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Thema: Mogelpackung soziale Studiengänge

  1. #6
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Fadi Beitrag anzeigen
    Es gibt Studiengänge, die studiert man nur wenn man viel Geld hat oder kein Problem damit hat arbeitslos zu sein.
    Soziale Studiengänge gehören da leider mit dazu.

    Wenn du jetzt nicht grade einen top Lebenslauf und bomben Kontakte hast, wird's schwierig auf dem Arbeitsmarkt.

    Letztendlich ist es wichtig dass du glücklich bist mit deinem Job bist du das?

    Wegen den befristeten Stellen. Also viele Studenten bekommen nach dem Abschluss erstmal befristete Verträge, das is normal.
    Deine Schwester hat vielleicht einfach nur Glück gehabt
    Diese Meinung teile ich auch.
    Mein Abi machte ich Anfang der 90er. Aber selbst damals bei uns war das schon so, daß Geistes- und soziale Studiengänge "brotlose" Fächer waren, die vornehmlich studiert worden sind als Verlegenheitsstudium oder von Leuten, die von vorneherein etwas weltfremd waren oder bei denen es finanziell eben nicht ankam, ob später entsprechendes Geld verdient werden kann.
    Zu verlangen, daß man während Studiums von den Profs darauf hingewiesen wird, wie die Arbeitsmarktlage aussieht, ist schon ein Stück dreist. Hattet ihr denn in der Schule keine Studienberatung, keine Uni-Schnuppertage oder so? Studien- und Berufsberatung ist doch das A und O in der Kollegstufe (neben dem Unterricht natürlich).
    Ein Schulfreund von mir hatte zwei Studiengänge: Romanistik und Philosophie. Er wusste, was er will, hat sein Studium in Lichtgeschwindigkeit durchgezogen und arbeitet heute im Staatsarchiv. Ein bombensicherer Job bis zur Rente und gar nicht schlecht bezahlt.

    Ein Grund, warum studierte Sozialpädagogen gegenüber Leuten aus Ausbildungen ganz klar im Nachteil sind (und das ist oft so): Ausbildung ist praxisbezogener, Studenten kommen aus der Theorie...und mit Theorie kann man im Arbeitsalltag ganz schlecht punkten, außer man ist theoretischer Physiker oder so.

    Merkst Du das eigentlich an Dir selbst nicht? Bitte bekomme es nicht in den verkehrten Hals, ich will Dich nicht niedermachen. Aber im Forum "Beruf" schreibst Du von einem Fall (nicht arbeitslos melden), bei dem Du als Berater eigentlich aus dem FF wissen müsstest, was dann passiert und was auf die junge Dame zukommt. Es ist ja kein außergewöhnlicher Fall.

    Edit: Bevor ich Schmarrn erzähle, mein Schulfreund hat im Erststudium Romanistik und Geschichte studiert, Philosophie später aufgesattelt.
    Geändert von Eton (14.12.2018 um 17:09 Uhr)

  2. Für den Beitrag danken: Biddi, finnie

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  4. #7
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Eton Beitrag anzeigen
    Diese Meinung teile ich auch.
    Mein Abi machte ich Anfang der 90er. Aber selbst damals bei uns war das schon so, daß Geistes- und soziale Studiengänge "brotlose" Fächer waren, die vornehmlich studiert worden sind als Verlegenheitsstudium oder von Leuten, die von vorneherein etwas weltfremd waren oder bei denen es finanziell eben nicht ankam, ob später entsprechendes Geld verdient werden kann.
    Zu verlangen, daß man während Studiums von den Profs darauf hingewiesen wird, wie die Arbeitsmarktlage aussieht, ist schon ein Stück dreist. Hattet ihr denn in der Schule keine Studienberatung, keine Uni-Schnuppertage oder so? Studien- und Berufsberatung ist doch das A und O in der Kollegstufe (neben dem Unterricht natürlich).
    Ein Schulfreund von mir hatte zwei Studiengänge: Romanistik und Philosophie. Er wusste, was er will, hat sein Studium in Lichtgeschwindigkeit durchgezogen und arbeitet heute im Staatsarchiv. Ein bombensicherer Job bis zur Rente und gar nicht schlecht bezahlt.

