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Thema: kann es keine Liebe für mich geben - bin ich "eingemauert"?

  1. #1
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    Standard schizoaffektive Psychose - sehne mich nach Liebe und Freundin

    Hey – ich weiß gar nicht so recht, womit ich anfangen soll... Gerade geht`s mir eigentlich ganz gut, allerdings war das erst gestern noch, als ich beim Googlen auf die Seite hier gestoßen bin, noch ganz anders. Zu mir: ich bin 27, werde gerade mit dem Studium fertig und bin noch nicht so sicher, wie es danach weitergeht. Mache gerade Examen, habe auch schon den Magister, also gibt es schon verschiedene Möglichkeiten. Soweit ja alles noch kein Problem.
    In Wahrheit gibt es allerdings jede Menge Schwierigkeiten. Angefangen hat das in der Oberstufe. Nachdem ich in der Mittelstufe mal eine Freundin hatte (drei Monate lang, Kino, Schwimmbad, Knutschen und Fummeln – mehr nicht) habe ich mich unglaublich in eine Mitschülerin verschossen. Eigentlich war von Anfang an klar, dass ich keine Chance habe, habe ihr auch sehr lange nichts davon gesagt. Aber wir haben zu schreiben angefangen, haben uns so richtig gut kennen gelernt und sind ehrlich gute Freunde geworden. Aber ich habe sie dabei immer mehr auf ein Podest gestellt. Habe dann auch noch mit anderen Mädels geschrieben, eigentlich hatte ich seitdem immer mehr gute Freundinnen als Freunde. Überhaupt habe ich nie einen „besten“ Freund gehabt. Aber ich war jetzt auch kein Außenseiter.
    In der Oberstufe ist das Mädel dann mit einem Schulkollegen zusammengekommen. Sie hatte davor auch einen Freund, den hatte ich aber nie gesehen. Jetzt hatte ich die beiden ständig vor Augen, was mir das Herz gebrochen hat. Ich habe ihr dann erzählt, was ich für sie empfinde und sie ist eigentlich ganz gut damit umgegangen.
    Wahrscheinlich – kann ich jetzt leicht im Nachhinein sagen – hätte ich mich spätestens ab da von ihr fernhalten sollen. Aber das konnte und wollte ich nicht. Nach einem halben Jahr waren die beiden nicht mehr zusammen, mir ging`s dann auch wieder besser. Zuvor konnte ich teilweise gar nicht in die Schule gehen... Die nächsten beiden Jahre gingen so, nur dann nicht, wenn sie gerade mal was mit jemandem hatte. Wir haben uns die ganze Zeit auch weitergeschrieben.
    Zu der Zeit war ich eigentlich ganz vorzeigbar, hab´ mich auch immer wieder in andere Mädchen verguckt; allerdings bin ich einerseits sowieso sehr schüchtern, andererseits habe ich immer wieder den Vergleich zu dem besagten Mädchen gezogen und dem hat keine standgehalten. Also hab´ ich nie eine von den anderen angesprochen, obwohl ich zumindest bei einer ganz sicher bin, dass sie bestimmt gerne mit mir zusammengekommen wäre. Ich darf gar nicht so viel daran denken... Irgendwie war und bin ich eigentlich auch in alle Freundinnen „verliebt“, mit denen ich schreibe. Ach ist das kompliziert! – Aber „verliebt“ – vielleicht verwende ich den Begriff ja auch einfach inflationär.
    Gut, das ist alles schon ein paar Jährchen her. Später – nach der Schule – ist es dann aber viel schlimmer geworden. Ich war plötzlich ziemlich allein, die meisten Freundinnen waren weit weg und mir ging`s psychisch immer schlechter. Hatte regelmäßig eine Woche, in der es mir richtig beschissen ging und das wurde von Mal zu Mal schlimmer. In der übrigen Zeit war es quasi umgekehrt, da fühlte ich mich immer toller und toller. Vielleicht könnt ihr euch schon vorstellen, zu was es dann gekommen ist.
    Darauf komme ich gleich – während der Zeit gab´ es auch wieder vor allem zwei Freundinnen, die es auch heute noch sind, die ich richtig toll fand. Aber auch da habe ich nichts gesagt, wahrscheinlich schon mehr aus Schüchternheit, aber das eine Mädchen hatte ich noch immer im Kopf, auch noch Jahre später. Mittlerweile bin ich nicht mehr in die Frau verliebt – wir sind jetzt wirklich „einfach“ gute Freunde.
    Aber zurück zum gerade Angesprochenen. Nach etwa einem Jahr gab es den großen Knall und ich hab´ mich auf der Intensivstation einer Nervenklinik, also der „Geschlossenen“, wiedergefunden. Zwar war ich schon davor beim Nervenarzt und auch in Psychotherapie, aber das hat mich leider vor dieser Erfahrung auch nicht bewahren können. Zwei Wochen war ich in der geschlossenen Abteilung – da hab´ ich erst mal ordentlich abgenommen. Hab´ recht heftig auf die Medikamente reagiert – womit ich nicht sagen will, dass die schlimm oder schlecht sind – im Gegenteil!!! Allerdings dauert es eine ganze Weile, bis man das in Gänze einsieht.
    Anschließend kamen ein paar Wochen „Offene“, allerdings ohne freien Ausgang und danach noch ein halbes Jahr Tagesklinik. Parallel dazu habe ich mein Studium aufgenommen. Auch wenn da noch nicht viel ging. Aber ich bin so langsam wieder in die „normale“ Welt zurückgekommen. Was mich sehr gestresst hat: ich habe spätestens seit der Zeit in der Tagesklinik kontinuierlich zugenommen – insgesamt über einen Zentner! Gut – ich bin sehr groß, aber 50 kg kann man nicht mal eben verstecken. Zwischendurch habe ich mal wieder so 30 kg runterbekommen – mittlerweile bin ich leider fast wieder bei meinem absoluten Höchstgewicht.
    Als ich angefangen habe so zuzunehmen lag`s schon in erster Linie an den Medikamenten – ist eine bekannte Nebenwirkung – aber wer weiß, wie dreckig es einem gehen kann, der versteht auch, dass man sogar das in Kauf nimmt. Allerdings ist mein Selbstwertgefühl dadurch natürlich trotzdem alles andere als größer geworden, ich konnte mich selbst immer weniger leiden und mein sehnsüchtiger Wunsch nach einer Freundin ist in immer weitere Ferne gerückt. Ich hab´ auch ein paar Mädels angesprochen, die meisten sind dann zu guten Freundinnen geworden, aber meine Liebe hat eben nie eine erwidert. Ich bin nicht zurückgezogen, hab´ im Gegenteil bestimmt mehr Freunde und Freundinnen als viele andere (und ich meine mit Freunden und Freundinnen jetzt nicht nur Leute, mit denen ich mich halt einfach ab und zu treffe, zu vielen habe ich wirklich eine richtig tiefe Beziehung).
    Ich weiß auch nur zu gut, dass es ja bei wahrer Liebe nicht (nur) auf das Äußere ankommt – ich kann es ja von mir selbst sagen – Frauen, in die ich mich verliebe, müssen mir gefallen – aber dass heißt nicht, dass sie groß oder klein, dick oder dünn, blond oder brünett, usw. sein müssen. Wenn mir eine Frau gefällt, dann so, wie sie ist und eigentlich auch gerade deshalb, weil sie so ist, wie sie ist. Damit meine ich nicht, dass es auf das Äußere nicht ankommt, dass nur der Charakter zählt oder so. Es gibt viele Frauen, die mir auch einfach nicht gefallen. Aber wenn mir eine gefällt, dann, weil sie mir sympathisch ist, weil ich gerne in ihrer Nähe bin, mich gerne mit ihr unterhalte, mag, wie sie redet, sich bewegt, vielleicht wie sie riecht...

