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Thema: Liebe oder Gewohnheit, Sexuelles uninteresse

  1. #6
    Registriert Avatar von maryanne
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    Standard AW: Liebe oder Gewohnheit, Sexuelles uninteresse

    Hallo!

    Was mir aufgefallen ist, dass bei euch die Arbeitsaufteilung nicht stimmt. Sie ist schließlich die Mutter und sie arbeitet halbtags. Sie sollte sich unter der Woche um den Haushalt kümmern, das ist nicht zu viel verlangt - ich weiß wovon ich rede, denn ich bin alleinerziehend und habe zwei Kinder. Denn du arbeitest den ganzen Tag, da hat man einen Feierabend verdient. Also ist die Hausarbeit unter der Woche IHR Job. Auch das Wäschewaschen. Am Wochenende solltest du allerdings helfen. Z. B. einkaufen gehen, oder kochen, Hemden bügeln.

    Ein Haus sollte nicht zu einer Müllhalde werden. Ihr solltet mal wieder ausmisten! Gemeinsam!

    Ins Internet flüchtet sie sich, denn die Hausarbeit ist lästig, langweilig und alltäglich - einfach nervig. Das Internet ist da viiiiiieeeel interessanter.

    Du solltest sie fragen was sie dort treibt - im internet. Kommuniziert sie mit Freunden, oder informiert sie sich nur, oder FLIRTET sie vielleicht?????? Das soll sie mal beantworten - du hast ein Recht auf die Antwort!

    Und was die Verwaltung eures Geldes betrifft, so soll jeder von euch das Geld verwalten, dass er/sie erarbeitet.

    Lass dir nicht von Madame Pompadour auf der Nase herumtanzen!

    Eine faire Arbeitsteilung ist angebracht! Aber vernachlässigt auch nicht eure Träume, Bedürfnisse und FAMILIE und FREUNDE!
    Wenn du das alles beherzigst, dann klappen die anderen Dinge wieder (z.B. SEX) auch wieder von ganz alleine!

