butterfly2000 im Forum Sonstiges
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 21.05.2007, 21:26

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •