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Thema: Freund vs. Familie vs. Ich

  1. #1
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    Standard Freund vs. Familie vs. Ich

    Hallo liebe Mitglieder,

    ich bin neu hier im Forum und das ist mein erster Beitrag.
    Ich war und bin einfach so hin- und hergerissen, dass ich mir mal eine außenstehende und neutrale Meinung zu meiner Situation einholen wollte. Ich versuche mich auch kurz zu halten.

    Ich (w / 22) bin seit ca. 10 Monaten mit meinem Freund (26) zusammen, wir haben uns vor genau einem Jahr kennengelernt.

    Nun kurz zu unseren Personen:

    In unserer Zeit des Kennenlernens hat er bereits alleine gewohnt, da er auf Grund seiner schwierigen Familienverhältnisse mit 17 Jahren ausziehen musste. Er hat eine abgeschlossene Ausbildung und ein gesichertes Einkommen, wobei ich manchmal das Gefühl habe er sei ein wenig faul. Hierzu muss man sagen, dass er immer über seine Arbeit meckert, sagt er würde am liebsten gar nicht arbeiten und auch extra in Teilzeit arbeitet.

    Ich habe nach meinem Abitur mit 18 ein duales Studium im öffentlichen Dienst angefangen und habe dies im letzten Jahr beendet. Ich bin verbeamtet.

    Am Anfang war alles ganz wundervoll, wir hatten ganz wundervolle Momente zusammen, haben schöne Dinge unternommen, er hat mich gut behandelt so, als wäre ich seine Prinzessin. Er sagt auch immer wieder ich sei seine Traumfrau und dass er sich eine Zukunft mit mir vorstellt. Er wolle mich heiraten und ich solle die Mutter seiner Kinder werden.

    Da alles so gut lief und er in der schlechtesten Gegend unserer Stadt gewohnt hat, haben wir überlegt, dass er vielleicht in eine neue Wohnung, in einer besseren Gegend ziehen solle. Die Wohnung sollte groß genug sein, damit ich später auch zuziehen kann. Ich habe zu der Zeit bei meinen Eltern gewohnt und tue dies momentan immer noch.
    So weit, so gut.

    Meine Eltern wussten bereits von unserer Beziehung bzw. von ihm (er ist mein erster Freund) und waren von Anfang an nicht begeistert. Er wäre nicht gut genug für mich, er würde mich später schlagen (sein Vater hat seine Mutter geschlagen) etc. Aber ich dachte mir: Vielleicht ist das normal, dass es komisch für die Eltern ist, dass die Tochter nun einen Freund hat und auf Grund dessen käme es zu dieser ablehnenden Haltung. Dazu muss man sagen, dass wir Griechen sind. Meine Eltern sind sehr konservativ.

    Wir zogen unseren Plan mit der Wohnung, trotz allem, wie gehabt durch. Es sollte aber von Anfang an NUR ER in der Wohnung wohnen. Ich sagte ihm, wenn alles gut laufe, ich in meinem Job gefestigt sei und meine Eltern sich an den Gedanken des Freundes gewöhnt haben, ich Ende 2020 zu ihm ziehen würde. Die Wohnung wäre ja dann groß genug.

    Womit ich allerdings nicht gerechnet habe war, dass meine Eltern so einen Hass gegen ihn entwickeln, dass sie ihn mit allen Mitteln von mir fernhalten möchten. Sie drohten mir, es gab nur Geschrei und Zank zu Hause, sogar die Polizei war einmal bei uns zu Hause, weil ich eine solche Angst hatte. Sie wollten mich (auf ihre Art und Weise) beschützen. Es war eine ganz furchtbare Situation für mich, vor allem, weil Familie bzw. die Meinung der Familie bei Griechen sehr hoch geschrieben wird.

    Gleichzeitig waren wir dabei die Wohnung einzurichten. Die Wohnung ist wirklich wunderschön und das naheliegenste wäre gewesen, zu ihm zu ziehen und meine Eltern hinter mir zu lassen. Allerdings änderte sich das Verhalten meines Freundes mir gegenüber mit der Zeit immer mehr. Hierzu muss ich allerdings sagen, dass ich mit der Zeit herausgefunden habe, dass mein Freund wohl cholerisch ist, was er allerdings am Anfang unserer Beziehung sehr gut kaschieren konnte. Er geht wegen Kleinigkeiten an die Decke, wird mir gegenüber laut, schreit mich an, ballt seine Faust und schaut mich voller Hass an. Und dann ist er wieder der Mann den ich kennengelernt habe: liebevoll, nett, zuvorkommend.
    Seine „Attacken“ nehmen allerdings immer mehr überhand und ich habe das Gefühl dass sein Respekt mir gegenüber immer mehr verloren geht. Außerdem möchte er nicht, dass ich mich mit meinen Mädels treffe und abends rausgehe (es könnten mich ja andere Männer ansprechen) oder dass ich kurze Hosen trage (bei 40 Grad) oder zum HipHop tanzen gehe, was ich so gerne machen würde.

    Egal wo ich hingehe: Ob ich bei meinen Eltern zu Hause bin oder bei meinem Freund in (unserer) Wohnung: Nirgends habe ich einen sicheren Hafen. Überall gibt es Zankereien. Ich komme nicht zur Ruhe.

    Hinzu kommt, dass ich in der Zeit des Umzuges und der Hochphase der Zankereien mit meinen Eltern erfahren habe, dass ich schwanger bin. Leider hatte ich eine Fehlgeburt in der 7. Woche, was mich noch zusätzlich mitgenommen hat und wofür ich überhaupt keine Zeit hatte es zu verarbeiten, wegen dem ganze Stress. Das cholerische Verhalten meines Freundes änderte sich auch nicht, als er erfuhr dass ich schwanger von ihm bin.

