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Thema: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

  1. #6
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    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    Naja, manches sehe ich genauso. Die Tatsache, dass heute so derart viele Leute Abi machen, kann ja nur heißen, dass die Messlatte niedriger ist. Die zweite Möglichkeit, dass jede Gene
    ration schlauer ist als die vorherige, kann man vergessen ^^. Und das sage ich ganz ehrlich als Sechzehnjährige, die auf die Realschule geht.


    Allerdings kann man ganz sicher auch ohne Abi leben und nicht jeder wird erst mit Abi-Zeugnis zum Menschen.
    Und dem TE jetzt irgendwelche Grammatik-Fehler vorzuwerfen und das dann als Beweis zu nehmen, dass er nicht aufs Gymi gehört, finde ich etwas zu krass.


    Im Web und allgemein in Foren schreibt man eben oft mal schnell. Ich merke das oft bei mir. Dann formuliert man eben nicht perfekt, und ja, dann gibt es eben auch mal Grammatik-Fehler. Und wenn ich chatte, auch massenhaft Tippfehler, und ich kann trotzdem die Rechtschreibung!
    Das heißt aber nicht, dass man die Deutsche Sprache nicht richtig kann oder dass man in einer Klausur ebenso formulieren würde.
    Da ist schon ein Unterschied zwischen Freizeit und Schule.


    Wenn man natürlich gar keinen geraden Satz hin kriegt (Umgangssprache ) , sieht es anders aus. Aber das ist hier ja nicht der Fall. Und Schule besteht ja zum Glück nicht nur aus so ätzenden Fächern wie Deutsch, sondern auch aus genialen Fächern wie Mathematik oder allgemein Naturwissenschaften .

    Und deswegen sind diese sogenannten gehobenen Autoren, die da aufgezählt werden und eine so hohe Sprachkompetenz haben - was auch immer das sein soll - auch vor allem Fake oder so etwas wie schein-berühmt. Denn in erster Linie soll Lesen Spaß machen. Freude machen, die Fantasie im Kopf anregen, sich die Hauptpersonen vorstellen. Es ist etwas total Wunderschönes!
    Dazu braucht es aber vor allem interessante und spannende Literatur und die haben die ach so gehobenen Autoren meistens nicht zu bieten. Und im Fach Deutsch geht es ja auch weniger ums Lesen der Literatur, als darum, sie wie in der Pathologie die Leichen auseinander zu nehmen. Das tötet jede Lust am Lesen.
    Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.

    Charles Bukowski

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  3. #7
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    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    Ich habe schon vermutet, dass Deutsch dein Lieblingsfach war. Das ist doch okay, die Geschmäcker sind verschieden. Und so wie ich dir zugestehe, dass du Deutsch toll findest, ist es sicher ein Leichtes für dich, anderen zu zugestehen, dass sie das Fach ätzend finden .

    Die Beispiele der Studienfächer, in denen man in Deutsch gut sein sollte, stimmen wahrscheinlich. Da will ich nicht streiten, weil ich mich nicht auskenne. Für einen guten Arzt dürfte es allerdings nicht gahz so wichtig sein. Der Chefarzt, der perfekt spricht und ganz schlau wirkt, mag toll auf der Cocktailparty sein, wenn ich auf dem OP-Tisch liege, sind mir seine chirurgischen Fähigkeiten wichtiger, und die dürfte er nicht mit Thomas Mann-Lektüre erreicht haben. Aber ja, natürlich ist es nie falsch, sich gut und richtig ausdrücken zu können!
    Übrigens kann man sehr wohl vom mittleren Dienst in den gehobenen aufsteigen, wenn man in seinem Job gute Leistungen bringt. Es ist nicht so, dass man ein Brandmal auf ewig im Lebenslauf hat, nur weil das Abi fehlt.


    Ich habe lediglich meine Sicht auf die Literatur ausgedrückt. Das war weder für die Zeitung noch dafür, irgendwen zu bekehren. Für mich ist gute Literatur welche, die MICH fesselt, mich begeistert, mir tolle Gedanken bringt und meine Fantasie anregt. Und diese Einstufung geht auch mit sechzehn. Nur, weil jemand hoch gestochen mit Worten umgeht, heißt das nicht, dass er gut und vor allem interessant schreiben kann. Genauso wie ein Mathematik-Professor eventuell ein Genie ist, aber trotzdem nicht gut unterrichten und erklären kann.
    Dein Hinweis auf Rosamunde Pilcher ist völlig unsachlich. Als gäbe es nur Thomas Mann auf der einen und absoluten Trash auf der anderen Seite. Die Mitte ist entscheidend. Wie stufst du zum Beispiel Stephen King ein? Wie sein Talent? ist der Trash für dich? Ein Mann mit diesen Fähigkeiten, mit dieser Fantasie?

