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Thema: Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

  1. #1
    Registriert Avatar von The Fallen
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    Standard Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

    Mir geht es seit längerem echt verdammt beschissen. Ich erhoffe mir hier auch eigentlich keine wirkliche Hilfestellung, sondern schreibe nur meine Story zur Selbstreflexion und meinen Frust nieder. Vielleicht kann ich auch als abschreckendes Beispiel dienen. Denn nicht für jeden muss es ein Studium sein.

    Jetzt im Oktober ist mein 15. Semester gestartet und im MaschBau-Master ist irgendwie kein Ende in Sicht. Schon nach dem Bachelor war eigentlich die Luft raus. Ach was sage ich, es lief von Anfang an Scheiße.
    Mangels Alternativen habe ich aber immer weiter gemacht. Mit gutem Gewissen kann ich sogar behaupten mir über den Großteil der Studiendauer echt Mühe gegeben zu haben, aber es war halt nie Talent für die Studienrichtung da.

    Da es aber irgendwie immer weiter ging, wenn auch unter Qualen, habe ich mich immer weiter geschleppt. Es kam auch immer der gute Zuspruch von der Familie und der Verweis auf eine rosige berufliche Zukunft. So ein Bullshit, wer sein Studium hasst wird nie beruflich erfolgreich sein.
    Nach dem Bachelor kam der Wechsel von der FH an die Uni für den Master. Dort hatte ich noch die Hoffnung, dass es besser wird. Aber die erste Prüfungsphase war ein Schlag in die Fresse, da ich die Prüfungen alle nur ganz knapp gepackt habe. Aber ich hatte sie gepackt und so ging es weiter...

    Nun herrscht seit gut einem Jahr Stillstand in dem ich mehr oder weniger nur rumgegammelt habe, eigentlich fehlt nur noch die Master-Arbeit. Ich hasse dieses Fach und selbst wenn ich mich jetzt noch durch die Abschlussarbeit quäle wird mein Notenschnitt so oder so eine Katastrophe sein. Meine Praxiserfahung beschränkt sich auch auf ein absolutes Minimum.

    Mittlerweile kreisen meine Gedanken darum den ganzen Mist in die Tonne zu treten und nochmal was Neues zu starten. Aber in meinem Alter wird das wohl schwer. Eigentlich wäre es auch Wahnsinn nach den Jahren der vielen Arbeit alles herzuschenken.

    Vermutlich versuche ich doch noch den Mist durchzuziehen, vielleicht ergibt sich ja noch ein Quereinstieg. Wohin weiß ich noch nicht...

    Hätte ich damals eine Ausbildung gestartet wäre mein Leben jetzt sicherlich um einiges besser. Aber hey, man kann die Zeit ja leider nicht mehr zurück drehen.

    Mein Privatleben ist auch die reinste Katastrophe, manchmal frage ich mich warum ich überhaupt noch morgens aufstehe.

    So genug ausgekotzt. Ich hoffe für euch, dass ihr alle einen besseren Weg eingeschlagen habt.
    Geändert von The Fallen (08.10.2016 um 22:14 Uhr)

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  3. #2
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    Standard AW: Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

    Zitat Zitat von The Fallen Beitrag anzeigen

    Vermutlich versuche ich doch noch den Mist durchzuziehen, vielleicht ergibt sich ja noch ein Quereinstieg. Wohin weiß ich noch nicht...

    Hätte ich damals eine Ausbildung gestartet wäre mein Leben jetzt sicherlich um einiges besser.
    Die erste Idee klingt für mich sinnvoll. Wenn du
    erst mal über dem Berg bist, kannst du dir ein
    neues Ziel aussuchen und deinen "Fehler" noch
    korrigieren.

    Damit du dann einen Satz wie den zweiten in
    weiteren zehn Jahren nicht nochmal schreiben
    musst

    Alles Gute!
    Werner

  4. #3
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    Standard AW: Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

    Bist gerade mal 26. Ich bin jetzt 28 und habe gerade, nach 6 Jahren Krankheit, auch ein Ingenieurstudium angefangen.

    Bin im Moment auch schon am Zweifeln. Es sind jetzt schon 3 Tage vergangen und ich kenne nicht einen Namen dort, geschweige, dass ich mehr als 5 Sätze dort gewechselt habe. Es gibt immer Schwierigkeiten, aber wenn man Spaß dran hat.

