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Thema: Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

  1. #1
    mr.Angelo
    Gast

    Standard Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

    Hallo ihr lieben,

    Ich werde in einigen Wochen meine Diplomarbeit abgeben und mir bereit das danach schon
    heftige Kopfschmerzen und schlaflose Nächte. Wegen der DA hatte ich eigentlich kaum Probleme,
    das Thema lag mir sehr. Allerdings der Bewerbungsprozess bereitet mir wirkliche Sorgen.
    Deswegen habe ich bis heute auch noch keine Bewerbung komplett aufgesetzt sondern bisher
    erst ein paar Adressen etc. gesammelt obwohl man überall liest dass man das schon während
    der Abschlussarbeit machen soll. Einerseits hab ich mit der Arbeit oft bis Mitternacht gearbeitet,
    andererseits meine erwähnten Sorgen.
    Ist das wirklich so vernichtend wenn man erst am Tag 1 nach der Abgabe sich 100% der Bewerbung widmet?

    Mein Lebenslauf ist leider suboptimal, habe zuerst 8 Semester eine bestimmte Ingenieurwissenschaft studiert,
    bin dann durch privater Probleme, Tod eines Elternteils, Beziehungsproblemen rausgeflogen.
    Hab dann im Anschluss eine verwandte Ing.wissenschaft studiert die ich nun mit +1 Semester über der durchschnittlichen Studiendauer beende. Also dort ist immerhin der rote Faden ersichtlich, hab auch soweit keine Lücken im Lebenslauf. Praktikas habe ich halt das notwendige gemacht, aber keine namhaften Sachen wie bei einem Konzern oder so. Hab in den Semesterferien aber viel praktische Tätigkeiten gemacht die ich auch durch "Arbeitsproben/Nachweise" belegen kann.
    Mir ist klar dass sich ein Personaler bei einem Vorstellungsgespräch auf diesen Lebenslauf stürzen wird, ich hab aber absolut keine Ahnung wie ich das sozusagen verteidigen kann.
    Was kann ich darauf antworten?
    Private Problem -> nicht belastbar?
    Beziehungsprobleme -> Privatleben zu wichtig?
    Tod -> zu sensibel?

    Vielleicht hat jemand ein paar Tipps für mich

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  3. #2
    Registriert Avatar von Gelinda
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    17.10.2009
    Ort
    kleines Dorf in Sachsen-Anhalt
    Beiträge
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    Dank erhalten:   1.855

    Standard AW: Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

    Nur mal so ein Gedanke: vielleicht solltest du dich mehr auf den Bewerber-Betrieb und deren "Probleme" und deiner Möglichkeiten der Einbringung, also deiner Zukunft konzentrieren bzw. dazu eine Einfügung in der Bewerbung machen.
    Heutzutage soll man sich ja immer als der Alleskönner darstellen. so ein Quatsch, man kann seine Bereitschaft seinen Willen als Anfänger bekunden, aber nicht, daß man alles schon kann.
    "Es gibt Menschen, die sich immer angegriffen wähnen, wenn jemand eine Meinung ausspricht."
    [Christian Morgenstern]

    In der Ruhe liegt die Kraft. - Weiß ich zwar, aber trotzdem fällt mir es schwer, immer ruhig zu sein. Wobei es einfacher wäre, wenn es nur um "still sein" ginge. ;)

  4. #3
    Rie
    Gast

    Standard AW: Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

    Hallo!

    Ich kann dein Lage nachvollziehen. Mir gehts gerade ein wenig ähnlich, auch wenn ich noch nicht so weit bin wie du (ich werde vmtl. dieses Semester meinen Bachelor beenden). Erst gestern habe ich mit einer Freundin darüber gesprochen und wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir noch so jung sind, dass wir einfach noch nicht viel Übung mit diesen liminalen Phasen, also diesen Übergangsphasen haben und dadurch zwangsläufig Unsicherheit entsteht. Zumal es ja um ernste Dinge geht - was will man im Leben, wie geht es weiter, etc. Sich da erstmal aufzuraffen, Bewerbungen zu schreiben und so weiter, fällt oft einfach schwer. Ich finde, das ist aber doch auch vollkommen legitim. Ich wette, den meisten anderen ist es auch mal so ergangen. Und ich hasse diesen Gesellschafts- und Leistungsdruck, der einem irgendwie das Gefühl gibt, man müsse sein Leben schon bis ans Ende ganz genau geplant haben, man müsse perfekt sein und funktionieren wie eine Maschine, "straight", lückenlos und ohne Abwege im Leben. Aber so darf es ja eigentlich nicht sein. Es ist doch okay, mal unsicher zu sein. Und es ist auch okay, mal eine Auszeit zu nehmen, aus welchen Gründen auch immer.

