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Thema: Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

  1. #1
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    Standard Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

    Liebes Hilferuf-Forum,

    ich befinde mich gerade in einer ausbildungstechnischen Zwickmühle und weiß einfach nicht, welche Schritte ich nehmen soll.

    Um meine Situation zusammenzufassen:
    Ich bin 21 Jahre alt und studiere nun schon im fünften Semester "Film und Fernsehen" an einer staatlichen FH. Schon während des ersten Semesters musste ich feststellen, dass der Studiengang nichts für mich ist. Das Leben in der deutschen Filmindustrie ist leider die reinste Selbstzerstörung und eine Karriere der Selbstausbeutung.

    Damals wusste ich allerdings nicht, was meine Alternative wäre - in der Branche der Kreativen wollte ich ja bleiben, nur eben nicht im Film. Kurz darauf fiel ich dann in eine ziemlich ernste Depression und wurde hierfür bis Ende des dritten Semesters therapiert. Während dieser 18 Monate kam mir dann zwar, dass Kommunikationsdesign das perfekte Studium für mich wäre. Da ich in der Zeit aber im Kampf gegen meine Depression war, habe ich mich meiner Gesundheit zuliebe gegen einen wechsel entschieden. Immerhin hätte mich das wahrscheinlich umgebracht.

    Im vierten Semester kam dann ein Hiffnungsschimmer: Im Rahmen unseres Praxissemesters konnte ich für sechs Monate im Kommunikationsdesign arbeiten und mir wurde sofort klar, dass es das ist! Die Leidenschaft hat mich seither nicht mehr losgelassen!

    Ich beschloss deswegen, mein Studium abzubrechen und KommDesign zu studieren. Da ich mein Praktikum in Hamburg absolviert habe, wollte ich auch unbedingt dort weiterstudieren. Immerhin hätte ich hier eine gute Wohnung und sogar einen Platz als Werkstudent in meiner Praktikumsfirma. Perfekt also, zudem das KommDesign Studium an jener FH besonders gut sein soll!

    Ich habe mich dann sofort an den zuständigen Prüfungsleiter gewandt und mich erkundigt ob eine Bewerbung sls Wechsler oder fürs Erstsemester die beste Option wäre. Er meinte ganz klar, dass ich mich als Wechsler bewerben soll.

    Nach zwei Monaten arbeit an meiner Mappe mit 20 Arbeitsproben und knapp 600€ Kosten für Material, Druck, Reise, etc. war dann also vorgestern mein Prüftermin. Meine Unterlage und eine ausführliche Liste meiner bisherigen Leistungen (ca. 120CP) habe ich ihnen schon Monate vorher zukommen lassen.

    Der Termin lief super. Die Prüfer waren mächtig überzeug von meiner Arbeit und ich war mir sicher, dass es klappen würde. Ich wurdekurz nach draußen gebeten und nach ca 10 Minuten wieder in den Raum geholt. Dann kam der Schock:

    "Wir haben leider eine schlechte Nachricht für sie, aber bevor sie jetzt traurig werden: Wir finden sie und ihre Arbeit wirklich gut und hätten sie liebend gerne hier am Campus.

    Das Problem ist allerdings, dass wir zu wenige ihrer bisherigen CP für die ersten beiden Semester anrechnen und sie somit nicht ins dritte Semester einstufen können.

    Wir würden uns aber riesig freuen, sie hier nochmal als Erstsemester-Bewerber für das SS19 zu sehen. Den Platz hätten sie so gut wie sicher und dann könnten wir ihnen ihre CP auch auf die späteren Semester anrechnen.

    Hoffentlich finden sie da einen Weg."

    Und somit war mein Traum, KommDesign zu studieren erst mal gegessen. Das Problem ist nämlich, dass ich mein Studium durch die Unterhaltszahlungen meines Vaters finanziere und ich deswegen sowieso schon oft zum Anwalt muss. Dort wurde mir gesagt, dass man den späten Wechsel jetzt noch ganz gut durch meine schwierige Situation rechtfertigen kann. Ketzt wäre also meine letzte Chance auf einen Wechsel ohne den Verlust meines Unterhaltsanspruchs.

    Allerdings will ich unbedingt das richtige studieren und der Bachelor hier in Hamburg wäre immernoch perfekt! Allerdings konnte ich die diesjährige Ersti Frist nicht wahrnehmen und müsste jetzt auf einen Studienbeginn im SS19 warten.

    Da ich mich gerade erneut zwecks schwerer Depressionen in Behandlung befinde und zwecks der starken Symthome und ernsthaften Selbstmordgedanken Antidepressiva nehme, weiß ich erneut nicht was ich tun soll.

    Würde ich das Jahr jetzt irgendwie überbrücken (oder jetzt einfach meinen aktuellen Bachelor fertig machen) und dann das Kommunikationsdesign Studium im SS19 beginnen, würden mir monatlich ca 600€ wegfallen undich würde mich heftig verschulden. Auf die 7 Semester gerechnet fehlen mir dann nämlich irgendwo zwischen 20.000 und 30.000 Euro. Und diese Schulden kann ich nicht einfach so bewältigen.

