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Thema: Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

  1. #1
    l3o
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    Standard Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

    Hallo allerseits,

    Ich bin 15 Jahre alt und wohne zur Zeit in *******. Mein Leben ist irgendwie zum reinsten Chaos geworden und ich weis echt nicht mehr weiter...

    Ich hab eigentlich zwei grosse Hauptprobleme:
    1. Ich bin schwul.
    2. Ich will auswandern.

    Also zuerst einmal muss ich sagen dass ich mich noch nicht geoutet habe, aber das wird mir schon noch irgendwie gelingen ( ich wart halt einfach grad auf den richtigen Moment ). Mein Problem ist ich fühle mich zur Zeit schrecklich einsam und ich hab keinen Plan wie ich das ändern kann. Ich kenn keinen einziegen Schwulen persönlich der mir helfen könnte andere Leute kennenzulernen und alleine bin ich einfach viel zu scheu. Im allgemeinen bin ich sowieso ein Mensch der so viel Zeit wie möglich zu Hause verbringt. Es ist dämlich aber ich hab echt keinen Plan wie ich jemanden finden könnte der zu mir passt ( und ja, ich hab Freunde, aber nur sehr wenige). Wenn ihr irgendwelche Tipss für mich hättet währe. ich euch sehr dankbar.

    Zu dem kommt auch noch hinzu dass ich auswandern will, ursprünglich wollte ich immer auf ******, aber in der letzten Zeit denk ich eher an *******. Der Grund ist, dass ich hier sehr viele Feinde habe, das Wetter mies ist, alle so verdammt konservativ sind. Ich hab die verdammte Scheisse hier einfach satt.
    Auswandern an sich ist für jemanden wie mich etwas recht krasses, aber ich siehs als einziegen Ausweg der mir aus so manchen Problemen verbleibt...
    Das Problem ist mehr dass wenn ich tatsächlich jemanden finden würde denn ich liebte, ich nicht weis ob er mit mir auswandern würde... Ich hätt auf jeden Fall nicht die Kraft jemanden nur wegen meinem Plan zur Auswanderung zu verlassen, aber ich kann auch nicht glücklich werden wenn ich ihn diesem verfluchtem Land stecken bleibe...
    Ich könnte natürlich auch bis zum Auswandern alleine bleiben, aber so wie ich mich schon jetzt fühle, denk ich nicht dass ich das schaffen könnte.

    Naja meine Situation ist meiner Meinung nach in vielerlei Hinsicht ziemlich aussichtslos. Wenn mir jemand wenigstens ein bisschen helfen könnte wäre das schon echt genial
    Geändert von l3o (05.11.2012 um 22:13 Uhr) Grund: infos geschwärzt

  2. #2
    Registriert Avatar von Kinka
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    Standard AW: Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

    Hallo,

    mache mal einen Gegenbesuch in deinem Thread

    Ich weiß allerdings nicht, ob ich dir sehr viel helfen kann. Ich habe ziemlich viele schwule Freunde (wohne in der Nähe von Köln und das ergibt sich das halt so ).
    Deshalb würde ich dir ja fürs Auswandern Köln empfehlen . Hier sind wirklich viele relativ locker drauf. Natürlich auch nicht alle, aber viele. Ich kann mir schon vorstellen, dass das angenehmer ist, als in so einer super konservativen Gegend.
    Japan oder Spanien ist natürlich ganz schön krass. Das Wichtigste wäre natürlich, dass du vorher die Sprache lernst und dir genau überlegst, was du beruflich machen willst.
    Außerdem solltest du dir wirklich überlegen, ob das eine Lösung deiner Probleme wäre oder nur eine Art Flucht bei der du diese Probleme dann trotzdem mit ins Ausland nimmst. Was denkst du denn, welche Probleme dadurch gelöst wären?
    Warum hast du denn Feinde?

    Aber gibt es nicht in der Schweiz größere Städt in denen das etwas lockerer gesehen wird?
    Gibt es bei euch Beratungsstellen für schwule Menschen?
    Ich weiß, dass es das hier gibt. Falls es bei euch sowas auch gibt, könnten die dir ja da bestimmt auch ein bisschen helfen eine Entscheidung zu treffen.

    Sorry, für die vielen Fragen.