    Ich finde es toll und gut und richtig, wenn du diese sogenannte hohe Literatur magst und mit Begeisterung liest. Es macht dich aber in meinen Augen weder schlauer noch besser noch sonstwas als Leute, die etwas anderes lesen. Es zeigt, dass du einen anderen Geschmack hast. Aber welcher ist besser? Wer will das beurteilen?

    Im Übrigen sollte man nicht vergessen, dass in keinem Fach so persönliche Noten vergeben werden wie in Deutsch. Nicht jeder, der in Deutsch nicht zu den erwählten Lieblingen der Lehrerin gehört, ist gleich jemand, der sich nicht gut ausdrücken kann. Und wenn ich mir diesen und allgemein meine Texte hier so anschaue, finde ich schon, dass ich mich halbwegs ausdrücken kann, obwohl Deutsch - und ja, nur als Realschülerin ^^ - mein schlechtestes Fach ist. Thomas Mann würde mich vielleicht für meine Sätze verachten, aber ich bin ja auch keine Senatoren-Tochter . Aber man kann auch mit einer schlechten Deutschnote durchaus der deustchen Sprache halbwegs mächtig sein, oder nur Alda, Digga, Brudi oder ähnliches zu schreiben.
    Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.

    Charles Bukowski

  4. #8
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    Standard AW: 11. Klasse abbrechen weil es viel zu stressig ist?

    Zitat Zitat von Sarnade Beitrag anzeigen
    Mir fällt zudem auf, dass du Grammatikfehler machst. Es heißt nicht "mein Hobby nachgehen", sondern "meinem Hobby nachgehen" (Dativ). Wenn man in seiner Muttersprache nicht sattelfest ist, sind das keine guten Voraussetzungen für den erfolgreichen Besuch eines Gymnasiums, auch nicht für das Erlernen einer Fremdsprache. Und mit der Zeichensetzung hast du es auch nicht so. Daran solltest du unbedingt arbeiten, wenn schon auf deiner Realschule offenbar kein allzu großer Wert darauf gelegt wurde. Ist dir das auch zu stressig, brichst du das Gymnasium wirklich besser ab. Bedenke aber, dass solche Fehler auch keinen guten Eindruck machen, wenn du dich irgendwo bewirbst.

    Wenn du auf dem Gymnasium Erfolg haben willst, wirst du auch lernen müssen, dich präziser auszudrücken. Du kannst z.B. nicht voraussetzen, dass jeder Leser weiß, was du mit einem "Erweiterten" meinst (auch wenn ich mir denken kann, dass damit der Qualifikationsvermerk für den Besuch eines Gymnasiums gemeint ist). Wenn du in Aufsätzen, Gedichtinterpretationen oder auch in mündlichen Beiträgen ebenso schwer verständlich formulierst, wirst du auf dem Gymnasium keine guten Noten erzielen und auch im Studium keinen Erfolg haben. Dasselbe gilt für den Wortschatz. Nichts gegen den Gebrauch von legeren, umgangssprachlichen Ausdrücken wie "echt", "super", "in die Tonne werfen", "macht mich fertig" etc. im Freundeskreis. Aber als Gymnasiast sollte man anstreben, dasselbe durch ein großes Repertoire entsprechender Synonyme auch eleganter und differenzierter zum Ausdruck bringen zu können. Hier empfehle ich, viel zu lesen, und zwar keine Trivialliteratur, sondern Literatur von Autoren zu bevorzugen, die bekanntermaßen über eine hohe Sprachkompetenz verfügen (Bücher von Autoren wie Siegfried Lenz, Thomas Mann, Ulla Hahn, Walter Kempowski etc., aber auch Biographien berühmter Persönlichkeiten sind häufig in einer gehobenen Sprache verfasst). Ist dir aber viel zu mühsam und langweilt dich zu Tode, oder irre ich mich?

