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  1. #6
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    Standard AW: Aggressionen wegen Jurastudium

    Hast Du Dich schon einmal auf ADS testen lassen?
    Bitte nicht verwechseln mit ADHS, ADS hat mit Hyperaktivität nichts zu tun. Oder mit dem, was man sonst so an Allgemeinplätzen über dieses Syndrom hört.

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  3. #7
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    Standard AW: Aggressionen wegen Jurastudium

    Hallo,
    könnte es sich einfach nur um einen Durchhänger nach all den Studienjahren
    handeln?
    Deine Leistung orientiert an gewissen Vorgaben ist gefragt und sonst nicht.......
    Jahre eines Studiums, in denen sich alles auf Leistung, Leistung, Leistung
    konzentriert.

    Da kann es durchaus passieren, einfach alles "hinwerfen/aufgeben" zu wollen.

    In Phasen meines beruflichen Aufbaus hatte ich Durchhänger und da ich sie für
    mich so einordnen konnte und es sich stimmig anfühlte, habe ich durchgehalten.
    Im Nachhinein bin ich froh darüber, durchgehalten und nicht aufgegeben zu
    haben.

    Sich berufliches aufzubauen und sich mit all den damit verbundenen Höhen und
    Tiefen auseinanderzusetzen und Leistung, Leistung, Leistung erbringen ist
    anderes, wie in dem Beruf tätig zu sein.

    Ich wünsch Dir für Deine berufliche Zukunft alles Gute.

    alles Liebe
    flower55

  4. #8
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    Standard AW: Aggressionen wegen Jurastudium

    Jura gehört zu den anspruchsvollsten Studiengängen überhaupt und ist nicht für jedermann geeignet. Die Durchfallquoten sind sehr hoch, die entsprechenden Quoten bei Medizinern dagegen ein Witz, bei angehenden Lehrern sowieso. Dasselbe gilt für die Notengebung.

    Wenn dich Jura derart anwidert, dann wirst du keine guten Examens- und Karrierechancen damit
    haben. Selbst Leute, die sich noch halbwegs dafür interessieren, fallen durch oder bestehen nur mit einem Ausreichend. Lass' es einfach und informiere dich über Alternativen.

    Vorher würde ich allerdings noch mal eine Studienberatung in Anspruch nehmen und eine psychologische Beratungsstelle an der Uni aufsuchen.
    Geändert von Hazelnut (18.12.2018 um 08:54 Uhr)

  5. #9
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    Standard AW: Aggressionen wegen Jurastudium

    Zitat Zitat von glimmer_of_hope Beitrag anzeigen
    Nein, leider nicht. Und es sind mehrere Fächer, die nicht von allen Studenten besucht werden, d.h. sehr individuell besucht werden. D.h. ich müsste theoretisch von jedem Fach jemanden kennen.
    Ich finde es so schwer, eine Lerngruppe zu finden. Ich habe irgendwie immer Pech gehabt mit Kommilitonen, einer z.B. hat zu mir gesagt: "Du gehörst jetzt mir" und hat mich dann jahrelang von den anderen Studenten isoliert. Die andern paar die ich kenne haben das Studium abgebrochen, haben zusätzliche Semester eingelegt oder haben ganz andere Strategien.

    Gerade wegen dem Typen der mich besitzen wollte habe ich eine Angst entwickelt, ich hatte damals einfach Riesenpech, dass ich gerade einen Psychopathen angesprochen hatte und ihn fast nicht mehr loswurde.
    Deshalb habe ich Hemmungen, Leute anzusprechen, denn mit so jemandem will ich nie mehr zu tun haben.



    Ja, das sehe ich. Ich habe halt diese Angewohnheit, abends noch etwas Freizeit haben zu wollen und so 1-2 Stunden im Internet zu surfen. Nur um diese Uhrzeit habe ich meine Ruhe und kann nachdenken. Mein Rhythmus ist halt nicht so, wie es die Arbeitswelt haben müsste. Ich bin körperlich nicht gerade der robusteste, klar dass mein Körper sagt, dass er diese Schlepperei und Stresserei nicht mehr haben will.



    Wahrscheinlich nicht, aber manchmal habe ich so ein dickes Brett vor dem Kopf und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.



