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Thema: Das Schweigen der Männer...

  1. #61
    Registriert Avatar von cucaracha
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Er kann nichts dafür, dass er solch eine schlimme Mutter hat.

    An deiner Stelle würde ich den Kontakt zu ihr sein lassen und wegen einer fehlenden Unterschrift nicht beleidigt sein.
    Er kann trotzdem zu dir stehen, nur will er mit ihr vermutlich nicht noch mehr Stress haben.

    Es wäre gut, wenn er sich von seiner Mutter distanzieren würde.

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  3. #62
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Na dann wirst Du Dich einfach mit der Situation so abfinden müssen, wie es ist. Und wie Du das ja offenbar schon immer tust. Etwas an seinem Verhalten zu ändern wird schwierig sein.

    Aber vielleicht kannst Du ihn ja jetzt besser verstehen, bei der Mutter-Problematik und sein Verhalten eher akzeptieren.

    Ich persönlich finde zwar, dass man als erwachsener Mensch auch mal an seinen Kindheits-Traumatas arbeiten kann und nicht seinen Partner darunter leiden lassen muss.
    Geändert von Amory (14.02.2020 um 14:24 Uhr) Grund: Tippfehler
    Good thoughts, good words, good deeds...

    Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du merkst, dass du nur eines hast.
    Zitat: Mario de Andrade (1893 – 1945),

  4. #63
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Im Grunde hast Du die Antworten direkt vor deiner Nase.

    Er redet mit seiner Mutter nicht über seine Beziehungen - was ich persönlich sogar gut verstehen kann, weil ich selbst ein schwieriges Verhältnis zu meiner Mutter habe und das auch nicht tue. Das hat gar nichts mit meiner Freundin zu tun, sondern ausschließlich mit der Mutter.

    Da Du das schon als persönlichen Angriff wertest, muss Dir auch klar sein, warum dein Freund lieber schweigt, als mit Dir darüber zu reden. Das ist übrigens eine Eigenschaft, die ich auch sehr oft bei Frauen beobachte und erst kürzlich wieder in ihrer reinen Form erlebte.

    Auf der einen Seite beschweren sich Frauen, dass wir Männer nicht über unsere Gedanken und Gefühle reden. Auf der anderen Seite wird - wenn wir es tun - jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und als Angriff gewertet, wofür wir uns dann auch noch elendig lang rechtfertigen müssen - anstatt einfach nur zuzuhören und da zu sein.

    Ist man kritikfähig oder nicht? Kann man nur zuhören oder nicht? Sollte man sich dabei immer selbst fragen.

    Also nimm das einfach nicht persönlich, so schwer kann es nicht sein. Bist Du mit ihm zusammen oder mit seiner Mutter? Wenn er ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter hat, dann hat es auch mit Sicherheit seinen sehr guten Grund. Du bist nicht da, um ihn zu therapieren oder das Verhältnis zu seiner Mutter zu kitten! Das ist nicht deine Rolle oder deine Aufgabe. Deine Aufgabe ist es m.E. ihm vorwurfsfrei zuzuhören und ihm die Hand zu halten, wenn er unter den familiären Problemen aus der Vergangenheit zu leiden hat.

    Es ist nicht an Dir, dies zu bewerten oder zu verurteilen. So sehe ich das jedenfalls.

    Wenn Du das nicht akzeptieren kannst, ist er der Falsche für Dich - das wäre meine reale Einschätzung des Ganzen aus der Ferne. Wenn er darüber ungern redet, ist es seine Entscheidung - manche Dinge möchte man endlich hinter sich lassen und nicht immer wieder breit treten.

    Wenn das jetzt bissl grob rüberkam - sry, bin nur ehrlich und gerade heraus
    Geändert von ABVJoGo (14.02.2020 um 19:49 Uhr)

  5. Für den Beitrag dankt: SeelenKnacks

  6. #64
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Ich möchte ihn ja gar nicht ändern und akzeptiere auch, dass ich für seine Mutter nicht existent bin, aber ich werde ja wohl noch sagen dürfen, dass ich das verletzend finde, ohne dass er gleich beleidigt das Visier runterlässt.

