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Thema: Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

  1. #1
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    Standard Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

    Sicht A: Nach der Realschule kann man eine solide Ausbildung in 3 Jahren absolvieren. Wenn wir pro Monat mit ungefähr mit 1000€ Ausbildungsvergütüng rechnen, kommen wir auf ein Nettogehalt von realistischen 750€ ohne Kirchensteuer. Ausbildung beginnt mit 17 Jahren und endet mit 20 Jahren.

    750*36=27.000€ die schon mal sicher in der Tasche sind, nach 20 Jahren.

    Sicht B: Der Abiturient genießt sein Leben von 8-15 Uhr in der Schule und hat danach ein chilliges Leben, geht am Wochenende arbeiten wenn er will. Genaue zahlen sind schwierig zu ermitteln. Allerdings verdient der Azubi Geld und der künftige Abiturient sitzt 3 Jahre lang in der Schule und verdient nichts.

    Sicht A: Nach der Ausbildung gehen wir davon aus, das der Absolvent brutto ungefähr etwas mehr als 2000€ verdient und netto somit auf 1600€ (Steuerklasse 1) kommt.

    1600*36=57.600 € nach 3 Jahren.

    Sicht B: Der Abiturient hat einen Schnitt von 2.2 und hat solide abgeschlossen. Er will einen Bachelor anhängen und lässt sich irgendwo einschreiben, die Eltern überweisen den Semesterbeitrag und der Abiturient von gestern bekommt Bafög, wohnt zuhause und studiert effektiv gratis.

    Nach 3 Jahren ist der ehemalige faule Abiturient als fleißiger Student mit dem Bachelor fertig und will ein Master anhängen.

    Sicht A:
    Der Realschulabgänger kommt als berufserfahrener herbei und verdient jetzt in den folgenden 2 Jahren nun 1700€ netto.

    1700€*24=40.800€ nach 2 Jahren

    Sicht B:
    Der fleißige Student ist auch mit seinem Master fertig und will nun endlich mit 25 Jahren im Job durchstarten und bewirbt sich und ist fleißig auf der Suche nach Stellen. Er lebt immer noch zuhause und fühlt sich wohl, doch konnte sich weder ein Auto leisten, noch teure Markenkleidung oder einen neuen PC.

    Sicht A:
    Hat mittlerweile 5 Jahre Berufserfahrung und mittlerweile 125.400€ verdient. Fährt einen Jahreswagen, ist ausgezogen und zahlt 600 € Miete für eine knapp 55 Quadratmeterwohnung.

    Sicht B: Bekommt jetzt 2600 Brutto und kommt netto auf 1700€.

    Hat sich also als Sicht B kaum gelohnt oder? Der ganze Aufwand und die Lernerei zahlen sich doch am Ende nicht aus. Für netto 2000€ in der ersten Steuerklasse muss man knapp 3300€ brutto bekommen und das ist schon ein mega Gehalt!

    PS: Ein stinknormaler Beamter im mittleren Dienst bekommt schon 2000€ netto.

    Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

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  3. #2
    Registrierter Nutzer, anonym
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    Standard AW: Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

    Ich bin nicht der TE, antworte jedoch anonym, weil ich meine dass folgende Zahlen nicht einem Profil zugeordnet werden müssen.

    Sicht B 15 Jahre später:

    - auf der Arbeit den Brief mit dem Gehaltszettel aufgerissen und angesichts der 8500,- brutto milde gelächelt. Da hat man einen Job, wo man sich nicht krumm und bucklig schuften muss, sondern im Ledersesselchen genau das macht, was man schon immer machen wollte, interessant, abwechslungsreich und spannend und wird auch gar nicht schlecht entlohnt
    - in den Dienstwagen gestiegen & heimgefahren
    - die ETW im nicht ganz so günstigen Ballungsgebiet aufgeschlossen - Kredit hierfür war nach 2 Jahren bezahlt, mehr als KfW-Kredit nicht nötig gewesen da die beiseite geschaffte Kohle nur darauf lungerte, für etwas Sinnvolles eingesetzt zu werden (und das trotz teurer Trennung vor einigen Jahren). By the Way:

    Zitat Zitat von Anonym Beitrag anzeigen
    ...teure Markenkleidung ... Jahreswagen ... nagelneuer PC ....
    ... interessiert mich nicht die Bohne. Habe keine Statussymptome.

    - eigenes Fahrzeug muss ich nur aus der Garage holen, wenn ich Spaß haben möchte (könnte mittlerweile auch einer aus Zuffenhausen sein, habe ich aber noch nicht einmal großartiges Interesse dran). Im Übrigen auch kein Jahreswagen, sondern ein klein wenig älter.

    Nun, Frage: wo steht A nach 15 Jahren?

    Resumee: MINT scheint sich wohl zu rentieren...

  4. #3
    xEclipse
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    Standard AW: Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

    Ich bin von der Realschule direkt in die Lehre. War aber zu dem Zeitpunkt aber grad erst frische 16 geworden.

    Leute ohne Studium sind ja auch nicht automatisch dümmer oder es ist auch nicht so, dass die Möglichkeit zu dieser Alternative (Studium) nicht da gewesen wäre - gibt durchaus jene, die entscheiden sich aus ganz freien Stücken für praktische Ausbildungen, nach dem sie bereits schon mind. ein Jahrzehnt nur auf dem Hosenboden gesessen und gepaukt haben.

    Man muss auch nicht studiert haben um eine Arbeit zu finden, die einen nicht alle körperlichen Kräfte aussaugt. Ehrgeizige, zuverlässige, sympathische und freundliche Zeitgenossen, die auf menschlicher Ebene voll punkten sind für den potentiellen Chef auch mal reizender als jemand der auf dieser Ebene daneben liegt, auch wenn der Abschluss in der Tasche vielleicht besser ist. Papierkrams ist halt nicht alles im Leben, damit allein gewinnt man noch nicht den größten Blumentopf

  5. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Kerstin1976

  6. #4
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    Standard AW: Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

    Es kommt immer darauf an, was man lernt / studiert.

    Ich habe Soziapädagogen im Bekanntenkreis, die kraxeln an der Armutsgrenze rum. Und einen Bäckermeister mit Filialbetrieben, der geht verdient das im Monat, wofür der Sozialpädagoge 5 Monate arbeiten muss.

  7. #5
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    Standard AW: Ab wann lohnt sich ein Studium gegenüber einer Ausbildung?

    Wichtig ist doch zum einen, dass es sich bei welcher Ausblidung/welchem Studium auch immer um eine Zukunftsperspektive handelt.

    Das ist das eine. Das andere: Es sollte demjenigen, ders anstrebt, auch Freude machen und ihm entsprechen!
    Immerhin bringt man im Normalfall damit die Hälfte seines Lebens zu.

  8. Für den Beitrag dankt: Kerstin1976

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