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Thema: Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

    Hey,

    ich habe dieses Jahr mein Abi auf einem Beruflichen Gymnasium mit dem Schwerpunkt Chemietechnik gemacht. Wollte danach Wirtschaftschemie studieren, aber die Unis, die das anbieten, waren mir zu weit weg. Hab mich dann bei allen Unis / Hochschulen in der Nähe für Chemie und ähnliche Fächer beworben und eine Zusage für Chemieingenieurwesen bekommen. Hab mich da eingeschrieben, aber keine Wohnung / kein Zimmer in einer WG gefunden. Hab mir gedacht: Am Anfang kann ich pendeln, (Täglich 2 1/2 Stunden hin und 2 1/2 Stunden zurück) bis ich was passendes gefunden habe. Aber schon in der ersten Woche hat die Deutsche Bahn gestreikt und ich habe die Sicherheitseinweisung verpasst, die Voraussetzung für das chemische Praktikum ist. An dem darf ich dieses Jahr nicht teilnehmen, das wird erst wieder nächstes WS angeboten. Da ich das erste Praktikum nicht machen darf, kann ich im SS auch das zweite nicht machen usw.. Ich hab noch nicht richtig angefangen zu studieren und häng schon hinterher.

    Dann hatte ich einen Autounfall, hab das nagelneue Auto meiner Mama zu Schrott gefahren: Totalschaden! Meine Mama ist auf das Auto angewiesen, also musste ich ein neues bezahlen und das Geld, was ich bzw. meine Eltern für mein Studium gespart haben, ist jetzt weg. Kann mir also kein Zimmer leisten. Meine Eltern können mich finanziell auch nicht unterstützen und selbst mit Bafög und Nebenjob komm ich nicht über die Runden, weil ich das neue Auto noch nicht komplett abbezahlt hab und noch Schulden hab. Mit dem Fahrtweg ist das auf Dauer aber zu stressig, das halt ich auf keinen Fall 3 ½ Jahre (bzw. länger, weil ich ja schon hinterherhäng) durch.

    Hab mich dann für nächstes Jahr für eine Ausbildung als Chemielaborantin und als Alternative als Chemikantin beworben und hatte auch schon Eignungstests und Vorstellungsgespräche, aber wurde überall abgelehnt. Hab mich bei den Firmen erkundigt, warum ich abgelehnt wurde: Entweder wegen meinen Noten (Im Chemie LK hatte ich immer 13 Punkte oder mehr, aber in Physik und Mathe hab ich gerade so meine 5 Punkte geschafft, wenn überhaupt) Oder ich wurde abgelehnt, weil ich so schüchtern bin. Ich beobachte und analysiere neue Situationen lieber erst, bevor ich mich einbringe. Meiner Meinung nach ist das gerade in der Chemie und bei der Arbeit im Labor von Vorteil, aber bei Gruppenbewerbungsgesprächen bzw. Assesment Center ist es einfach tödlich.

    Heute kam dann die letzte Absage, hab jetzt keine Bewerbungen mehr offen. Leider wohne ich sehr ländlich, wodurch nur wenige Firmen in Frage kommen. War zwar auch bei der Berufsberatung, aber da wurde mir nur gesagt, dass meine Bewerbungsunterlagen in Ordnung sind und ich mich einfach weiter weg bewerben soll. Das ist aber keine Option für mich, da ich nicht umziehen kann/will. Im Moment sehe ich keine Option mehr um noch an eine Ausbildungsstelle für nächstes Jahr zu kommen. Die Meisten meiner Freunde haben nach ihrem Realschulabschluss eine Ausbildung gemacht und stehen schon mitten im Leben und ich hab bis jetzt noch nichts richtig hinbekommen.. Hab mich zwar schon für Praktika als Überbrückung beworben und werde mich nächstes Jahr wieder bewerben, aber ich hab schreckliche Angst, dass ich dann wieder keine Ausbildung bekomme... Ich hab doch kein Abi gemacht um mich dann von Staat finanzieren zu lassen

    Im Moment bin ich einfach richtig hoffnungslos und weiß nicht wie's weitergehen soll.

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  3. #2
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    Standard AW: Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

    Hallo Gast

    Wie alt bist du denn?? Und wieviele bewerbungen hast du geschrieben? Ich kann dich Privat ja nicht anschreiben(wäre mir lieber gewesen).Setze dich nicht so unter Druck, sicher bist du noch Jung und daher ist es nicht so schlimm. Wichtig ist, dass du nicht stehen bleibst, vielleicht machst du ein Praktika , so kannst du mglw. "entdeckt werden" oder du jobbst und bewirbst dich wieder zum nachsten Semester. Bei mir hat es auch nicht auf anhieb geklappt. Wo hattest du denn deinen Studienplatz wenn ich fragen darf?

