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Thema: Mogelpackung soziale Studiengänge

  1. #1
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    Standard Mogelpackung soziale Studiengänge

    Ich habe ein soziales Fach studiert (Sozialpädagogik 5 Jahre) und würde gern wissen, ob das hier noch jemand so empfindet.
    Meine Schwester ist etwas älter und hat damals Erzieherin gelernt.
    Sie hatte in ihrem Erzieherjobs wenn ich mir meine zurückliegenden Arbeitsstellen ansehe, teilweise sehr viel bessere Konditionen als ich.
    Das geht damit los, dass sie Vollzeit arbeiten konnte und stets nach Tarifvertrag bezahlt wurde und auch nie gekündigt wurde. Ich dagegen hatte nach 5 Jahren Studium meist nur befristete Stellen, die schlecht bezahlt wurden und befristet waren.
    Ich gönne es meiner Schwester von ganzem Herzen, aber ich möchte an diesem Beispiel zeigen, dass das doch irgendwie nicht sein kann und andere damit wachrütteln.

    Ich halte soziale Studiengänge mittlerweile für eine Mogelpackung.

    Selbst Vollzeitabsolventen bekommen häufig nicht mehr als ein Erzieher. Das ist doch unfair, oder nicht?

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  3. #2
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Bonsoir Beitrag anzeigen
    Ich halte soziale Studiengänge mittlerweile für eine Mogelpackung.

    Selbst Vollzeitabsolventen bekommen häufig nicht mehr als ein Erzieher. Das ist doch unfair, oder nicht?
    Das ist keine Mogelpackung oder ist es verbindlich. dass man nach dem Studium eine Vollzeitstelle bekommt? Wenn kein Bedarf besteht gibt es keine Jobs. Deine Schwester ist da klüger, Erzieherinnen werden gesucht und finden auch leicht Stellen.
    Es scheint mir, dass der Versuch der Natur, auf dieser Erde ein denkendes Wesen hervorzubringen, gescheitert ist.(M.Born)

  4. Für den Beitrag danken: Kerstin1976, weidebirke

  5. #3
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Ist doch bei zig geisteswissenschaftlichen Studiengängen auch so. Sowas studiert man aus Leidenschaft und nicht weil man auf gute Arbeitsverhältnisse aus ist. Unfair? Irgendwie schon, irgendwie nicht. Es wird einem schon so einiges vorgegaukelt, das stimmt. Aber die Erfahrungen, die andere machen, sind ja dennoch allgemein bekannt.
    Be kind to everyone. You never know what battles they are facing. Life is too short to spread hate

    low quality -> low self esteem -> low energy -> low quality -> low self esteem -> low..

  6. Für den Beitrag dankt: Kerstin1976

  7. #4
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Das ist keine Mogelpackung oder ist es verbindlich. dass man nach dem Studium eine Vollzeitstelle bekommt? Wenn kein Bedarf besteht gibt es keine Jobs. Deine Schwester ist da klüger, Erzieherinnen werden gesucht und finden auch leicht Stellen.
    Dann schaue dir mal an, wie viele Erzieher auf Teilzeitstellen arbeiten und das ungewollt. Es gibt in keinem Job eine Garantie auf Vollzeitstellen. Komisch, warum gibt dann die Agentur für Arbeit einen wachsenden Bedarf für Sozialpädagogen an? Ich hab die Prognose hier vor mir liegen. Ich hab spaßenshalber gestern im Rahmen meiner Beratungstätigkeit an Schulen nachgeforscht, wie viele arbeitslose Sozis auf eine Stelle kommen, weil ein Mädchen Abi machen, studieren und Sozialarbeiterin werden wollte. Ich hab mir schnell auf die Zunge gebissen und wollte schon sagen, dass es momentan gut aussieht. Dann bin ich bei der Jobbörse mal auf Arbeitgeber suchen Arbeitnehmer gegangen und war erschrocken. Wenn auf einen Sozialarbeiter 20 offene Stellen kommen laut Arbeitsamt, dann muss ich mir doch die Frage stellen, warum die Bundesagentur für Arbeit 20 Seiten von arbeitslosen Sozialpädagogen aufweist.


    Ist doch bei zig geisteswissenschaftlichen Studiengängen auch so. Sowas studiert man aus Leidenschaft und nicht weil man auf gute Arbeitsverhältnisse aus ist. Unfair? Irgendwie schon, irgendwie nicht
    .

    Bei den Geisteswissenschaftlern ist es ja noch schlimmer. Die studieren und haben danach oftmals gar keine Arbeit. Es sollte solche Studiengänge überhaupt nicht geben.


