Erst einmal... von Politikwissenschaft würde ich abraten. xD Nein, studier', was dich interessiert, aber sei dir bewusst, dass manche Studiengänge tatsächlich genau das sind - Interessenstudiengänge und nicht zwangsläufig eine Lebensgrundlage (zumindestens nicht ohne ein erhebliches Maß an Eigenengagement außerhalb der Universität).

Zu deinem eigentlichen Anliegen:

Sprachen, ebenso wie Mathematik, sind - und ich hasse das folgende Wort in diesem Kontext - Begabungsfächer. Ich hasse dieses Wort deshalb, weil in meiner Weltanschauung Begabung nur ein fortgeführtes Interesse ist. Letztlich kommt es jedoch auf das selbe hinaus - für meine Begabung, respektive meine Interessen kann ich nichts ("[...] kann ich wollen, was ich will?").

Sprachbegabte Menschen haben in der Regel ein Interesse an Sprachen, lernen sie gerne, lesen viel, bzw. haben in ihrer Kindheit viel gelesen. Sie waren sozusagen lange "sprachexponiert". Sie haben ein Gefühl für Sprache entwickelt, weshalb es ihnen auch leichter fällt eine Sprache zu erlernen und sie anzuwenden.

Ein "Gefühl für Sprache" wirst du in einem Monat nicht entwickeln, nicht einmal, wenn du jetzt plötzlich ein besonderes Interesse daran hast.

Es gibt sicherlich bessere Methoden Sprachen zu erlernen, als die, die dir in der Schule begegnen. Dazu kannst du gerne mal Google zurate ziehen. Ob es dir etwas bringt, kann ich dir leider auch nicht sagen (wenn überhaupt, dann sowieso nur für Englisch).

Ganz Allgemein würde ich mich vom Notendruck befreien. Nicht unbedingt in dem Maße, dass du in jeder Abi-Klausur ein leeres Blatt mit deinem Namen abgibst, aber doch in dem Maße, dass Noten nicht maßgeblich für's Studium sind. Es gibt verschiedene Wege an einen Studienplatz zu kommen. Der N/C ist nur ein Kriterium zum Selbstzweck und auch nicht das einzige Kriterium.

Später wirst du dir nichts mehr dafür kaufen können, dass dein Abi-Schnitt 1,4 war, statt 1,8 oder 2,0.

Entspann' dich! Bereite dich so gut es geht vor, schreibe deine Klausuren und für den Fall der Fälle gibt es immernoch die mündliche Nachprüfung als Option.