    Ich wünsch dir POWER!
    Liebe Grüße von maryanne

  2. Für den Beitrag dankt: liebejung

  3. #7
    Hilferuf290110
    Gast

    Standard AW: Liebe oder Gewohnheit, Sexuelles uninteresse

    Hallo liebejung, Hallo Hilferufe-Freunde,
    ich sehe mich in ähnlicher Situation, was das veränderte Leben in der Familie und die Situation meiner Person/meiner Gefühle betrifft. Ich bin immer noch sehr verliebt und auch verheiratet und wir haben eine süße kleine Tochter. Meine Frau stellt zu viele Anforderungen an sich selbst, will eine perfekte Hausfrau sein und verträgt absolut keine Kritik. Weil sie sich so viel zumutet braucht es nur einen Tropfen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Nun bin ich nicht die Art von Mann, der die Füße auf den Tisch legt, wenn er nachhause kommt. Mir geht es ähnlich wie Dir: ich kann ebenso putzen und kochen und waschen und kann als Vater für mein Kind sorgen.
    Ich bin ebenso den ganzen Tag berufstätig und suche abends meine Geborgenheit ich suche keinen Streit und möchte abends meine Familie in Harmonie um mich haben. Ich warte immer ab und es ist immer sehr unsicher, wie meine Frau drauf ist, wenn ich heimkomme.
    Manchmal kommt es mir vor, sie wartet nur darauf, einen Grund zu finden, um zu explodieren. Damit kann ich nicht umgehen. Sie reagiert dann so zerstörerisch und ist völlig aus dem Häuschen, geht dann meistens in Rückzug. Ich selbst bin schockiert, was da gerade passiert. Mir geht es dann tagelang schlecht und ich kann dann nicht mehr auf sie zugehen, weil ich erkannt habe, daß sie mir sozusagen die Verantwortung für sie vor die Füße schmeisst. Ich fühle dann nur noch Traurigkeit und Enttäuschung. Sie erwartet dann, daß ich auf sie zugehe. Manchmal war sie auch schon sehr beleidigend und war zu stolz, sich entschuldigen. Erst als ich ihr von meiner Kränkung erzählte, hat sie sich entschuldigt. Wir reden dann meistens am gleichen Abend oder spätestens am nächsten Tag, aber da bin ich immer derjenige, der am meisten redet und sie sagt wenig dazu. Zum Thema Bett: von ihrer Seite aus wurde noch nie ein Anfang gemacht, seit das Kind da ist, sagt sie, sei sie abends zu müde. Ich komme mir irgendwie blöd vor, immer den Anfang zu machen. Sex ist doch eine gemeinsame Sache? Sie hat schon Spaß dabei, das sehe ich ja, ich finde es einseitig. Sie macht mir auch keine Komplimente, vielleicht würde ich das ja auch gerne hören. Unterm Strich fühle ich mich schuldig, weil ich ihr schon sagte, daß ich immer der Auslöser für Streit bin. Mich stören diese launischen Tage bei ihr und die Erwartung von ihr, daß ich für ihr Glück verantwortlich bin.
    Ich würde mir wünschen, daß mehr Harmonie und Verständnis für einander aufkommt. Ich bin ja auch nicht völlig unschuldig und muss auch einiges auf meine eigene Kappe nehmen. Ich würde mir wünschen, daß ich nicht mehr so schockiert bin und so leide und sie so nehmen kann, wie sie ist, aber das ist gerade, was so schwer ist. Ich falle dann in eine Haltung, daß ich richtig Angst vor der Eskalation habe und dann in eine Haltung gehe "daß ich versuche, ihr alles Recht zu machen". Das kenne ich von Kindheit an vom Verhältnis zu meiner Mutter. Aus diesem Kreis komme ich nicht raus. Dann fühle ich mich so unzulänglich und komme aus der Überzeugung von mir selbst nicht heraus, daß ich nicht wie ein "gestandener Mann" reagieren kann und bin wütend auf mich selbst. Meine Gedanken schaukeln sich dann ins Negative hoch und mein Leben gerät ins Wanken. Am Ende bleibt eine Traurigkeit zurück, die tagelang geht. Ich kann ihr in dieser Zeit einfach nicht mein Vertrauen schenken, es dauert wieder Tage, bis ich wieder der "Alte" bin.
    Von Mal zu Mal schwöre ich mir dann, keine Kritik mehr bei ihr anzubringen, weil eine Reaktion von ihr zu erwarten ist, die nicht konstruktiv verläuft, das Reden mit ihr wird zunehmend schwieriger, obwohl wir am Anfang in unserer Beziehung beide den Konsenz hatten, daß wir miteinander wachsen wollen. Ich weiß nicht, wie ich an sie herankommen soll. Vielleicht weiß jemand einen Rat für mich; vielleicht kann ich mich mit anderen "Leidensgenossen" austauschen.
    Bis dahin vielleicht,
    liebe Grüße von mir

  4. #8
    Registriert Avatar von diabolo
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    Standard AW: Liebe oder Gewohnheit, Sexuelles uninteresse

    Schwierig dazu etwas zu sagen...

    Wie viel Hausarbeit machst du wirklich?
    Was verstehst du persönlich unter Müllhalde? Die Definitionen gehen da ja ziemlich auseinander.

    Deine Frau klagt über Schlafmangel. Stehst du am Wochenende auf wenn das Kind nachts schreit?
    Sie arbeitet halbtags und versorgt das Kind. Das ist mehr Arbeit als "nur" ein Ganztagsjob. Erkennst du das an?
    Fehlen deiner Frau soziale Kontakte? Nicht jede Frau ist glücklich mit Gesprächen am Spielplatz.

    Mangelnder Sex ist bei solchen ungeklärten Situationen, bei denen beide unzufrieden sind, ein Normalzustand. Unnormal wäre es, wenn es anders wäre.

    Zum Thema Ganztagsjob und danach Haushalt bzw. Kinderversorgung... mir fehlt ein wenig das Verständnis bei Jammerei diesbezüglich. Von jeder/m Alleinerziehenden wird selbstverständlich erwartet Ganztagsjob, Haushalt und Kind unter einen Hut zu bringen.
    Problematisch finde ich eher, dass ihr beide unzufrieden seid mit der Aufteilung und keinen Konsens findet.

    Habt ihr schon mal eine Eheberatung angedacht?

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