    Es wird einem schon so einiges vorgegaukelt, das stimmt. Aber die Erfahrungen, die andere machen, sind ja dennoch allgemein bekannt.
    Kann ich nicht bestätigen. In 5 Jahren Studium hat mir nicht ein Prof von den prekären Bedingungen der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik berichtet. Warum auch, für die Professoren wäre es existenzschädigend. Jeder ahnungslose Student sichert ihnen die Arbeit. Erstmals von meinen Einkommensverhältnissen gehört habe ich im Praktikum im 5. Semester. Die Wahrheit ist doch die: Würden Profs und Dozenten mit offenen Karten spielen, wären die Unis und Hochschulen in manchen Studiengängen leer.Dazu kommt noch das Alter, denn mit 18 oder 20 lebt man oft für den Moment und nicht für das was in 20 Jahren ist.Davor bin ich getreu der Devise: Hauptsache es bringt Spaß vorgegangen und bin meinen Eltern bis heute noch dankbar, dass sie mich naiv wie ich damals war von Kunstgeschichte oder von einem Studiengang des Kreativen Schreibens abgehalten haben. Nochmal würde ich es nicht studieren. Hätte dann gleich Erzieherin gelernt und mir das Abi und Studium gespart. Erschreckend ist, dass Erzieherinnen in vielen Gegenden genauso viel wie Sozialpädagogen, Erziehungswissenschaftler und was es da nicht noch alles gibt, bekommen. Von Kommilitonen hat man dazu nie etwas gehört. Wie auch? Die, die noch studieren wissen nicht was andere bekommen und die anderen, die schon arbeiten, gehen mit Informationen selbst sparsam um, aus Angst ihre eigene Stelle zu verlieren.

    Eine Mogelpackung finde ich schon, dass die gleichen Stellen im Netz neben Sozialpädagogen auch für Erzieher ausgeschrieben sind. Wir reden hier von den gleichen Stellen!!! Wenn man keinen Unterschied macht, warum bietet man dann solche Studiengänge an? Damit die Professoren Arbeit haben? Ich kann an dieser Stelle nur jedem ans Herz legen sich zu überlegen, ob man Sozialpädagogik/Erziehungswissenschaften oder Bildungswissenschaften studiert. In meinen Augen ist es eine Mogelei, da Erzieher das gleiche Geld wenn nicht sogar mehr bekommen, man bei den Stellenausschreibungen die Stellen direkt an Sozialarbeiter und Erzieher adressiert.
    Geändert von Bonsoir (14.12.2018 um 13:01 Uhr)

  8. Für den Beitrag danken: gigi2, pecky-sue

  9. #5
    earlywinter
    Gast

    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Bonsoir Beitrag anzeigen
    Ich habe ein soziales Fach studiert (Sozialpädagogik 5 Jahre) und würde gern wissen, ob das hier noch jemand so empfindet.
    Meine Schwester ist etwas älter und hat damals Erzieherin gelernt.
    Sie hatte in ihrem Erzieherjobs wenn ich mir meine zurückliegenden Arbeitsstellen ansehe, teilweise sehr viel bessere Konditionen als ich.
    Das geht damit los, dass sie Vollzeit arbeiten konnte und stets nach Tarifvertrag bezahlt wurde und auch nie gekündigt wurde. Ich dagegen hatte nach 5 Jahren Studium meist nur befristete Stellen, die schlecht bezahlt wurden und befristet waren.
    Ich gönne es meiner Schwester von ganzem Herzen, aber ich möchte an diesem Beispiel zeigen, dass das doch irgendwie nicht sein kann und andere damit wachrütteln.

    Ich halte soziale Studiengänge mittlerweile für eine Mogelpackung.

    Selbst Vollzeitabsolventen bekommen häufig nicht mehr als ein Erzieher. Das ist doch unfair, oder nicht?
    Es gibt Studiengänge, die studiert man nur wenn man viel Geld hat oder kein Problem damit hat arbeitslos zu sein.
    Soziale Studiengänge gehören da leider mit dazu.

    Wenn du jetzt nicht grade einen top Lebenslauf und bomben Kontakte hast, wird's schwierig auf dem Arbeitsmarkt.

    Letztendlich ist es wichtig dass du glücklich bist mit deinem Job bist du das?

    Wegen den befristeten Stellen. Also viele Studenten bekommen nach dem Abschluss erstmal befristete Verträge, das is normal.
    Deine Schwester hat vielleicht einfach nur Glück gehabt

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