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Thema: Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

    Liebes Forum,

    man liest hier öfter Threads wo sich junge Mädchen unsicher sind ob sie vergewaltigt wurden. Man liest auch in der Presse oft von Fällen wo nicht wirklich geklärt werden kann was da nun freiwillig war und was nicht, meistens endet dies dann nach dem Grundsatz im Zweifel für den Angeklagten. Dazu geht mir vieles durch den Kopf.

    Früher war es eine Grundannahme dass ein junges Mädchen nur unter sehr speziellen Voraussetzungen von sich aus mit einem Jungen schlafen will. Es war auch Konsens, dass dies am besten im Rahmen der Ehe passiert weil dadurch eine soziale Kontrolle vorgeschaltet wurde, wer da Hand an die Tochter der Familie legt. Entsprechend war es sicherlich auch sehr klar wenn jemand diese Grenzen missachtet hat. Ein Übergriff war leicht identifizierbar weil die Grenzen klar gezogen waren.

    Heute scheint mir das sehr anders zu sein. Ich glaube:

    - Mädchen bekommen einen ganz verwirrenden Mix eingetrichtert, was bei einer Frau als positiv gewertet wird. Beruflich eine Gipfelstürmerin, als Frau verrucht, als Freundin loyal und bescheiden, als Mutter perfekt. Es wird auch unterschlagen dass die Sexualität von Mädchen im Regelfall verletzbarer ist als die von Jungen (Missbrauchserfahrungen ausgenommen).
    - Bestimmte Jungs, die wenig Anleitung erfahren, haben ihre Vorstellung von Sexualität aus Pornos und glauben das was sie da sehen. Bei manchen kommt noch eine Kultur hinzu die echte Begegnungen von Mann und Frau verhindert, so dass eine ganz verzerrte Vorstellung von Frauen vorherrscht.

    Beides empfinde ich als eine Art gestörten Charakterzug.

    Treffen diese Tendenzen in Form von zwei besonders verunsicherten Exemplaren aufeinander, kann es in einem Mix aus Erwartungshaltungen, Lieblosigkeit, falschen Vorstellungen, mangelnder Empathie und der Unfähigkeit sich abzugrenzen, zu Sex kommen der besser nicht stattgefunden hätte. Im besseren Fall bleibt dem Mädchen danach ein fades Gefühl, das sei nicht das Wahre gewesen. Im schlechteren nimmt es einen Verlauf den sie nicht mehr abzubrechen weiss, oder der tatsächlich vom Jungen durchgesetzt wird, und der psychisch gesehen vermutlich wirklich einem Vergewaltigungserleben nahekommt.

    Mädchen mit schlechter Konfliktfähigkeit, die ihre Bedürfnisse nicht spüren und daher auch nicht durchsetzen oder Grenzen ziehen können, kommen so in Situationen für die sie emotional und körperlich die volle Zeche zahlen, ohne dass etwas juristisch verwertbares gegen den ebenfalls gestört handelnden Jungen vorliegt. Kommt es nun auch noch zur Anzeige, endet es meist mit Freispruch und der junge Mann geht mit dem Gefühl dass das was da passierte, so in Ordnung war. Er kommt nie bei seiner eigenen Verantwortung an, weil über die menschliche Verantwortung in der Sexualität nicht viel gesprochen wird.

    In Diskussionen über dieses Thema wird es meist schnell sehr flach. Viele Frauen halten zum Opfer und leugnen die weibliche Verantwortung zur Selbstabgrenzung. Viele Männer vermuten böswillige Verleumdung und leugnen die Verantwortung der Jungs für das miese Gefühl dass sie solchen Mädchen hinterlassen, sowie das Recht Sex JEDERZEIT abbrechen zu dürfen, nach dem Motto "einmal mitgegangen = Besitz = nicht beschweren".

    Das ist alles sehr schade. Mein Fazit ist dass wir mit unseren Kindern viel zu wenig über die dunklen Seiten der Sexualität sprechen, vielleicht auch nicht sprechen wollen. Vielleicht geht Mama ja selber fremd. Vielleicht drängelt Papa selber gerne mal um an sein eheliches Recht zu kommen. Es gibt da eine Zone die noch lange nicht Vergewaltigung ist, die aber besonders jungen Menschen, und hier besonders jungen Mädchen, seelische Narben bescheren kann. Was man dann macht wenn man reifer und souveräner geworden ist geht keinen was an, aber was so junge Dinger angeht: Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, zu der Grundannahme zurück zu kehren dass man mit den allermeisten Menschen eben nicht ins Bett will.

    Passt auf Euch auf, Mädels.

  2. #2
    Monarose
    Gast

    Standard AW: Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

    Gast, was ist dein Anliegen?

  3. Für den Beitrag dankt: Rhenus

  4. #3
    Gast
    Gast

    Standard AW: Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

    Was ist denn Deines, Patch? Mach dir keine Sorgen, wem was relevantes dazu einfällt, der wird schon was dazu schreiben. Alle anderen müssen ja nicht.

  5. #4
    Christine22
    Gast

    Standard AW: Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    wem was relevantes dazu einfällt, der wird schon was dazu schreiben. Alle anderen müssen ja nicht.
    Kann Deine Gedankengänge nachvollziehen.

  6. Für den Beitrag dankt:

  7. #5
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    Standard AW: Sexualisierungsfolgen. Mädchen, Jungs, Übergriffigkeit.

    Mir ist nicht ganz klar, worauf du mit deinem Beitrag hinaus willst. Was rätst du den jungen Frauen konkret ?
    Lange Röcke anziehen und zu Hause bleiben ?!?

    Ich finde es ganz wichtig, das Selbstbewusstsein der Mädchen zu stärken. Sie ermutigen, auf ihre Gefühle zu achten und klare Grenzen zu setzen.

    Gut finde ich auch Selbstverteidigungs-Training für Frauen. Damit meine ich aber nicht Würfe und Schläge und Hebel-Techniken. Diese Dinge muss man relativ intensiv üben, bis man sie an einem körperlich überlegenen Gegner effizient anwenden kann.

    Dabei geht es um solche Dinge:
    * Auf ein mulmiges Gefühl hören und frühzeitig reagieren (Nicht in ein Auto einsteigen, unter Menschen gehen)
    * Klar und deutlich sagen, was man nicht will. Mit lauter und deutlicher Stimme sprechen.
    * Die Dinge beim Namen nennen: "Das ist Vergewaltigung. Ich zeige dich an und dann kommst du in den Knast"
    * Schreien. Laut um Hilfe schreien.
    * Treten, Kratzen, beißen. Ein zerkratztes Gesicht entkräftet die Aussage, sie habe es eh gewollt.
    * DNA Spuren unter den Fingernägeln können hilfreich sein

    Wenn sich die Frau frühzeitig und entschieden wehrt, hat sie reelle Chancen, dass er ablässt.
    Die Religionen der Welt geben zwar falsche Antworten - Aber sie stellen die richtige Art von Fragen.

  8. Für den Beitrag danken: Melliplex, Serafina-13

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