    Ich würde schon sagen, dass Jura etwas für mich ist, nicht zu 100%, aber vielleicht zu 70%. Es ist das Grosse und Ganze, das mich überfordert: z.B. wenn ich einen Text lesen muss, verstehe ich die einzelnen Sätze zwar schon, aber ich verstehe den Zusammenhang im Grossen und Ganzen nicht. Weil ich ein "Detaillist" bin. Das heisst, ich kann dir zwar sagen, was genau der Gesetzesartikel X aussagt, aber ich kann nicht sagen, was er in Zusammenhang mit der Realität bedeutet.
    Oder z.B. Rechtschreibefehler erkenne ich sofort, aber ich sehe die zentralen Fehler nicht.

    Zum Teil hat es auch damit zu tun, dass ich zu viel Fantasie habe und diese in der Juristerei nicht ausleben kann.

    Anderseits weiss ich, dass ich ein Mensch bin, der Sicherheit und Rituale braucht: Jura ist alles andere als sicher, weil man es nicht "berechnen" kann, wie sich ein Fall vor Gericht entwickeln wird. Theoretisch kann man ja über alles befragt werden, und da fühle ich mich überhaupt nicht sicher, ich bin nicht der Typ, der gut reden kann.

    Abbrechen...nach 8 Jahren Studium? Wenn man "nur" noch die finale Prüfung bestehen muss?

    Mir kam es jedenfalls so vor. Überhaupt, in letzter Zeit sehe ich so viele Hindernisse. Wahrscheinlich ist das "verzerrte Wahrnhehmung", aber ich habe das Gefühl, mir steht immer etwas oder jemand im Weg, und zwar mit der Absicht, mich nicht durchzulassen.
    z.B. fahre ich auf eine Kreuzung mit Rechtsvortritt zu, kommt in letzer Zeit immer ein Auto von rechts, wenn ich komme, schaltet die Ampel auf Rot, der Hausmeister steht genau dann im Weg, wenn ich mal wieder knapp dran bin, wenn ich etwas vermeiden will, dann passiert gerade genau das et cetera et cetera...

    Ich hoffe, es war keine Gehirnerschütterung dabei. Aber du musst dich jetzt erst mal erholen!

    Also leider muss ich das mit dem "leider hat mich ein Psychopath angesprochen" doch relativieren. Warum lässt du es zu, dass der dich so isoliert? Warum nicht klare Kante zeigen und selbstbewusst auftreten?

    Ich bin mir nicht sicher, ob Jura das richtige für dich ist, wenn du Probleme mit dem Verständnis hast. Ich weiß schon, wie du das gemeint hast.

    Ich bin auch manchmal verpeilt, dann ist ein Tag komplett in die Hose gegangen und man fühlt sich unkoordiniert und ungeschickt. Aber man sollte solche "Unglücksfälle" mit roter Ampel usw. schon ein bisschen gelassener sehen.

    Versuch doch jetzt mal die Zwangspause zu nutzen und etwas auszuspannen.

  6. Für den Beitrag dankt:


  7. #10
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    Standard AW: Aggressionen wegen Jurastudium

    Zitat Zitat von glimmer_of_hope Beitrag anzeigen
    Es ist das Grosse und Ganze, das mich überfordert: z.B. wenn ich einen Text lesen muss, verstehe ich die einzelnen Sätze zwar schon, aber ich verstehe den Zusammenhang im Grossen und Ganzen nicht. Weil ich ein "Detaillist" bin. Das heisst, ich kann dir zwar sagen, was genau der Gesetzesartikel X aussagt, aber ich kann nicht sagen, was er in Zusammenhang mit der Realität bedeutet....

    ....ich bin nicht der Typ, der gut reden kann.
    Das alles spricht nicht dafür, dass Jura das richtige für dich ist. Ein deutlich überdurchschnittliches Textverständnis, eine hoch ausgeprägte Sprachkompetenz und die Fähigkeit, große Mengen komplizierter Texte (Gerichtsurteile, Kommentare, Fachaufsätze) schnell zu lesen, zu verstehen, zu abstrahieren und einen konkreten Lebenssachverhalt unter abstrakte Begriffsdefinitionen zu subsumieren, sich selbst zu organisieren und Strukturen zu entwickeln, sind bei Jura das A und O. Und bei alledem muss man noch in der Lage sein, den Überblick zu bewahren und das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Ich bin selbst Volljuristin, und zwar seit (fast auf den Tag genau) 25 Jahren. Ich weiß, wovon ich rede.

