Anzeige
Seite 3 von 3 ErsteErste ... 23
Ergebnis 11 bis 13 von 13

Thema: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

  1. #11
    Registriert
    Registriert seit
    12.03.2019
    Beiträge
    532
    Danke gesagt
    480
    Dank erhalten:   300

    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    Gerade ein Arzt muss sich gut und präzise ausdrücken können, auch bei einer OP, bei Gesprächen mit Krankenpflegern, Patienten und Ärzten, die ihm unterstellt sind. Sonst kann das fatale Folgen haben.

    Es geht mir gar nicht darum, sich möglichst "hochgestochen" ausdrücken zu können, sondern präzise, der jeweiligen Situation angemessen und adressatengerecht. In Akademikerkreisen drückt man sich aber auch heute noch etwas gewählter aus als etwa auf dem Bau, daran werden du und ich auch nichts ändern. Das Gymnasium soll in erster Linie auf ein Universitätsstudium vorbereiten, deshalb werden dort an die Sprachkompetenz besonders hohe Anforderungen gestellt. Wer da nicht mithalten kann, hat Nachteile.

    Natürlich gibt es bei der Literatur Abstufungen. Mein Hinweis auf Frau Pilcher ist auch nicht unsachlich. Ich habe keine Trivialliteratur in meinem Bücherschrank stehen, das ist nun mal Tatsache.
    [...]

    Dass man vom mittleren in den gehobenen und von dort aus sogar in den höheren Verwaltungsdienst aufsteigen kann, ist mir hinlänglich bekannt. Ich war jahrelang Personalreferentin im Verwaltungsdienst. Allerdings muss man, wenn man in eine andere Laufbahn aufsteigen will, schon aus der Masse herausragen, was bei sprachlichen Defiziten schwierig werden dürfte.

    Auch ich bin übrigens keine Senatorentochter.
    Geändert von Stone (26.08.2019 um 00:28 Uhr) Grund: Diskussionen über Literatur bitte in einem eigenen Thread

  2. Anzeige

  3. #12
    Registriert
    Autor/in dieses Threads

    Registriert seit
    20.08.2019
    Beiträge
    2
    Danke gesagt
    0
    Dank erhalten:   0

    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    Zitat Zitat von Sarnade Beitrag anzeigen
    Mir fällt zudem auf, dass du Grammatikfehler machst. Es heißt nicht "mein Hobby nachgehen", sondern "meinem Hobby nachgehen" (Dativ). Wenn man in seiner Muttersprache nicht sattelfest ist, sind das keine guten Voraussetzungen für den erfolgreichen Besuch eines Gymnasiums, auch nicht für das Erlernen einer Fremdsprache. Und mit der Zeichensetzung hast du es auch nicht so. Daran solltest du unbedingt arbeiten, wenn schon auf deiner Realschule offenbar kein allzu großer Wert darauf gelegt wurde. Ist dir das auch zu stressig, brichst du das Gymnasium wirklich besser ab. Bedenke aber, dass solche Fehler auch keinen guten Eindruck machen, wenn du dich irgendwo bewirbst.

    Wenn du auf dem Gymnasium Erfolg haben willst, wirst du auch lernen müssen, dich präziser auszudrücken. Du kannst z.B. nicht voraussetzen, dass jeder Leser weiß, was du mit einem "Erweiterten" meinst (auch wenn ich mir denken kann, dass damit der Qualifikationsvermerk für den Besuch eines Gymnasiums gemeint ist). Wenn du in Aufsätzen, Gedichtinterpretationen oder auch in mündlichen Beiträgen ebenso schwer verständlich formulierst, wirst du auf dem Gymnasium keine guten Noten erzielen und auch im Studium keinen Erfolg haben. Dasselbe gilt für den Wortschatz. Nichts gegen den Gebrauch von legeren, umgangssprachlichen Ausdrücken wie "echt", "super", "in die Tonne werfen", "macht mich fertig" etc. im Freundeskreis. Aber als Gymnasiast sollte man anstreben, dasselbe durch ein großes Repertoire entsprechender Synonyme auch eleganter und differenzierter zum Ausdruck bringen zu können. Hier empfehle ich, viel zu lesen, und zwar keine Trivialliteratur, sondern Literatur von Autoren zu bevorzugen, die bekanntermaßen über eine hohe Sprachkompetenz verfügen (Bücher von Autoren wie Siegfried Lenz, Thomas Mann, Ulla Hahn, Walter Kempowski etc., aber auch Biographien berühmter Persönlichkeiten sind häufig in einer gehobenen Sprache verfasst). Ist dir aber viel zu mühsam und langweilt dich zu Tode, oder irre ich mich?