    Ein Grund, warum studierte Sozialpädagogen gegenüber Leuten aus Ausbildungen ganz klar im Nachteil sind (und das ist oft so): Ausbildung ist praxisbezogener, Studenten kommen aus der Theorie...und mit Theorie kann man im Arbeitsalltag ganz schlecht punkten, außer man ist theoretischer Physiker oder so.

    Merkst Du das eigentlich an Dir selbst nicht? Bitte bekomme es nicht in den verkehrten Hals, ich will Dich nicht niedermachen. Aber im Forum "Beruf" schreibst Du von einem Fall (nicht arbeitslos melden), bei dem Du als Berater eigentlich aus dem FF wissen müsstest, was dann passiert und was auf die junge Dame zukommt. Es ist ja kein außergewöhnlicher Fall.

    Edit: Bevor ich Schmarrn erzähle, mein Schulfreund hat im Erststudium Romanistik und Geschichte studiert, Philosophie später aufgesattelt.
    Man kann eigentlich jeden Studiengang schönreden - wenn man z. B. nach "Kunststudiengängen" und "Arabistik" googlet, werden einem die schönsten Dinge angepriesen.
    Die Realität sieht aber oft so aus: Arbeitsamt!

    Wir haben in unserer Stadt drei große Fakultäten, die aber insgesamt einen Namen haben: Wirtschaft, Technik und Gestaltung. Letzteres wird von unserern Profs ziemlich stiefmütterlich behandelt. Einer meinte sogar mal, die seien etwas "anders" - er wollte damit nichts anderes sagen als: die haben eh keine Zukunft.

    Was sich erstmal bitter anhört, bewahrheitet sich halt auch oft. Mein Kumpel studierte Modedesign und arbeitet jetzt als Kassierer bei H&M in London. Wow, mega Karriere.

    Auf der anderen Seite hatte ich aber auch ein Vorstellungsgespräch bei einer großen Firma, wo ich von einer Psychologie-Praktikantin interviewt wurde, die dort im Personal arbeitet. Es ist also schon möglich, etwas draus zu machen... aber das ist halt ein Fall von 1 aus 100.

    Ich interessiere mich auch brennend für Kunst, Gestaltung und Design - aber bei den Internetseiten der Unis (eine HS gibt's dafür nicht mal) wird man so indirekt gewarnt, es werden einem auch Hürden gestellt zb in Form von Arbeitsmappen.

    Am besten ist es tatsächlich, Interessen mit Fächern zu verbinden, mit denen man im Zweifelsfall doch noch die Kurve bekommen kann: zb Psychologie + BWL = Wirtschaftspsychologie etc.

    Es ist selbst schwer für Leute, die zukunftssichere Fächer studieren - bei denen is au nix garantiert. Und wenn da jemand kommt, der was studiert, das er nicht mal in DE wirklich ausüben kann... naja.

  5. #8
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Bonsoir Beitrag anzeigen
    Kann ich nicht bestätigen. In 5 Jahren Studium hat mir nicht ein Prof von den prekären Bedingungen der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik berichtet. Warum auch, für die Professoren wäre es existenzschädigend. Jeder ahnungslose Student sichert ihnen die Arbeit. Erstmals von meinen Einkommensverhältnissen gehört habe ich im Praktikum im 5. Semester. Die Wahrheit ist doch die: Würden Profs und Dozenten mit offenen Karten spielen, wären die Unis und Hochschulen in manchen Studiengängen leer.Dazu kommt noch das Alter, denn mit 18 oder 20 lebt man oft für den Moment und nicht für das was in 20 Jahren ist.
    Das ist richtig und in dem Punkt wollte ich dir auch zustimmen, als ich schrieb, dass einem durchaus etwas vorgegaukelt wird. Auf die Unis, Professoren und Informations..Werbeseiten darf man sich nicht verlassen. Aber es gibt ja noch andere, richtige Informationsquellen. Hört man sich im Umfeld um, sucht nach Erfahrungsberichten oder schaut in entsprechenden Foren, dann findet man recht schnell heraus, was sich lohnt und was nicht. Nicht in jedem Einzelfall. Aber dass viele geisteswissenschaftliche Studiengänge nix bringen, das wusste ich auch schon direkt nach dem Abi.