    Hört sich das so an, als ob ich irgendeine Ahnung hätte? In Wahrheit habe ich gar keine! Ich sehne mich wahnsinnig nach einer Freundin – das sagte ich ja schon. Es sind jetzt fast zwölf Jahre, dass ich meine bisher einzige Freundin hatte, dass ich jemanden zum Umarmen, zum Streicheln, zum Küssen hatte. Von was anderem habe ich bis jetzt nur träumen können. Diese ganze Zeit „allein“ zu sein, in einem Alter, in dem sich doch fast jeder nach Zweisamkeit sehnt und ja auch irgendwann findet – das war und ist schon sehr hart.
    Eigentlich habe ich irgendwie schon damit abgeschlossen, jemals noch mal mit jemandem zusammenzukommen. Ich denke ja schon sofort wenn mir eine Frau gefällt daran, dass es doch eh wieder so wird wie immer und strahle das wohl auch nach außen aus. Theoretisch kann ich mir das alles ganz toll erklären, weiß schon auch, dass ich nicht die ganze Zeit wie ein Suchender durch die Gegend streifen sollte. Ich bekomme ja auch immer wieder Tipps von Freundinnen, aber ich will auch versuchen, mit denen nicht ständig darüber zu reden, eigentlich erzähle ich ja auch immer wieder nur das Gleiche.
    Sport sollte ich wieder mehr machen, damit ich vielleicht wenigstens wieder etwas besser in Form komme. Früher habe ich sehr viel Sport gemacht. Wenn ich mich gut fühle, dann klappt das ja auch recht gut. Wenn ich in einem Loch stecke, dann ist das allerdings fast unmöglich.

