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Thema: Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

  1. #1
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    Standard Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

    Guten Tag,

    ich habe vor kurzem hier was gepostet:

    https://www.hilferuf.de/forum/liebe/...t-und-ich.html



    Vor kurzem bin ich mit einem Mann ausgegangen, es war eine "fast" Beziehung, die dann mehr oder weniger leider auseinander gegangen ist. Es war nicht alleine meine Schuld, ich habe ihm aber zu sehr unter Druck gesetzt.

    Ich habe gerade - oder seid Jahren das Problem, das ich mich nach Liebe sehne. Ich war auch in einer festen Beziehung jahrelang, die aber aus Gründen auseinander ist.

    Manchmal fühle ich in mir eine Art Loch. Ich hatte ein schwierige Kindheit - cholerischer Vater. Mutter unterwürfig, tendenziell ängstlich. Ich habe wirklich versucht etwas aus meinen Leben zu machen. Studiert, gute Ausbildung, Beruf, Freunde.

    Mein Großes Problem ist, das ich immer schnell in emotionale Abhängigkeit falle, wenn ich mit jemanden ausgehen, den ich mag. Ich habe zwar einen Job, und bin in einem Verein. Aber wenn ich Jemanden kennenlerne, den ich mag, und mit ich mich verstehe.. bin ich wie süchtig nach seiner Aufmerksamkeit. Ich schaue alle paar Minuten auf dem Handy, ob er geschrieben hat, in der Anfangsphase. Generell sind "kennenlernphasen" für mich anstrengend, weil ich immer unsicher bin, wie ich mich verhalten soll.

    Sind wir dann ein Pärchen, und hat er auch dasselbe "Nähe"bedürfnis wie ich, dann verliert sich meine unsicherheit.

    Ich bin auch schnell von ihm begeistert..

    Und ich falle ziemlich tief, wenn es nicht in einer Beziehung mündet, fast depressiv.

    Ich habe beschlossen das ich Hilfe brauche. Ich lese auch gerade ein Buch von einer berühmten deutschen Psychologin.

    Dieses innere "Loch". Hmh, das ist schon seid meiner Kindheit so.

    Kennt ihr das? Kann man das überwinden? Natürlich Hilfe suchen, aber die Wartezeiten sind lang.

    Habt ihr praktische Tipps? Ich versuche mir selbst etwas zu helfen, indem ich hier schreibe

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  3. #2
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    Standard AW: Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

    Ich kenne dies tatsächlich von vielen Freundinnen. Ein Date und es gibt kein anderes Thema mehr, sie sind verliebt über beide Ohren, alles ist mega toll und für mich sind sie dann auch teilweise nicht mehr verfügbar.

    Ich war früher auch so, hab aber gemerkt, dass es immer endet, weil man sich zu sehr auf die Pelle rückt. Wenn es nur noch den Partner gibt und nichts anderes mehr. Und ich hab eben immer beim potentiellen Partner die Aufmerksamkeit und Bestätigung gesucht, um mein mangelndes Selbstwertgefühl aufzubessern... dies ging immer nur so lang gut, wenn ich Aufmerksamkeit erhalten habe.

    Ich finde es super, dass du daran arbeiten möchtest und es bereits tust. Ich habe auch eine Therapie gemacht und viel selbst daran gearbeitet. Lag bei mir auch an der Erziehung.

    Es gibt aber auch einfach toxische Beziehungen zu Menschen... diese beende ich dann immer, weil es mir nicht gut tut.

  4. #3
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    Standard AW: Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

    Hallo querido,

    nach meiner Erfahrung ist man selbst bei solchen inneren Heilungsprozessen sein eigener und größter "Hemmschuh" auf diesem Weg. Die Erwartung, dass dieses innere "Loch" doch irgendwie weg gehen möge, dass es einen Ausweg aus diesem Dilemma geben möge, erzeugt ein "gespannt sein auf die Lösung".

    Leider erst vor etwa 20 Jahren habe ich begriffen, dass ich solche Lösungen überhaupt nicht brauche, um meine inneren Klippen zu umschiffen. Es braucht nur meine Aufmerksamkeit im Umgang damit. Fährst Du Motorrad? Unter Bikern gibt es den Tipp: wenn ein Stein auf der Straße liegt, dann schau nicht den Stein an, sondern schau auf den Weg, den Du fahren willst. Schaust Du den Stein an, fährst Du ziemlich sicher genau darüber und landest auf dem Allerwertesten.

    Früher habe ich so sehr gegen meine "Schwachstellen" gekämpft, dass ich mich um meine Stärken garnicht mehr gekümmert habe. Das Ergebnis: dieses ständige Kreisen um den eigenen Bauchnabel und kein Weiterkommen. Heute bin ich noch immer der, der ich vor 20 oder vor 40 Jahren war und habe noch immer diese "Schwachstellen", die Sehnsucht in mir, diese Ängste. Aber ich habe gelernt, sie bewusster zu "umschiffen" (na ja, wenigstens recht oft, so manche Untiefen bleiben mir noch immer erhalten).

