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Thema: Enttäuscht von mir selbst.

  1. #1
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    Standard Enttäuscht von mir selbst.

    Hi,

    ich weiß, dass mir niemand wirklich mit meinem Problem weiterhelfen kann, aber ich wollte fragen, wie ihr mit Enttäuschungen bei Klausuren umgeht?

    Ich hatte gestern eine Klausur in Bilanzanalyse und habe die leider vermutlich sehr, sehr schlecht geschrieben. Mein Problem ist, dass ich bisher einen Schnitt von ca. 1,6 habe und gestern leider einfach versagt habe zum ersten Mal im Studium. Ich hatte in der Schule immer durch wenig Aufwand normale Noten, habe dann ein Studium in einer anderen Stadt begonnen, aber nach zwei Semestern abgebrochen, weil ich mich dort nicht wohlfühlte. Jetzt studiere ich genau das richtige für mich und kann wieder zu Hause sein. Dadurch sehe ich mich auch in der Verantwortung als Student mein bestes zu geben und gute Noten zu schreiben. Am Anfang habe ich mir voll die Mühe gegeben und gleich viele gute Noten bekommen, wodurch ich meine Ziele einfach neu gesteckt habe. In der Schule war ich mit einer 3 zufrieden, aber im Studium jetzt wurde ich einfach mit der Zeit immer ehrgeiziger, aber auch der Druck wurde dadurch jetzt immer größer.

    Eigentlich war ich auch gestern gut vorbereitet, aber dann kam bei der ersten Rechnung ein falsches Ergebnis heraus (Cash Flow, da sieht man in der Bilanz gleich ob das Endergebnis stimmt oder nicht) und das hat mich dann völlig nervös gemacht, weil ich wusste, dass ich nicht nach den Fehler suchen kann, weil ich weitermachen muss zwecks der Zeit und dem Umfang der Klausur.

    Durch den Fehler habe ich dann bei der nächsten Aufgabenstellung auch noch etwas überlesen, wodurch ich viel mehr gerechnet habe als eigentlich nötig gewesen wäre und mich sicherlich ca. 15 Minuten gekostet hat.

    Diese haben mir dann am Ende gefehlt, denn ich konnte den Fehler nicht mehr suchen bei der Berechnung des CF sowie bei den theoretischen Fragen und Interpretationen der Ergebnisse musste ich total schnell sein. Alles wusste ich dann auch nicht und konnte nicht mehr durch Überlegungen auf das mögliche Ergebnis kommen.


    Mein Problem ist, dass ich nun völlig enttäuscht von mir bin, weil ich gerade erst für die ersten beiden Semester eine Bewerbung für ein Leistungsstipendium abgeschickt habe und nicht so schlechte Chancen habe auf eine einmalige Förderung von mehreren hundert Euro und nun habe ich vermutlich eine 4 auf diese Klausur, wodurch der Schnitt im dritten Semester eh schon voll vermasselt ist. Ich hoffe noch, dass sich vielleicht irgendwie eine 3 ausgeht, aber ich denke eher nicht.

    Ich denke mir nun auch, ob es nicht besser gewesen wäre, einfach alles durchzustreichen und die Klausur noch einmal zu schreiben. Beim zweiten Antritt wäre es sicher ähnlich gekommen und es wäre ziemlich leicht gewesen dann.

    Mann, ich ärgere mich so brutal über mich selbst. Wie geht ihr mit solchen Misserfolgen um? Ich kann das einfach nicht abhacken. Wenn mir jemand sagt: "Einfach nur durchkommen" oder so, dann stimmt das natürlich auch irgendwo, aber ich weiß halt auch, dass ich es einfach hätte besser machen können.

    lg

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  3. #2
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    Standard AW: Enttäuscht von mir selbst.

    Hallo Tommy,

    Menschen streben Perfektionismus an, wenn sie sich nicht damit abfinden wollen, dass sie eben fehlerhafte und unvollkommene Menschen sind. Dies bedeutet, dass sie die Realität nicht akzeptieren wollen. Wollen Menschen die Realität nicht akzeptieren, erkranken sie.

    Meine Empfehlung: Akzeptiere das Unvermeidliche und relaxe. Wenn Du relaxt bist, wirst Du "heute" oder "morgen" auch Lösungen finden, die Zukunft positiv für Dich zu gestalten. Mit Ärger über sich selbst nimmst Du Dir klare Sicht auf mögliche Lösungen. Jedoch klare Sicht brauchst Du jetzt mehr denn je.

    Ich mach(t)e es so:
    Phase 1: Kurz über meine Fehler ärgern (manchmal 1 Tag lang)
    Phase 2: Zur Ruhe kommen, meditieren, beten
    Phase 3: Realität auf mögliche Lösungswege hin prüfen
    Phase 4: Entscheiden "so will ich es machen"
    Phase 5: Umsetzen

    LG, Nordrheiner

    Ergänzung: Ich bin durchaus für eine ehrgeizige Einstellung. Es gilt nur, den Unterschied zwischen gesundem Ehrgeiz und krankhaftem Ehrgeiz zu kennen. Krank wird es dann, wenn Fehler nicht mehr erlaubt sind. Das wäre so, als ob man der Realität verbieten würde, zu existieren.

    Und irgendwie sind Fehler doch hilfreich, denn sie lassen uns an der Fähigkeit arbeiten, neue Lösungen zu entwickeln.
    Geändert von Nordrheiner (23.11.2017 um 00:55 Uhr)

  4. Für den Beitrag dankt: Tommy93

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