    In ärztlicher Behandlung bin ich die ganzen letzten Jahre. Letztes Jahr hatte ich einen kleineren Rückfall – seitdem nehme ich auch wieder Antidepressiva, nachdem ich zwischendurch mal einige Jahre nur ein Prophylaktikum genommen habe. Etwas Schiss habe ich auch vor der Zeit nach dem Studium – so froh ich auch bin, wenn ich meinen Abschluss erfolgreich hinter mir habe. Schließlich kam mein erster krasser Absturz ja auch nach einer wesentlichen Lebensphase – der Schule.
    Könnte jetzt ewig weiterschreiben – das ist ja auch ein Grund dafür, dass ich recht viele Briefe schreibe – man kann sich viel von der Seele schreiben. Aber es gibt eben nicht wirklich irgendwelche Lösungen, vielmehr stellen sich immer wieder die gleichen Fragen, kämpfe ich immer wieder mit den gleichen Problemen und meine oft, auf der Stelle zu treten oder fast schon rückwärts zu gehen.
    Vielleicht meint ihr ja, ich habe keine „echten“ Probleme, ich sollte mit 27 eigentlich irgendwie wissen, wo`s langgeht und dass ich doch zufrieden sein sollte, dass ich zumindest viele Freunde habe.
    Es ist nur so, dass ich immer wieder kurz davor bin, einfach nur total zu verzweifeln. Und es kann ja auch nicht ewig so weitergehen, eigentlich müsste es doch möglich sein, auch mal länger – naja – zumindest zufrieden zu sein.
    Das war jetzt sicher nicht mein letzter Eintrag: Es gibt schon auch noch andere Sachen. Aber das soll erst mal wirklich reichen.
    Vielleicht fällt euch ja irgend etwas ein, ich wäre für jeden Rat von Euch, jede Meinung dankbar. Es kann ja sein, dass es jemandem ähnlich geht.

    DANKE

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  3. #2
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    Standard Wie zeige ich einer Frau, was ich wert bin?

    Hi, ich kann dich verdammt gut verstehen. Mir ging es ähnlich, ich hatte bis 25 gar keine Freundin gehabt. Ja, es ist schon ein Kreuz mit den Frauen, wenn sie dich ständig nur als "guten Freund" haben wollen, für die Partnerwahl aber gar nicht erst in Betracht ziehen. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Du verliebst dich Hals über Kopf in eine Frau, suchst ihre Nähe, ihr sprecht viel miteinander... du hast eigentlich ein gutes Gefühl, bis du irgendwann merkst, dass sie so eine tolle Freundschaft mit dir gar nicht auf's Spiel setzen möchte und daher keine Beziehung mit dir anfangen will. Ihre "festen Freunde" dagegen stellen sich oft als fiese Arschlöcher heraus... Toll!

    Ich glaube, es hat viel damit zu tun, wie gut man sich schon kennt und welches Bild man voneinander hat. Ich denke, das Problem bei vielen Männern ist nicht, dass Frauen nicht auf nette Typen stehen, sondern dass nette Jungs sich Frauen gegenüber oft ziemlich asexuell verhalten. Man kann mit ihnen über alles und jeden diskutieren, aber sie können nicht das Herz einer Frau zum pochen bringen. Flirtfaktor gleich Null! Und leider ist es bei vielen (nicht allen!) Frauen so, dass sie eine rein platonische Freundschaft höher einstufen als eine echte partnerschaftliche Beziehung...