    Allerdings will ich aber in einer Karriere durchstarten, für die ich Talent und Leidenschaft habe .. und nicht in einer Industrie landen, die mir schon seit dem ersten Semester jeden Lebenswillen raubt.

    Was soll ich also tun..?

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  3. #2
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    Standard AW: Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

    Arbeiten? Geld sparen? Praktika in dem Bereich? Das Jahr ist doch rum wie nix...also ehrlich. Das wird Dir im Leben immer wieder passieren, dass es nicht so läuft, wie geplant. "Früher" im Diplom/Magister war das total normal, mal schnell ein Jahr zu verlieren.... und soooo ungewöhnlich ist es im Bachelor auch nicht.
    Ich würde nur generell klären, ob Du das Erststudium fertig machen willst, evtl. gildst Du sonst als Zweitstudienbewerber mit weniger Chancen. Die Zusage für 19 würde ich mich übrigens schriftlich geben lassen, sonst hast Du am Ende nichts.
    Allerdings will ich unbedingt das richtige studieren und der Bachelor hier in Hamburg wäre immernoch perfekt! Allerdings konnte ich die diesjährige Ersti Frist nicht wahrnehmen und müsste jetzt auf einen Studienbeginn im SS19 warten.
    Und warum schreibst Du Dich nicht einfach als Drittsemester ein und lässt Dich dann rückstufen?
    Hochstufen geht nämlich auch... dann umgehst Du die Ersti.frist und bist drin. Und dann sehen, was geht und was nicht....
    das können aber die an der FH drehen - ziemlich locker, ehrlich gesagt (ich arbeite an der Uni und habe schon viel gesehen...)
    Wenn sie Dich aufnehmen wollen...
    klingt für mich aber ehrlich gesagt nicht so. Weil wie gesagt:
    die würden Wege finden.

  4. #3
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    Standard AW: Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

    Ich geb dir was mit auf den Weg: Mach eine Ausbildung oder studier was wirklich sinnvolles.

    Studiengänge wie die von dir genannten kannst du getrost vergessen. Da landest du langfristig auch wieder nur auf der Straße.

    Ein Studium lohnt sich finanziell eigentlich nur in den Bereichen Jura, Medizin, Lehramt, Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften.

    Bei vielen Studiengängen sollte man den Taxischein gleich mitbekommen, weil man da eh in der Arbeitslosigkeit landet.

    Es sei denn, deine Eltern sind Millionäre oder du hast reich geerbt.
    Das Problem ist nämlich, dass ich mein Studium durch die Unterhaltszahlungen meines Vaters finanziere und ich deswegen sowieso schon oft zum Anwalt muss. Dort wurde mir gesagt, dass man den späten Wechsel jetzt noch ganz gut durch meine schwierige Situation rechtfertigen kann.

    Das gleiche Problem hatte ich auch. Setz dich mit deinem alten Herrn nochmal an einen Tisch Geht das gar nicht und deine Mutter kann den Verlust nicht ausgleichen, kannst du nicht studieren und musst dich nach einem dualen Studium oder einer Ausbildung umsehen. Wir sind nun mal weit von Bildungsgleichheit entfernt und manche Dinge sind eben so. Genauso wie manche Menschen in Afrika zur Welt kommen und sich an Gegebenheiten anpassen müssen, muss man es manchmal eben auch so.

  5. #4
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    Standard AW: Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

    Zitat Zitat von Anonym Beitrag anzeigen
    Ich geb dir was mit auf den Weg: Mach eine Ausbildung oder studier was wirklich sinnvolles.

    Studiengänge wie die von dir genannten kannst du getrost vergessen. Da landest du langfristig auch wieder nur auf der Straße.

    Ein Studium lohnt sich finanziell eigentlich nur in den Bereichen Jura, Medizin, Lehramt, Ingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften
    Die Aussage ist mehr als pauschal. Sowohl als Lehrer, Mediziner, als auch Wirtschaftswissenschaftler wird man kaum bis gar nicht reich.

    Ad hoc fallen mir genug Akademiker mit einem anderen, als von dir genannten Schwerpunkten ein, die mehr als jeder Lehrer oder Wirtschaftswissenschaftler verdienen.

    Will man Millionär werden bedarf es sowieso mehr als nur einen Uniabschluss.
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  6. #5
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    Standard AW: Studienwechsel - nehme ich mir meine Zukunft?

    Für viele Stuiengänge wird mittlerweile ein duales Studium angeboten, was den Studenten erlaubt sich ihr Studium mehr oder weniger selbst zu finanzieren und vor allem und das finde ich genauso wichtig, bereits während des Studiums Berufserfahrung zu sammeln. Ob das in dem von dir angestrebten Studiengang auch so ist kann ich nicht beurteilen, aber vielleicht kann man dir da in der Studentenberatung weiterhelfen.
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