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Thema: Tiere und Menschen im Tierschutz

  1. #6
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    Standard AW: Tiere und Menschen im Tierschutz

    Erstmal danke für Eure Beiträge. Wir sind hier zwei Lager und werden uns trennen. Für diesen Hund sind alle von Euch genannten Bedingungen erfüllt. Tierarztkosten übernehmen wir, womit ein Teil aber nicht einverstanden ist. Die müssen sich auch nicht beteiligen. Sie wollen den Hund einfach da weg haben. Ein neues Heim ist nicht in Aussicht, wäre aber für Hund und Halter sehr schlimm.
    Wenn ein Hund sich Wunden beißt, leidet er unter einer Stereotypie. Da müsste man wirklich genau hinschauen, ob die Halter das noch hinbekommen wollen. Aber auch hier würde ich zunächst versuchen das Problem vor Ort zu lösen und Fristen zu setzen. Ich finde es übrigens prima, wenn jemand selbst aktiv wird und mit dem Hund raus geht.

  2. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Eisbart, Sisandra, ~scum~

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  4. #7
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    Standard AW: Tiere und Menschen im Tierschutz

    Ich verstehe das Problem jetzt nicht. Wenn jemand Hilfe bei der Erziehung seines Hundes braucht soll er sich an eine Hundeschule oder Hundesportverein wenden. Auch wenn man nur wenig Geld hat: Ein Hundeverein kostet keine 200 Euro im Jahr. Das Geld muss jeder haben der sich einen Hund hält.

    Und so wie ich das sehe wusste der Halter ja schon vor dem Kauf, dass der Hund nicht einfach ist und man einen Trainer braucht.

  5. #8
    Moderator Avatar von Yannick
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    Standard AW: Tiere und Menschen im Tierschutz

    Hallo tukuna,

    Der Hundehalter hat den Hund, den er mit vier Jahren kaum sozialisiert übernommen hat, an Menschen und Hunde weitgehend gewöhnt.
    Ich vermute, dass der Hund nun bereits einige Zeit beim Haltern lebt und seine Bemühungen keinen weiteren Erfolge erwarten lassen. Kennst Ihr die Vorgeschichte des Hundes?

    Ich vermute, dass der Hund in den ersten Lebensjahren in einer Umgebung aufgewachsen ist, wo dieses Beißen notwendig war. Dieses viele Jahre angewandte Verhalten wird man vermutlich nie mehr ganz abstellen können. Inwiefern sich jetzt nach so vielen Jahren, durch welche Veränderungen auch immer, noch etwas bessern läßt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

    Ein Freund hat einen jungen Straßenhund aus dem Osten gekauft, der ebenfalls bestimmte Hunde angreifen möchte. Dieses Verhalten konnte trotz Hundeschule nur gebesssert, aber keinesfalls angewöhnt werden. Auch nach meiner Erfahrung (3 Hunde) ist es kaum möglich, ein langjährig geübtes Verhalten des Tieres abzustellen.

    Wenn der Halter dem Hund auch mit externer Hilfe nicht mehr wirklich gerecht werden kann, muss man leider langfristig eine andere Lösung suchen oder notfalls den Hund langsam an einen neuen Menschen gewöhnen. Sicher ist es nicht einfach, einen solchen Hund noch einmal zu vermitteln und es bleibt nun zu klären, wie lange sich Euer Verein damit beschäftigen kann.
    Der Sinn des Wanderns ist es, unterwegs zu sein.

  6. Für den Beitrag dankt: tukuna

  7. #9
    Silent Pain
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    Standard AW: Tiere und Menschen im Tierschutz

    Manchmal übertreibt man es schon mit den Hunden, da könnte ich die Kriese bekommen.
    Ein Hund hat zu seinem Halter eine Verbindung und andersrum. Scheinbar hat dieser Halter das Verhalten des Hundes schon sehr gebessert. Der Hund kommt aus schwierigen Verhältnissen. Erwartet man von einem traumatisierten Menschen, dass er exakt so funktioniert wie jeder andere auch? Nein. Warum bei einem Hund? Wenn er ab und an noch beißt, dann muss er eben einen Maulkorb tragen oder angeleint sein. Die Tierarztkosten werden ebenfalls freiwillig von anderen übernommen, welche auch noch Hilfe beim Gassi gehen anbieten, falls es dem Halter mal nicht möglich wäre.
    Wo fehlt es dem Hund jetzt an nur irgendetwas?