    Nun erwartet mein Freund, dass ich, wegen den Zankereien, zu ihm in die Wohnung ziehe und meine Eltern verlasse. Meine Eltern würden mich verstoßen, wenn ich das tun würde, sagten sie. Gut, normalerweise würde man nun sagen, dass mich meine Eltern dann nicht lieben würden. Allerdings habe ich selber Angst zu meinem Freund zu ziehen und kein gutes Bauchgefühl dabei, weil ich einfach Angst habe, dass seine cholerischen Anfälle Überhand nehmen und er früher oder später seine Hand gegen mich erhebt. Das Gefühl hat er mir leider gegeben. Ich habe während seiner Anfälle Angst vor ihm.

    Nun war es meine Idee erstmal in eine eigene kleine Wohnung zu ziehen. Selbst wenn es nur für kurze Zeit ist. Aber ich habe das Gefühl, dass ich erstmal meine innere Ruhe finden und die ganzen Dinge verarbeiten muss, die vorgefallen sind, bis ich Entscheidungen treffen kann. Ich habe eine Wohnung sogar schon in Aussicht. Es ist eine 1 Zimmer Wohnung, sie gehört einer Freundin von mir, die eine Nachmieterin sucht und sie würde mir sogar die Möbel teilweise drin lassen, sodass ich fast nichts zahlen müsste. Die Miete ist auch sehr gering.

    Meine Eltern unterstützen den Umzug, für sie ist es nur wichtig, dass ich nicht direkt zu meinem Freund ziehe, weil sie dieselben Befürchtungen haben wie ich (obwohl sie ihn nicht einmal kennengelernt haben und nichts von seinen Anfällen wissen.

    Mein Freund hingegen ist gegen eine eigene Wohnung und droht mir Schluss zu machen, falls ich mir eine eigene Wohnung nehme. Er weiß noch nicht, dass ich die Möglichkeit hätte, bei meiner Freundin einzuziehen. Er sagt, ich soll entweder bei meinen Eltern (beim Terror) bleiben oder zu ihm ziehen (mit meinem Bauchgefühl und meinen Befürchtungen).

    Jetzt weiß ich nicht für wen ich mich entscheiden soll: Für meine Eltern, für meinen Freund oder für mich und meine innere Ruhe mit der Befürchtung, dass er Schluss macht.

    Wenn ich nach einem Jahr sehen würde, dass er sich beruhigt und es vielleicht nur an dem Umzugsstress, der Schwangerschaft und dem Stress mit meinen Eltern lag, dass er so war, dann könnte ich immer noch zu ihm ziehen. Das wäre für mich kein Problem. Er lässt aber leider nicht mit sich reden.

    Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll und wie ich ihm meine Entscheidung im Falle des Falles mitteilen soll, weil ich Angst vor dem nächsten Anfall habe und / oder dass er Schluss macht.

    Danke fürs Lesen bis hier hin, ich freue mich auf eure Antworten!!!

    Schnuffelbu

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  3. #2
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    Standard AW: Freund vs. Familie vs. Ich

    So leid es mir tut, haben wohl die Eltern Recht mit ihrem negativen Gefühl ihm gegenüber.

    Mit seinen Anfällen wird es wohl nicht besser werden und mit den Drohungen und Verboten auch nicht. Im Gegenteil.

    Er will Dich vollkommen beherrschen und betrachtet Dich jetzt schon als sein Eigentum.

    Er sagt Dir mit wem Du Dich treffen sollst und wie Du Dich zu kleiden hast. Mit einem Wort er respektiert Dich nicht.

    Und ja - bei den Tendenzen besteht tatsächlich die große Gefahr, dass er Dich irgendwann schlägt.

    In dem Fall würde ich auf keinen Fall mit ihm zusammenziehen.

    Die eigene kleine Wohnung ist doch eine gute Idee und dazu würde ich auch stehen.

    Wenn er dann Schluß macht, weißt Du sicher, dass er Dich und Deine Wünsche nicht respektiert und das auch künftig nicht tun wird und Dir wird viel Leid erspart.

  4. Für den Beitrag danken: -sofia-, Insta, Katzenfräulein, schnuffelbu, Schroti

  5. #3
    Registriert Avatar von Schroti
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    Standard AW: Freund vs. Familie vs. Ich

    Der Freund taugt nichts.

  6. Für den Beitrag dankt: Großstadtlegende

  7. #4
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    Standard AW: Freund vs. Familie vs. Ich

    du warst schwanger, er ballte die faust - weg da!

  8. #5
    Registriert Avatar von Yado_cat
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    Standard AW: Freund vs. Familie vs. Ich

    Eigentlich hast du dir die Antwort schon selbst gegeben, du hast sehr gut erkannt das
    es in der Beziehung nicht mehr läuft.
    Sei froh das ich noch nicht zusammen wohnt, er würde dich total bevormunden und unterdrücken.

    Normalerweise muss es nicht so sein das Kinder aus gewalttätigem Elternhaus auch zur Gewalt neigen, aber dein Freund scheint sich ja jetzt gerade zu entpuppen und irgendwann, wenn er verbal nicht mehr weiterkommt bei dir, dann setzt er seinen Willen womöglich mit Gewalt durch.

    Lass dich nicht von ihm erpressen oder manipulieren, deine Eltern haben nicht unrecht und wissen vermutlich genau wovor sie dich warnen und bewahren wollen.

    Ich glaube du wirst ihnen noch sehr dankbar sein....

    LG Yado
    Am Ende wird alles gut werden. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende...

    Neid ist die höchste Form der Anerkennung!
    Neid muss man sich erarbeiten, Mitleid bekommt man geschenkt.

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