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Thema: Die Nase hoch, das Hirn unten

  1. #1
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    Standard Die Nase hoch, das Hirn unten

    Ich muss mal erzählen, dass mir von meinen Kommilitonnen gewaltig auf den Senkel geht.

    Wir kennen uns jetzt 3 Wochen durch die Erstsemesterwoche.
    Am Anfang ging es nur ums saufen und man hat sich in der WhatsApp-Gruppe ständig dazu irgendwo verabredet.
    Ich habe das einfach ignoriert.

    Diese Gruppe wurde aber eigentlich dazu gegründet, sich mit dem Studiumsthema Jura zu befassen.

    Nun dachte ich, wenn man in der Gruppe nach Parties und Sauftouren fragen kann, dann kann man ja auch mal fragen,
    ob jemand weiß, wo man Nebenjobs bekommt, warum meine Adresse noch nicht anerkannt worden ist und ob sich jemand mit dem Bafög auskennt.
    Das gehört schließlich auch zum Studieren und auch teilweise zu Jura, je nach Themenschwerpunkt.

    Dann musste ich mir aber anhören, dass seien meine privaten Probleme und ich soll das alleine lösen, weil das keinen interessiere.


    Da ist mir einfach der Kragen geplatzt und ich habe in mehr oder weniger ähnlichen Worten geschrieben,
    dass ich mich nur für meine Behinderung (Autismus) entschuldigen kann (was ich laut Etikette nicht mal müsste).
    Ich habe erklärt, dass ich manche Sachen nicht wahrnehme, aber das ist ja laut denen schließlich mein Problem, deshalb bin ich darauf nicht weiter eingegangen, weil es eh keinen Zweck hätte.
    Das einzig harte, was ich wirklich geschrieben habe, war, dass ich keine Lust mehr habe mit Nichtautisten zu arbeiten, weil es immer dieselbe Aussage ist:"Das ist dein Problem."
    (Ja, mit psychisch Behinderten kann man so ja umgehen. Wenn jemand im Rolli sitzt, ist das aber politisch inkorrekt.)

    Dann habe ich noch geschrieben, dass BaföG kein persönliches Problem ist, sondern eigentlich ein Gesetz, dass Jurastudenten kennen sollten, weshalb eine Fallübung mal nicht schlecht wäre.

    Zum Schluss habe ich noch geschrieben, dass jemand ganz schön schwach sein muss, wenn er einen behinderten Komilitonnen niedermachen kann, aber sich von ihm die Studienverordnung vorlesen lassen muss, in der es um manche interessante Aspekte ging und dieser behinderte Kommiliton extra 5 Jahre auf Alkohol verzichtet hat und mit Drogensüchtigen in einen Becher gepinkelt hat, um nicht in eine Behindertenwerkstatt abgeschoben zu werden, weil er sich seinen Traum auf ein Studium und ein normales Leben nicht kaputt machen lässt.
    Aber als Nichtbehinderter dann dies nicht schaffen beweist eigentlich nur, dass eher der andere ein Problem hat.

    Da die Herrschaften das aber wahrscheinlich nicht sehr interessiert, habe ich auch das nicht weiter ausgeführt, sondern eine passende Verlinkung für etwaige Interesse hinzugefügt. Dann kann ja jeder selber entscheiden, was er damit macht.


    Zum Abschluss blieb mir leider nur noch zu sagen, dass ich den Damen und Herren mit meiner Behinderung nicht die Saufabende vermiesen möchte, weil einige Personen wohl eher ohne Menschen mit Behinderung besser gesellig trinken könnten. Sowas ist ja schließlich normal und damit menschlich korrekt.

    Dann habe ich die Gruppe verlassen, weil ich den typischen Verlauf eines solchen Mobbinganfangs zu genüge kenne.
    Bei etwaigen Fragen zum Studium wende ich mich nun an das Prüfungsamt, da diese Gruppe ihren Zweck m.E. verloren hat, wenn man darin keine Fragen bezüglich des Bafög stellen darf, wenn doch das Saufen interessanter ist.

    Nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, sich nicht verabreden zu dürfen, es geht darum wichtige Themen zu unterdrücken, die alle betreffen könnten. Bafög kriegen bestimmt fast alle, Wohnungswechsel haben auch 90% mitgemacht und ob jemand irgendwo Stellen kennt.

    Ich habe evtl. auch mal unwichtige Sachen reingeschrieben, aber dann dürfte man sich auch nicht mehr darin verabreden, sondern müsste das gesondert privat machen. Das gehört nämlich sicherlich auch nicht zum Studium.


    Ich weiß, die Leute hier betrifft das alle nicht.

    Aber mich würde mal interessieren, wie ihr meine Reaktion fandet (Bitte beachtet, dass die Gegenseite nicht nur aus feindlich gesinnten Leuten besteht, sondern ich nur auf einen Kommentar reagiert habe.).


    Zum Text:
    Den Namen habe ich gewählt, weil sie hochnäsig sind, aber im Kopf nichts außer Alkohol haben.
    Viele sind von der Sorte, die von Mami und Papi alles bekommen, aber selber nicht mal eine Dose öffnen können.
    Ich wusste zwar, dass das im Studium auf mich zukommt, aber gefallen lassen muss ich mir das nicht.

    Die besagte Person, die diesen Kommentar geschrieben hat, macht das Studium auch nur, weil ihre Mutter das so will. Es bedeutet ihr nichts. Ich nehm ihr das nicht übel, weil sie frisch von der Schule kommt, aber dass sie meine Belange als öde hinstellt, tangiert mich nun doch etwas zu sehr.