    Ich nehme an, das alles sind Gründe, weshalb deine Klassenlehrerin meinte, du seiest in einer Ausbildung besser aufgehoben. Wahrscheinlich bist du eher praktisch als theoretisch und sprachlich begabt. Meines Erachtens ist es feige und inkonsequent von den Lehrern, angesichts solcher Einschätzungen nicht dazu zu stehen, was die Empfehlung für das Gymnasium von vornherein ausgeschlossen hätte. Dir haben sie damit keinen Gefallen getan. Entweder hätten sie dir den Besuch eines Gymnasiums erst gar nicht ermöglichen dürfen oder dir zumindest offen sagen müssen, dass es gewisse Defizite im sprachlichen Bereich (vielleicht auch noch in anderen Fächern?) gibt, an denen du arbeiten musst, wenn du das Abitur schaffen willst, und dass dies recht anstrengend werden wird. Auf dieser Basis hättest du von vornherein eine Entscheidung pro oder contra Gymnasium treffen können, die von realistischeren Vorstellungen geprägt gewesen wäre.
    Sagen wir mal so, meine Muttersprache ist Englisch und mit anderen Fremdsprachen wie Spanisch hatte ich nie ein Problem. Ich lese viel und würde es als mein Hobby bezeichnen, so lerne ich auch Spanisch.

    Gute Sprachkompetenz bedeutet nicht immer gute Literatur. Zur guten Literatur gehört durchaus mehr als die Sprache möglichst elegant zum Vorschein zu bringen.
    Ich weiß ja nicht wie du das siehst aber ich habe durchaus mehr freude an einem Buch, welches interessant und Fantasievoll ist. Characters wie auch Story, das Setting und natürlich intelligent benutze Metaphern sind durchaus wichtiger als die Sprache allein. Jedoch würde ich behaupten, das liegt in Auge des Betrachters, aber daraus kannst du doch nicht Schlussfolgern das ich schlecht in Deutsch sei.

    Ob du es nun glaubst oder nicht Deutsch, Spanische und Englisch sind bis jetzt meine stärksten Fächer, meine Probleme liegen ehr in meiner Sozialkompetenz wie auch in meinem logischen Denken, da ich ehr kreativ veranlagt bin. Fächer wie Physik, Chemie, Mathe, Wirtschaft, Politik und Technik sind meine schwächsten Fächer.

    Meine Lehrerin hat mir das Gymnasium nicht wegen dem “mangel“ meiner Intelligent abgeraten, sonder einfach weil ich nicht gut unter Druck Arbeiten kann und ich mich nicht wirklich traue vor einer Gruppe von Menschen zu reden, weshalb meine mündliche Note meist unterging. Sie hat mir geraten mein Ziel über Umwege zu erreichen.

    Und ich bleibe immer noch dabei das mir ein Abi nichts bringt wird. Ich habe mir überlegt ob ich mein Hobby berufliche Ausüben möchte, das sogar sehr lange. Ich kam auf dem Entschluss das ein Hobby manchmal ein Hobby bleiben sollte, aber noch nichts ist in Stein gemeißelt.
    Wenn ich irgendwann in der Zukunft ein Game entwickeln möchte, wäre es für mich das richtige das Projekt klein zuhalten, mit einem kleinen Team an interessierten Leuten. So macht es doch an meisten Spaß und Spaß ist, jeden Falls für mich, das wichtigste im Leben.