    Ich habe meine (bisher einzige) Freundin durch puren Zufall getroffen, wir kannten uns zuvor gar nicht, weder von der Uni, noch von sonstwo. Schon am Tag unserer Begegnung wurden wir ein Paar, keine Ahnung warum, es hat alles irgendwie gestimmt. Und wir erlebten eine wundervolle Zeit. Es war ein bisschen wie eine enge, loyale Freundschaft mit viel gutem Sex. Und ja, es stimmt, bevor man es nicht erlebt hat, kann man gar nicht beurteilen wie schön es sein kann, mit einem Menschen gemeinsam eine Zeitlang durch's Leben zu gehen. Ich war noch nie so glücklich, und Depressionen waren in dieser Zeit für mich ein Fremdwort. Früher sah das schon anders aus... Aber leider gab es für uns kein Happy End, denn sie hat ein neues Studium angefangen, viele neue Leute kennengelernt und sich immer mehr ihnen zu- und von mir abgewand. Mit unserer Beziehung ging es immer mehr bergab, bis sie vor kurzem mir sogar sagte, sie hätte mich gar nicht geliebt, sondern wollte nur nicht allein sein und hätte dieses Gefühl mit Liebe verwechselt (was ich für Blödsinn halte). Da stehe ich nun wieder, liebe eine Frau die mich nicht (mehr) liebt... alles wieder wie gehabt? Nicht ganz, denn so eine Zeit prägt. Dank ihr weiß ich jetzt, dass ich auch ein liebenswerter Kerl bin, dass ich eine Frau glücklich machen kann und nicht nur als "guter Freund" etwas tauge.

    Ich kann dir nur einen Rat geben: versuch mit dir allein erstmal klarzukommen. Dazu gehört auch, dass du unter Menschen gehst. Aber betrachte alle Frauen erstmal nur als Kumpels, ignoriere ihr Geschlecht. Das bedeutet aber auch, dass du dir von Frauen nicht alles gefallen lassen solltest, würdest du ja auch von deinen Kumpels nicht, oder? (Hinterher kannst du sie immer noch auf Händen tragen! Also, die Frauen, nicht die Kumpels ;-) ) Wenn eine Frau dich auf die "Lass uns Freunde sein"-Schiene zu schieben versucht, dann zeig ihr offen, dass du daran kein Interesse hast und es langweilig findest, z.B. indem du dich mehr auf andere Menschen konzentrierst... Und vergiss niemals, dass du ein sexuelles Wesen bist, das auch sexuelle Wünsche und Bedürfnisse hat, genau wie die Frau mit der du sprichst. Glaub mir, Frauen lieben Berührungen und vergessen sie nicht so schnell! (Als ich meiner Freundin an unserem ersten Abend spontan die Hände wärmte, wurde ich in diesem Moment "ihr Held"... *schief*) Sei offen und verstell dich nicht, sieh es als ein Spiel an (so nach dem Motto: was passiert, wenn ich den Knopf da drücke?).

    Oder um es kurz zu sagen: Zeig der Welt, dass du keine Frau zum Leben brauchst (was auch stimmt, Frauen sind wie das Sahnehäubchen, aber man kann die Torte auch ohne Sahne genießen). Du ahnst nicht, wie sympathisch und sexy es auf Frauen (und nicht nur sie) wirkt, wenn sie siehen, dass ein Kerl alleine zurechtkommt, dass er eigentlich gar keine Frau braucht. Glaub mir, wenn du das ausstrahlst, wirst du schnell von Frauen umzingelt sein! Paradox, ich weiß, aber auch irgendwo logisch. Denn Frauen wollen nicht "abbekommen" werden, sie wollen niemanden der "es nötig" hat, sondern sie wollen für einen Mann was ganz besonderes sein. Und sie wollen auch einen ganz besonderen Mann an ihrer Seite. Und du bist etwas besonderes! Du musst es nur zeigen, du darfst dich nicht unter Wert verkaufen, schon gar nicht an die Erstbeste.