    Abgesehen davon ist seine Mutter ja nicht das einzige Thema.

    Es ging mir darum, wie man (Mann) in Konfliktsituationen (nicht-)reagiert.
    Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Einstein)

  7. #65
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    Standard AW: Das Schweigen der Männer...

    Liebe Spax,

    wie sich Menschen immer wieder in Beziehungskonstellationen finden, in denen sie sich eigentlich nie befinden wollten, erstaunt mich immer wieder. Ich habe viele Jahre gekämpft, habe an mir und meinem Partner gearbeitet, habe nach Lösungen gesucht und um Worte gerungen. Bis ich dann jemanden traf, mit dem es garnicht so schwer war. Es gab auch Probleme und Fragen, aber die meisten waren lösbar.

    Was mir damals klarer geworden ist: ich bin nicht auf dieser Welt, um es immer schwer zu haben, um ständig nur kämpfen und mich plagen zu müssen. Und Du bist das auch nicht. Heute will ich manche Schwierigkeiten einfach nicht mehr haben. Wenn Dein Partner die Zähne nicht auseinander bringt, dann soll ER das lösen, oder eben nicht. Wenn er einen Besen als Mutter hat, dann soll er an einer Konstellation mitarbeiten, die es auch für Dich erträglich macht.

    Manche Probleme lassen sich nicht lösen. Das ist meine Erkenntnis. Nicht selten liegt es dann an mir, denn ich bin der konstante Faktor. Über manche meiner Hürden komme ich (noch) nicht hinweg oder brauche einen Anlauf, den ich selten habe. Manchmal erschreckt mich das zutiefst und manchmal muss ich damit leben, muss es akzeptieren.

    Es stimmt schon: so manche Herausforderung muss man annehmen, muss daran wachsen. Aber muss sich eine Beziehung wie eine immer währende Plage anfühlen? Schweigen ist wie Treibsand. Man steckt fest, arbeitet sich ab, aber kommt nicht voran und man versinkt in den eigenen Kämpfen und Bemühungen und wozu? Nur um immer wieder an diesem Punkt zu landen?

    Wenn ich erkennen muss, dass ich es mir mit manchen meiner Schwächen zu bequem gemacht habe, ist mir das peinlich und ich werde sauer auf mich und doch ändert sich auch dann nicht so viel. Auch ich brauche die Geduld von anderen, brauche Mitgefühl und Verständnis, weil ich so einiges einfach nicht besser kann. Aber darf man für sich und andere zu einem Mühlstein werden? Darf ich mich einfach an jemandes Hals hängen? Habe ich schon gemacht und hat man mit mir schon gemacht. Aber damit darf auch mal Schluss sein. Ein Mühlstein ist keine Halskette, auch wenn man das unterschiedlich sehen kann. Ich gehe auf das letzte Drittel meines Lebens zu. So einiges an Sorgen hätte ich auch einfach sein lassen können. Manche Probleme darf und muss mein Partner ohne mich lösen. Wenn es zu meinem Problem zu werden droht, muss ich mich entscheiden, ob ich das zulasse, oder nicht. Soweit die Theorie. Die Praxis sorgt dann für Sand an Stellen, wo Sand einfach nicht hin kommen sollte.

    Vor ein paar Jahren, habe ich zu einem Menschen sagen müssen, dass ich mich seiner Probleme nicht annehmen kann. Ich hatte nicht die Kraft dazu. Ich kam mir wie ein schlechter Mensch vor. Aber mein Nachhauseweg fühlte sich befreiter und viel leichter an. War garnicht so übel, es etwas leichter zu haben.

  8. Für den Beitrag dankt: Amory

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