Es kommt stark darauf an, was du studierst und was du damit vorhast. Ich bin für das Studium nach Österreich gezogen und wundere mich oft über die Zahlenfanatik, die bei Studierenden + Umfeld in Deutschland herrschen. Hier studieren viele mehrere Studiengänge parallel, brauchen entsprechend länger.

Natürlich sind 15 Semester nicht wenig, es sind aber auch keine 30, es könnte schlimmer sein. Bei einem geisteswissenschaftlichen Studium (Kunst/Kultur) würde ich sagen, dass es ohnehin darauf ankommt, sich neben dem Studium weiterzubilden. Hier kommt es auf die Spezialisierung an und vor allem auf Praktika/Projekte und nicht zu unterschätzen: persönliche Kontakte.

Wenn du unsicher bist, fang lieber gestern als heute an, in die Praxis zu gehen. Wenn du mint oä. studierst, würde ich mir etwas für den Lebenslauf einfallen lassen.

Das wichtigste ist aber, sich seine Werte selbst zu definieren. Gerade im GeWi ist es schwer nach dem Studium zu sehen, was man überhaupt "kann". Ich empfehle deshalb, sich einmal umzusehen, wie die Lebensläufe älterer KollegInnen so aussehen und versuchen, sich realistisch einzuschätzen und auch ehrlich dazu zu stehen. In jedem Bereich gibt es Musterlebensläufe, Quereinsteiger, Abbrecher, Unter- und Überqualifizierte. Praxisluft schnuppern hilft daher sehr!