    Eine Sache für die ich dich kritisieren möchte: Bitte gehe das nächste mal auf die Frage ein und bombardiere mich nicht mit Vermutungen warum ich doch so schlecht sei. Das du meine Rechtschreibung und Grammatik kritisiert hast finde ich super, doch man sollte vielleicht ab einem gewissen Punkt aufhören ein reinzuwürgen wie wenig ich geschaffen bin fürs Gymnasium. Das tat beim ersten Mal lesen echt weh.
    Ich weiß das ich es schaffen könnte wenn ich all meine Freizeit dafür opfere, nur sehe ich den Sinn dahinter nicht.

    Momentan habe ich das Ziel meine Ausbildung zu schaffen, Geld zu verdienen und zu sparen und in meiner Freizeit meine Fähigkeiten zu verbessern. ( Als Ausbildende habe ich tatsächlich mehr Freizeit, 48 Stunden sind ja wohl weniger als eine ca. 60 Stunden Woche, wenn man bedenkt das man auch am Wochenende plus Sonntag lernen muss)
    Das wäre viel effektiver als Abi machen, meine Fähigkeiten nicht verbessern können wegen mangelnder Freizeit, eventuell sogar einiges zu verlernen. Dann das Studium nicht zahlen zu können und nicht aufgenommen zu werden wegen mangelnden Fähigkeiten...

    Dennoch danke für deine Antwort.

  4. #13
    Registriert
    Registriert seit
    12.03.2019
    Beiträge
    532
    Danke gesagt
    480
    Dank erhalten:   300

    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    [...]

    Was glaubst du, wie oft man im Beruf Kritik einstecken muss, und das ist bei berechtigter Kritik auch gut so; denn sonst würde man sich ja nicht weiterentwickeln. Ich kann meine Kritik an konkreten Beispielen festmachen; das sind einfach Fakten und hat mit "reinwürgen" überhaupt nichts zu tun. Kritik entgegenzunehmen ist nie angenehm. Aber was hilft es dir, wenn Vorgesetzte, Ausbilder oder Lehrer aus Feigheit so tun, als ob deine Leistungen in keiner Weise zu beanstanden wären, du aber dann beim Abitur durchfällst oder spätestens im Studium gnadenlos mit deinen Defiziten konfrontiert wirst, die Ausbildung nicht bzw. nicht mit guten Noten schaffst oder später nie befördert wirst? Ist doch erst recht frustrierend. Denn die Professoren an der Uni fassen dich nicht mit Samthandschuhen an. Und ich habe mir sagen lassen, dass der alte Spruch "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" auch für Ausbildungen, für die man nicht studiert haben muss, bis heute noch gilt.

    Meinst du im Übrigen, ich würde nie kritisiert? Aber wenn ich kritisiert und auf Schwächen aufmerksam gemacht werde, überlege ich erst einmal, ob nicht doch was Wahres daran ist und was ich tun kann, um mich auf dem Gebiet zu verbessern. Und ich überlege natürlich auch, ob mir dies überhaupt der Mühen wert ist. Ich bin z.B. grottenschlecht im Sport und habe kein stereoskopisches Sehvermögen, da ich auf einem Auge eine ganz starke Hornhautverkrümmung habe. Also kann ich auch nicht gut zeichnen. Wenn mir das jemand sagt, freue ich mich zwar auch nicht darüber, weiß aber, dass er vollkommen recht hat. Gleichzeitig weiß ich durch Gespräche mit meinem Augenarzt, dass sich das stereoskopische Sehvermögen in meinem Fall nicht mehr herstellen lässt, ich also nie gut werde zeichnen und auch nie ein überdurchschnittliches räumliches Vorstellungsvermögen werde haben können. Damit muss ich mich abfinden. Auch wird aus mir nie eine gute Sportlerin werden, und der Sport interessiert mich so wenig, dass ich auch nicht die geringste Lust habe, Zeit aufzuwenden, um mich darin zu verbessern. Wenn ich mich bewege (Spaziergänge, Wanderungen, Nordic Walking, Fahrradergometertraining), dann ausschließlich meiner Gesundheit zuliebe, wohl wissend, dass nahezu jeder andere Mensch darin um Längen besser ist als ich.

