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Thema: Das Schweigen der Männer...

  1. #6
    Registriert Avatar von Hajooo
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Zitat Zitat von Amory Beitrag anzeigen
    Mein Rat: Such das Weite. Er wird sich nicht ändern.
    Stimmt, dann muß ich mich ja nicht ändern

    Gruß Hajooo

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  3. #7
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Leider begegnet man immer wieder solchen Menschen, aber nach meiner Erfahrung sind sie beiderlei Geschlechts. Sehr häufig kommt dieses Schweigen durch die Erfahrung, dass die eigene Meinung und das eigene Ziel weniger wert ist, als die Meinung anderer. Wenn man schon als Kind diese Erfahrungen machen muss, dass Widerstand und Aufbegehren nichts bringen, zieht man sich irgendwann in eine Verweigerungshaltung zurück.

    Den anderen auflaufen lassen, sich hinter dem Rücken beschweren und tratschen, wichtige Infos nicht beisteuern und dann die tollen Ausreden: war doch nur Spaß. Habs nicht so gemeint. Ich weiß nicht, was Du von mir willst? Das hatte ich anders verstanden.

    Wenn ich richtig informiert bin, nennt man das passiv-aggressives Verhalten. Derjenige traut sich nicht, seine Wut über einen Zustand auszudrücken, den er nicht mehr mit tragen will, aber die Konsequenzen seiner Ablehnung möchte er nicht aushalten müssen. Das klingt im ersten Moment nach klaren Schuldverhältnissen.

    Ich hatte einen Partner, der keine Antwort gelten ließ, der jedes Argument relativierte und dem nicht beizukommen war. Auf Druck hat er nur noch mit mehr Druck reagiert und mit einer diebischen Freude von sich behauptet, dass er solche Dinge nicht vergessen werde. Eine Einigung war nicht mehr, als ein Waffenstillstand und jedes Widerwort wurde zur Kriegserklärung.

    Irgendwann habe ich mich nicht mehr gewehrt oder meinen Kram für mich alleine geregelt. Und ich habe mehr geschwiegen. Mein Schweigen wurde als Zustimmung gewertet. Nach einigen Monaten habe ich mich getrennt.

    Spax, ich will keine Schuld umkehren oder Dir etwas unterstellen. Das wäre eine weitere Verteidigungsstrategie der Schweiger: Du hast mich dazu gezwungen. Ich musste die letzten Jahre erkennen, dass die meisten Streitkulturen ein Anhäufung von Verletzungen, Verweigerungen, versteckten Angriffen und Rechtfertigungen sind und dem Wort Kultur nicht gerecht werden. Davon kann ich mich nicht ausschließen. Jeder trägt darüberhinaus noch seine Geschichte mit sich herum.

    Ein Satz hat mich die letzten Tage viel beschäftigt: Frieden ist mehr, als die Abwesenheit von Krieg. Wenn ich meine Beziehungen überdenke, habe ich so oft Schlachten führen müssen: um meinen Standpunkt zu verteidigen, um nicht übergangen zu werden, um meine Meinung anerkannt zu bekommen, um anders sein zu dürfen und noch viel mehr. Aber es war leider wirklich selten, dass ich nicht für meine Taten geschätzt wurde, sondern weil ich bin, wie ich bin.

    Wenn man in einer Beziehung ständig eine Waffe in der Nähe haben muss, und seien es auch nur der Sarkasmus und der Zynismus, dann ist das kein Friede. In einem Frieden KANN und DARF man sich einigen. In einem Krieg MUSS man Dinge akzeptieren.

    Schweigen kann Manipulation und Druckmittel sein, aber es kann auch nur der Ausdruck von Hoffnungslosigkeit, Trauer und unterdrückter Wut sein. Deswegen würde ich ein Schweigen nicht verurteilen, sondern verstehen wollen. Doch es gibt natürlich ein zu spät.
    Geändert von SeelenKnacks (08.02.2020 um 12:05 Uhr)

  4. Für den Beitrag danken: beihempelsuntermsofa, Paletti, Wunderbar

  5. #8
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Das ist wohl eher eine Frage des Charakters und nicht des Geschlechts.
    Mich würde das aber auch nerven, wenn jemand nicht den Mund aufkriegt um zu kommunizieren wo der Schuh drückt.
    Ich denke in einer Beziehung zwischen zwei erwachsenen Menschen muss es doch wohl möglich sein vernünftig über alles zu reden.
    ~ it's a flame of sadness ~
    ----- *:・゚✧-hide-✧゚:・*-----

  6. Für den Beitrag danken: Paletti, Wunderbar

  7. #9
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Das erinnert ich auch stark an das Zuckerbrot (Aufmerksamkeit, verbale Streicheleinheiten) und Peitsche (Entzug derselben durch Schweigen) Spiel, von Sadisten um ihre Gegenspieler gefügig zu machen. Es ist wirklich ein Macht- und Druckmittel, daß diese Leute ausüben und es auch ausnutzen, sobald sie merken, daß es funktioniert. Ich kenne es selbst von einer sehr schönen Mailfreundschaft, die ganz wunderbar war. Wenn jedoch irgendetwas nicht nach dem Geschmack der anderen Person war, bzw. auch nur der Hauch von Kritik aufkam, dann machte die Person zu und verschwand auf unbestimmte Zeit und tauchte irgendwann wieder auf, wenn ich dachte daß eh nichts mehr kommt. Oft wußte ich nichteinmal wegen was die Person sauer war.

    Zuletzt fühlte ich mich nur noch an allem Schuld und war so verunsichtert, daß ich gar nicht mehr wußte was richtig oder falsch war zu schreiben und brach den Kontakt von mir aus ganz ab, heißt ich habe seine Mail so eingestellt, daß wenn er weiterhin schrieb, diese gelöscht wurde. So ein drastisches Mittel habe ich noch nie angewendet, aber wenn das noch weiter so gegangen wäre, wäre ich daran kaputt gegangen. Es ist ein für mein Empfinden, sadistisches Machtspiel, das ich nie wieder bei jemandem mitmachen werde. Es verunsichtert, zermürbt, man fühlt sich für etwas schuldig von was man nicht einmal weiß! Nein, diese sadistischen Machtspiele lasse ich für mich nicht mehr zu.

    Wenn keine Kommunikation von der anderen Seite möglich ist und die Person nicht die geringste Kritifähigkeit und Konfliktfähigkeit besitzt, dann mache ich mich darüber auch nicht mehr kaputt. Das ist natürlich alles auch ein Lernprozess, wie lange man das mit sich machen läßt und mitspielt und die Person merkt, daß sie damit ihren Willen durchsetzen kann. Beim schreiben eben, wurde mir auch bewußt, wie kindisch und hochmanipulativ so ein Verhalten eigentlich ist.
    Loslassen ist der Schlüssel zum Glück.

  8. Für den Beitrag dankt: Amory

  9. #10
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    lass dir nichts einreden.
    da muss man nichts verstehen nur das weite suchen.

  10. Für den Beitrag danken: Amory, Paletti

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