    Die fettgedruckten Sachen dienen nur dazu, etwas deutlicher rüber zu bringen, sind aber keine persönliche Ansprache.

    Ich habe mir dieses Studium hart erkämpft mit Abi nachmachen und Geld sparen.
    Meine Eltern haben nicht so viel Geld und das Gesetz sieht alles eben etwas anders via Brutto.
    Dies alles ist aber für mich kein Grund aufzugeben.
    Aufgeber sind für mich Idioten, weil sie sich selbst die Chance nehmen.


    PS: Sorry für kleine Schreibpatzer. Bin seit über fast 24 Stunden wach, weil ich wegen der Jobsuche um 4:30 Uhr aufstehen musste (schlechte Zugverbindung) und jetzt wieder nicht schlafen kann.
    Geändert von wgproblem (30.10.2018 um 02:25 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: Die Nase hoch, das Hirn unten

    Es hat gesessen.

    Die betreffende Person hat sich entschuldigt und alle, denen ich wichtig war, haben sich gemeldet.

    Der Rest kann mir gestohlen bleiben.

    Jetzt kann ich endlich in Ruhe meinen wohlverdienten Schlaf einnehmen.
    Ich habe heute Gott sei Dank frei und kann daher selber entscheiden, wann ich zur Bibliothek gehe.

  4. #3
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    Standard AW: Die Nase hoch, das Hirn unten

    Du kannst dich mit solchen patzigen Nachrichten sehr leicht ins Aus manövrieren. Ich weiß nicht, ob eine Whattsapp-Gruppe im Studium unbedingt nötig ist. Vielleicht war den meisten eigentlich eher wichtig, eine Party- und Sauf-Gruppe zu bilden. Wenn dir die Gruppe nicht passt, kannst du doch ohne Probleme da wieder raus.

    Auf deine Fragen hätte eigentlich nur jemand antworten sollen, der sich mit der Problematik Bafög usw. auskennt. Und wenn dann nur kommt "Das ist dein Problem" ist das ein bisschen schwach. Man hätte zumindest ein bisschen versuchen können, zu helfen, dann sagt man halt, dieses Amt ist dafür zuständig aber nachfragen musst du selber.

    Ich sehe da noch kein Mobbing, um ehrlich zu sein. Hilfsbereitschaft aber allerdings auch nicht. Warum du dann deinen Autismus anführst, erschließt sich mir nicht. Die Leute in der Gruppe haben einfach keinen Bock, sich mit den Problemen anderer zu befassen, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind. Wie gesagt, wie ich dich verstanden habe, kam als Reaktion von der Gruppe nur "Interessiert uns nicht. Ist dein Problem!"

    Es hat auch niemand Themen unterdrückt. Du musst für dich Sachen klären und die Gruppe war offensichtlich das falsche Forum dafür. Die Teilnehmer haben keinen Bock auf ernste Themen. Dann muss man halt einfach die Gruppe verlassen.

    Eine Entschuldigung kam jetzt wahrscheinlich vor allem deshalb, weil deine Nachricht in der Gruppe schon sehr heftig war. Aber wie gesagt: mit so einer Reaktion manövrierst du dich selbst ins Abseits. Ich weiß von meinem Studium noch (ist länger her), dass wir Gruppenarbeiten hatten und auch zusammen gelernt haben, da ist so eine Ansage nach 3 Wochen im Erstsemester schon ziemlich heftig.

  5. Für den Beitrag danken: Athanasia, Kerstin1976

  6. #4
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    Standard AW: Die Nase hoch, das Hirn unten

    bye the way, wg problem, zitat: aufgeber sind idioten...zitat ende. ich bin zwar ein idiot, aber nicht weil ich mal aufgegeben habe..

    finde, du hast da etwas überreagiert. manche nehmen das halt nicht so ernst und amüsieren sich lieber.
    Wie soll ich Wissen was ich meinte, bevor ich las was ich schrieb?

  7. #5
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    Standard AW: Die Nase hoch, das Hirn unten

    Zitat Zitat von wgproblem Beitrag anzeigen
    Dann musste ich mir aber anhören, dass seien meine privaten Probleme und ich soll das alleine lösen, weil das keinen interessiere.

    Da ist mir einfach der Kragen geplatzt und ich habe in mehr oder weniger ähnlichen Worten geschrieben,
    dass ich mich nur für meine Behinderung (Autismus) entschuldigen kann (was ich laut Etikette nicht mal müsste).
    Lt Etikette muß man sich aber auch nicht wegen jedem Scheiß die Selbstgerechtigkeit aus allen Poren tropfen lassen und sich auf eine Weltreise durchs Dramaland begeben.

    Sie hatten keinen Bock, sich mit deinen Themen zu beschäftigen. Punkt. Dass du Autist bist hat doch damit gar nichts zu tun. Man darf nämlich auch keinen Bock auf Themen haben, die auch nichtbehinderte Menschen aufgebracht haben.
    Wenn du allerdings weiterhin bei jeder Kleinigkeit die Opferkarte spielst, dann stehst du irgendwann tatsächlich alleine da. und zwar nicht, weil du Autist, sondern unsympathisch bist. Korrelation und Kausalität sollte man schon auseinanderhalten.

    Aufgeber sind für mich Idioten, weil sie sich selbst die Chance nehmen.
    Bissel eindimensional gedacht - auch das Scheitern muss gelernt sein und beherrscht werden können. Ich muss nicht jeden Mist durchziehen, wenn sich herausstellt, dass eine Entscheidung dann doch in die falsche Richtung geht.

  8. Für den Beitrag danken: finnie, Kerstin1976, Rose, Sofakissen, ~scum~

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