    Was deine Lehrerin dir in Bezug auf das Mündliche erzählt hat, ist allerdings Unsinn. Wie viele sehr zurückhaltende, schüchterne Schüler werden später doch noch gute Redner! Die allermeisten Lehrer sind da in keiner Weise hilfreich, die haben nichts anderes zu bieten als Phrasen wie: "Du kannst es doch, warum meldest du nicht nicht?" Ich frage mich ernsthaft, was die in ihrem Pädagogik-"Studium" eigentlich lernen.

    Man kann auch als zurückhaltender Mensch später noch lernen, mehr aus sich herauszugehen und vor einer Gruppe zu sprechen. Es ist auch nicht jeder Akademiker ein brillanter Redner. Allerdings macht es einen Unterschied, ob nur Schüchternheit dahinter steht (daran kann man arbeiten, ggf. mit professioneller Hilfe) oder mangelnde sprachliche Begabung. Ich hatte im Gymnasium im Schriftlichen fast ausschließlich Spitzennoten, verdarb mir die Endnote aber - aufgrund von übergroßer Schüchternheit, die nicht zuletzt durch Erziehungsfehler und eine insgesamt schwierige Situation in meiner Herkunftsfamilie bedingt war - durch mangelnde mündliche Beteiligung. In der Oberstufe habe ich mich dann selbst gezwungen, mich häufiger zu Wort zu melden, weil ich keine Lust mehr darauf hatte, mir nur deswegen meinen Notendurchschnitt zu verderben.

    Bis heute bin ich eher zurückhaltend, so etwas ist auch in der Persönlichkeit verankert. Ich bin auch nicht gern in größeren Gruppen, schon gar nicht, wenn ich die Leute nicht kenne. Aber so schlimm, dass ich es absolut nicht wagen würde, mich dann auch mal zu Wort zu melden, ist es schon lange nicht mehr. Sonst könnte ich meinen juristischen Beruf wohl kaum schon seit über 25 Jahren ausüben. Man gehört als zurückhaltender Mensch halt nur nie zu den "Alphatieren" und macht auch nicht die Spitzenkarriere wie die Ellenbogentypen und lauten Selbstdarsteller. Meines Erachtens muss man das aber auch nicht unbedingt.

    [...]

    Du könntest es zwar schaffen, das halte auch ich für möglich, aber nur in einem enormen Kraftakt und mit hohem Zeitaufwand. Dazu bist du nach deinen eigenen Worten nicht bereit. Und deshalb machst du dann auch wirklich besser Schluss damit und ergreifst einen Beruf, der deinen kreativen Fähigkeiten mehr entspricht. Vielleicht bist du darin sogar so erfolgreich, dass du eines Tages lächelnd an jedem Durchschnitts-Akademiker vorbeiziehst. Es gibt auch beachtliche Berufswege jenseits von Abitur und Studium. Und es gibt außerdem die Möglichkeit, solche Abschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt im Leben, wenn man sich persönlich weiterentwickelt hat und entsprechend motiviert ist, noch nachzuholen. Alles Gute.

    https://www.welt.de/vermischtes/arti...as-Abitur.html
    Geändert von Stone (26.08.2019 um 00:26 Uhr) Grund: unangemessen

Anzeige

Ähnliche Themen

  1. 12.Klasse abbrechen????
    Von FloFun im Forum Schule
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 01.04.2011, 22:52
  2. 12.Klasse Gymnasium, abbrechen??
    Von donjuan18 im Forum Schule
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 23.09.2009, 21:01
  3. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 27.02.2009, 21:22
  4. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 17.01.2008, 23:29
  5. FG Wirtschaft nach der 11. Klasse abbrechen
    Von Bountybab3 im Forum Schule
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 13.01.2008, 16:27

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Anzeige