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Thema: Ein Jahr nichts gemacht

  1. #1
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    Standard Ein Jahr nichts gemacht

    Hallo an alle

    Freue mich über jede Antwort und Hilfestellung, da ich nicht aus dem Loch rauskomme.

    Zur Situation: Mein erstes Studium habe ich nach vier Jahren ohne Abschluss diesen Sommer abgebrochen. Während den ersten drei Jahren habe ich noch studiert, aber das vierte nichts mehr zu den Vorlesungen gegangen und nur noch im Internet gegammelt bis fünf Uhr morgens, entsprechend den Tag verschlafen. Geistigen Input gab es fast keinen, da mein Exfreund mit mir nicht über wissenschaftlichen Themen reden wollte und konnte. Jetzt im Architekturstudium merke ich, dass mir die Sachen nicht mehr so zufliegen wie früher, zum einem wegen fehlender Motivation, zum anderen wegen Depression und zum anderen, weil ich mir das Denken nicht mehr zutraue. Fühle mich im Vergleich zu den Anderen (Schnitt:21 Jahre) zu alt und habe Komplexe. Außerdem habe ich massive Ängste wegen den Älterwerden und anstatt mich auf das Studium zu konzentrieren, forsche ich ständig nach wissenschaftlichen Methoden für das ewige Leben... Verrückt. Dabei sollt ich doch froh, so eine einmalige Chance erhalten zu haben, die außerdem meinen Fähigkeiten und Interessen entspricht. Aber ich kann mich nicht freuen.
    Hab zudem mit Ex eine Woche vor Studium Schluss gemacht.

    Was soll ich machen, um wieder lernen zu können? Abgesehen vom Psychiater. Zu dem gehe ich schon hin.

    Liebe Grüße und Hilferufe, Sanskrit

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  3. #2
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    Standard AW: Ein Jahr nichts gemacht

    Hey

    Also der erste Gedanke, der mir natürlich kommt, ist folgender: Möglicherweise hast du noch nicht das optimale Studium gefunden.
    Lass dich doch einmal von einer Beratungsstelle an deiner Uni beraten, ich studiere jetzt auch schon vier Jahre und lerne noch immer Leute kennen, bei denen ich mir dann denke "Das kann man hier auch studieren?!" Meistens hat man keine wirkliche Ahnung, was alles angeboten wird. Natürlich kannst du dich auch auf der Seite von deiner Uni informieren, ich würde aber zu einem direkten Beratungsgespräch neigen, da können dir Studenten wirkliche Auskünfte über ihr Studium liefern.

    Ich habe ja keine Ahnung wie alt du bist, aber in den Seminaren, die ich besuche (studiere Philosophie und Germanistik) sitzen einige Leute, die eindeutig nicht frisch aus der Schule hereingeschneit sind und (warum sollte es auch nicht so sein) sich in ihren Leistungen nicht unterscheiden - es hängt nicht vom Alter ab, wie erfolgreich man vorankommt.
    Ich besuchte auch eine Vorlesung bei einem erstklassigen Professor, der zuerst in die Lehre ging und lange in der Metallbranche gearbeitet hat, dann die Matura nachholte und ab auf die Uni ist. Also was das betrifft, brauchst du dir wirklich keinen Kopf machen.

    Komm raus aus dir, informier dich, sprich mit Leuten und versuche, Kontakte mit engagierten Leuten zu knüpfen, vielleicht spornt dich das ja an

    LG und viel Erfolg

  4. #3
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    Standard AW: Ein Jahr nichts gemacht

    Also das Alter ist es nicht. War selbst erst mit deutlich über 30 fertig, da zweiter Bildungsweg und lange gearbeitet. Und bin jetzt Dozent an der Uni und viele meiner Studierenden sind so alt wie ich oder älter... (unterrichte ein Mangelfach, welches fertige Lehrer oft nachstudieren),
    die sind durch die Bank gute Studierende. Deine Privatleben darf sich nicht so auf Deine Arbeit auswirken, später im Berufsleben geht das auch nicht. Denk´ Dir einfach, dass Du nicht die Freitheit der Wahl hast, den ganzen Tag rumzugammeln, sondern dass da ein böser Chef im Nacken sitzt....

  5. #4
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    Standard AW: Ein Jahr nichts gemacht

    Warum ist dein Exfreund Schuld, dass du geistig abgebaut hast? Er ist nicht für deine geistige Entfaltung zuständig. Das ist zwar super, wenn man sich mit seinem Freund auch auf intellektueller Ebene gut versteht. Aber man baut nicht ab, nur weil man mit dem Partner das nicht bespricht, sondern weil man einfach nicht für das Studium lernt und sich nicht weiterbildet. Den Schuh muss man sich selbst anziehen. Nützt halt nix.