    Brich das Studium ab und orientiere dich neu
    Solange der Erfolg unser Ziel ist, können wir unsere Ängste nicht los werden, denn der Wunsch erfolgreich zu sein, bringt unweigerlich die Angst zu versagen hervor

    Unterschätze nie ruhige Menschen. Sie bemerken mehr als du glaubst, denken sich mehr als sie sagen und wissen mehr als sie preisgeben

  5. #4
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    Avatar von The Fallen
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    Standard AW: Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

    Zitat Zitat von Schatten2oo9 Beitrag anzeigen
    Bin im Moment auch schon am Zweifeln. Es sind jetzt schon 3 Tage vergangen und ich kenne nicht einen Namen dort, geschweige, dass ich mehr als 5 Sätze dort gewechselt habe. Es gibt immer Schwierigkeiten, aber wenn man Spaß dran hat.
    Meiner Erfahrung nach sind die ersten Wochen bzw. die Vorkurse/ Orientierungswochen sehr wichtig um einfach Anschluss zu finden. Zeige einfach Interesse an den Kommilitonen, auch wenn die jungen "Blagen" dir sicherlich das ein oder andere Mal auf den Keks gehen werden.

  6. #5
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    Standard AW: Nur ein weiterer, gescheiterter Langzeitstudent

    Hey

    Mann mann mann... weißt Du wie oft ich nun schon Threads von frustrierten Ingenieursstudenten gesehen habe ?
    Als ich Dein Thema angeklickt hatte, war da schon fast eine Vermutung.

    Bei mir, selbes Spiel wie bei Dir. 27, Maschinebau. Bei mir geht es auch mehr schlecht als recht voran, manche Fächer interessieren mich brennend, für andere bringe ich null Motivation auf.
    Hab die vorletzten 2 Semester versemmelt, das vergangene habe ich mir als Ultimatum gesetzt und plötzlich liefen alle Klausuren gut. Also war ich gezwungen doch wieder weiterzumachen.

    Ich sitze jetzt hier wie Du. Die Projektarbeiten die man mir schon am ersten Tag wieder um die Ohren gehauen hat, erschlagen mich jetzt schon wieder bevor das Semester eigentlich richtig losgeht.
    Motivation gleich null. Naja, nicht null, aber bei dem Gedanke, welcher Berg da wieder auf mich zukommt, stellt es mir die Nackenhaare auf.

    Hinzu kommt mein wirklich armseeliges Privatleben, das mir durch das Studium auch gar nicht erlaubt es zu pflegen.
    Freunde melden sich schon lange keine mehr bei mir, weil sie wissen dass ich sowieso nie Zeit habe.
    Ich brauche ein gesundes Sozialleben sonst schlägt das bei mir extrem auf die Psyche. Aber leisten kann ich es mir nicht.

    Ich weiß wie es bei Dir ist.
    Man sitzt in einer Art Schleife fest, kommt nicht voran, es tut sich nichts.
    Man hat das Gefühl dass man komplett am Leben vorbeirauscht.
    Andere verdienen Ged, haben Freizeit, Hobbies, Freunde, machen Weltreisen, kaufen sich Autos und hauen schlichtweg auf die Kacke.
    Und wir sitzen da, arbeiten uns in Stoff ein der gefühlt zu absolut nichts zu führen scheint.
    Ich fühle mich selbst mittlerweile wie eine Art Außenseiter, der die Welt nur von außen betrachtet.
    Alle scheinen aktiv am Leben teilzunehmen, bis auf mich.

    Wenn man mit dem Gedanken spielt endlich auszubrechen gibt es jedoch keine Alternativen.
    Eine Lehre bringt einem auch nichts und holt schon gar nicht die verlorenen Zeit wieder rein.

    Die Situation ist madig, aber ich sag Dir, dass der beste Weg wirklich das Durchziehen des Studiums ist.
    Denn nach dem Studium hat man es geschafft. Ich glaube wenn Du mal pragmatisch endlich an Projekte herangehen darfst, nicht mehr diese Prüfungspflicht im Nacken hast, dann sieht dieser Beruf ganz anders aus.
    Zudem hat man einen geregelten Tagesablauf, endlich Geld und am Wochenende Freizeit.
    Was glaubst Du welcher Kontrast sich da bemerkbar macht, wenn wir auch endlich an einem anständigen Leben teilhaben können ? Ich denke dass wir das wenn es soweit ist, vielmehr zu schätzen wissen als andere.

    Ich bin mir auch sicher, dass eine Lehre mein Leben besser gemacht hätte als dieser Weg.
    Aber man kann es jetzt auch nicht mehr ändern wenn man hinschmeißt. Das ändert leider nichts.

    Ich rate Dir Dich durchzubeißen, es fertig zu machen. Das ist der kürzeste und beste Weg.
    Denke daran, was für ein völlig anderes Leben Du führen wirst, wenn das Studium endlich geschafft ist.
    Ich denke dass das ein guter Antrieb ist.

  7. Für den Beitrag dankt: The Fallen

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