  4. #3
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    Standard AW: Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

    Hallo Gast,
    wie wäre es denn, wenn Du Dich parallel "weiter weg" für eine Ausbildung im nächsten Jahr bewirbst, und gleichzeitig nebenbei jobbst, um die Schulden abzubezahlen und evtl. ein kleines Polster für den Umzug aufzubauen?
    Ist das Thema Studium grundsätzlich abgehakt?

    Was den Ausbildungsberuf betrifft - als Chemikantin fände ich Dich mit Abitur deutlich überqualifiziert. Es sei denn, du hast den Plan, danach doch noch zu studieren.
    Ich arbeite in einem Unternehmen der Chemieindustrie, da arbeiten Chemikanten hauptsächlich in der Produktion. Die Ausbildung der Chemielaboranten ist anspruchsvoller (eher Entwicklung / Anwendungstechnik).

    VG
    Sollilja

  5. #4
    Gast
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    Standard AW: Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

    Erstmal danke für Antworten Ich bin 20 und studiere im Moment in Darmstadt. Als Chemielaborantin hab ich mich bei 5 Firmen beworben, wovon ich bei 2 aufgrund der Noten abgelehnt wurde und bei den anderen 3 sowohl Einstellungstests als auch Vorstellungsgespräche hatte. Als Chemikantin hab ich mich bei 8 Firmen beworben. Zusätzlich hab ich mich auch noch als Pharmakantin (Zweimal) und Biologielaborantin (Einmal) beworben. Alles so Notlösungen, weil ich mir gedacht habe: Besser eine Ausbildung, die irgendwas mit Chemie oder der Arbeit im Labor zu tun hat, als gar keine Ausbildung.

    Wie gesagt: Es gibt bei mir in der Nähe nicht so viele Möglichkeiten. Und da liegt auch das größte Problem: Ich möchte mich nicht weiter weg bewerben (Bewerb mich momentan im Umkreis von 75km, alles was man mit Bus und Bahn noch erreichen kann) Ich bin einfach noch nicht so weit auszuziehen. Auf der einen Seite hab ich hier Freunde, Familie, Pferd... und auf der anderen Seite bin ich extrem schüchtern und auch unselbstständig. Ich würde in einer fremden Stadt wahrscheinlich untergehen. Wenn ich bereit wäre umziehen, könnte ich meinen Wunschstudiengang Wirtschaftschemie studieren, der ist in Ulm Nc-frei. Ein Studium schließe ich nicht komplett aus, aber im Moment halt nur in der Nähe und da kommen nicht so viele Unis / Hochschulen infrage, auch weil mein Abischnitt nicht so gut war. Deswegen will ich erst eine Ausbildung machen. Vielleicht bin ich ja nach der Ausbildung so weit umzuziehen oder ich hab genug Wartesemester um hier zu studieren.

    Für Praktika hab ich mich schon beworben, aber gerade im chemischen Bereich ist das wegen der Sicherheit schwierig. Die meisten Firmen bieten nur Schülerpraktika für 2 oder 3 Wochen an - was ich schon gemacht habe - aber da durfte ich so gut wie nie selbstständig arbeiten. Ich mein: Ich hab vier Jahre lang im Labor gearbeitet (wenn auch nur einen Tag pro Woche), da lohnt sich so ein "Schnupperpraktikum" um den Beruf kennenzulernen nicht. Bin im Moment auf der Suche nach einem Praktikum, das über einen längeren Zeitraum geht. Zwischenzeitlich werde ich natürlich jobben, um die Schulden abzubezahlen. Aber wenn ich für nächstes Jahr wirklich keine Ausbildung finde, müsste ich 1 1/2 Jahre überbrücken und das schlimme ist die Ungewissheit, ob ich für das darauffolgende Jahr einen Ausbildungsplatz bekomme..

  6. #5
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    Standard AW: Studium abgebrochen, keine Ausbildung - Hoffnungslos

    Hallo Gast,
    wenn es in Deiner Gegend nur die paar Firmen gibt, dann wirst Du Dich dort im nächsten Jahr ja auch wieder für das übernächste Jahr um eine Ausbildung bewerben. Und mit größerer Wahrscheinlichkeit wird Deine Bewerbung wieder bei den gleichen Personen landen. Das heißt zwar nicht, dass Du auf jeden Fall wieder abgelehnt würdest, ist aber auch nicht gerade eine gute Ausgangsposition.
    Ich finde, Du solltest einen Umzug ernsthaft in Betracht ziehen. Das hilft übrigens auch gegen die Unselbstständigkeit...

    Viel Glück!
    Sollilja

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