    Ist genauso wie Auto fahren, nach einer Weile hat man das Gefühl es nicht mehr richtig zu können, fährt man länger nicht mehr. Daran ist aber nicht der Beifahrer Schuld. Man ist einfach lange nicht mehr Auto gefahren und muss sich dann wieder ans Steuer setzen und auf einem Parkplatz oder Übungsplatz nochmal auffrischen. Ist aber leichter als wenn man bei 0 anfängt.

    Das A und O ist meiner Meinung nach - Struktur und Disziplin. Kommt man aus seinem Rhythmus raus muss man ihn wieder neu lernen, bzw. neu einstudieren. Morgens aufstehen, zur Uni, nach der Uni aufarbeiten, Folien abarbeiten, etc. Dafür muss man sich aber auch den intrinsischen Motivator einschalten "Halt, du guckst jetzt nicht im Internet irgendwas sinnloses an. Du machst das jetzt!"

    Dann kommt man auch wieder in den Unistoff rein. Ist man wieder in der Lernstruktur kann man sich auch wieder besser mit den Inhalten auseinandersetzen und sie herausarbeiten.
    “Of course I'm sane, when trees start talking to me, I don't talk back.”
    ― Terry Pratchett

  6. #5
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    Standard AW: Ein Jahr nichts gemacht

    Hallo, hier noch mal die Fragestellerin.

    1.) Ich bin 23 Jahre alt. Was mir panische Angst macht, ist die Tatsache, dass man ab einem bestimmten Alter aus der Jugend raus ist und schon eine Persönlichkeitsbildung durchlaufen hat, da biologische Tatsache. Auch, dass das Leben endlich ist und mir die Möglichkeit genommen wurde, meine Jugend auszuleben (reisen, offen anziehen, verschiedene Sachen ausprobieren...) und sich positiv zu prägen, verbittert mich. Siehe Depression. Niemand wird mir jemals wieder diese Unbeschwertheit und Neugierde, die ich mit 18 hatte, zurückgeben können, weil zu vieles passiert ist. Gäbe es die Möglichkeit, diese fünf Jahre zu vergessen und sich zu verjüngen, ich würde es sofort tun.

    2.) Doch, das Studium ist das richtige. Es erfüllt alles, was ich mir jemals gewünscht habe: Kreativ sein, denken, forschen, mit offenen Blick durch die Welt gehen können, verspielt sein und erschaffen... Natürlich auch das basteln und Häuschen bauen Wir können auch in andere Fakultäten gehen und dort beobachten, wie Forschung betrieben wird. Deshalb bin ich auch so wütend, vier Jahre vergeudet zu haben, in denen ich hätte meine Fähigkeiten entfalten können und Anerkennung und Gemeinschaft erfahren zu können. Wütend vor allem auf mich selber, weil ich von meinem Weg abgekommen bin.

    3.) Exfreund ist schuld, weil er mich komplett eingenommenen und unterdrückt hat. Wenn ich was machen wollte/gemacht habe, was ihm nicht passte, meckerte/schmollte er und machte mich für meine Offenheit und Neugierde runter. Wenn ich gelernt habe, hat er mich ständig gestört und wollte Aufmerksamkeit. Gab ich keine, machte er Terror. Gleichzeitig hat er selber nichts getan (pseudo-studiert, in Wahrheit gegammelt). Irgendwann verfiel ich in Depression und hörte selber auf etwas zu machen. Sogar fast nicht mehr rausgegangen. Nicht mehr gedacht, nichts mehr anregendes gelesen. Degeneriert. Er fand es natürlich toll, da er mich für sich komplett alleine hatte. Am Ende bin ich ausgerastet und habe mich befreit. Jetzt versuche ich gesund zu werden und habe aber Angst vor dem Altern. Gäbe es die Möglichkeit, wieder körperlich, geistig und seelisch in die Pubertät zu kommen, ich würde es tun und dann möglichst lange unbeschwert von so einem A[****]loch meinen Tätigkeiten als Architektin nachgehen.

    Kann man man nach so etwas überhaupt noch geistige Höhenflüge erreichen? Hab panische Angst davor, nichts mehr gutes leisten zu können.
    Geändert von Yannick (20.02.2019 um 13:34 Uhr) Grund: Ausdrucksweise

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