  3. #3
    michaw
    Gast

    Standard AW: Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

    Hallo l3o,

    Du schreibst, dass du zwei Hauptprobleme hast:

    1. Ich bin schwul.
    2. Ich will auswandern.
    Blende mal das erste "Problem" aus. Du bist du und nicht schwul. Klar hat Sexualität in der Pubertät eine herausragende Bedeutung, aber sie definiert dich doch trotzdem nicht. Du fühlst dich zu Männern sexuell hingezogen und hast Angst dafür abgelehnt zu werden. Das ist wohl eher dein Problem. Dieses Problem kann man sogar noch weiter reduzieren: du hast Angst abgelehnt zu werden. Du fühlst dich ja bereits abgelehnt und schreibst, dass du Feinde hast.
    Zum zweiten Problem: was du vom Auswandern erwartest, wird dir weder Spanien noch Japan geben. Warum willst du aus einem Land wie Schweiz in einen Staat flüchten, wo die Jugendarbeitslosigkeit gerade durch die Decke schießt? Weil das Wetter da besser ist? Könnte es sein, dass du einfach das Bedürfnis hast deiner Situation zu entfliehen? Wenn die Feinde sich verpuffen würden und das Wetter schön wäre und deine konservativen Mitbürger dich annehmen könnten, wie du bist - würdest du dann erstmal in der Schweiz bleiben wollen?
    Was ich dir raten würde: geh einfach mal eine Stunde allein spazieren und lass dir Zeit zum Denken. Schreib deine Gedanken vielleicht auf - in einem Tagebuch oder führ deine Situation hier im Forum aus. Oder rede mit jemandem, dem du vertrauen kannst, über deine Gefühle. Damit meine ich nicht nur, dass du "schwul bist" und auswandern willst. Über alle deine Gefühle. Versuch bei all diesen Aktivitäten vor Allem auf dein Inneres zu hören und achte weniger darauf, wie es um dich herum aussieht. Denk weniger darüber nach wie schlecht das Wetter ist und wie fies deine Feinde sind - guck dir an, welche Gefühle das alles in dir auslöst. Widme dich mehr starken Gefühlen als schwachen. Du bist einfach noch nicht zu deinem Kernproblem vorgestoßen. Deswegen musst du in dich gehen.

  4. #4
    Redline
    Gast

    Standard AW: Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

    Ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass das Auswandern nicht sehr viel oder gar nichts an der Tatsache ändern wird. Leider ist unsere Welt immer noch so dämlich wie vor 30 Jahren. Toleranz gegen über Schwulen gibt es heute eigentlich auch nicht viel mehr. Viele machen sich darüber immer noch lustig. Ich finde das zwar unreif, alber und egoistisch, aber du solltest dich nicht wegen ein paar Vollidioten fertig machen lassen. Ich weiß ja nicht, wie das in der Schweiz ist, aber Toleranz wird da ja anscheinend nicht gerade groß geschrieben. Ebenfalls mag es noch zusätzlich schwer sein, wenn die Menschen konservativ sind. Dennen sollte man mal die Augen öffnen. Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter. Jeder sollte schon so leben können, dass er zwar keine anderen Mitmenschen gefährdet, aber trotzdem so leben kann, wie er will, damit er glücklich ist.
    Da habe ich gleich eine Frage. Wären deine Eltern dir böse, wenn sie wüssten, dass du schwul bist? Ich finde, sie müssten hinter dir stehen, wenn sie es nicht schon bereits wissen, weil immerhin ist es Dein Leben und nicht das von anderen und es sind deine eigenen Eltern. Da fällt mir noch so ein schönes Wort ein und zwar der Gruppenzwang. Ein Beispiel: Alle müssen sich z.b an die Werte und Normen einer Gesellschaft halten, sonst gilt derjenige, der sich nicht daran hält, als unnormal. Das kann es wirklich nicht sein. Die müssten alle anfangen das zu akzeptieren, immerhin tust keinen schaden oder belässtigen. Du willst einfach nur Dein Leben leben und du bist nun mal schwul. Und? Ist das denn nicht egal? Sollte man die fragen. Du kannst daran ja nichts ändern.
    Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass wir alle vor unseren Problemen nicht davon laufen können. Sie holen uns schneller wieder ein, als man sich umdrehen kann. Daher muss man sich ihnen stellen, statt davon zu laufen. Ich habe auch versucht meinen Problemen aus dem Weg zu gehen und es hat alles nur viel schlimmer gemacht. Als ich mich allerdings ihnen mit Mut und Stärke gestellt habe, hat es meine Probleme gelöst und hat mich zu gleich selbstsicherer und selbstbewusster gemacht. Du musst für deine Überzeugung und deinen Traum kämpfen und ich bin mir sicher, dass du einen Freund finden wirst. Manchmal ist die Welt kleiner, als wir eigentlich denken.
    Und noch ein Tipp, wenn du wirklich auswandern möchtest, dann wandere nach Deutschland ins Ruhrgebiet NRW aus. Es gibt dort wirklich viele tolle Leute. Ich kenne jedenfalls viele von dort.
    Wenn du wirklich nicht weiter weißt, dann such dir Menschen dennen du dich anvertrauen kannst. Das können z.b auch Betratungsstellen für Schwule sein, wenn es so etwas überhaupt gibt. Ich habe davon jedenfalls noch nie gehört, aber ein User hier scheint mehr zu wissen. ^^
    ALso gibt nicht einfach so auf. Wenn jemand das nicht akzeptieren kann, dass du schwul bist, dann kämpfe für dein Recht. Lass dich nicht weich kriegen. Du kannst es offen sagen, dass du schwul bist. Es gibt kein Gesetz, dass das verbietet!