    Mal eine allgemeine Frage:
    Kommt es mir in letzter Zeit nur so vor oder wird doch etwas mehr "gehetzt" gegen Hunde und ihre Besitzer. Bin letztens aus allen Wolken gefallen als mein Chef meinte, dass Mia (Berner Senn) jetzt immer angeleint sein muss, weil sie einen kleinen Hund gebissen hat. Dass der kleine Köter ihr aber davor eine schlimme Wunde auf der Nase verpasst hat (mittlerweile sichtbare Narbe), das ist egal. Wesenstest, alles musste gemacht werden. Das ist nicht der einzige Fall. Von Hundeköder hört man auch immer öfters.

  8. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, tukuna, ~scum~

  9. #10
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    Standard AW: Tiere und Menschen im Tierschutz

    @Sternenkindlein: ja er wusste es vorher und wollte den Hund trotzdem. Er hat sich zugetraut entsprechend mit ihm zu arbeiten. Schon beim dritten Besuch kam der sonst sehr distanzierte Hund freudig zu ihm. Der Mann ist sehr ruhig und gelassen, zudem unendlich geduldig. Für mich der perfekte Mensch für diesen Hund. Seine Arbeitslosigkeit und relative Armut darf kein Grund sein, den Hund dort wegzuholen.
    @Yannick: der Hund lebt gut zwei Jahre bei ihm und hat große Fortschritte gemacht. Es ist schwierig ein jahrelang gezeigtes Verhalten abzugewöhnen, aber nicht unmöglich. Immerhin kann der Hund inzwischen sogar frei laufen. Er hört sehr gut auf Zuruf. Der Halter muss nur bei bestimmten Hunden (schwarze, große mit kurzem Fell) besonders aufpassen. Ich vermute, hier hat der Hund eine traumatisierende Erfahrung gemacht. Im ungünstigsten Fall in der Prägephase. Gut möglich, dass man diese Scheu nicht mehr abtrainieren kann. Mein letzter Hund hatte die genannten Eigenschaften und war ein guter Co-Therapeut. Wir sind mit seiner Hilfe ein ganzes Stück weiter gekommen. Meiner wurde bis zu einem Abstand von 2 Metern geduldet. Wenn dem jetzigen Halter etwas zustoßen würde oder er tatsächlich mal nicht klar käme, würde ich den Hund nehmen.
    @Silent Pain: Finde ich auch: warum Hunden keine Chance geben, die für Menschen selbstverständlich sind.
    Leider täuscht dich deine Wahrnehmung nicht. Seit der Landeshundeverordnung wird die Hysterie gegen Hunde zunehmend schlimmer. Vor allem, wenn aktuell über einen Beißvorfall in den Medien berichtet wird. Zumindest hier ist es so.
    Ich hatte eine ähnliche Erfahrung wie dein Chef machen müssen. Mein großer Hund wurde grundlos von einem kleinen freilaufenden Hund angegriffen. Zwar wurde er nicht verletzt, hat sich aber erschrocken, den kleinen gepackt und durch die Luft geschleudert. Der schrie natürlich, das die ganze Umgebung aufmerksam wurde. Obwohl ihm nichts passiert ist, zeigte die erschrockene Halterin mich an. Wir hatten dann auch das volle Programm: Wesenstest, Maulkorb, Leine. Aber nur vorübergehend. Ich hatte das auch großzügig ignoriert, da mein Hund nun wirklich keine Gefahr darstellte.

    Ich danke allen für die interessanten Beiträge. Wir trennen uns heute von den Vereinsmitgliedern; der Hund bleibt in unserer Zuständigkeit. Die anderen sind froh, ihn los zu sein. Tierschützer? wegholen? Verantwortung abgeben! Irgendwas passt da nicht.

    LG tukuna
    Geändert von tukuna (14.08.2017 um 09:59 Uhr)

  10. Für den Beitrag dankt: ~scum~

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