    Bevor du dich in eine Frau verliebst, lerne erstmal dich selbst zu lieben! In der Tat, ich denke, erst wenn man gelernt hat als Single glücklich zu sein, kann man auch echtes Glück in der Liebe finden.

    Also, bevor du einer Frau "ich liebe dich!" sagst, lerne erstmal "ich liebe mich!" zu sagen!

    Viel Glück!!!

  4. #3
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    Standard Am besten mal eine Zeit lang nicht mehr an Frauen denken...

    Echt toll, dass du so ausführlich geantwortet hast. Und gut zu wissen, dass einen andere wirklich gut verstehen können. Ich glaube, du hast ziemlich recht mit deiner Theorie, dass sich die „netten Jungs“ Frauen gegenüber oft absolut asexuell verhalten. Ich sehe es ja an mir. Es ist schon arg: ich will mich ja nicht so verhalten oder so wirken. Aber es läuft halt immer wieder so.
    Sich von Frauen nicht alles gefallen lassen – ja, damit hast du dann auch so einen Punkt getroffen. Kann mich gegen Frauen einfach nicht „wehren“. Frauen einfach als Kumpels zu betrachten – das ist schon auch nicht so leicht. Aber nachdem ich das schon öfter gehört habe, denke ich mal, dass es doch irgendwie funktionieren muss. Und klar, wenn man (auch) nach außen zeigt, dass man allein zurechtkommt und mit sich zufrieden ist, das macht bestimmt viel aus. Ich werde versuchen, mich mal daran zu halten. Anders habe ich es ja lange genug gemacht. Allerdings ist das jetzt alles natürlich erst mal leicht gesagt...
    Naja – und halt mal mehr für mich selbst machen, statt mir ständig das Hirn zu zermartern.
    Nur wenn es dann mal wieder soweit ist, dann zieht mir das halt schnell den Boden unter den Füßen weg.

    Wünsche dir, dass du selbst auch bald wieder klarkommst, nicht zu viel über deine Beziehung nachdenkst. Hoffe, du bist bald darüber hinweg und hast dann wieder den Kopf frei (und vielleicht ab und zu einfach noch schöne Erinnerungen).

    Versuche möglichst bald, meine Antwort noch etwas ausführlicher zu gestalten.

    Dankeschön!

  5. #4
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    Standard

    Hey, keine Ursache, dafür bin ich ja hier! ;-)

    Ich weiß, es ist nicht leicht, aber wie sagt man so schön: Übung macht den Meister! Darum scheue dich nicht vor Situationen, in denen du mit Frauen in Berührung kommst. Im Gegenteil, suche sie gezielt, erst recht wenn du dich da gehemmt fühlst. Deine Probleme (z.B. Ängste, Hemmungen) bewältigst du am besten, indem du dich gezielt in die Situationen begibst, welche deine Probleme verursachen. Denn du weißt doch: Angriff ist die beste Verteidigung! (Oh man, heute ist wohl mein Sprücheklopfer-Tag...) Ich weiß, leichter gesagt als getan... also üben, üben, üben!

    Ich hatte z.B. früher panische Angst vor Partys und Tanzflächen. Habe ich zwar immer noch, aber es ist viel besser geworden, nachdem ich gezielt die eine oder andere Party besucht und mich sogar ein paar Mal auf die Tanzfläche getraut habe...

    Was das Thema Sex angeht... Natürlich sollte man nicht plakativ mit seinen sexuellen Reizen spielen (es sei denn, man möchte sich das Image eines notgeilen Machos aneignen ;-) ). Aber du solltest nie verheimlichen, dass du selbst auch sexuelle Interessen und Gefühle hast, wie auch die Frauen um dich herum. Glaub mir, sie wollen alle exakt die gleichen geilen Dinge mit einem Mann im Bett (oder meinetwegen woanders) tun wie du mit ihnen. Und wenn du dir eine echte Partnerin wünschst, dann darfst du das Thema Sex nicht außen vor lassen, denn die Frau muss in dir auch ein Objekt sexueller Begierde sehen. Sie darf nicht nur denken: "Ach, was für ein netter Kerl, mit dem man über alles mögliche sprechen kann und der mich versteht", sondern auch: "Ui, was für ein geiler Kerl, an dem würd ich gern mal naschen und ihn anschließend in mir spüren..." ;-)