    Von daher ist es meiner Meinung nach auch absolut in Ordnung, wenn du das mit den Bewerbungen erst nach Abschluss deiner Arbeit machst. Mehr noch, ich glaube, es ist sogar besser. Denn im Moment scheinst du dich durch diesen Druck weder auf das eine, noch auf das andere richtig gut konzentrieren zu können. Mach dir nicht so viele Sorgen, konzentrier dich aufs Diplom und danach kannst du dich immer noch bewerben. Ich mein, geh doch mal das Worst-Case-Zenario durch: Du schaffst es nicht rechtzeitig Bewerbungen zu schreiben. Oder du bekommst erst mal Absagen wegen deinem "schlechten" (darauf komme ich gleich nochmal zurück) Lebenslauf. So. Na und? Was macht das schon? Was wäre denn wirklich so schlimm daran, erstmal keine Festanstellung zu finden? Wenns ums Geld geht - kleinere Jobs findet man ja immer und man kann so die Wartezeit überbrücken. Übung macht den Meister und irgendwann klappts dann. Mach dich nicht verrückt, ehrlich. Das wird schon alles, alle anderen schaffen es doch auch, dann kannst du das erst recht. Mir hilft es außerdem immer, mich zu fragen, wie viel Bedeutung etwas, das ich im Moment als schlimm empfinde, noch in 10 Jahren für mich hätte. Die meisten Dinge entpuppen sich so als weitaus weniger schlimm, als man eigentlich gedacht hat.

    So, jetzt nochmal zu deinem "schlechten" Lebenslauf. Da wären wir ja eigentlich wieder beim Punkt Gesellschaftsdruck. Wer bestimmt denn eigentlich, dass man sein Studium vollkommen gerade und ohne Abwege durchziehen muss? Wieso glaubst du, dass sich jemand auf diesen Lebenslauf stürzen sollte? Willst du wirklich wo arbeiten, wo dir jemand zum Vorwurf macht, dass du auf den Tod eines Elternteil mit Trauer reagiert hast? Dass diese Ausnahmesituation dich für kurze Zeit aus der Bahn geworfen hat? Ich würde das nicht wollen und sollte mir das jemand im Bewerbungsgespärch zum Vorwurf machen - adios amigos, schmeisst euren Saftladen alleine. Verkauf das doch als Stärke - es ist ja nicht alltäglich, dass man so jung mit einer solchen Situation zu leben hat, aber du hast es geschafft. Das geht an niemandem spurenlos vorbei, du hast gewackelt aber deinen Weg zurückgefunden und durchgesetzt. Das zeigt meiner Meinung nach nicht, dass du nicht mit Belsatungen umgehen kannst, sondern im Gegenteil, dass du es kannst und das du trotz Schwierigkeiten an einem Ziel, dass du dir gesetzt hast, festhältst und es erreichst.

    Alles Gute - ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen.

  5. #4
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    Standard AW: Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

    ich bin gerade in einem bewerbungsmanagement kurs. oder wie man das nennen will...
    für infos kannst du mir gerne eine pm schicken.
    Wie soll ich Wissen was ich meinte, bevor ich las was ich schrieb?

  6. #5
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    Standard AW: Schlaflose Nächte und Aufschieben wegen Bewerbungsprozesse, schlechter Lebenslauf

    Zitat Zitat von masi Beitrag anzeigen
    ich bin gerade in einem bewerbungsmanagement kurs. oder wie man das nennen will...
    für infos kannst du mir gerne eine pm schicken.
    Hat er denn etwas gebracht?

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