    Ich nehme an, das alles sind Gründe, weshalb deine Klassenlehrerin meinte, du seiest in einer Ausbildung besser aufgehoben. Wahrscheinlich bist du eher praktisch als theoretisch und sprachlich begabt. Meines Erachtens ist es feige und inkonsequent von den Lehrern, angesichts solcher Einschätzungen nicht dazu zu stehen, was die Empfehlung für das Gymnasium von vornherein ausgeschlossen hätte. Dir haben sie damit keinen Gefallen getan. Entweder hätten sie dir den Besuch eines Gymnasiums erst gar nicht ermöglichen dürfen oder dir zumindest offen sagen müssen, dass es gewisse Defizite im sprachlichen Bereich (vielleicht auch noch in anderen Fächern?) gibt, an denen du arbeiten musst, wenn du das Abitur schaffen willst, und dass dies recht anstrengend werden wird. Auf dieser Basis hättest du von vornherein eine Entscheidung pro oder contra Gymnasium treffen können, die von realistischeren Vorstellungen geprägt gewesen wäre.
    Sagen wir mal so, meine Muttersprache ist Englisch und mit anderen Fremdsprachen wie Spanisch hatte ich nie ein Problem. Ich lese viel und würde es als mein Hobby bezeichnen, so lerne ich auch Spanisch.

    Gute Sprachkompetenz bedeutet nicht immer gute Literatur. Zur guten Literatur gehört durchaus mehr als die Sprache möglichst elegant zum Vorschein zu bringen.
    Ich weiß ja nicht wie du das siehst aber ich habe durchaus mehr freude an einem Buch, welches interessant und Fantasievoll ist. Characters wie auch Story, das Setting und natürlich intelligent benutze Metaphern sind durchaus wichtiger als die Sprache allein. Jedoch würde ich behaupten, das liegt in Auge des Betrachters, aber daraus kannst du doch nicht Schlussfolgern das ich schlecht in Deutsch sei.

    Ob du es nun glaubst oder nicht Deutsch, Spanische und Englisch sind bis jetzt meine stärksten Fächer, meine Probleme liegen ehr in meiner Sozialkompetenz wie auch in meinem logischen Denken, da ich ehr kreativ veranlagt bin. Fächer wie Physik, Chemie, Mathe, Wirtschaft, Politik und Technik sind meine schwächsten Fächer.

    Meine Lehrerin hat mir das Gymnasium nicht wegen dem “mangel“ meiner Intelligent abgeraten, sonder einfach weil ich nicht gut unter Druck Arbeiten kann und ich mich nicht wirklich traue vor einer Gruppe von Menschen zu reden, weshalb meine mündliche Note meist unterging. Sie hat mir geraten mein Ziel über Umwege zu erreichen.

    Und ich bleibe immer noch dabei das mir ein Abi nichts bringt wird. Ich habe mir überlegt ob ich mein Hobby berufliche Ausüben möchte, das sogar sehr lange. Ich kam auf dem Entschluss das ein Hobby manchmal ein Hobby bleiben sollte, aber noch nichts ist in Stein gemeißelt.
    Wenn ich irgendwann in der Zukunft ein Game entwickeln möchte, wäre es für mich das richtige das Projekt klein zuhalten, mit einem kleinen Team an interessierten Leuten. So macht es doch an meisten Spaß und Spaß ist, jeden Falls für mich, das wichtigste im Leben.

    Eine Sache für die ich dich kritisieren möchte: Bitte gehe das nächste mal auf die Frage ein und bombardiere mich nicht mit Vermutungen warum ich doch so schlecht sei. Das du meine Rechtschreibung und Grammatik kritisiert hast finde ich super, doch man sollte vielleicht ab einem gewissen Punkt aufhören ein reinzuwürgen wie wenig ich geschaffen bin fürs Gymnasium. Das tat beim ersten Mal lesen echt weh.
    Ich weiß das ich es schaffen könnte wenn ich all meine Freizeit dafür opfere, nur sehe ich den Sinn dahinter nicht.

    Momentan habe ich das Ziel meine Ausbildung zu schaffen, Geld zu verdienen und zu sparen und in meiner Freizeit meine Fähigkeiten zu verbessern. ( Als Ausbildende habe ich tatsächlich mehr Freizeit, 48 Stunden sind ja wohl weniger als eine ca. 60 Stunden Woche, wenn man bedenkt das man auch am Wochenende plus Sonntag lernen muss)
    Das wäre viel effektiver als Abi machen, meine Fähigkeiten nicht verbessern können wegen mangelnder Freizeit, eventuell sogar einiges zu verlernen. Dann das Studium nicht zahlen zu können und nicht aufgenommen zu werden wegen mangelnden Fähigkeiten...

    Dennoch danke für deine Antwort.

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