    Und wie schon gesagt, wenn du irgendwo hingehst und ein paar reizvolle Damen siehst, so fang gar nicht erst an, an eine mögliche Romanze zu denken. Sag dir dann am besten selbst: ich will im Moment gar keine Beziehung, ich will einfach nur Spaß haben, egal ob allein, mit Kerlen oder mit Mädels! Gedanken an eine mögliche Beziehung können warten, bis sie wirklich aktuell sind... und das ist auch dann noch nicht unbedingt der Fall, wenn du mal mit einem Mädel dich anfreundest und ihr euch allmählich näherkommt. Ich weiß, es fällt schwer, aber stürz dich erst dann ins Feuer der Liebe, wenn alle Zweifel beseitigt sind. Bis dahin ist nur vorsichtiges Abtasten angesagt...

    Wenn aber die Frau irgendwann ganz offen deine Nähe sucht, wenn kein Interpretationsspielraum mehr bezüglich ihrer Signale übrig bleibt, wenn keine offenen Fragen mehr sind, wenn sie ganz klar Zuneigung zu dir signalisiert und deine körperliche Nähe sucht, DANN erst solltest du wirklich Ernst machen und eine mögliche Beziehung in Betracht ziehen! (Vielleicht musst du sie dann gar nicht mehr in Betracht ziehen, weil - Hoppla! - ihr beide schon längst ein frisch verliebtes Paar seid...)

    Viel Glück!!!
    Si vis amari, ama!

  6. #5
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    Standard AW: kann es keine Liebe für mich geben - bin ich "eingemauert"?

    Hm... bei mir ist das halt alles ein bisschen paradox: ich hab´ absolut kein Problem mit Partys, Tanzflächen, bin gern unter Leuten. Ich hab´ ja von dem Mädel erzählt, in das ich mich verliebt habe, kurz nachdem meine Freundin damals Schluss gemacht hat. Dass ich so lange wegen ihr gelitten habe - das hat mich schon unwahrscheinlich geprägt - leider. Noch dazu war ich gerade 17, als sie mit meinem Schulkollegen (jetzt ein guter Freund von mir, leidet wohl sogar noch mehr als ich wegen/an ihr) zusammen war. Habe mal gehört, dass einen die Erlebnisse in dem Alter ganz besonders fürs ganze Leben prägen.
    Gut - ich glaube jetzt nicht, dass ich deshalb schicksalhaft immer nur Leid mit Liebe verbinden können werde. Aber zu der Zeit habe ich halt auch angefangen, regelmäßig abends wegzugehen, wo viele andere ja dann früher oder später "fast wie von selbst" (höre gerade Sportfreunde :-) mit jemandem zusammen kommen. Ich hab´ spätestens von da an angefangen immer wahnsinnig viel herumzugrübeln, was heute längst nicht mehr so schlimm ist, aber es ist schon noch was davon da.
    Was auch kompliziert ist: Es ist häufig so, dass ich entweder richtig gute Laune habe und meine, es ist alles super, so wie es ist oder dann recht schnell genau das Gegenteil davon, dass doch alles Scheiße ist und ich ganz besonders... Ja - klar kann ich mir dann sagen, dass das von meiner Krankheit kommt, aber komm damit mal wirklich klar.
    Ja - Sex ist natürlich ein großes Thema. Oft hab´ ich halt so meine Zweifel, ob die Frauen im zusammenhang mit mir tatsächlich sexuelle Interessen haben. Da ist es dann wieder, das kleine Selbstwertgefühl beim mächtigen Kerl. Ach, es ist einfach zum Kotzen.
    Was du zur "Strategie" in Liebessachen schreibst, da denke ich mal schon, dass du damit ziemlich recht hast. Es ist halt einfach so, dass es dann, wenn ich mich mal mit einem Mädchen angefreundet habe, eigentlich immer schon zu spät ist. Dann entsteht irgendwie immer automatisch eine "einfache Freundschaft". Ein, zwei Mal hätte ich vielleicht mal Grund zum Interpretieren gehabt, aber das war dann für mich wieder so überraschend, dass ich es direkt ignoriert habe. Mann, Mann, Mann!!!

    Na - aber bin gerade trotzdem ganz guter Laune! Und irgendwann, irgendwann geht das vielleicht auch bei mir "fast wie von selbst".

    Thanx

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