    PS: Es kann auch deine Pubertät sein. Sexuelle Orientierung beginnt gerade in diesem Alter. In ein paar Jahren könntest du genau so auf Frauen stehen, aber das musst du selber beurteilen können.
    Geändert von Redline (21.07.2012 um 01:57 Uhr)

  5. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: Kein Plan was tun ( schwul, einsam und will auswandern)

    Schweizerische Schwulenorganisation PINK CROSS Association Suisse des gais Swiss Gay Organization - Willkommen!

    pinkcross heisst die vereinigung.

    also ich weiss nicht, in der schweiz.. konservativ sind sie ja schon irgendwie, aber nicht nur, hinter den konservativen fassade geht es ziemlich ab.

    in meinem umfeld gibt es fast nur homosexuelle!!!!!!! (obwohl ich bei vielen eher das gefühl habe, dass es so eine art provokative rebellion gegen etwas ist.. gegen das bild einer ehe, wo mann und frau sich nicht sonderlich nett behandeln.. keine ahnung.. ist bei jedem individuel).

    man kann auch hetero und einsam sein. es gibt viele gründe, warum jemand einsam ist oder sich einsam fühlt. ob man das mit auswanderung ändern kann? ich wollte damals als kind auch "abhauen", weil meine eltern im oberstress waren und ihren ganzen frust an mir zu hause abliessen und null sekunde zeit hatten, um auf mich einzugehen. und wenn man dann grad keine guten freunde hat oder ein superhobby, dann kann man schon auf schräge gedanken kommen. mensch ist und bleibt mensch. wir wollen uns aufgehoben fühlen, mit anderen "beziehungen" führen, eben leben.

    wie stellst du dir das denn vor mit der auswanderung?

    wieso konzentrierst du dich nicht darauf, wie du aus deiner einsamkeit so rauskommst, ohne auszuwandern? du könntest ein sozialjahr machen. bei irgendwelchen projekten mithelfen. aber da braucht es schon einiges an selbstbewusstsein und mut. manche kommen dann ganz verändert zurück.

    ich hatte mal eine schulkollegin, die so in rebellion war, dass sie nach der schule nach indien reiste. vorher fand sie hier alles scheisse. alle menschen doof. und das land grottenschlecht. sie sah nichts positives, weil sie eben das positive nicht sehen konnte. sondern nur das schlechte. es war ihr blick! nicht die tatsache an und für sich. ich redete damals mit ihr. und meinte, sie übertreibt. masslos. nach ihrer indienreise war sie ein veränderter mensch: sie war plötzlich stolz auf ihr land und sah nur noch, was positiv ist! aber eben.. dazu musste sie die eigene erfahrung machen...

    das ist normal, geht vielen menschen gleich. erfahrungen. lernen.

    mach dich nicht mit negativen gedanken fertig. pack dein leben an. sei zu dir selber ehrlich und leb dein leben. achte dich. das leben hält noch genug bereit für dich. auch freunde.

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