    Aber:

    Zitat Zitat von Bonsoir Beitrag anzeigen
    Hätte dann gleich Erzieherin gelernt und mir das Abi und Studium gespart.
    Das Abi halte ich für die größte Mogelpackung überhaupt und da wird man als Kind ja quasi reingesteckt. Man soll bloß sein Abi machen, obwohl es nix bringt und somit schön seine Zeit verschwenden. Und das wird leider auch noch außerhalb der Schule ständig empfohlen.
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  6. #9
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Das ist richtig und in dem Punkt wollte ich dir auch zustimmen, als ich schrieb, dass einem durchaus etwas vorgegaukelt wird. Auf die Unis, Professoren und Informations..Werbeseiten darf man sich nicht verlassen. Aber es gibt ja noch andere, richtige Informationsquellen. Hört man sich im Umfeld um, sucht nach Erfahrungsberichten oder schaut in entsprechenden Foren, dann findet man recht schnell heraus, was sich lohnt und was nicht. Nicht in jedem Einzelfall. Aber dass viele geisteswissenschaftliche Studiengänge nix bringen, das wusste ich auch schon direkt nach dem Abi.
    Genau. Man sollte immer auf echte Erfahrungsberichte schauen, nicht auf Werbungen.

    Bpsw. heißt es bei uns immer: Praktikum in einem Konzern machen kommt gut.
    Aber qualitativ sind diese Praktika fürn A....

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Das Abi halte ich für die größte Mogelpackung überhaupt und da wird man als Kind ja quasi reingesteckt. Man soll bloß sein Abi machen, obwohl es nix bringt und somit schön seine Zeit verschwenden. Und das wird leider auch noch außerhalb der Schule ständig empfohlen.
    Na ja, was heißt Mogelpackung. Das Abitur ist heutzutage wirklich nichts Besonderes, aber Weiterbildung schadet ja nicht.

  7. #10
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    Standard AW: Mogelpackung soziale Studiengänge

    Zitat Zitat von Johnny_B Beitrag anzeigen
    Das Abi halte ich für die größte Mogelpackung überhaupt und da wird man als Kind ja quasi reingesteckt. Man soll bloß sein Abi machen, obwohl es nix bringt und somit schön seine Zeit verschwenden. Und das wird leider auch noch außerhalb der Schule ständig empfohlen.
    Da bin voll auf Deiner Seite.
    Das war es, länderbezogen gesehen, auch schon vor 25 Jahren. Wir (Bayern) haben in 13/2 im Bio-gk eine Klausur geschrieben, die eigentlich das Abi des Bio-LK 1988 von Niedersachsen war. Oder war es Hamburg? Ich weiß es nicht mehr 100%. Wir hatten dazu 1,5 Stunden Zeit. Die Abiturienten dort die doppelte.
    Wir hatten in unserem Grundkurs einen besseren Schnitt als unsere "Vorgänger" dort im Abi.
    Das Abi in Bayern war viel schwerer. Jetzt war es aber so, daß NC-Studiengänge wie Medizin per ZVS verteilt wurden, was an unseren Hochschulen zu kulturellem Kennenlernen geführt hat.
    Es gab auch Gymnasien (meines auch), daß solche Leistungskurse wie Sport, Musik oder Kunst gar nicht zugelassen hat. Es ist nämlich in der tat so, daß man in einem solchen Fach Punkte für einen guten Schnitt sammelt, das nichts, aber auch gar nichts, mit der Befähigung zu einem Hochschulstudium zu tun hat.
    Und was heute aus den Gymnasien oder zeitversetzt den Hochschulen kommt...oh Gott. Da muß man (sehr) gut sein, um einen wirklich guten Job zu bekommen. Mit was könnte das zu tun haben?
    Heute kommen Kids aus dem Gymnasium, die ein Manual brauchen, um ohne Hilfe eine nasse Zeitung zu zerreißen. Das ist KEIN Witz. Der Lebendbeweis wurde mehrfach erbracht.

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