    Du sehnst Dich nach emotionaler Nähe und Aufmerksamkeit? Dann habe ich eine schlechte Nachricht für Dich: nur DU selbst kannst Dir diese Nähe und Aufmerksamkeit geben. Nur Du selbst kannst als erwachsener Mensch dafür sorgen, dass diese "Bedürftigkeit" gestillt wird. Weist Du, woher Deine Sehnsucht kommt? So viele Eltern und Erwachsene knüpfen ihre Zuneigung an Bedingungen. Werden diese nicht erfüllt, erfolgt ein Liebesentzug. Das kann fatale Folgen und einen ewigen Hunger nach Aufmerksamkeit zur Folge haben. Was ist Deine Vermutung?

    Unsere Vergangenheit holt uns immer wieder ein, bis wir neue Entscheidungen treffen, um diese Vergangenheit nicht andauernd wiederholen zu müssen. Das braucht Geduld und vor allem die Bereitschaft, sich selbst anzunehmen, wie man ist. Das fällt oft schwerer, als andere Menschen zu akzeptieren.

    Praktische Tipps? Geh offen damit um. Sprich solche Dinge bei Deinem potentiellen Partner an. Vielleicht nicht in den ersten 10 Minuten, aber etwas später. Warum? Nun, weil DAS bei Dir gerade ansteht und Dich beeinflußt. Wenn er damit nicht umgehen kann, ist er der Falsche. Er braucht Dich nicht zu "retten", das kannst Du schon selbst, aber er kann ein Partner auf diesem Weg sein. Wie soll er verstehen, wenn er diese Info nicht hat?

    Schau Dir Dein Selbstbewusstsein an. Was ist Deine Meinung über Dich selbst? Ist da ein Gefühl der Wärme, oder bist Du auf Distanz zu Dir selbst? Ich kann es leider nicht besser ausdrücken, vielleicht verstehst Du, was ich meine?

    Orientiere Dich nicht daran, was sein sollte. Was da IST, hilft Dir sehr viel weiter.
    Geändert von GrayBear (12.10.2019 um 16:08 Uhr)
    Man kann über alles reden, aber verstehen muss man wollen und können.

  5. Für den Beitrag dankt: Ratte

  6. #4
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    Standard AW: Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

    Es ist natürlich schöner zusammen mit einem Partner das Leben zu leben.Gemeinsamkeiten haben,sich nicht alleine fühlen.
    Und gerade in jungen oder jüngeren Jahren will man in einer Beziehung sein,hat Angst diese zu gefährden wenn man auch noch eigene Interessen bzw.einen eigenen Freundeskreis halten will.

    Es gibt nur sehr Wenige die den Freiraum des Partners akzeptieren...meist auch aus Eifersucht und eben die eigene Eitelkeit...
    Leben ist, was dir passiert, während du andere Pläne machst.( J.Lennon)

    Imagine all the people living life in peace. You may say I'm a dreamer ...

    Die Hoffnung stirbt zuletzt...

  7. #5
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    Standard AW: Ich falle immer in emotionale Abhängikeit

    Klingt für mich einfach, als würdest du geliebt werden wollen und bist enttäuscht, wenn nichts draus wird. Natürlich ist das nicht besonders angenehm, wenn es nicht klappt, aber liebeskummer ist auch nicht besonders angenehm, aber gehört nunmal dazu.

    Mir sind eher menschen suspekt, die einem sympathie und zuneigung vermitteln, aber man tatsächlich eigentlich das gefühl hat, das es denen ohne einen genau so gut geht.

    Du schreibst ja selbst, wenn dein gegenüber genau so empfindet und sich verhält wie du, ist alles in ordnung. Also liegt das problem doch eigentlich nur darin, jemand zu finden, der zu dir paßt. Du mußt glaub ich einfach nur lernen, erstmal ein bisschen abzuwarten, bevor du deinen gefühlen freien lauf läßt. Das klappt eigentlich am besten, wenn man sich grad am anfang auch ab und an mal in erinnerung ruft, daß so schell wie etwas beginnt es auch enden kann und man sich selber auf den boden der tatsachen zurück holt.

    Brauchst du jetzt eine therapie oder behandlung? Ich glaub nicht, du bist ein bisschen zu überschwänglich und versuchst diese kennenlernphase abzukürzen, aber deswegen brauchst du doch keinen seelenklempner.
    W.A.S.P. - Miss you

  8. Für den Beitrag danken: Ratte, Schroti

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