    Wie wäre es denn, wenn du angesichts der hohen Semesterzahl das 1. Staatsexamen einfach mal versuchen würdest? Falls du durchfällst, hast du es dann wenigstens versucht. Solltest du es nur knapp bestehen, hättest du wenigstens einen Studienabschluss, der es dir leichter machen würde, beruflich umzusatteln. Viele Juristen machen später etwas Atypisches, gehen z.B. in den Journalismus oder auch in die Politik. Eine andere Alternative wäre ein Fachhochschulstudium für den gehobenen Dienst in der allgemeinen inneren Verwaltung. In einem Fachhochschulstudium wird mehr Struktur von außen vorgegeben; denn es ist viel verschulter als ein Jurastudium, und das brauchst du offenbar. Leute, die nicht in der Lage sind, komplizierte Texte zu strukturieren und Zusammenhänge zu erkennen, sondern die sich statt dessen in Details verzetteln, sind für Jura ungeeignet.

    An deiner Stelle würde ich entweder einmal den Abschluss versuchen (allerdings ohne mich unter Druck zu setzen, ihn unbedingt schaffen zu müssen) oder mich bei der Studienberatung nach Alternativen erkundigen und Jura dann aufgeben. Zu oft habe ich erlebt, dass jemand, der mit Jura überfordert war, psychisch krank geworden ist bis hin zur Schizophrenie. Einen ganz besonders traurigen Extremfall habe ich in meiner engsten Verwandtschaft. Leben komplett ruiniert, krankheitsuneinsichtig, daher nicht therapierbar, in keiner Weise mehr erwerbsfähig, lebt von Sozialhilfe in einer kleinen Sozialwohnung. Sie konnte als Kleinkind bereits mit vier Jahren lesen, war einmal eine gute, für Deutsch und Fremdsprachen sehr begabte Schülerin, fröhlich, phantasievoll, hatte viele Freunde. Davon ist nichts mehr übrig geblieben. Zum Heulen.

    Lass' du es bitte nicht so weit kommen. Es gibt auch noch andere interessante Berufe als juristische, und der Druck, Texte schnell zu erfassen und seine Arbeit selbst zu organisieren und zu strukturieren, wird im Beruf keineswegs geringer als im Studium. Im Gegenteil: Jura ist und bleibt anspruchsvoll und anstrengend. Auch der Konkurrenzkampf wird bleiben. Es wird auch in den juristischen Berufen geblufft und intrigiert. Egal ob in Kanzleien, an Gerichten oder in Behörden. Wer das nicht mag und auch nicht praktiziert - wie ich zum Beispiel -, muss sich damit abfinden, dass er über eine bestimmte Karrierestufe nicht hinauskommen wird. Bei der Verteilung von Fleißkärtchenarbeiten, sorgfältiger Filigranjuristerei, die den Großschnauzen mangels Karriereträchtigkeit keinen Spaß macht, ist man aber sehr gefragt. Bescheidenheit ist bei Juristen keine Zier. Nun gut, ich habe trotzdem mein gutes Auskommen und habe auf jeden Fall deutlich mehr erreicht, als wenn ich nicht studiert hätte. Aber angenehm ist es dennoch nicht, immer mal wieder damit konfrontiert zu werden, dass andere, die in den meisten Fällen weiß Gott keine besseren Juristen sind, an einem vorbeiziehen, weil sie extravertierter sind, vor Vorgesetzten und Kollegen eine Selbstdarstellungshow abziehen, schon aus einer Akademikerdynastie (oft wiederum Juristen) stammen, wissen, wie man auftreten und mit wem man sich "vernetzen" muss, und die skrupellos, teils plump, teils auf sehr subtile Art und Weise, die Ellenbogen ausfahren.

    Andererseits werden heute Leute für Ausbildungsstellen wieder händeringend gesucht, da hast du auch als älteres Semester noch eine gute Chance. Es gibt Leute, die bewerben sich noch in ihren Dreißigern oder sogar mit Anfang 40 erfolgreich auf Ausbildungsstellen.
    Geändert von Hazelnut (19.12.2018 um 23:03 Uhr)

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